{"id":518900,"date":"2025-10-22T18:19:10","date_gmt":"2025-10-22T18:19:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/518900\/"},"modified":"2025-10-22T18:19:10","modified_gmt":"2025-10-22T18:19:10","slug":"putin-fuehrt-in-die-katastrophe-ex-praesident-juschtschenko-prophezeit-zerfall-russlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/518900\/","title":{"rendered":"&#8222;Putin f\u00fchrt in die Katastrophe&#8220;: Ex-Pr\u00e4sident Juschtschenko prophezeit Zerfall Russlands"},"content":{"rendered":"<p><strong>Putins Imperialismus und die Ausbeutung seiner Bev\u00f6lkerung werden sein Regime in Moskau zu Fall bringen, sagt der ukrainische Ex-Pr\u00e4sident Juschtschenko. Er h\u00e4lt den Zerfall der Russischen F\u00f6deration in 20 Teilrepubliken f\u00fcr ein realistisches Szenario.<\/strong><\/p>\n<p>Der fr\u00fchere ukrainische Pr\u00e4sident Wiktor Juschtschenko sieht keine langfristige Zukunft f\u00fcr das Regime in Moskau. &#8222;Wladimir Putin f\u00fchrt das Land in die Katastrophe&#8220;, sagte Juschtschenko im Gespr\u00e4ch mit ntv.de und weiteren europ\u00e4ischen Medien in Kiew. Russland habe noch nie eine solche Trag\u00f6die durchgemacht wie heutzutage. Putin wolle nicht nur die Ukraine unterjochen. Ausgebeutet w\u00fcrden auch die mehr als 100 indigenen Bev\u00f6lkerungsgruppen, die in den 20 Teilrepubliken der russischen F\u00f6deration leben. &#8222;V\u00f6lker wie die Tartaren werden seit mehr als 200 Jahren versklavt und erinnern sich daran, was ihnen angetan wurde&#8220;, so Juschtschenko.<\/p>\n<p>Die verschiedenen ethnischen Gruppen w\u00fcrden schon bald &#8222;ihre eigene Wahl treffen und ihre eigenen Ziele f\u00fcr sich festlegen&#8220;. Der Zerfall Russlands in 20 verschiedene Republiken sei eine logische Schlussfolgerung. &#8222;Ich sehe keine Perspektive f\u00fcr die russische Staatlichkeit&#8220;, so Juschtschenko. Russland sei nicht als monolithischer Block zu verstehen, sondern als Vielv\u00f6lkerstaat.<\/p>\n<p>Die Teilrepublik Jakutien etwa ist reich an Bodensch\u00e4tzen wie Diamanten, Gold, Erd\u00f6l, Kohle und verschiedenen Erzen. Auf einer Fl\u00e4che, die siebenmal so gro\u00df ist wie Deutschland, leben nur gut 900.000 Menschen, \u00fcber die H\u00e4lfte von ihnen geh\u00f6rt dem Turkvolk der Jakuten an. Die Ertr\u00e4ge durch die Ausbeutung der Bodensch\u00e4tze sch\u00f6pft der Kreml ab. Die Jakuten beklagen, an den Gewinnen kaum beteiligt zu werden. Zudem sind sie aufgrund des Bergbaus hohen Umweltrisiken ausgesetzt. &#8222;Jakutien ist eines der reichsten Gebiete Russlands. Dennoch leben zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung von Mindestl\u00f6hnen&#8220;, sagte Juschtschenko.<\/p>\n<p>Massenproteste in Moskau w\u00e4ren &#8222;Ende der Diktatur&#8220;<\/p>\n<p>Nicht etwa Armeen jagten Putin die gr\u00f6\u00dfte Angst ein, sondern der politische Widerstand dieser unterdr\u00fcckten Bev\u00f6lkerungsgruppen. &#8222;Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass die Unterst\u00fctzung der f\u00f6deralen Widerstandsbewegung in Russland etwas ist, das auf der politischen Landkarte etwas ver\u00e4ndern kann&#8220;, f\u00fcgte Juschtschenko hinzu.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zukunft der Ukraine seien nicht nur die Wiederherstellung ihrer territorialen Grenzen von 1991, internationale Sicherheitsgarantien und die Mitgliedschaft in der Europ\u00e4ischen Union wichtig. &#8222;Um einen Sieg zu erringen, ist die Zerst\u00f6rung von Putins Regime zwingend notwendig&#8220;, so Juschtschenko. Russland m\u00fcsse einen demokratischen Weg gehen. Das sei aufgrund seiner Geschichte nicht einfach, da es historisch niemals gro\u00dfe demokratische Bestrebungen in Russland gegeben habe.<\/p>\n<p>Seit Beginn des Zarenreichs in Russland sei &#8222;der Wille zur Freiheit \u00fcber Jahrhunderte zerst\u00f6rt&#8220; worden. Momentan scheine es eher so, als w\u00fcrden die Russen h\u00f6chstens auf die Stra\u00dfe gehen, wenn der Wodkapreis zu stark steige. Falls in Moskau jedoch Millionen Menschen auf die Stra\u00dfe gehen w\u00fcrden, w\u00e4re das &#8222;definitiv das Ende der Diktatur&#8220;. <\/p>\n<p>Der Maidan als Schauplatz vieler Demonstrationen der Ukrainer in Kiew sei f\u00fcr Putin deshalb ein &#8222;Albtraumwort&#8220;. Die ersten gr\u00f6\u00dferen Proteste auf dem Majdan Nesaleschnosti, dem Platz der Unabh\u00e4ngigkeit, hatte Juschtschenko selbst w\u00e4hrend der sogenannten Orangen Revolution in der Ukraine 2004 organisiert. Damals trat Juschtschenko in den Pr\u00e4sidentschaftswahlen gegen seinen pro-russischen Konkurrenten Wiktor Janukowytsch an. Laut offiziellen Angaben gewann Janukowytsch die Stichwahl, doch es gab massive Vorw\u00fcrfe von Wahlf\u00e4lschung. Ab dem 21. November 2004 versammelten sich Hunderttausende Menschen, um f\u00fcr freie und faire Wahlen zu demonstrieren. Sie schwenkten Fahnen in Orange, der Farbe von Juschtschenkos Kampagne. Das Oberste Gericht ordnete Neuwahlen an, die Juschtschenko am 26. Dezember 2004 gewann.<\/p>\n<p>Die Reise nach Kiew erfolgte auf Einladung der Nichtregierungsorganisation Your City Media Hub\/Untold Stories from Ukraine mit Sitz in Lwiw.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Putins Imperialismus und die Ausbeutung seiner Bev\u00f6lkerung werden sein Regime in Moskau zu Fall bringen, sagt der ukrainische&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":518901,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,661,3364,29,30,13,39894,14,15,16,307,12,317,3081,47984,306],"class_list":{"0":"post-518900","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-angriff-auf-die-ukraine","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-maidan","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-politik","19":"tag-russland","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-ukraine","22":"tag-ukraine-konflikt","23":"tag-viktor-janukowitsch","24":"tag-wladimir-putin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115419202625559179","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/518900","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=518900"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/518900\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/518901"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=518900"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=518900"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=518900"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}