{"id":518093,"date":"2025-10-22T10:52:14","date_gmt":"2025-10-22T10:52:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/518093\/"},"modified":"2025-10-22T10:52:14","modified_gmt":"2025-10-22T10:52:14","slug":"gut-2000-stellen-fallen-weg-glaeubiger-sichern-zulieferer-webasto-bis-2028","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/518093\/","title":{"rendered":"Gut 2000 Stellen fallen weg: Gl\u00e4ubiger sichern Zulieferer Webasto bis 2028"},"content":{"rendered":"<p>                    Gut 2000 Stellen fallen weg<br \/>\n                Gl\u00e4ubiger sichern Zulieferer Webasto bis 2028<\/p>\n<p>\t\t\t\t              22.10.2025, 11:24 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Pl\u00e4ne waren ein paar Nummern zu gro\u00df und die wirtschaftliche Flaute machte es nicht besser. Am Ende geriet der Zulieferer Webasto massiv in Schieflage. Nun steht das Sanierungskonzept. Kredite werden verl\u00e4ngert, Hunderte Stellen fallen weg und die Eigent\u00fcmer treten vorerst an die Seitenlinie.<\/strong><\/p>\n<p>Der angeschlagene Autozulieferer Webasto bekommt von seinen Gl\u00e4ubigern dreieinhalb Jahre Zeit f\u00fcr eine tiefgreifende Sanierung. Vorstandschef J\u00f6rg Buchheim und Chef-Sanierer Johann Stohner schn\u00fcrten mit den Banken und gro\u00dfen Autobauern ein rund 1,4 Milliarden Euro schweres Finanzierungspaket, mit dem Webasto auf dem Weg zur\u00fcck in die Gewinnzone bis Ende 2028 abgesichert sei. Das teilte das vor allem f\u00fcr Cabrio- und Schiebed\u00e4cher sowie f\u00fcr Standheizungen bekannte Familienunternehmen in Stockdorf bei M\u00fcnchen mit.<\/p>\n<p>Die Eigent\u00fcmerfamilien Baier und Mey m\u00fcssen daf\u00fcr die Kontrolle \u00fcber die Mehrheit der Anteile zumindest vor\u00fcbergehend abgeben. Andernfalls h\u00e4tten die Geldgeber nicht mitgespielt. W\u00e4hrend der Sanierung haben die Anw\u00e4lte Christoph Morgen und Jan Markus Plathner als Treuh\u00e4nder das Sagen.<\/p>\n<p>Nun durchl\u00e4uft Webasto eine harte Sanierung. In Deutschland werden in zwei Schritten fast 1000 von 3700 Stellen gestrichen, im Ausland kommt ein Stellenabbau &#8222;in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung&#8220; noch dazu. Der Hauptstandort in Stockdorf bei M\u00fcnchen stehe nicht infrage, betonte das Management. Von den derzeit rund 2800 Arbeitspl\u00e4tzen in Bayern blieben mehr als 2000 im Freistaat. Weltweit besch\u00e4ftigt Webasto mehr als 15.000 Menschen. Der Stellenabbau soll allein 60 Prozent zu den Einsparungen von 150 Millionen Euro beitragen, die dem Unternehmen zur R\u00fcckkehr in die Gewinnzone verhelfen sollen.<\/p>\n<p>&#8222;Heute ist ein guter Tag f\u00fcr Webasto&#8220;, sagte Buchheim. Monatelang hatten Buchheim und Stohner mit den Gl\u00e4ubigern &#8211; acht Banken und 26 Schuldschein-Inhabern &#8211; um die Verl\u00e4ngerung von Krediten \u00fcber 1,2 Milliarden Euro und neue Kredite \u00fcber 200 Millionen Euro gerungen. Gro\u00dfe Kunden wie Volkswagen und BMW steuern \u00fcber die n\u00e4chsten vier Jahre rund eine halbe Milliarde Euro bei, unter anderem als Inflationsausgleich und f\u00fcr geringere Abnahmemengen, wie Buchheim sagte.<\/p>\n<p>Webasto hatte sich unter Buchheims Vorg\u00e4nger mit ehrgeizigen Expansionspl\u00e4nen verhoben. Das Unternehmen dr\u00e4ngte nicht nur in den Markt f\u00fcr E-Auto-Batterien, wo chinesische Anbieter f\u00fchrend sind. Auch ins Gesch\u00e4ft mit E-Auto-Ladestationen wollte Webasto &#8211; und den Umsatz damit bis 2028 auf acht Milliarden Euro schrauben. &#8222;Das war nachvollziehbar. Die Elektro-Transformation hat sich aber versp\u00e4tet, sodass das nicht mehr umsetzbar war&#8220;, sagte Buchheim. Dazu kamen der Abschwung in der Autobranche und ein Gro\u00dfauftrag von Ford f\u00fcr den Gel\u00e4ndewagen Bronco, der aus dem Ruder lief und dreistellige Millionenverluste bescherte.<\/p>\n<p>F\u00fcr das laufende Jahr ist ein Nettoverlust von rund 200 Millionen Euro eingeplant, bei einem Umsatz von 4,3 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr soll Webasto vor Steuern und Zinsen (Ebit) wieder schwarze Zahlen schreiben, auch wenn der Umsatz dann mit vier Milliarden Euro die Talsohle erreicht. Buchheim geht von einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) von f\u00fcnf Prozent aus. Spartenverk\u00e4ufe seien in den Pl\u00e4nen nicht enthalten, sagte der Vorstandschef. Auszuschlie\u00dfen seien sie, auch mit Blick auf den geplanten Schuldenabbau, aber nicht. F\u00fcr das Gesch\u00e4ft mit Standheizungen etwa seien &#8222;alle Optionen offen&#8220;. Bei E-Auto-Batterien will sich Buchheim auf Hochleistungsaggregate etwa f\u00fcr Sportwagen konzentrieren. Daf\u00fcr werde ein finanzstarker Partner gesucht.<\/p>\n<p>2027 will der Konzern dann unter dem Strich wieder Gewinn ausweisen. Buchheim ist zuversichtlich, dass dies gelingt. Aktuell sei man &#8222;vor der Welle&#8220; &#8211; die Zahlen seien deutlich besser als im Plan hinterlegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gut 2000 Stellen fallen weg Gl\u00e4ubiger sichern Zulieferer Webasto bis 2028 22.10.2025, 11:24 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":518094,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[371,175,170,169,29,30,1551,171,174,173,172,55],"class_list":{"0":"post-518093","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-autoindustrie","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-insolvenz","15":"tag-markets","16":"tag-maerkte","17":"tag-unternehmen","18":"tag-unternehmen-maerkte","19":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115417444989975890","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/518093","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=518093"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/518093\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/518094"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=518093"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=518093"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=518093"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}