{"id":517562,"date":"2025-10-22T05:40:16","date_gmt":"2025-10-22T05:40:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/517562\/"},"modified":"2025-10-22T05:40:16","modified_gmt":"2025-10-22T05:40:16","slug":"leserforum-drohnen-ueber-europa-und-die-frage-nach-der-eigenen-verteidigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/517562\/","title":{"rendered":"Leserforum Drohnen \u00fcber Europa \u2013 und die Frage nach der eigenen Verteidigung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:left\" class=\"text\">Russische Drohnen \u00fcber Polen, Verletzungen des europ\u00e4ischen Luftraums, ein verheerender Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie Cyberangriffe quer durch Europa: Die Bedrohung ist real und allgegenw\u00e4rtig. Immer h\u00e4ufiger kommt es zu mysteri\u00f6sen Drohnensichtungen. So etwa \u00fcber d\u00e4nischen Flugh\u00e4fen und Anfang Oktober sogar in M\u00fcnchen, wo der Flugverkehr zeitweise eingestellt werden musste. Europa steht sicherheitspolitisch an einem Wendepunkt. Nun soll sich endlich etwas bewegen: Die Europ\u00e4ische Union plant den Aufbau eines eigenen Drohnenabwehrsystems bis 2026 und m\u00f6chte die EU bis 2030 \u201everteidigungsbereit\u201c machen. Damit betritt die EU sicherheitspolitisches Neuland. Der Ukraine-Krieg hat gezeigt, wie verletzlich der Kontinent ist \u2013 milit\u00e4risch, technologisch und logistisch. Dass billige russische Drohnen mit teuren europ\u00e4ischen Kampfjets abgefangen werden mussten, war nicht nur ein taktisches Problem, sondern auch ein Symbol f\u00fcr die Abh\u00e4ngigkeit Europas.<\/p>\n<p style=\"text-align:left\" class=\"text\">Die Forderungen von Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen nach einer gemeinsamen Drohnenabwehr, einer schnelleren Waffenproduktion und einer koordinierten R\u00fcstungsplanung sind eine logische Konsequenz der aktuellen geopolitischen Realit\u00e4ten. Der Weg dorthin ist allerdings noch mit einigen Stolpersteinen gespickt: Die Mitgliedstaaten f\u00fcrchten um ihre nationalen Kompetenzen, Industrieinteressen bremsen den Prozess und es fehlt an finanziellen Mitteln. Zwar sind 150 Milliarden Euro aus dem SAFE-Fonds ein Anfang, aber noch kein Durchbruch. W\u00e4hrend die Kommission versucht, das Projekt \u00fcberhaupt in Gang zu bringen, fordert Frankreich \u201enur europ\u00e4ische Waffen\u201c und Deutschland beansprucht die F\u00fchrungsrolle beim \u201eEuropean Air Shield\u201c. So wird keine einzige Drohne vom Himmel geholt, aber jede Initiative aus Br\u00fcssel zuverl\u00e4ssig zerredet. Entscheidend ist, dass Europa \u00fcberhaupt ein Abwehrsystem erh\u00e4lt. Wer es baut und wer die F\u00fchrungsrolle \u00fcbernimmt, ist zweitrangig.<\/p>\n<p style=\"text-align:left\" class=\"text\">Dieses Klein-Klein kostet Zeit, Geld und Leben. Die Kooperation mit der Ukraine, die wertvolle praktische Erfahrungen im Bereich der Drohnenabwehr gesammelt hat, ist ein kluger Schritt. Und dennoch ist und bleibt die NATO das milit\u00e4rische R\u00fcckgrat. Ja, die EU-Pl\u00e4ne sind ehrgeizig und vielleicht nicht perfekt. Aber sie sind notwendig. Die Bedrohung durch Russland nimmt t\u00e4glich zu. Wer immer noch glaubt, die Amerikaner w\u00fcrden die Sicherheit Europas dauerhaft garantieren, ignoriert die Zeichen der Zeit. Was wir brauchen, sind keine neuen Gipfel, sondern gemeinsame Entscheidungen, gemeinsame Systeme und eine gemeinsame Verantwortung. Europa muss lernen, sich selbst zu sch\u00fctzen. Sicherheit ist keine nationale Prestigefrage, sondern eine Frage des \u00dcberlebens. Wer jetzt noch blockiert, spielt Putins Spiel. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russische Drohnen \u00fcber Polen, Verletzungen des europ\u00e4ischen Luftraums, ein verheerender Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie Cyberangriffe quer durch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":517563,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-517562","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115416217918670879","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/517562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=517562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/517562\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/517563"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=517562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=517562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=517562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}