{"id":517522,"date":"2025-10-22T05:15:13","date_gmt":"2025-10-22T05:15:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/517522\/"},"modified":"2025-10-22T05:15:13","modified_gmt":"2025-10-22T05:15:13","slug":"kiel-plant-bettensteuer-tageskarte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/517522\/","title":{"rendered":"Kiel plant Bettensteuer: Tageskarte"},"content":{"rendered":"<p>Die Kieler Ratsversammlung hat den <strong>Haushalt f\u00fcr das Jahr 2026<\/strong> beschlossen und damit die Einf\u00fchrung der <strong>umstrittenen Bettensteuer<\/strong> best\u00e4tigt. Die Entscheidung erfolgte trotz starker Bedenken und Kritik von Wirtschaftsvertretern, insbesondere aus der <strong>Hotellerie<\/strong> und <strong>Gastronomie<\/strong>.<\/p>\n<p>Der Haushalt weist ein <strong>Rekorddefizit<\/strong> von <strong>99 Millionen Euro<\/strong> auf, das laut Kiels scheidendem Oberb\u00fcrgermeister Ulf K\u00e4mpfer (SPD) die &#8222;gr\u00f6\u00dfte kommunale Finanzierungskrise seit dem Zweiten Weltkrieg&#8220; darstellt.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Prozent Aufschlag auf \u00dcbernachtungen<\/p>\n<p>Als zentrale Ma\u00dfnahme zur Generierung neuer Einnahmen soll die Bettensteuer ab dem <strong>1. Oktober 2026<\/strong> greifen. Sie sieht einen <strong>Aufschlag von f\u00fcnf Prozent<\/strong> auf \u00dcbernachtungen in <strong>Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen<\/strong> vor. Die Stadt <strong>Kiel<\/strong> erwartet durch diese Abgabe j\u00e4hrliche Einnahmen von rund <strong>zwei Millionen Euro<\/strong>. Die Ursache f\u00fcr die angespannte Haushaltslage sieht die Stadt prim\u00e4r im <strong>kommunalen Finanzausgleich<\/strong>, der sich nachteilig auf <strong>mittelgro\u00dfe und gro\u00dfe St\u00e4dte<\/strong> auswirke.<\/p>\n<p>Kritik der Wirtschaft: &#8222;Falsches Signal zum falschen Zeitpunkt&#8220;<\/p>\n<p>Die Entscheidung wird von der Wirtschaft scharf kritisiert, da die <strong>Bettensteuer<\/strong> eine zus\u00e4tzliche Belastung f\u00fcr die <strong>Gastgeber<\/strong> darstellt.<\/p>\n<p><strong>Malte Gertenbach<\/strong>, Hotelier und Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats Kiel, \u00e4u\u00dferte sich entt\u00e4uscht: &#8222;Die Einf\u00fchrung der Bettensteuer ist ein falsches Signal zum falschen Zeitpunkt. Wir m\u00fcssen die Kieler Gastgeber st\u00e4rken, statt sie zu schr\u00f6pfen. Per Gewerbesteuer beteiligt sich die Branche am Haushalt; die Sonderbelastung f\u00fcr Beherbergungsbetriebe ist nicht fair.&#8220;<\/p>\n<p>Gertenbach betonte, dass die Betriebe bereits unter <strong>gestiegenen Kosten<\/strong> \u00e4chzten, die nicht vollst\u00e4ndig an die G\u00e4ste weitergegeben werden k\u00f6nnten. Er wies zudem auf den erh\u00f6hten b\u00fcrokratischen Aufwand hin: &#8222;Laut Berechnungen der IHK bedeutet die Bettensteuer f\u00fcr ein mittelgro\u00dfes Hotel mit 100 Zimmern eine <strong>Mehrbelastung von circa 1.000 Euro pro Monat<\/strong> beziehungsweise <strong>12.000 Euro pro Jahr<\/strong> \u2013 allein f\u00fcr den administrativen Aufwand.&#8220;<\/p>\n<p>Auch <strong>IHK-Pr\u00e4sident Knud Hansen<\/strong> kritisierte die Politik f\u00fcr die Entscheidung, die entgegen einer anf\u00e4nglichen Empfehlung der Verwaltungsspitze getroffen wurde: &#8222;Dass sich die Politik nicht traut, den Rotstift anzusetzen und stattdessen weiter Personal und B\u00fcrokratie f\u00fcr eine neue Steuer aufbaut, ist ein schlechtes Zeichen an die gesamte Kieler Wirtschaft.&#8220;<\/p>\n<p>Besondere Verwunderung \u00e4u\u00dferte Hansen \u00fcber die geplanten <strong>Verwaltungskosten<\/strong> in H\u00f6he von <strong>210.000 Euro<\/strong> f\u00fcr lediglich <strong>zwei neue Sachbearbeitungsstellen<\/strong>.<\/p>\n<p>Verwendung der Einnahmen und weitere Sparma\u00dfnahmen<\/p>\n<p>Von den erwarteten zwei Millionen Euro aus der Bettensteuer sollen <strong>eine Million Euro<\/strong> direkt in die <strong>touristische Infrastruktur<\/strong> der Stadt flie\u00dfen. Hierbei soll die Branche \u00fcber die Verwendung der Mittel <strong>mitentscheiden<\/strong> k\u00f6nnen. Hotelier Malte Gertenbach forderte im Hinblick auf das geplante Beratungsgremium: &#8222;Wir stehen bereit f\u00fcr das geplante Beratungsgremium. Aber wenn die Steuer nun kommt, muss sichergestellt sein, dass die Gelder f\u00fcr touristische Infrastruktur auch wirklich sinnvoll eingesetzt werden.&#8220; Er forderte au\u00dferdem die Zusage, dass diese Million <strong>zus\u00e4tzlich<\/strong> zu den bestehenden Ausgaben bereitgestellt wird und <strong>keine Umschichtung<\/strong> im Haushalt erfolgt.<\/p>\n<p>Weitere Ma\u00dfnahmen zur Konsolidierung des Haushalts umfassen <strong>Einsparungen im sozialen Bereich<\/strong> sowie ab <strong>April 2026<\/strong> eine <strong>Tariferh\u00f6hung<\/strong> bei der <strong>Sprottenflotte<\/strong>. Antr\u00e4ge zur Einstellung verschiedener Kosten f\u00fcr die geplante <strong>Stadtbahn<\/strong> wurden hingegen abgelehnt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Kieler Ratsversammlung hat den Haushalt f\u00fcr das Jahr 2026 beschlossen und damit die Einf\u00fchrung der umstrittenen Bettensteuer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":517523,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1852],"tags":[128454,41727,3364,16150,29,548,663,3934,70191,30,100581,13,10353,5665,4949,128456,128459,128455,14,15,12,1971,128457,11238,128458,29064,43118,80372],"class_list":{"0":"post-517522","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kiel","8":"tag-99-millionen-euro","9":"tag-bettensteuer","10":"tag-de","11":"tag-defizit","12":"tag-deutschland","13":"tag-eu","14":"tag-europa","15":"tag-europe","16":"tag-fuenf-prozent","17":"tag-germany","18":"tag-haushalt-2026","19":"tag-headlines","20":"tag-hotellerie","21":"tag-ihk","22":"tag-kiel","23":"tag-knud-hansen","24":"tag-kommunaler-finanzausgleich","25":"tag-malte-gertenbach","26":"tag-nachrichten","27":"tag-news","28":"tag-schlagzeilen","29":"tag-schleswig-holstein","30":"tag-sprottenflotte","31":"tag-stadtbahn","32":"tag-touristische-infrastruktur","33":"tag-uebernachtungen","34":"tag-ulf-kaempfer","35":"tag-verwaltungskosten"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115416119672097870","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/517522","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=517522"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/517522\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/517523"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=517522"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=517522"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=517522"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}