{"id":515614,"date":"2025-10-21T11:12:18","date_gmt":"2025-10-21T11:12:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/515614\/"},"modified":"2025-10-21T11:12:18","modified_gmt":"2025-10-21T11:12:18","slug":"experten-sehen-schwarz-trump-hat-keine-strategie-fuer-die-ukraine-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/515614\/","title":{"rendered":"Experten sehen Schwarz: \u201eTrump hat keine Strategie f\u00fcr die Ukraine\u201c | Politik"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 <b>Ein Foto vom \u201eTomahawk\u201c-Treffen am Freitag im Wei\u00dfen Haus spricht B\u00e4nde: Wolodymyr Selenskyj beim Mittagessen mit Donald Trump im Kabinettsaal \u2013 beide sitzen sich direkt gegen\u00fcber. Doch Trumps Aufmerksamkeit richtet sich nicht auf seinen Gast, sondern auf die Presseleute, die er direkt hinter ihm platziert hat. <\/b><\/p>\n<p>In der Regel stehen oder sitzen Staatschefs bei Pressekonferenzen anl\u00e4sslich eines Treffens nebeneinander, um die fragenden Journalisten ansehen zu k\u00f6nnen. Doch das wollte <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/leute\/donald-trump\/thema-donald-trump-alle-infos-80018378.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trump<\/a> diesmal nicht. Seine Botschaft: Wenn ihr Fragen habt, stellt sie mir \u2013 und nicht dem Pr\u00e4sidenten der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/ukraine\/thema-ukraine-alle-infos-80028690.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a>. Selenskyj hat das verstanden. W\u00e4hrend Trump redet, nippt er ernst an seinem Glas. <\/p>\n<p>Mehr zum ThemaWas auf das Mittagessen folgte, war erneut ein \u201eSchreiduell\u201c<\/p>\n<p>So berichteten es mehrere Quellen der britischen Zeitung \u201eFinancial Times\u201c. Selenskyj wollte Tomahawks \u2013 und bekam ein Tohuwabohu. Laut Bericht plapperte Trump pl\u00f6tzlich wieder <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/leute\/wladimir-putin\/wladimir-putin-alle-infos-79314364.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wladimir Putin<\/a> (72) nach dem Mund, mit dem er einen Tag zuvor zweieinhalb Stunden telefoniert hatte. Der Konflikt in der Ukraine: Das sei noch \u201enicht einmal ein Krieg\u201c, sondern nur eine \u201eSpezialoperation\u201c. Soll hei\u00dfen: Wenn Putin wollte, k\u00f6nnte er richtig eskalieren. Es ist eine russische Propaganda-L\u00fcge des Kreml, denn Russland gibt schon jetzt alles im Krieg gegen die Ukraine.<\/p>\n<p>Experte: Putin hat es wieder geschafft<\/p>\n<p><b>Was bleibt: Selenskyj hat wieder einmal (fast) nichts bekommen. Keine Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper, keine Einladung zum Gipfel mit Putin in Budapest. Kiew darf den USA gerade einmal 25 Patriot-Abwehrsysteme abkaufen, aber auch nicht sofort. \u201eWir sind wieder an der Stelle, an der wir vor dem Gipfel in Alaska waren\u201c, sagt der Politikwissenschaftler Prof. Thomas J\u00e4ger zu BILD. \u201eTrump hat keine Strategie f\u00fcr die Ukraine. Er will Rohstoffe, Deals \u2013 und den Friedensnobelpreis.\u201c<\/b><\/p>\n<p>UND: Wieder einmal habe es Putin geschafft, Gespr\u00e4chsbereitschaft vorzut\u00e4uschen, um mehr Zeit zu gewinnen, so J\u00e4ger. Dass Kiew erst einmal keine Tomahawks bekommt (schon gar nicht vor dem Gipfel in Budapest) \u2013 ein klarer Sieg f\u00fcr den Kremlchef. Von dem neuerlichen Treffen in Ungarn sei ebenfalls nichts zu erwarten, so J\u00e4ger.<\/p>\n<p>Lange: \u201eWir drehen uns im Kreis\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir drehen uns im Kreis\u201c, meint auch Sicherheitsexperte Nico Lange (50) auf X. \u201eDie Trump-Serie aus aufgeregten Gipfeln, Sondergipfeln und Gipfelank\u00fcndigungen bringt uns dem Frieden bisher nicht n\u00e4her.\u201c Er appelliert an Europa. \u201eDie Europ\u00e4er sollten endlich ihre St\u00e4rke nutzen und selbst Putin zu Waffenstillstand und Frieden dr\u00e4ngen.\u201c<\/p>\n<p>Die EU-Staaten haben sich am Montag immerhin \u2013 gegen den Widerstand aus Ungarn \u2013 darauf geeinigt, bis 2027 gar kein Gas mehr aus Russland zu beziehen. Auch ein 19. Sanktionspaket ist in Arbeit, doch ob es beschlossen wird: fraglich. Dazu braucht es Einstimmigkeit. <\/p>\n<p><b>Selenskyj, der die neuerliche Dem\u00fctigung von Trump (in der Hoffnung, dass sich der Wind wieder dreht) stumm ertr\u00e4gt, bleibt in dieser Lage nur Zweckoptimismus. Ja, sagte er am Morgen vor Journalisten des \u201eKyiv Independent\u201c, Trump gebe Putin \u201eeine weitere Chance\u201c. Aber den Krieg ums Gas habe der Kreml verloren.<\/b><\/p>\n<p>Vermittler im Ukraine-Krieg: Kann Trump das Gaza-Momentum nutzen?<a class=\"anchor video-teaser__anchor\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/vermittler-im-ukraine-krieg-kann-trump-das-gaza-momentum-nutzen-68f2635678596728f433bb25\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Trump als Vermittler: Nutzt er das Gaza-Momentum f\u00fcr die Ukraine?\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/43cb625635da4586124cb4ec78254fb8,342d84e8\"   class=\"landscape teaser__image\" loading=\"lazy\"\/><\/a><\/p>\n<p>Quelle: BILD19.10.2025<\/p>\n<p><b>Zu den Personen<\/b><\/p>\n<p><b>Thomas J\u00e4ger <\/b>ist Professor f\u00fcr internationale Politik und Au\u00dfenpolitik an der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln. Ein Schwerpunkt seiner Forschung und Lehre liegt in der Analyse der deutschen und US-amerikanischen Au\u00dfenpolitik.<\/p>\n<p><b>Nico Lange<\/b> verf\u00fcgt \u00fcber langj\u00e4hrige Erfahrung in sicherheitspolitischer Analyse und war unter anderem als Ukraine-Referent und Berater im deutschen Verteidigungsministerium t\u00e4tig. Seit 2022 ist er Senior Fellow f\u00fcr die Zeitenwende-Initiative bei der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin \u2013 Ein Foto vom \u201eTomahawk\u201c-Treffen am Freitag im Wei\u00dfen Haus spricht B\u00e4nde: Wolodymyr Selenskyj beim Mittagessen mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":515615,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,3082,307,12,45,10,8,9,11,1017,317,3081,103,104],"class_list":{"0":"post-515614","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-putin-wladimir","12":"tag-russland","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-texttospeech","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-trump-donald","20":"tag-ukraine","21":"tag-ukraine-konflikt","22":"tag-welt","23":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115411861902739185","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/515614","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=515614"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/515614\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/515615"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=515614"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=515614"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=515614"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}