{"id":516926,"date":"2025-10-21T23:22:12","date_gmt":"2025-10-21T23:22:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/516926\/"},"modified":"2025-10-21T23:22:12","modified_gmt":"2025-10-21T23:22:12","slug":"so-liest-sich-fitzeks-neuer-psychothriller-der-nachbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/516926\/","title":{"rendered":"So liest sich Fitzeks neuer Psychothriller\u00a0\u201eDer Nachbar\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Es klingt eigentlich harmlos: Ein Nachbar kauft f\u00fcr seine Nachbarin ein, er entsorgt Abf\u00e4lle f\u00fcr sie und installiert sogar ein Nachtlicht im Schlafzimmer. Doch der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek w\u00e4re kein richtiger Fitzek, wenn diese vermeintliche Idylle nicht dramatisch umschl\u00e4gt.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"1\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Gefahren lauern in der Nachbarschaft. Darum geht es im neuen Buch des Berliner Autors, der mit seinen Psychothrillern (\u201eDie Therapie\u201c, \u201eDer Heimweg\u201c), Sachb\u00fcchern und humorvollen Titeln (\u201eElternabend\u201c) regelm\u00e4\u00dfig auf dem ersten Platz der B\u00fccherlisten landet.<\/p>\n<p>Buchtitel, die auf den ersten Blick harmlos klingen<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Naheliegend ist die Wahl des Buchtitels: \u201eDer Nachbar\u201c. Er m\u00f6ge Titel, die auf den ersten Blick harmlos klingen, aber auch eine d\u00fcstere Bedeutung haben k\u00f6nnten, sagt Fitzek der Deutschen Presse-Agentur. \u201eNur durch ein einziges Wort kann schon ein Bild im Kopf entstehen\u201c.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"4\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">So sei es auch beim \u201eNachbarn\u201c. Menschen seien gerne in einer guten Nachbarschaft. \u201eEs gibt tolle Nachbarn, aber man hat eben auch die andere Sorte\u201c. Mit dieser \u201eanderen Sorte\u201c sieht sich Fitzeks Protagonistin Sarah Wolff im neuen Thriller auf extreme Art konfrontiert.<\/p>\n<p>Wenn F\u00fcrsorge zur Bedrohung wird<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"6\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Strafverteidigerin, die mit ihrer Tochter an den Stadtrand Berlins gezogen ist, leidet an einem traumatischen Erlebnis aus ihrer Kindheit und hat Probleme mit dem Alleinsein. Eine Person, die sich selbst als der \u201eNachbar\u201c bezeichnet, k\u00fcmmert sich auf zun\u00e4chst f\u00fcrsorgliche (und \u00fcbergriffige) Weise um sie &#8211; bleibt dabei aber unsichtbar.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"7\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Sarahs K\u00fchlschrank wird etwa mit Lebensmitteln von einer Einkaufsliste aufgef\u00fcllt, die sie zu Hause hat liegen lassen. In einer anderen Stelle im Buch wundert sich die Protagonistin, wer ihr das Nachtlicht im Schlafzimmer angebracht hat, das sie sich online zwar ausgesucht, aber bisher nicht bestellt hatte.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Doch die F\u00fcrsorge kippt schnell in Bedrohung um, als der \u201eNachbar\u201c sich immer mehr in ihr Privatleben einmischt. Er bestraft Menschen aus Sarahs Umfeld brutal, die seiner Ansicht nach f\u00fcr ihre psychischen Probleme verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Angst vor dem Alleinsein und Stalking<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wer einen Fitzek liest, gibt das Buch nicht so schnell mehr aus der Hand. So ist es auch bei \u201eDer Nachbar\u201c. Der Schriftsteller besch\u00e4ftigt sich auf den knapp 370 Seiten nicht nur mit den Gefahren aus der nahen Umgebung, sondern auch mit der Angst vor dem Alleinsein und dem Thema Stalking.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"11\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wie bei dem Autor typisch sind die Kapitel relativ kurz gehalten, sie enden mit einem Cliffhanger und dramatischen Wendungen. Fitzek springt gelegentlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wechselt die Perspektiven und gibt immer nur einzelne Informationen preis, sodass sich langsam ein vollst\u00e4ndiges Bild zeichnet.<\/p>\n<p>Starke Nerven gefragt<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"13\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Spannung steigt, w\u00e4hrend man r\u00e4tselt, wer sich hinter der Fassade des \u201eNachbarn\u201c verbergen k\u00f6nnte. Zwar wirken einige der Wendungen im Verlauf der Handlung schon sehr konstruiert. Packend ist der neue Thriller jedoch allemal. Starke Nerven brauchen Leserinnen und Lesern bei den Kapiteln, in denen der \u201eNachbar\u201c perfide Gewaltfantasien auslebt.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"14\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Vorstellung eines Stalkers, der sich durch seine F\u00fcrsorge positiv gibt, wie eine Art Schutzengel, finde er \u201eunglaublich gruselig\u201c, sagt Fitzek. Er selbst verbinde gemischte Gef\u00fchle mit dem Thema Nachbarschaft.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"15\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Neben \u201ewahnsinnig vielen positiven Assoziationen\u201c \u2013 etwa an ein tolles Nachbarschaftsfest in einer fr\u00fcheren Wohngegend \u2013 habe er in einigen Momenten selbst schon Anlass zu Sorgenfalten bei Anwohnern gegeben.<\/p>\n<p>Fitzek als Nachbar: \u201eIch habe noch nie die Polizei gerufen\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"17\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">B\u00f6se Anrufe habe er fr\u00fcher etwa mal erhalten, weil er Schlagzeug gespielt habe. \u201eEs gab eine bestimmte Erleichterung, als ich weggezogen bin\u201c. Mittlerweile habe er ein elektrisches Schlagzeug, das er \u00fcber Kopfh\u00f6rer spielen k\u00f6nne. \u201eDa st\u00f6rt das Gekl\u00f6ppel nur die eigene Familie\u201c.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"18\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Auch durch Umbauma\u00dfnahmen in seiner Wohnung w\u00e4hrend der Corona-Pandemie habe er bei Anwohnern im Haus f\u00fcr Kummer gesorgt, erz\u00e4hlt Fitzek. \u201eEin Nachbar war so eine heimliche Baupolizei, der nachts mit einer Taschenlampe \u00fcber die Baustelle gehirscht ist. Ich habe ihm irgendwann eine Mail geschrieben, er soll mir sagen, wann er da ist, dann kann ich das Licht anlassen. Ich finde das ja ganz praktisch, wenn jemand ein Auge auf alles wirft.\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"19\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Insgesamt h\u00e4lt sich der 54-J\u00e4hrige, der sich zum Krimi-Liebling der Deutschen gemausert hat, f\u00fcr einen umg\u00e4nglichen Nachbarn. \u201eIch habe noch nie die Polizei gerufen, oder irgendwo geklopft\u201c, sagt er und f\u00fcgt hinzu: \u201eIch mache keinen Terz, selbst wenn ich am n\u00e4chsten Morgen um 6 Uhr raus musste und mitten in der Nacht noch Party ist\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es klingt eigentlich harmlos: Ein Nachbar kauft f\u00fcr seine Nachbarin ein, er entsorgt Abf\u00e4lle f\u00fcr sie und installiert&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":516927,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-516926","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115414731631410894","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/516926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=516926"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/516926\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/516927"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=516926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=516926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=516926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}