{"id":516547,"date":"2025-10-21T19:47:12","date_gmt":"2025-10-21T19:47:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/516547\/"},"modified":"2025-10-21T19:47:12","modified_gmt":"2025-10-21T19:47:12","slug":"ukraine-krieg-kein-treffen-in-budapest-wie-putin-trump-vor-sich-hertreibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/516547\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Kein Treffen in Budapest \u2013 Wie Putin Trump vor sich hertreibt"},"content":{"rendered":"<p>Donald Trump k\u00fcndigte ein Treffen mit Wladimir Putin binnen zwei Wochen in Budapest an. Doch nach einem Telefonat zwischen dem US-Au\u00dfenminister und seinem russischen Amtskollegen muss der US-Pr\u00e4sident zur\u00fcckrudern. Eine Wende, die einmal mehr auf Russlands knallharte Linie zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Kaum sechs Tage ist es her, dass Donald Trump ein weiteres Treffen mit Wladimir Putin ank\u00fcndigte. \u201eWir haben vereinbart, dass n\u00e4chste Woche ein Treffen unserer hochrangigen Berater stattfindet\u201c, erkl\u00e4rte der US-Pr\u00e4sident vergangenen Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social. Danach werde er mit Russlands Machthaber zusammenkommen. Trump pr\u00e4zisierte sogar den Zeitrahmen und sprach von \u201ebinnen zwei Wochen\u201c. Der Ort: <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68f71d9e59e2e0975070698a\/wer-schlug-budapest-vor-fragt-der-reporter-das-weisse-haus-antwortet-mit-deine-mutter.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68f71d9e59e2e0975070698a\/wer-schlug-budapest-vor-fragt-der-reporter-das-weisse-haus-antwortet-mit-deine-mutter.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Budapest, Ungarn<\/a>. Dort werde er sehen, so Trump, \u201eob wir diesen \u201aunr\u00fchmlichen\u2018 Krieg zwischen Russland und der Ukraine beenden k\u00f6nnen\u201c. <\/p>\n<p>Doch dazu kommt es vorerst nicht mehr. Washington vollzog am Dienstag eine neuerliche Wende. Nach einem \u201eproduktiven\u201c Telefonat zwischen US-Au\u00dfenminister Marco Rubio und seinem russischen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68d8479a88300c7476b9998e\/Lawrow-wirft-Deutschland-eine-Wiedergeburt-des-Nazismus-vor.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68d8479a88300c7476b9998e\/Lawrow-wirft-Deutschland-eine-Wiedergeburt-des-Nazismus-vor.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Amtskollegen Sergej Lawrow<\/a> gebe es \u201ekeine Pl\u00e4ne\u201c mehr f\u00fcr ein Treffen in \u201eunmittelbarer Zukunft\u201c, teilte ein US-Beamter mit. <\/p>\n<p>Eine Wende, die wieder einmal auf Russlands knallharte Linie zur\u00fcckgeht. Putin versteht es, Trump weiter vor sich herzutreiben. Schon zu Wochenbeginn hatte sich in Moskau abgezeichnet, dass Putin vom Treffen in Budapest eine andere Vorstellung hat als Trump. Washingtons Ansatz, die Kriegsparteien sollten den Konflikt an den aktuellen Frontlinien einfrieren, sei inakzeptabel, verlautete aus dem Kreml. Moskaus Position sei \u201eunver\u00e4ndert\u201c. \u201eEin sofortiger Waffenstillstand in der Ukraine w\u00fcrde nur eines bedeuten: Der gr\u00f6\u00dfte Teil des Landes w\u00fcrde unter Nazi-Herrschaft bleiben\u201c, erkl\u00e4rte Lawrow.<\/p>\n<p>Trumps Vorschlag war von der Ukraine wie den Europ\u00e4ern einhellig begr\u00fc\u00dft worden. \u201eWir unterst\u00fctzen nachdr\u00fccklich die Position von Pr\u00e4sident Trump, dass die K\u00e4mpfe sofort eingestellt werden sollten und die aktuelle Kontaktlinie der Ausgangspunkt f\u00fcr Verhandlungen sein sollte\u201c, hie\u00df es in einer Erkl\u00e4rung der Regierungen in Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien und anderen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Moskau aber hat daran offensichtlich kein Interesse. Nach Angaben der Agentur Reuters vom Dienstag hat die russische Seite den USA in einer inoffiziellen Mitteilung ihre Bedingungen f\u00fcr ein Friedensabkommen vorgelegt. In dem Schreiben fordere Russland die Kontrolle \u00fcber die gesamte Donbass-Region, obwohl die Ukrainer diese in weiten Teilen weiter erfolgreich verteidigen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, was das Wei\u00dfe Haus mit dem diplomatisch verklausulierten Begriff \u201eproduktiv\u201c meinte, mit dem es das Gespr\u00e4ch zwischen Rubio und Lawrow am Dienstag beschrieb. Dass dieses Telefonat keine Vorstufe zu einem Treffen in Budapest sein w\u00fcrde, hatte Moskau bereits am Morgen vorweggenommen. \u201eDie Arbeit, die vor uns liegt, ist herausfordernd. Vorbereitungen, ernsthafte Vorbereitungen, sind vonn\u00f6ten\u201c, so Putins Sprecher. Weder der Russe noch der US-Pr\u00e4sident h\u00e4tten einen konkreten Zeitplan f\u00fcr das Treffen genannt, behauptete der Sprecher.<\/p>\n<p>\u201eSo bald der Druck ein wenig nachl\u00e4sst, verlassen die Russen den Pfad der Diplomatie und verschieben jeden Dialog\u201c, kommentierte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj die j\u00fcngste Volte. Selenskyj spielte damit auch darauf an, dass Trump seinem Land zwischenzeitlich die Lieferung Tomahawks und damit von Waffen mit gr\u00f6\u00dferer Reichweite in Aussicht gestellt hatte, um die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article68f719894fa665dfcbddba43\/ukraine-krieg-bundeswehr-general-warnt-in-new-york-times-russland-lernt-dazu-waehrend-es-ukraine-angreift.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article68f719894fa665dfcbddba43\/ukraine-krieg-bundeswehr-general-warnt-in-new-york-times-russland-lernt-dazu-waehrend-es-ukraine-angreift.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">russische Kriegsmaschinerie<\/a> im Landesinneren angreifen zu k\u00f6nnen. Aus Kiews Sicht war das der Grund, warum Putin Trump vergangene Woche um ein Telefonat bat. Nach dem zweieinhalbst\u00fcndigen Gespr\u00e4ch schwenkte der US-Pr\u00e4sident erneut auf die Kreml-Linie ein. <\/p>\n<p><b>Stefanie Bolzen berichtet f\u00fcr WELT seit 2023 als US-Korrespondentin aus Washington, D.C. Zuvor war sie Korrespondentin in London und Br\u00fcssel. <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/stefanie-bolzen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/stefanie-bolzen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Hier finden Sie alle ihre Artikel.<\/b><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Donald Trump k\u00fcndigte ein Treffen mit Wladimir Putin binnen zwei Wochen in Budapest an. 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