{"id":517460,"date":"2025-10-22T04:43:14","date_gmt":"2025-10-22T04:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/517460\/"},"modified":"2025-10-22T04:43:14","modified_gmt":"2025-10-22T04:43:14","slug":"stuttgarter-juwelier-gibt-einblicke-jetzt-kannst-du-mir-den-antrag-machen-der-guide-zum-perfekten-verlobungsring","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/517460\/","title":{"rendered":"Stuttgarter Juwelier gibt Einblicke: \u201eJetzt kannst du mir den Antrag machen\u201c \u2013 der Guide zum perfekten Verlobungsring"},"content":{"rendered":"<p>Wenn junge M\u00e4nner zu Thomas Haenschen kommen, um sich einen Verlobungsring f\u00fcr ihre Angebetete auszusuchen, muss er sie oft erst einmal beruhigen. \u201eViele sind aufgeregt\u201c, sagt er. Er habe schon viele nette M\u00e4nner erlebt \u2013 aber auch viele verkopfte und hochemotionale. Denn: \u201eOft sind wir die ersten, denen sie von ihrem Antrag erz\u00e4hlen.\u201c<\/p>\n<p>Thomas Haenschens Job ist es, das einzufangen und ihnen Mut zu machen. Der 64-J\u00e4hrige ist Inhaber des Juweliers Jacobi, der seit 1949 in Stuttgart Schmuck herstellt. Seit rund 40 Jahren ist er selbst im Gesch\u00e4ft \u2013 und hat schon den ein oder anderen Verlobungsring verkauft.<\/p>\n<p>Verlobungsringe in Zeiten von Feminismus \u2013 ist das noch zeitgem\u00e4\u00df? <\/p>\n<p>Aber sind Verlobungen und die dazugeh\u00f6rigen Ringe in Zeiten von Emanzipation und Feminismus \u00fcberhaupt noch zeitgem\u00e4\u00df? Anscheinend schon. In den vergangenen f\u00fcnf bis zehn Jahren ist das mit den Verlobungsringen laut Thomas Haenschen immer h\u00e4ufiger geworden. Er glaubt auch nicht, dass das wieder abebbt. \u201eDie Leute suchen Zugeh\u00f6rigkeit\u201c, sagt er. Familie, die Liebsten um einen herum, das sei f\u00fcr viele wichtiger geworden. \u201eUnd dann befeuern Instagram und Tiktok das noch.\u201c<\/p>\n<p>In der Tat: Wer sich mit Verlobungen und Hochzeiten auseinandersetzen will, findet in der hochglanzpolierten Welt der sozialen Medien pomp\u00f6se Ringe, Feiern und Kleider. Alles ist makellos, alles ist \u201einstagrammable\u201c. Vielleicht sind viele junge M\u00e4nner deshalb so nerv\u00f6s, wenn sie zu Thomas Haenschen kommen. <\/p>\n<p>Meist suchen M\u00e4nner den Verlobungsring aus   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.023b5f3d-b736-4bf0-8fb6-37e18a63f6e8.original1024.media.jpeg\"\/>     Thomas Haenschen ist Inhaber des Juwelier Jacobi und hat in seinen 40 Jahren schon viele Verlobungsringe verkauft.    Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski    <\/p>\n<p>Meistens kommen aber die M\u00e4nner. Wenn sie dann so aufgeregt vor ihm sitzen, stellt er erst einmal Fragen. Um was f\u00fcr eine Frau handelt es sich? Womit f\u00fchlt sie sich wohl? Kann sie den <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Ring\" title=\"Ring\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ring<\/a> \u00fcberhaupt jeden Tag tragen? Denn das Dilemma ist: \u201eDer Ring soll ein bisschen Prinzessinnen-Ausstrahlung haben \u2013 aber er kommt aus einer Zeit, in der die Frauen, die ihn trugen, nicht gearbeitet haben.\u201c Also muss der Ring der Lebenssituation angepasst werden.<\/p>\n<p>\u201eWenn die Frau im OP arbeitet und jeden Tag Gummihandschuhe tr\u00e4gt, kann man ihr keinen Prinzessinnen-Ring schenken\u201c, sagt er. Dann w\u00fcrde er vielleicht zu einem bestimmten Material raten. Und im Zweifel auch mal den kleineren Stein empfehlen \u2013 auch wenn er daran am Ende weniger verdient. <\/p>\n<p>Ein wei\u00dfer Stein, vier oder sechs Krabben, die den Stein festhalten, und der Ring selbst in Gold, Ros\u00e9-, Wei\u00dfgold oder Platin. So sieht ein Verlobungsring laut Thomas Haenschen klassischerweise aus. \u201eEigentlich ist das Grundthema immer gleich\u201c, sagt er. \u201eDas ist, wie wenn man sich einen Blazer kauft.\u201c Vielleicht ein paar Details hier und da, aber der Schnitt steht. <\/p>\n<p> Trends bei Verlobungsringen: Die Ausnahme war Lady Di <\/p>\n<p>Bestimmte Trends gibt es laut Haenschen nicht. Bis auf eine Ausnahme: In den 80er Jahren seien mehr Saphir-Ringe als sonst gekauft worden. Der Grund: die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Verlobung\" title=\"Verlobung\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verlobung<\/a> von Lady Di. \u201eDas englische K\u00f6nigshaus hatte einen Saphir als Verlobungsring, der immer weitergegeben wird\u201c, sagt er. \u201eDieses Modell war dann mal eine Zeit lang gefragt.\u201c<\/p>\n<p>Wenn der Ring ausgesucht ist, geht es um die Gr\u00f6\u00dfe. Gar nicht so einfach, herauszubekommen: Manche M\u00e4nner messen einen Ring der Partnerin heimlich aus oder klauen ihn sich f\u00fcr den Besuch beim Juwelier. Aber was, wenn sie nie Ringe tr\u00e4gt? Keine Panik. Dass der Ring passt, ist der Job von Thomas Haenschen. \u201eWir lassen uns die Frau beschreiben und uns idealerweise ein Bild zeigen\u201c, sagt er. Damit k\u00f6nne er ungef\u00e4hr absch\u00e4tzen, wie gro\u00df der Ring sein muss. So ganz genau gehe das aber gar nicht. Immerhin ver\u00e4ndere sich der Finger am Tag um zwei Nummern. \u201eWir korrigieren das dann sp\u00e4ter\u201c, sagt er. <\/p>\n<p> Wie viel Geld die Kunden f\u00fcr den Verlobungsring ausgeben   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.f5de00e7-4c31-4e1d-aa44-5bc45ee9cbce.original1024.media.jpeg\"\/>     Die Grundlage ist immer gleich: Ein wei\u00dfer Stein, vier oder sechs Krabben, die den Stein festhalten, und der Ring selbst in Gold, Ros\u00e9-, Wei\u00dfgold oder Platin.    Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski    <\/p>\n<p>Was passiert seiner Erfahrung nach mit dem Verlobungsring nach der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Hochzeit\" title=\"Hochzeit\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hochzeit<\/a>? Thomas Haenschen sagt, der bleibt. In 80 Prozent der F\u00e4lle schaut er nach einem Verlobungsring, bei dem es auch einen passenden Trauring gibt. Der wird dann oben drauf oder unten drunter gesteckt. Und zwar an den linken Finger. \u201eDa geht die Vene zum Herz, haben die alten R\u00f6mer gesagt.\u201c Letztendlich sei das nat\u00fcrlich jedem selbst \u00fcberlassen. F\u00fcr Rechtsh\u00e4nder sei es meist praktischer, den Ring links zu tragen.<\/p>\n<p> Tipps f\u00fcr den Antrag im Urlaub  <\/p>\n<p>Das sind also die Grunddaten, die bei einem \u2013 nach eigenen Angaben \u201eschon gehobenen\u201c \u2013 Juwelier typisch sind. Thomas Haenschen l\u00e4sst sich bei der Beratung auch gerne erz\u00e4hlen, wie die Kunden den Heiratsantrag planen. Inzwischen hat er ein paar Tipps auf Lager. \u201eIch sage zum Beispiel: Fixieren Sie sich nicht so auf den einen Abend, vielleicht regnet es oder sie hat schlechte Laune\u201c, erz\u00e4hlt er. Wenn der Antrag im Urlaub passieren soll, gibt er noch ein S\u00e4ckchen mit, damit sie den Ring in die Hosentasche stecken k\u00f6nnen. \u201eWir beraten auch, wie man den Ring von der Partnerin unbemerkt am besten durch die Sicherheitskontrolle bekommt\u201c, sagt er. Sein Tipp: sich kurzfristig an unterschiedlichen Schlangen anstellen. \u201eFalls Sie den Ring auspacken m\u00fcssen.\u201c <\/p>\n<p>Und was, wenn der Antrag schief geht und die Angebetete \u201eNein\u201c sagt? \u201eWir m\u00fcssen den Ring nicht zur\u00fccknehmen\u201c, sagt Haenschen. Das sei aber auch keine Frage, die sich wirklich stellt. In seinen mehr als vierzig Jahren sei es ein einziges Mal passiert, dass ein junger Mann kam und den extra konstruierten Ring zur\u00fcckgeben wollte. \u201eIch hatte das Gef\u00fchl, er war so geknickt, dass sich ihn tats\u00e4chlich zur\u00fcckgenommen habe\u201c, sagt Haenschen.<\/p>\n<p> Verlobungsring zur\u00fcckgegeben \u2013 zwei Jahre sp\u00e4ter kam er wieder <\/p>\n<p>Offenbar hatte sich der junge Mann das Zuvorkommen gemerkt. \u201eZwei Jahre sp\u00e4ter kam er wieder\u201c, sagt er. \u201eMit der gleichen Frau\u201c. Wie sich herausstellte, war der Zeitpunkt des Antrags einfach noch nicht richtig gewesen. Beim zweiten Mal suchte er mit ihr gemeinsam einen Verlobungsring aus. Aber einen anderen \u2013 der erste war f\u00fcr die beiden verbrannt. <\/p>\n<p> Stuttgarter Familiengesch\u00e4ft mit Tradition <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Das Gesch\u00e4ft<\/strong><br \/>Der Juwelier Jacobi hat seinen Ursprung 1949 auf der Stuttgarter K\u00f6nigstra\u00dfe. Schon immer schmiedeten die Juweliere ihren Schmuck selbst. Zwischenzeitlich gab es eine weitere Filiale im Breuninger. Inzwischen gibt es ein Gesch\u00e4ft in der Eberhardstra\u00dfe. <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Der Inhaber<\/strong><br \/>Thomas Haenschen hat das Gesch\u00e4ft im Jahr 2015 \u00fcbernommen, nachdem zwei Generationen der Jacobi-Familie Inhaber gewesen waren. Als Einzelhandelskaufmann gestartet, fing er 1986 als Praktikant beim Juwelier Jacobi an und durchlief verschiedene Positionen. Sein Sohn Felix Haenschen ist ebenfalls Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, seine Frau Dominique Haenschen hat die kaufm\u00e4nnische Leitung inne. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn junge M\u00e4nner zu Thomas Haenschen kommen, um sich einen Verlobungsring f\u00fcr ihre Angebetete auszusuchen, muss er sie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":517461,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[11056,1634,3364,29,21907,30,1292,128449,88123,6670,17961,1441,723],"class_list":{"0":"post-517460","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-juwelier","9":"tag-baden-wuerttemberg","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-extra","13":"tag-germany","14":"tag-hochzeit","15":"tag-juwelier-jacobi","16":"tag-liebes-leben","17":"tag-paar","18":"tag-ring","19":"tag-stuttgart","20":"tag-verlobung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115415994040303379","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/517460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=517460"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/517460\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/517461"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=517460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=517460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=517460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}