{"id":516188,"date":"2025-10-21T16:32:13","date_gmt":"2025-10-21T16:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/516188\/"},"modified":"2025-10-21T16:32:13","modified_gmt":"2025-10-21T16:32:13","slug":"rockkonzerte-in-sindelfingen-zeitzeuge-wehrt-sich-waren-keine-gruenschnaebel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/516188\/","title":{"rendered":"Rockkonzerte in Sindelfingen: Zeitzeuge wehrt sich: \u201eWaren keine Gr\u00fcnschn\u00e4bel\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Rockkonzerte in Sindelfingen: Zeitzeuge wehrt sich: \u201eWaren keine Gr\u00fcnschn\u00e4bel\u201c\" title=\"Rockkonzerte in Sindelfingen: Zeitzeuge wehrt sich: \u201eWaren keine Gr\u00fcnschn\u00e4bel\u201c\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.7b96b647-6173-4c41-bbb3-7b213c4aa3fb.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tMick Fleetwood (Schlagzeug) von Fleetwood Mac in Sindelfingen am 24. Januar 1972.\u00a0Foto: Archiv\/Schmidt\t\t\t<\/p>\n<p>Rund um die Vorstellung des Buches \u201eVon Abba bis Zappa\u201c f\u00fchlt sich einer der Mitbegr\u00fcnder der Sindelfinger Initiative Bird-Laden verunglimpft \u2013 und bleibt der Buchtaufe fern.<\/p>\n<p>Dem Stuttgarter Pop-Verbot anno 1970 haben es <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/B%C3%B6blingen\" title=\"B\u00f6blingen\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">B\u00f6blingen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Sindelfingen\" title=\"Sindelfingen\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sindelfingen<\/a> zu verdanken, zu dem Schauplatz fr\u00fcher Rockkonzerte im S\u00fcdwesten zu werden. \u00dcber diese popgeschichtliche Kuriosit\u00e4t hat der Publizist und Zeitzeuge Christoph Wagner k\u00fcrzlich das Buch \u201eVon <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Abba\" title=\"Abba\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abba<\/a> bis Zappa\u201c ver\u00f6ffentlicht. Doch einer der Zeitzeugen ist mit der Darstellung nicht ganz einverstanden. Als treibende Kraft von Bird-Laden sollte J\u00fcrgen Weber bei der sogenannten Buchtaufe in der Sindelfinger Musikschule j\u00fcngst auf der B\u00fchne sitzen \u2013 blieb aber absichtlich fern.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit Roland Stolz und weiteren Mitstreitern stellte Weber in jungen Jahren schon gro\u00dfe Konzerte auf die Beine. Die Popinitiative ging 1971 aus dem Arbeitskreis Alternative Veranstaltungen und dem Club Q hervor, mit dem Ziel, Rockgruppen direkt in England zu buchen und sie als Non-Profit-Konzertagentur an befreundete Initiativen rund um Stuttgart zu vermitteln. Die Liste der damals auftretenden Bands liest sich wie das Who-is-Who der Rockgeschichte: Fleetwood Mac oder <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Status_Quo\" title=\"Status Quo\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Status Quo<\/a> waren nur einige der gro\u00dfen Namen. <\/p>\n<p>In dem Buch und in einem Artikel in unserer Zeitung bezeichnete Autor Christoph Wagner die Organisatoren der Konzerte als \u201ev\u00f6llig unbedarfte Gr\u00fcnschn\u00e4bel\u201c. Diese Formulierung st\u00f6\u00dft J\u00fcrgen Weber sauer auf: \u201eDas ist eine Herabw\u00fcrdigung und grenzt f\u00fcr mich ganz knapp an eine Beleidigung\u201c, sagt Weber. \u201eSelbst bei unserem ersten Konzert mit MAN 23. M\u00e4rz 1971 im Eichholzer T\u00e4le in Sindelfingen waren wir zwar Amateure im Veranstaltungswesen, das waren aber auch andere etablierte Konzertagenturen.\u201c <\/p>\n<p>Weber will Verdienste gew\u00fcrdigt sehen <\/p>\n<p>Heute, 54 Jahre sp\u00e4ter, will Weber seine damaligen Verdienste gew\u00fcrdigt sehen, sagt: \u201eWir waren \u00fcber die aktive Zeit hinweg immer die Nummer eins, wenn es um die Wichtigkeit der Veranstaltungen ging. Und wir waren immer innovativer, so mit der eigenen Programmzeitung Pop Next oder Konzert-T-Shirts, lange vor der Erfindung des Band-Merchandise.\u201c Tats\u00e4chlich waren es Weber und Mitstreiter vom Kulturellen Verein Sindelfingen, denen es 1976 gelang, die Rolling Stones ins Neckarstadion zu holen. <\/p>\n<p>Hat da einer nur was in den falschen Hals bekommen? Autor Christoph Wagner sieht ein gro\u00dfes Missverst\u00e4ndnis: \u201eJ\u00fcrgen Weber versteht den Terminus \u201aGr\u00fcnschn\u00e4bel\u2019 v\u00f6llig falsch.\u201c Er habe das Engagement der Gruppe Bird-Laden in keiner Weise herabw\u00fcrdigen wollen, im Gegenteil: \u201eIch habe der Gruppe ein ganzes Kapitel in dem Buch gewidmet, dies ist als gro\u00dfe W\u00fcrdigung zu verstehen.\u201c Das Wort m\u00fcsse im Kontext gelesen werden, Bird sei das englische Wort f\u00fcr Vogel, was ihn zu der Assoziation brachte. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.dbbc2e51-63e0-4618-a0ea-94d40618b438.original1024.media.jpeg\"\/>     Christoph Wagner bei der Buchtaufe    Foto: Stefanie Schlecht    <\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich arbeiteten Wagner und Weber f\u00fcr das Buch sogar zusammen, wie das mehrseitige Interview mit J\u00fcrgen Weber zeigt. Darin erinnert sich der Zeitzeuge ausf\u00fchrlich an die wilden \u2013 und erfolgreichen \u2013 Zeiten zur\u00fcck. \u00dcberdies hat Wagner keine M\u00fchen gescheut, J\u00fcrgen Weber ausfindig zu machen. Erst \u00fcber Bird-Laden-Mitstreiter Roland Stolz sei der Kontakt zustande gekommen. Dieser kam \u00fcbrigens zur Buchtaufe nach Sindelfingen \u2013 und st\u00f6rte sich kein bisschen an Wagners Formulierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mick Fleetwood (Schlagzeug) von Fleetwood Mac in Sindelfingen am 24. 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