{"id":519316,"date":"2025-10-22T22:35:16","date_gmt":"2025-10-22T22:35:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/519316\/"},"modified":"2025-10-22T22:35:16","modified_gmt":"2025-10-22T22:35:16","slug":"eu-staaten-einigen-sich-auf-schaerfere-sanktionen-gegen-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/519316\/","title":{"rendered":"EU-Staaten einigen sich auf sch\u00e4rfere Sanktionen gegen Russland"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/oel-st-petersburg-100.jpg\" alt=\"\u00d6lterminal im Hafen von St. Petersburg (Archiv)\" title=\"\u00d6lterminal im Hafen von St. Petersburg (Archiv) | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 23.10.2025 00:27 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die EU-Staaten haben sich auf versch\u00e4rfte Sanktionen gegen Russland verst\u00e4ndigt. Geplant sind etwa ein LNG-Importverbot ab 2027 und Ma\u00dfnahmen gegen Banken. Die USA k\u00fcndigten Sanktionen gegen russische \u00d6lkonzerne an.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kurz vor ihrem Gipfeltreffen haben sich die Mitgliedsstaaten der EU auf eine weitreichende Versch\u00e4rfung der Sanktionen gegen Russland verst\u00e4ndigt. Die Pl\u00e4ne sehen unter anderem vor, Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Gas und \u00d6l weiter zu reduzieren, wie die d\u00e4nische EU-Ratspr\u00e4sidentschaft mitteilte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dazu soll ein vollst\u00e4ndiges Importverbot von Fl\u00fcssigerdgas (LNG) aus Russland 2027 in Kraft treten &#8211; ein Jahr fr\u00fcher als urspr\u00fcnglich geplant. Zudem sind weitere Strafma\u00dfnahmen im Finanzsektor und Handelsbereich sowie Einschr\u00e4nkungen der Bewegungsfreiheit russischer Diplomaten innerhalb der EU vorgesehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der formelle Beschluss f\u00fcr das Sanktionspaket gilt nach der Verst\u00e4ndigung vom Mittwoch als Formsache und soll bis acht Uhr in einem schriftlichen Verfahren erfolgen. Erm\u00f6glicht wurde die Einigung durch die Slowakei, die einen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/eu-laender-gas-russland-100.html\" title=\"Mehrheit der EU-Staaten will Import von russischem Gas beenden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wochenlangen Vorbehalt<\/a> aufgab. Der slowakische Regierungschef Robert Fico hatte zuvor erkl\u00e4rt, die EU habe, wie von ihm gefordert, zugesagt, mehr gegen explodierende Energiepreise zu unternehmen.<\/p>\n<p>    US-Regierung zielt auf \u00d6lkonzerne<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zudem wurde bekannt, dass die US-Regierung neue Sanktionen gegen gro\u00dfe russische \u00d6lkonzerne verh\u00e4ngt. Angesichts der Weigerung von Kremlchef Wladimir Putin, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden, verh\u00e4nge sein Ministerium Strafma\u00dfnahmen gegen die beiden gr\u00f6\u00dften \u00d6lfirmen Russlands, wird US-Finanzminister Scott Bessent in einer Mitteilung zitiert. Diese finanzierten Russlands Kriegsmaschinerie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Sanktionen richten sich nach Angaben des Ministeriums gegen den russischen Staatskonzern Rosneft &#8211; gef\u00fchrt von Igor Setschin, einem engen Vertrauten von Putin &#8211; und Lukoil. Au\u00dferdem seien Tochterunternehmen der beiden Konzerne in Russland betroffen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kurz nach Bekanntgabe der Sanktionen sagte US-Pr\u00e4sident Donald Trump zudem, dass er das zuvor in Aussicht gestellte baldige Treffen mit Putin in Budapest abgesagt habe. Es h\u00e4tte sich nicht danach angef\u00fchlt, als w\u00fcrde man dahin kommen, wo man hinkommen m\u00fcsste, sagte der Republikaner bei einem Treffen mit NATO-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte im Wei\u00dfen Haus. In der Zukunft soll es Trump zufolge aber ein Treffen zwischen ihm und Putin geben.<\/p>\n<p>    Laut Greenpeace noch hohe LNG-Importe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Den Vorschlag f\u00fcr das Sanktionspaket hatte im vergangenen Monat die EU-Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen gemacht. Russland finanziere den Krieg in der Ukraine durch die Einnahmen aus dem Verkauf fossiler Brennstoffe, argumentierte sie. Um dem ein Ende zu setzen, sei es Zeit, den Hahn zuzudrehen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Trump hatte damals nach Versuchen, Putin zu Friedensgespr\u00e4chen mit der Ukraine zu bewegen, wieder einen deutlich <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/trump-ukraine-russland-100.html\" title=\"50-Tage-Frist und Drohungen: H\u00e4lt Trump den Druck auf Putin aufrecht?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">h\u00e4rteren Kurs gegen\u00fcber Russland<\/a> eingeschlagen. Der EU stellte er in Aussicht, neue harte US-Sanktionen zu verh\u00e4ngen, wenn diese vollst\u00e4ndig auf russische Energie verzichte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach einer k\u00fcrzlich <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/energie\/lng-gas-russland-eu-100.html\" title=\"Milliarden f\u00fcr Putins Kriegskasse durch Gasexport in die EU\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">von der Umweltschutzorganisation Greenpeace ver\u00f6ffentlichten Studie<\/a> wurden allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres noch etliche Milliarden Kubikmeter russischen Fl\u00fcssigerdgases (LNG) in die EU importiert. Deutlich zur\u00fcckgegangen sind demnach in den vergangenen Jahren nur die Lieferungen von Pipeline-Gas aus Russland.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als bedeutende LNG-Kunden Russlands in der EU nannte Greenpeace in der Untersuchung den franz\u00f6sischen \u00d6lkonzern Total, das bundeseigene deutsche Energieunternehmen Sefe sowie die spanische Naturgy. Durch ihre Fl\u00fcssigerdgas-K\u00e4ufe bescherten sie dem russischen Staat demnach in den vergangenen Jahren Gewinnsteuern in Milliardenh\u00f6he.<\/p>\n<p>    Zugang zu EU-Kapitalm\u00e4rkten soll erschwert werden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Neben den Ma\u00dfnahmen zum Fl\u00fcssigerdgas sieht das neue Sanktionspaket vor, weiteren Banken aus Russland und befreundeten L\u00e4ndern den Zugang zu den EU-Kapitalm\u00e4rkten zu verwehren und Transaktionen mit ihnen zu verbieten. Zudem soll verst\u00e4rkt gegen die Nutzung von Kryptow\u00e4hrungen vorgegangen werden, die auch zur Umgehung von bestehenden Sanktionen dienen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Handelsbereich soll es neue Exportverbote f\u00fcr G\u00fcter und Dienstleistungen geben, die von der russischen R\u00fcstungsindustrie genutzt werden k\u00f6nnen oder die russischen Industriekapazit\u00e4ten st\u00e4rken. Dazu geh\u00f6ren etwa bestimmte Chemikalien und Baumaterialien oder Dienstleistungen aus dem Bereich K\u00fcnstliche Intelligenz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zudem sind Handelsbeschr\u00e4nkungen gegen weitere Unternehmen aus L\u00e4ndern wie China und Indien vorgesehen, die mit Russland Gesch\u00e4fte betreiben. Im Kampf gegen die sogenannte russische Schattenflotte zur Umgehung von Energiesanktionen ist die Listung von Dutzenden weiteren Schiffen geplant. Sie werden k\u00fcnftig nicht mehr in H\u00e4fen von EU-Staaten einlaufen d\u00fcrfen und auch nicht mehr von europ\u00e4ischen Unternehmen versichert, finanziert oder ausger\u00fcstet werden d\u00fcrfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 23.10.2025 00:27 Uhr Die EU-Staaten haben sich auf versch\u00e4rfte Sanktionen gegen Russland verst\u00e4ndigt. 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