{"id":515998,"date":"2025-10-21T14:49:12","date_gmt":"2025-10-21T14:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/515998\/"},"modified":"2025-10-21T14:49:12","modified_gmt":"2025-10-21T14:49:12","slug":"neue-stolpersteine-werden-am-23-oktober-in-leipzig-gelegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/515998\/","title":{"rendered":"Neue Stolpersteine werden am 23. Oktober in Leipzig gelegt"},"content":{"rendered":"<p>Am Donnerstag, dem 23. Oktober 2025, werden in Leipzig 16 neue Stolpersteine an sechs Orten im Stadtgebiet verlegt. Damit erinnern k\u00fcnftig insgesamt 846 Stolpersteine an 287 Orten an Leipzigerinnen und Leipziger, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden.<\/p>\n<p>Zu den Verlegungen werden Familienangeh\u00f6rige aus den USA, Israel und Deutschland erwartet. Die Stolpersteine \u2013 kleine Messingplatten, die ebenerdig in den Gehweg eingelassen werden \u2013 markieren die letzten frei gew\u00e4hlten Wohnorte der Opfer und halten ihre Namen im Stadtbild lebendig.<\/p>\n<p>Der Verlegeplan am 23. Oktober 2025<\/p>\n<p><strong>09:00 Uhr \u2013 Konradstra\u00dfe \/ Ecke Hermann-Liebmann-Stra\u00dfe (ehem. Konradstr. 37)<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Babette Sbar, Betreiberin der Gastwirtschaft \u201eGute Quelle\u201c, die 1942 in das Ghetto Riga deportiert und dort ermordet wurde.<\/p>\n<p><strong>10:00 Uhr \u2013 Leibnizstra\u00dfe 20<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Rosa und Chaim Sperling sowie ihre beiden Kinder. Die Familie wurde 1938 im Zuge der \u201ePolenaktion\u201c abgeschoben. W\u00e4hrend die Kinder fliehen konnten, wurden die Eltern nach der deutschen Besetzung Polens ermordet.<\/p>\n<p><strong>11:00 Uhr \u2013 Humboldtstra\u00dfe 3<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Lina Rochmann, die 1942 mit dem ersten Transport Leipziger J\u00fcdinnen und Juden in das Ghetto Riga deportiert wurde. Ihr Sohn Adolf konnte 1939 nach England fliehen.<\/p>\n<p><strong>11:45 Uhr \u2013 Nordstra\u00dfe 64<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Gisela und Nathan Stauber und ihre vier Kinder, Betreiber eines W\u00e4scheversands. Die gesamte Familie wurde 1942 in einem Vernichtungslager im besetzten Polen ermordet.<\/p>\n<p><strong>12:45 Uhr \u2013 Delitzscher Stra\u00dfe 82<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Otto Sp\u00e4te, Zeuge Jehovas, der wegen seines Glaubens verfolgt, verhaftet und zu Haftstrafen in Freiberg und Kleinmeusdorf verurteilt wurde.<\/p>\n<p><strong>14:45 Uhr \u2013 Steinstra\u00dfe 2<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Hugo Arndt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer mehrerer Gro\u00dfhandelsunternehmen, der 1942 nach Theresienstadt deportiert und 1943 in Auschwitz ermordet wurde.<\/p>\n<p><strong>15:30 Uhr \u2013 Braustra\u00dfe \/ Ecke Karl-Liebknecht-Stra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Alfred Bucher, Kabarettist des literarischen Kabaretts \u201eLitfa\u00dfs\u00e4ule\u201c und Mitglied der R\u00e9sistance, der 1944 im Kampf gegen die deutsche Besatzung in Frankreich ums Leben kam.<\/p>\n<p>Hinweis: Aufgrund der Wegstrecken zwischen den einzelnen Orten kann es zu leichten zeitlichen Abweichungen kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Donnerstag, dem 23. 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