{"id":516322,"date":"2025-10-21T17:46:21","date_gmt":"2025-10-21T17:46:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/516322\/"},"modified":"2025-10-21T17:46:21","modified_gmt":"2025-10-21T17:46:21","slug":"wie-geht-es-weiter-mit-dem-deutschen-hafenmuseum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/516322\/","title":{"rendered":"Wie geht es weiter mit dem Deutschen Hafenmuseum?"},"content":{"rendered":"<p>\n            Stand: 21.10.2025 18:19 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Vor zehn Jahren hat der Bundestag viel Geld f\u00fcr ein Deutsches Hafenmuseum in Hamburg bereitgestellt. Getan hat sich seitdem wenig. Eine Bilanz.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Ulrich Patzwahl<\/p>\n<p class=\"\">Alle reden in Hamburg \u00fcber die\u00a0geplante K\u00fchne-Oper. Sie ist aber nicht das einzige Kultur-Gro\u00dfprojekt im Hafen. Seit vielen Jahren gibt es auch die Planungen f\u00fcr ein gro\u00dfes neues Deutsches Hafenmuseum &#8211; mit der Peking als Flaggschiff. W\u00e4hrend bei der Oper gerade alles schnell zu gehen scheint, tritt man beim Hafenmuseum auf der Stelle. Warum? Auf der Suche nach Antworten.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1761068780_872_brosda-104.webp\" alt=\"Carsten Brosda (SPD), Kultursenator von Hamburg. (Archivbild)\" title=\"Carsten Brosda (SPD), Kultursenator von Hamburg. (Archivbild) | picture alliance\/dpa | Carsten Koall\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Kultursenator Brosda hat sich bei einer Podiumsdiskussion den Fragen gestellt. Er wirbt weiter f\u00fcr den geplanten Neubau in der Hafencity.<\/p>\n<p class=\"\">Am 12. November 2015 kam die Meldung, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags Hamburg die restaurierte Viermatsbark Peking spendiert &#8211; und ein &#8222;Deutsches Hafenmuseum&#8220;. Zehn Jahre sp\u00e4ter ist die &#8222;Peking&#8220; zwar sch\u00f6n restauriert, aber sie wartet immer noch auf ihren gro\u00dfen Auftritt. Ein gro\u00dfes Deutsches Hafenmuseum ist nicht in Sicht. Und jetzt &#8211; im Oktober 2025 &#8211; hat der Bund der Steuerzahler das Projekt sogar eine &#8222;F\u00f6rderruine&#8220; genannt.<\/p>\n<p>    Die Standortfrage<\/p>\n<p class=\"\">Sie sind ein einzigartiges \u00dcberbleibsel aus der ausgehenden Kaiserzeit: Die 50er Schuppen am Kleinen Grasbrook, auf der S\u00fcdseite der Norderelbe &#8211; schr\u00e4g gegen\u00fcber der Elbphilharmonie. Im M\u00e4rz 2002 wurden sie unter Denkmalschutz gestellt; f\u00fcr den Industriearch\u00e4ologen Sven Bardua war das mehr als eine \u00dcberraschung: &#8222;Es ist ein gro\u00dfer Gl\u00fccksfall, dass mitten im alten Hamburger St\u00fcckguthafen ein solches Ensemble &#8211; nicht nur mit dem Schuppen, sondern auch mit den Kai-Anlagen, mit den Schiffen, mit den Kranen usw. &#8211; erhalten geblieben ist.&#8220;<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/hafenmuseum186.webp\" alt=\"Die Peking an ihrem Liegeplatz im Hambruger Hafen.\" title=\"Die Peking an ihrem Liegeplatz im Hambruger Hafen. | SHMH, Sinje Hasheider\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>In maritimer Atmosph\u00e4re zeigt das Museum am Hansahafen historische Schiffe und l\u00e4dt zum Mitmachen und Ausprobieren ein.<\/p>\n<p class=\"\">Hintergrund f\u00fcr den Denkmalschutz war 2002 auch das Wachstum im Containerumschlag. Der Hafen verlagerte sich nach Westen, Richtung Altenwerder und Waltershof. Die \u00f6stlichen Gebiete, auch der Kleine Grasbrook mit den 50er Schuppen, so dachte man, w\u00fcrden fr\u00fcher oder sp\u00e4ter frei f\u00fcr eine\u00a0neue\u00a0Nutzung. 2015 kam dann die Kunde: Hamburg bekommt aus Bundesmitteln die restaurierte &#8222;Peking&#8220; und ein Deutsches Hafemuseum. In der Stadt war man sich einig: das kommt in die dann restaurierten 50er Schuppen.<\/p>\n<p class=\"\">Aber bald schon hatte der Plan zwei Haken. Wie sollte man erstens so einen Betrieb genehmigen, mit immer noch nahen St\u00f6rfallbetrieben? Zweitens wollte die Stadt f\u00fcr das inzwischen geplante Grasbrookviertel ein &#8222;Leuchtturmprojekt&#8220; &#8211; das Deutsche Hafenmuseum sollte als Neubau mit der Peking der erste Standort werden. Die \u00fcbrigen Schiffe des aktuellen Hafenmuseums sollten mit Schuppen 50 als zweiter Standort bleiben, wo sie waren. Schwierig, meint Sven Bardua: &#8222;Das macht kein Museum freiwillig, weil man die Besucher nicht von dem einen Standort zum anderen bekommt. Oder nur in so einer\u00a0geringen Zahl, dass es f\u00fcr den Standort ganz schwierig wird, den zu erhalten.&#8220;<\/p>\n<p>    Zu wenig Aufmerksamkeit f\u00fcr das Deutsche Hafenmuseum<\/p>\n<p class=\"\">Vom ersten zum zweiten Standort m\u00fcssten Besucherinnen und Besucher auch um Unikai herum &#8211; ein wichtiger Hafenbetrieb mit Autoverladung und Containerumschlag. Ab und zu ist da Gefahrengut dabei &#8211; Unikai ist also ein St\u00f6rfallbetrieb. Aber der sei &#8222;entsch\u00e4rft&#8220; hie\u00df es von der Stadt im letzten Winter. Tats\u00e4chlich ist die Anlage &#8211; das erfahren wir aus der Umweltbeh\u00f6rde &#8211; nur von der Unikai-Ostseite auf die Unikai-Westseite verlagert worden und beeintr\u00e4chtigt jetzt die gegen\u00fcberliegenden Schiffe der Stiftung Hamburg Maritim &#8211; gro\u00dfe Menschenansammlungen m\u00fcssen vermieden werden.\u00a0Unikai ist au\u00dferdem gerade modernisiert und digitalisiert worden &#8211; ein Umzug nach Westen: unvorstellbarer denn je!<\/p>\n<p class=\"\">Und das Deutsche Hafenmuseum? &#8222;Es sind zehn Jahre vergangen, es hat bisher keinen Architektenwettbewerb gegeben und auch sonst ist zumindest vordergr\u00fcndig nichts passiert&#8220;, so Sven Bardua. Dieses Museum bekommt immer\u00a0nur die Aufmerksamkeit und den Platz, die andere ihm lassen. F\u00fcr ein &#8222;Leuchtturmprojekt&#8220; ist das einfach zu wenig.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/hafenmuseum196.webp\" alt=\"Das Museumssegelschiff &quot;Peking&quot; liegt am Hafenmuseum zwischen einem historischen Schwimmkran und einem Saugbagger.\" title=\"Das Museumssegelschiff &quot;Peking&quot; liegt am Hafenmuseum zwischen einem historischen Schwimmkran und einem Saugbagger. | picture alliance\/dpa, Markus Scholz\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Kosten drohen laut Bundesrechnungshof zu explodieren. Die vom Bund zugesagte Summe reicht wahrscheinlich nicht aus. Hamburg pr\u00fcft deshalb eine finanzielle Beteiligung.<\/p>\n<p>        Schlagw\u00f6rter zu diesem Artikel<\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/kunst\/museen,museen201.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Museen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.10.2025 18:19 Uhr Vor zehn Jahren hat der Bundestag viel Geld f\u00fcr ein Deutsches Hafenmuseum in Hamburg&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":516323,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[2217,128241,29,30,692,2147,1614],"class_list":{"0":"post-516322","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-bilanz","9":"tag-deutsches-hafenmuseum","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-hamburg","13":"tag-museen","14":"tag-peking"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115413411622816762","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/516322","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=516322"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/516322\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/516323"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=516322"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=516322"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=516322"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}