{"id":518740,"date":"2025-10-22T16:51:32","date_gmt":"2025-10-22T16:51:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/518740\/"},"modified":"2025-10-22T16:51:32","modified_gmt":"2025-10-22T16:51:32","slug":"londons-one-in-one-out-abkommen-geraet-ins-wanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/518740\/","title":{"rendered":"Londons \u201eOne in, one out\u201c-Abkommen ger\u00e4t ins Wanken"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Regierung in London pr\u00e4sentierte das Abkommen mit <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/louvre-wie-der-juwelen-coup-in-nur-sieben-minuten-frankreich-blamierte-li.10001756\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frankreich<\/a> im Juli dieses Jahres als Schl\u00fcsselma\u00dfnahme: F\u00fcr jede Person, die illegal \u00fcber den \u00c4rmelkanal nach Gro\u00dfbritannien gelangt und von dort nach Frankreich zur\u00fcckgef\u00fchrt wird, soll Gro\u00dfbritannien im Gegenzug eine andere Person mit legalem Asylanspruch aus Frankreich aufnehmen. Genannt wurde das Abkommen \u201eone in, one out\u201c.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Doch nun zeigen sich erste Risse: Ein Mann, der im Rahmen des Abkommens von Gro\u00dfbritannien nach Frankreich zur\u00fcckgef\u00fchrt worden war, reiste erneut von Frankreich mit einem kleinen Boot \u00fcber den Kanal nach <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/grossbritannien-2025-klassenkampf-kulturkampf-und-ein-land-im-dauerkrisenmodus-li.2357590\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfbritannien<\/a> ein. Das best\u00e4tigte ein Sprecher des britischen Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur.<\/p>\n<p>Abgeschobener Mann f\u00fchlte sich in Frankreich nicht sicher<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der Betroffene berichtete dem\u00a0Guardian, er habe sich in Frankreich nicht sicher gef\u00fchlt. Dem Bericht zufolge behauptete er, Opfer von modernen Sklaverei- und Schleppernetzwerken in Nordfrankreich geworden zu sein. \u201eWenn ich mich in Frankreich sicher gef\u00fchlt h\u00e4tte, w\u00e4re ich nie wieder nach Gro\u00dfbritannien gekommen\u201c, sagte er.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Zudem zeigen Regierungs- und Medienangaben, dass die Umsetzung des Abkommens hinter den Erwartungen liegt. So berichtete ebenfalls der Guardian, dass unter dem Pilotprogramm bislang nur eine geringe Zahl von Abschiebungen und Gegenaufnahmen stattgefunden hat.\u00a0Die Vorsitzende eines britischen Ausschusses erkl\u00e4rte demnach, lediglich zw\u00f6lf Beamte arbeiteten derzeit an der Umsetzung \u2013 im Vergleich zu \u00fcber 1000 Mitarbeitern bei einem fr\u00fcheren R\u00fcckf\u00fchrungsprogramm.<\/p>\n<p>Abkommen ger\u00e4t juristisch und politisch unter Druck<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Erg\u00e4nzend steht das Abkommen auch rechtlich und politisch unter Druck: Laut der Financial Times sei die Vereinbarung zun\u00e4chst auf ein Jahr befristet. Mehrere EU-Staaten h\u00e4tten kritisiert, dass das Modell die Verantwortung ungleich verteile. In Frankreich haben NGOs vor dem Conseil d\u2019\u00c9tat Klage eingereicht, weil sie das Abkommen als rechtswidrig ansehen, berichtete Le Monde.<\/p>\n<p>Die hohe Zahl illegaler Boots\u00fcberfahrten macht die Ausgangslage deutlich: Wie der Guardian berichtete, \u00fcberquerten an einem einzigen Tag mehr als 1000 Menschen in kleinen Booten den \u00c4rmelkanal. Das seien so viele wie seit Monaten nicht mehr. Beim Versuch einer <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/neue-rekordzahl-mehr-als-10000-migranten-nutzten-aermelkanal-als-flucht-route-li.2218475\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00dcberquerung des \u00c4rmelkanals<\/a> sind Anfang September in Frankreich 14 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 weitere wurden vor dem K\u00fcstenort Le Portel bei Boulogne-sur-Mer aus dem Wasser gezogen. Es handelte es sich um das schlimmste Ungl\u00fcck auf dem Weg nach Gro\u00dfbritannien in diesem Jahr.<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/uk-news\/2025\/sep\/20\/more-than-1000-people-arrive-in-uk-in-small-boats-in-one-day?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">F\u00fcr die britische Regierung ist dieses Versprechen ein zentraler Punkt ihrer Migrationspolitik. Umso gr\u00f6\u00dfer ist der Imageschaden, wenn schon ein R\u00fcckkehrer das Abkommen erneut durchbricht. Unklar ist, wie hoch die Dunkelziffer ist. Politiker und Menschenrechtsorganisationen stellen deshalb die Wirksamkeit des Modells infrage, wie mehrere britische Medien berichteten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Regierung in London pr\u00e4sentierte das Abkommen mit Frankreich im Juli dieses Jahres als Schl\u00fcsselma\u00dfnahme: F\u00fcr jede Person,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":518741,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-518740","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115418856334531701","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/518740","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=518740"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/518740\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/518741"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=518740"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=518740"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=518740"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}