{"id":515961,"date":"2025-10-21T14:30:15","date_gmt":"2025-10-21T14:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/515961\/"},"modified":"2025-10-21T14:30:15","modified_gmt":"2025-10-21T14:30:15","slug":"eurostat-mehr-als-die-haelfte-der-eu-staaten-bricht-schuldenregeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/515961\/","title":{"rendered":"Eurostat: Mehr als die H\u00e4lfte der EU-Staaten bricht Schuldenregeln"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/eu-fahne-102.jpg\" alt=\"Besch\u00e4digte EU Fahne.\" title=\"Besch\u00e4digte EU Fahne. | picture alliance \/ Zoonar\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 21.10.2025 16:05 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Regeln des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakts der EU werden regelm\u00e4\u00dfig verletzt, im vergangenen Jahr von mehr als der H\u00e4lfte der EU-Mitglieder. Deutschland verletzte zumindest die Regel zur Schuldenquote.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mehr als die H\u00e4lfte der EU-Mitgliedstaaten hat im vergangenen Jahr ihre selbst auferlegten Regeln f\u00fcr Haushaltsdefizite und Staatsschulden gebrochen. Wie aus Daten des EU-Statistikamtes Eurostat hervorgeht, gaben die meisten der 27 EU-L\u00e4nder mehr Geld aus als sie einnahmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ausnahmen waren Luxemburg, Griechenland, Zypern, D\u00e4nemark, Irland und Portugal. Bezogen auf ihre Wirtschaftsleistung hatten zw\u00f6lf Mitgliedstaaten ein Defizit von drei Prozent oder mehr bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung und lagen damit \u00fcber den geltenden Obergrenzen. Das h\u00f6chste Defizit hatte 2024 den Daten zufolge Rum\u00e4nien mit 9,3 Prozent. Deutschlands Defizit lag Eurostat zufolge bei 2,7 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gleichzeitig wiesen im vergangenen Jahr zw\u00f6lf EU-L\u00e4nder eine Schuldenquote von mehr als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf. Die h\u00f6chsten Schuldenquoten gab es laut Eurostat in Griechenland (154,2 Prozent), Italien (134,9 Prozent) und Frankreich (113,2 Prozent). Die Schuldenquote Deutschlands betrug 2024 nach Eurostat-Angaben 62,2 Prozent.<\/p>\n<p>    Kriterien sollen Stabilit\u00e4t und Wachstum sichern<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die europ\u00e4ischen Schuldenregeln, auch Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakt genannt, gelten f\u00fcr alle Mitgliedsl\u00e4nder der EU. Das Regelwerk schreibt unter anderem vor, dass das Haushaltsdefizit unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bleiben muss. Gleichzeitig darf der Schuldenstand eines Mitgliedstaates 60 Prozent der Wirtschaftsleistung nicht \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit den Kriterien soll eine ma\u00dfvolle Haushaltspolitik gesichert werden, die ein gesundes Wirtschaftswachstum in der EU erm\u00f6glicht. Schuldenprobleme belasten nicht nur die W\u00e4hrungen in der EU, sondern \u00fcber steigende Zinsen direkt auch die konjunkturelle Entwicklung.<\/p>\n<p>    Mehrere Defizitverfahren laufen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wer die Schuldengrenzen \u00fcbertritt, riskiert ein Strafverfahren. Gegen die hoch verschuldeten L\u00e4nder Frankreich und Italien sowie einige andere EU-L\u00e4nder laufen derzeit daher Defizitverfahren. Derzeit steht vor allem Frankreich im Fokus, wo Reformversuche mehrerer Regierungen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/frankreich-rentenreform-120.html\" title=\"Regierungskrise in Frankreich: Premier Lecornu setzt Rentenreform aus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">an den politischen Machtverh\u00e4ltnissen gescheitert sind<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Seit Inkrafttreten des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakts im Jahr 1997 sind die Regeln vielfach gebrochen worden. Wegen der Corona-Krise sowie der Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine wurden die Defizitverfahren zeitweise ganz ausgesetzt. Im vergangenen Jahr wurde der<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/finanzen\/stabilitaets-und-wachstumspakt-eu-schuldenregeln-100.html\" title=\"Wie die neuen Schuldenregeln f\u00fcr EU-Staaten aussehen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakt reformiert<\/a>, um betroffenen Staaten mehr Flexibilit\u00e4t einzur\u00e4umen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.10.2025 16:05 Uhr Die Regeln des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakts der EU werden regelm\u00e4\u00dfig verletzt, im vergangenen Jahr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":515962,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12,24881,128173],"class_list":{"0":"post-515961","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-schuldenregeln","20":"tag-stabilitaetspakt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115412640031894449","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/515961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=515961"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/515961\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/515962"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=515961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=515961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=515961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}