{"id":518887,"date":"2025-10-22T18:12:13","date_gmt":"2025-10-22T18:12:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/518887\/"},"modified":"2025-10-22T18:12:13","modified_gmt":"2025-10-22T18:12:13","slug":"mehr-ukrainer-fliehen-nach-deutschland-was-sind-die-gruende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/518887\/","title":{"rendered":"Mehr Ukrainer fliehen nach Deutschland \u2013 was sind die Gr\u00fcnde?"},"content":{"rendered":"<p>Russland f\u00fchrt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit unverminderter H\u00e4rte fort, am Mittwoch wurden wieder viele Tote und Verletzte gemeldet, in Charkiw wurde ein Kindergarten getroffen. Der Krieg treibt weiter viele Menschen in die Flucht.<\/p>\n<p>In Deutschland hat die Zahl ukrainischer Fl\u00fcchtlinge zuletzt deutlich zugenommen. Das mag einerseits mit den gelockerten ukrainischen Ausreiseregeln f\u00fcr junge M\u00e4nner zu tun haben. Der s\u00e4chsische CDU-Innenminister Armin Schuster sieht aber noch einen anderen Grund: das versch\u00e4rfte Aufenthaltsrecht f\u00fcr Ukrainer in Polen.<\/p>\n<p>Wie das Bundesinnenministerium best\u00e4tigte, stieg die Zahl der eingereisten jungen Ukrainer im Alter von 18 bis 22 Jahren von 19 pro Woche Mitte August auf \u00fcber tausend Mitte September an.\u00a0Im Oktober wuchsen die Zahlen demnach noch weiter: Hier waren es zuletzt zwischen 1.400 und fast 1.800 pro Woche.<\/p>\n<p>Den Angaben zufolge lebten Mitte Oktober rund 1,26 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer in Deutschland, die seit dem 24. Februar 2022 in Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf ihre Heimat eingereist sind. Ein Jahr zuvor lebten rund 1,18 Millionen ukrainische Kriegsfl\u00fcchtlinge in der Bundesrepublik.\u00a0<\/p>\n<p>Ukraine lockert Ausreiseregeln, mehr Fl\u00fcchtlinge in Deutschland<\/p>\n<p>Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine durften M\u00e4nner im Alter von 18 bis 60 Jahren das Land nur mit einer Erlaubnis verlassen, um einer wom\u00f6glichen Einziehung zur Armee nicht zu entgehen. Ende August lockerte die ukrainische Regierung aber ihre Ausreiseregelungen: M\u00e4nner zwischen 18 und 22 Jahren d\u00fcrfen nun wieder das Land verlassen.<\/p>\n<p>Das Bundesinnenministerium geht bei den gestiegenen Einreise-Zahlen davon aus, &#8222;dass es sich um eine erste Phase erh\u00f6hter Migration nach dem Inkrafttreten der im Sommer seitens der von der Ukraine beschlossenen Regelung handelt&#8220;, wie eine Sprecherin betonte. Danach k\u00f6nne &#8222;die Zahl der schutzbegehrenden jungen M\u00e4nner wieder abnehmen&#8220;.<\/p>\n<p>Neuregelung der Sozialleistungen geplant, aber noch nicht umgesetzt<\/p>\n<p>Einen Asylantrag m\u00fcssen Gefl\u00fcchtete aus der Ukraine in Deutschland und anderen Staaten der Europ\u00e4ischen Union nicht stellen, weil sie nach der sogenannten Massenzustrom-Richtlinie Aufnahme finden und damit auch sofort arbeiten d\u00fcrfen. Eine Verl\u00e4ngerung des vor\u00fcbergehenden Schutzes bis zum 4. M\u00e4rz 2027 ist auf EU-Ebene bereits beschlossen.\u00a0<\/p>\n<p>Union und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, dass ukrainische Fl\u00fcchtlinge, die nach dem 31. M\u00e4rz 2025 nach Deutschland kommen, <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/kein-buergergeld-mehr-fuer-ukrainer-moegliche-folgen,UsuTc0F\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die geringeren Asylbewerberleistungen<\/a> erhalten sollen &#8211; so wie in den ersten Wochen nach Kriegsbeginn. Im Mai 2022 hatte der Bundestag entschieden, ihnen den Zugang zum B\u00fcrgergeld zu gew\u00e4hren, wenn sie ihren Lebensunterhalt durch Einkommen und Verm\u00f6gen nicht selbst decken k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>Das Vorhaben der Koalition befindet sich laut dem SPD-gef\u00fchrten Bundesarbeitsministerium aktuell noch in der regierungsinternen Abstimmung. Einen Referentenentwurf dazu, der die Regelung aus dem Koalitionsvertrag umsetzt, habe man bereits am 6. August vorgelegt. F\u00fcr Ukrainerinnen und Ukrainer, die schon l\u00e4nger in Deutschland sind, \u00e4ndert sich durch die geplante \u00c4nderung nichts. Kritik an der geplanten \u00c4nderung kam unter anderem vom Parit\u00e4tischen Gesamtverband, der R\u00fcckschritte bei der Arbeitsmarktintegration ukrainischer Gefl\u00fcchteter bef\u00fcrchtet.<\/p>\n<p>Union verweist auf Versch\u00e4rfungen f\u00fcr Ukrainer in Polen<\/p>\n<p>Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) mahnte k\u00fcrzlich eine rasche Umsetzung der geplanten Neuregelung f\u00fcr Ukrainer an. Er h\u00e4lt die \u00c4nderung f\u00fcr &#8222;besser gestern als morgen&#8220; erforderlich. Schuster verwies darauf, dass Polen unl\u00e4ngst das Aufenthaltsrecht f\u00fcr Ukrainer versch\u00e4rft habe. K\u00fcnftig sollen sie Sozialleistungen wie Kindergeld nur noch dann erhalten, wenn sie in Polen arbeiten und Steuern zahlen. Daher bestehe Zeitdruck, auch die Leistungen in Deutschland anzupassen.\u00a0<\/p>\n<p>Der CSU-Vorsitzende Markus S\u00f6der hatte k\u00fcrzlich <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/markus-soeder-will-ukrainer-zuzug-bremsen-die-maenner-waeren-besser-im-eigenen-land,V09Ptks\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einen v\u00f6llig neuen Umgang mit Schutzsuchenden aus der Ukraine<\/a> gefordert. Es brauche &#8222;klare Regeln&#8220;, sagte er nach einer CSU-Vorstandssitzung. &#8222;Das hei\u00dft Stopp beim Thema B\u00fcrgergeld, das hei\u00dft aber auch: den Zugang und den Zuzug begrenzen.&#8220; Die ukrainischen M\u00e4nner w\u00e4ren aber &#8222;besser im eigenen Land&#8220;, um dieses zu verteidigen und zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Zum H\u00f6ren: S\u00f6der will Zuzug von Ukrainern begrenzen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russland f\u00fchrt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit unverminderter H\u00e4rte fort, am Mittwoch wurden wieder viele Tote und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":518888,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,384,5249,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-518887","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-buergergeld","11":"tag-fluechtlinge","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115419174905942953","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/518887","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=518887"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/518887\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/518888"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=518887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=518887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=518887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}