{"id":519108,"date":"2025-10-22T20:26:15","date_gmt":"2025-10-22T20:26:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/519108\/"},"modified":"2025-10-22T20:26:15","modified_gmt":"2025-10-22T20:26:15","slug":"toetungsdelikte-und-jugendgruppengewalt-nehmen-deutlich-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/519108\/","title":{"rendered":"T\u00f6tungsdelikte und Jugendgruppengewalt nehmen deutlich zu"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBHk0 tspBHk1\">Die Anzahl an T\u00f6tungsdelikten und die Jugendgruppengewalt haben in Berlin im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalit\u00e4tsstatistik (PKS) sowie der Statistik f\u00fcr Politisch Motivierte Kriminalit\u00e4t f\u00fcr das Jahr 2024 hervor, die Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Polizeipr\u00e4sidentin Barbara Slowik Meisel am Donnerstag vorgestellt haben. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/abo.tagesspiegel.de\/tagesspiegel-app?icid=single-topic_13400716___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBRlv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Tagesspiegel-App Aktuelle Nachrichten, Hintergr\u00fcnde und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen.  <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">\u201eEs gibt ohne Zweifel Entwicklungen in der Kriminalit\u00e4t, die die objektive und subjektive Sicherheit gef\u00e4hrden\u201c, sagte Innensenatorin Spranger. Dagegen wolle sie entschieden vorgehen. Sie betonte aber auch: \u201eObwohl Berlin in den vergangenen zehn Jahren stark gewachsen ist, ist die Zahl der Straftaten nicht parallel gestiegen.\u201c <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Insgesamt <strong>haben die erfassten T\u00f6tungsdelikte um mehr als 50 Prozent zugenommen<\/strong>. In absoluten Zahlen registrierte die Polizei im Jahr 2023 noch 77 Straftaten in der Kategorie \u201eMord und Totschlag\u201c. F\u00fcr das vergangene Jahr sind es 117. In die Kategorie z\u00e4hlen auch versuchte T\u00f6tungsdelikte. 98 davon wurden bislang aufgekl\u00e4rt. <\/p>\n<blockquote class=\"tspBQlt\">\n<p>Es gibt ohne Zweifel Entwicklungen in der Kriminalit\u00e4t, die die objektive und subjektive Sicherheit gef\u00e4hrden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspBQlu\"><strong>Iris Spranger<\/strong>, Innensenatorin von Berlin <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Dazu z\u00e4hlt auch eine Mordserie, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/staatsanwaltschaft-geht-von-mordlust-aus-berliner-palliativarzt-soll-zehn-patienten-getotet-haben-13183813.html?icid=in-text-link_13400716\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bei der ein Palliativmediziner mindestens zehn schwer kranke Menschen get\u00f6tet<\/a> haben soll. Polizeipr\u00e4sidentin Slowik Meisel erkl\u00e4rte, dass im laufenden Jahr noch weitere Todesf\u00e4lle aus der Serie bekannt werden k\u00f6nnten. <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Bei der PKS werden F\u00e4lle erst registriert, wenn die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen hat. Daher wurden nicht alle 2024 erfassten Delikte auch im selben Jahr begangen. <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Die Zahl der Rohheits- und Gewaltdelikte ist erneut angestiegen. So wurden 50.638 K\u00f6rperverletzungen erfasst, das waren 2.384 mehr als im Vorjahr. Dies f\u00fchrte Slowik Meisel unter anderem auf die Fu\u00dfball-Europameisterschaft zur\u00fcck. Die Zahl der Messerangriffe sank leicht im Vergleich zum Vorjahr. Auch zeigt sich ein Anstieg im Bereich Jugendgruppengewalt, die um 17,2 Prozent zugenommen hat. <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Zudem ist die Zahl der Gewaltdelikte in Partnerschaften und Familien um 2,3 Prozent auf 19.213 angestiegen. \u201eDamit haben wir den h\u00f6chsten Wert in den vergangenen zehn Jahren verzeichnen m\u00fcssen\u201c, sagte Spranger. <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Die gro\u00dfe Mehrzahl der Betroffenen von h\u00e4uslicher Gewalt seien Frauen. Im vergangenen Jahr waren neun Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner get\u00f6tet worden. Der Senat wolle hier bestehende Pr\u00e4ventionsangebote ausbauen und Frauen k\u00fcnftig besser sch\u00fctzen, sagte Spranger. Dazu z\u00e4hle auch der Einsatz von Fu\u00dffesseln f\u00fcr gewaltt\u00e4tige M\u00e4nner. <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Besorgt zeigte Spranger sich \u00fcber die nach wie vor hohe Zahl der Angriffe auf Einsatzkr\u00e4fte aus Polizei und Feuerwehr. Die Zahl der Polizeikr\u00e4fte, die Opfer einer Gewalttat wurden, ist im vergangenen Jahr um 10,2 Prozent auf 10.584 gestiegen. Parallel reduzierte sich die Zahl der attackierten Feuerwehr- und Rettungskr\u00e4fte um 13,3 Prozent auf 326. <\/p>\n<p>10.584<\/p>\n<p><strong>Polizeikr\u00e4fte <\/strong>wurden 2024 Opfer einer Gewalttat.<\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Das h\u00e4nge vor allem damit zusammen, dass die Polizei nun vermehrt Feuerwehreins\u00e4tze sch\u00fctze, sagte Spranger. Sie forderte, dass die Einsatzkr\u00e4fte mit einer zeitgem\u00e4\u00dfen und optimalen Ausr\u00fcstung ausgestattet werden m\u00fcssten. <\/p>\n<p> Antisemitische Straftaten haben sich 2024 verdoppelt <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Im Bereich der politisch motivierten Kriminalit\u00e4t hat sich die Anzahl antisemitischer Straftaten im Jahr 2024 von\u00a0901\u00a0auf 1823 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Ein treibender Faktor sei in diesem Zusammenhang der Nahost-Konflikt. 1036 antisemitische Straftaten wurden im Zusammenhang mit dem Konflikt registriert. <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">In diesem gesonderten Konfliktfeld stiegen auch die <strong>Gewaltdelikte <\/strong>besonders an. Insgesamt<strong> haben sie sich sogar vervierfacht<\/strong>. Von der Gewalt seien auch viele Polizeibeamte bei Demonstrationen betroffen, sagte Polizeipr\u00e4sidentin Slowik Meisel. \u201eDiese Zahlen und die negativen Auswirkungen auf das Leben der j\u00fcdischen Gemeinde in Berlin beunruhigen mich sehr\u201c, sagte Innensenatorin Spranger. <\/p>\n<p> Politisch rechte Straftaten nehmen zu  <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Neben den antisemitischen Straftaten haben auch Straftaten, die mit politisch rechter Gesinnung im Zusammenhang stehen, im vergangenen Jahr seit 2015 einen neuen <strong>Rekordwert <\/strong>erreicht. Mit fast 20 Prozent stiegen die erfassten F\u00e4lle in diesem Zusammenhang auf 2782 an.<\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Insgesamt liegt die \u201ePolitisch motivierte Kriminalit\u00e4t\u201c mit mehr als 8000 F\u00e4llen weit \u00fcber dem Zehn-Jahres-Durchschnitt von knapp 5400 F\u00e4llen. Queerfeindliche Straftaten wiederum sind allen Trends zum Trotz von 690 auf 579 zur\u00fcckgegangen. Das f\u00fchrte Spranger insbesondere auf vermehrte pr\u00e4ventive Angebote zur\u00fcck. <\/p>\n<p> Kinder vermehrt Opfer von Misshandlung und Vergewaltigung <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Zus\u00e4tzlich zur Zunahme von T\u00f6tungsdelikten sowie rechten und antisemitischen Straftaten werden vermehrt Gewalt- und Vergewaltigungsdelikte gez\u00e4hlt. Sowohl F\u00e4lle der Kategorie \u201eVergewaltigung, sexuelle N\u00f6tigung, sexueller \u00dcbergriff\u201c als auch der sexuelle Missbrauch und Vergewaltigungen insbesondere von Kindern haben zugenommen.<\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Besonders scheinen auch <strong>Einbr\u00fcche in Kellerr\u00e4ume<\/strong> im Fokus zu stehen. Obwohl die Einbr\u00fcche insgesamt abgenommen haben, nahmen diejenigen in \u201eBoden-, Kellerr\u00e4ume und Waschk\u00fcchen\u201c laut des Kriminalit\u00e4tsatlas um 34 Prozent zu.<\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Rauschgiftdelikte <\/strong>haben hingegen abgenommen. Allerdings habe die Teillegalisierung von Cannabis keinen sp\u00fcrbaren Effekt auf die Arbeit der Polizei, sagte Slowik. Diese k\u00f6nne daran liegen, dass legales Cannabis nicht im gro\u00dfen Rahmen verf\u00fcgbar sei. <\/p>\n<p> Mehr zum Thema: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/verharmlosung-von-ehrenmord-femizid-ist-nur-ein-verschleiernder-uberbegriff-13176283.html?icid=topic-list_13400716___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBRlv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verharmlosung von Ehrenmord Femizid ist nur ein verschleiernder \u00dcberbegriff <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/gewalttatige-vater-nach-der-trennung-mit-fussfessel-zum-umgang-mit-dem-kind-12986737.html?icid=topic-list_13400716___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBRlv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gewaltt\u00e4tige V\u00e4ter nach der Trennung Mit Fu\u00dffessel zum Umgang mit dem Kind? <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/mehr-beleuchtung-ein-anderer-opnv-und-barrierefrei-wie-berlin-nicht-nur-fur-frauen-sicherer-wird-13326859.html?icid=topic-list_13400716___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBRlv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zu viele dunkle Ecken  So kann Berlin sicherer werden \u2013 nicht nur f\u00fcr Frauen  <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Mit 45,5 Prozent ist die <strong>Aufkl\u00e4rungsquote <\/strong>s\u00e4mtlicher Straftaten genauso hoch wie im vorherigen Jahr. Die Polizeiliche Kriminalit\u00e4tsstatistik erfasst s\u00e4mtliche Delikte, die bei der Polizei ermittelt und als Fall abgeschlossen werden. Eine Verurteilung ist damit nicht verbunden.<\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte mit Blick auf die neuen Statistiken milliardenschwere Investitionen, um die \u00f6ffentliche Sicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Zudem m\u00fcsse sich die Polizei st\u00e4rker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, sagte Landeschef Stephan Weh. \u201eWir halten hier t\u00e4glich den Kopf f\u00fcr das hin, was im Abgeordnetenhaus entschieden wird\u201c, erkl\u00e4rte Weh in einer Mitteilung. Aus der Politik fehle allerdings die n\u00f6tige R\u00fcckendeckung. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Anzahl an T\u00f6tungsdelikten und die Jugendgruppengewalt haben in Berlin im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. 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