{"id":517516,"date":"2025-10-22T05:12:27","date_gmt":"2025-10-22T05:12:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/517516\/"},"modified":"2025-10-22T05:12:27","modified_gmt":"2025-10-22T05:12:27","slug":"befuerchtete-preissteigerungen-beim-tanken-und-heizen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/517516\/","title":{"rendered":"Bef\u00fcrchtete Preissteigerungen beim Tanken und Heizen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/tankstelle-180.jpg\" alt=\"Autos fahren im Dunkeln an einer Tankstelle vorbei, die Kraftstoffpreise anzeigt (Archiv)\" title=\"Autos fahren im Dunkeln an einer Tankstelle vorbei, die Kraftstoffpreise anzeigt (Archiv) | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 22.10.2025 00:06 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>\u00dcbern\u00e4chstes Jahr soll der europ\u00e4ische Emissionshandel auf Verkehr und Geb\u00e4ude ausgeweitet werden &#8211; mit dem Ziel, CO2 zu sparen. Deutliche h\u00f6here Preise stehen im Raum. Die EU-Kommission hat Ideen, um gegenzusteuern.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Kommission will etwaigen hohen Preisanstiegen beim Tanken und Heizen ab dem Jahr 2027 entgegenwirken: mit <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/emissionshandel-im-verkehr-100.html\" title=\"Wie teuer wird der Emissionshandel im Verkehrs- und Geb\u00e4udesektor?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00c4nderungen beim sogenannten Emissionshandelssystem f\u00fcr Verkehr und Geb\u00e4ude<\/a>. Dabei m\u00fcssen Unternehmen Rechte zum Aussto\u00df von Treibhausgasen nachweisen. Ab 2027 sollen auch Brennstoffe einbezogen werden &#8211; was besonders den Verkehrs- und Geb\u00e4udebereich betrifft.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei einem Treffen der Umweltminister der Staatengemeinschaft in Luxemburg schlug EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra den Mitgliedsstaaten unter anderem vor, ab 2027 schneller mehr Zertifikate freizugeben, um mit mehr Angebot den Preis zu senken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Kommission wolle daf\u00fcr sorgen, dass die Preise bezahlbar und vorhersehbar bleiben, sagte Hoekstra laut einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP nach dem Treffen. Die Bedenken aus zahlreichen EU-Staaten seien berechtigt.<\/p>\n<p>    Verbesserungen &#8222;vor Marktstart&#8220; gefordert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Von Mitgliedsstaaten hatte es Druck gegeben, gegen die zu erwartenden Preisspr\u00fcnge vorzugehen. Deutschland und rund ein Dutzend andere L\u00e4nder forderten etwa, &#8222;Verbesserungen bereits vor dem Marktstart&#8220; in Betracht zu ziehen. Dies k\u00f6nnte allerdings auch bedeuten, dass die Emissionen weniger stark sinken w\u00fcrden als urspr\u00fcnglich vorgesehen. Ein solches Eingreifen k\u00f6nnte damit auch die Klimaziele der EU gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Europ\u00e4ische Emissionshandel f\u00fcr den Geb\u00e4ude- und Verkehrssektor (ETS2), der 2027 beginnen soll, sieht vor, dass fossile Energiekonzerne CO2-Zertifikate entsprechend der Emissionen kaufen, die von ihnen verkaufte Kraftstoffe verursachen. Die Mehrkosten d\u00fcrften die Unternehmen an die Verbraucher weitergeben, sodass Tanken und Heizen teurer wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Einnahmen aus dem Zertifikatehandel sollen zu gro\u00dfen Teilen in einen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/eu-parlament-klimaschutzgesetze-101.html\" title=\"EU-Klimaschutzgesetze: Ausweitung von CO2-Handel beschlossen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klimasozialfonds<\/a> flie\u00dfen, um Haushalten und Unternehmen zu helfen. Hoekstra schlug laut der Nachrichtenagentur AFP nun auch vor, diese Finanzierung vorzuziehen: Die EU-L\u00e4nder sollen schon im kommenden Jahr entsprechende Projekte finanzieren k\u00f6nnen. Die Europ\u00e4ische Investitionsbank (EIB) soll daf\u00fcr die sp\u00e4teren Einnahmen vorstrecken.<\/p>\n<p>    Anreiz f\u00fcr mehr Sparsamkeit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Um Treibhausgase zu verringern, war 2005 das sogenannte Emissionshandelssystem (ETS) eingerichtet worden. Dies gilt bisher f\u00fcr die Industrie und den Energiesektor: Bestimmte Unternehmen m\u00fcssen Zertifikate f\u00fcr den Aussto\u00df klimasch\u00e4dlicher Gase wie Kohlendioxid (CO2) vorweisen und k\u00f6nnen &#8211; nach Bedarf &#8211; auch damit handeln. Das soll als Anreiz dienen, um Treibhausgase einzusparen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ab 2027 soll das System EU-weit auf das Heizen von Geb\u00e4uden und den Verkehr ausgeweitet werden (<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/emissionshandel-im-verkehr-100.html\" title=\"Wie teuer wird der Emissionshandel im Verkehrs- und Geb\u00e4udesektor?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ETS2<\/a>). Mit einer steigenden CO2-Bepreisung soll ein Anreiz f\u00fcr mehr Sparsamkeit sowie zum Umstieg auf klimafreundliche Technologien gesetzt werden &#8211; also zum Beispiel auf Elektroautos oder klimafreundlichere Heizungen. Derzeit gilt in Deutschland daf\u00fcr der nationale Emissionshandel f\u00fcr alle Geb\u00e4ude und Verkehr. Ab 2027 soll das nationale System durch das europaweite abgel\u00f6st werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bislang gibt es in Deutschland einen festen CO2-Preis, derzeit liegt er bei 55 Euro pro Tonne. Nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz wird f\u00fcr das Jahr 2026 ein Preiskorridor mit einem Mindestpreis von 55 Euro pro Emissionszertifikat und einem H\u00f6chstpreis von 65 Euro pro Emissionszertifikat festgelegt.\u00a0Nach dem EU-weiten Emissionshandel bildet sich der CO2-Preis dann ab 2027 am Markt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wenn die Marktpreise 45 Euro \u00fcberschreiten, wird ein &#8218;Top-up&#8216;-Mechanismus ausgel\u00f6st, der das Volumen der freizugebenden Zertifikate verdoppelt&#8220;, so EU-Klimakommissar Hoekstra. Dar\u00fcber hinaus sollen alle Zertifikate, die bis Ende 2030 nicht freigegeben wurden, in einer Reserve behalten werden. Geplant war, dass das System 2030 ausl\u00e4uft.\u00a0<\/p>\n<p>    Lob von SPD- und CDU-Abgeordneten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Endlich sieht auch die Kommission ein, dass wir mit der aktuellen Gesetzeslage beim ETS2 drohen, ins sozialpolitische Messer zu laufen&#8220;, begr\u00fc\u00dfte der SPD-Europaabgeordnete Tiemo W\u00f6lken die Ank\u00fcndigungen. Auch sein CDU-Kollege Peter Liese sprach sich daf\u00fcr aus, die Mittel &#8222;so schnell wie m\u00f6glich&#8220; zu verwenden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine Untersuchung des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung war zu dem Ergebnis gekommen, dass aufgrund der strikten europ\u00e4ischen Emissionsobergrenzen und teilweise geringen Fortschritte beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in Europa der CO2-Preis f\u00fcr Kraft- und Brennstoffe deutlich steigen wird. Studien zufolge seien Preise von 200 Euro je Tonne m\u00f6glich. Der ADAC rechnet &#8211; beginnend mit 2027 und in den Folgejahren &#8211; mit Steigerungen von bis zu 19 Cent pro Liter Benzin und Diesel &#8211; abh\u00e4ngig davon, wie schnell es beim Klimaschutz vorangeht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch einer Studie des M\u00fcnchner Forschungsinstituts f\u00fcr W\u00e4rmeschutz zufolge k\u00f6nnten von 2027 an starke Kostensteigerungen auf Haushalte zukommen, vor allem f\u00fcr Menschen, die in energetisch schlecht ausger\u00fcsteten Geb\u00e4uden leben.\u00a0Der Caritasverband hatte bereits gefordert, die Einf\u00fchrung ab 2027 sozial abzupuffern. &#8222;Wenn CO2-Preissteigerungen nicht sozial flankiert werden, dann m\u00fcssten die \u00c4rmsten die Suppe ausl\u00f6ffeln, die andere eingebrockt haben&#8220;, sagte die Pr\u00e4sidentin des Deutschen Caritasverbands, Eva Maria Welskop-Deffaa, j\u00fcngst.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Kommission will in den n\u00e4chsten Wochen einen formellen Legislativvorschlag mit den \u00c4nderungen vorlegen. Dann m\u00fcssen die EU-Staaten dar\u00fcber beraten. Bei bestimmten Vorschl\u00e4gen hat auch das Europaparlament Mitspracherecht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 22.10.2025 00:06 Uhr \u00dcbern\u00e4chstes Jahr soll der europ\u00e4ische Emissionshandel auf Verkehr und Geb\u00e4ude ausgeweitet werden &#8211; mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":517517,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[42883,13,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-517516","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-emissionshandel","9":"tag-headlines","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-top-news","14":"tag-top-meldungen","15":"tag-topmeldungen","16":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115416107936851563","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/517516","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=517516"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/517516\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/517517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=517516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=517516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=517516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}