{"id":519319,"date":"2025-10-22T22:37:12","date_gmt":"2025-10-22T22:37:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/519319\/"},"modified":"2025-10-22T22:37:12","modified_gmt":"2025-10-22T22:37:12","slug":"1337-kriegstag-massiver-angriff-auf-ukraine-isw-bericht-ueber-amerikanische-und-russische-ziele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/519319\/","title":{"rendered":"1337. Kriegstag: Massiver Angriff auf Ukraine, ISW-Bericht \u00fcber amerikanische und russische Ziele"},"content":{"rendered":"<p><strong><strong>Massiver Angriff auf den ukrainischen Energiesektor<\/strong><\/strong><\/p>\n<p>In der Nacht zum 22. Oktober startete die Russische F\u00f6deration einen kombinierten Angriff auf kritische Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine mit Angriffsdrohnen, luftgest\u00fctzten Raketen und bodengest\u00fctzten Raketen. Insgesamt griff Moskau die Ukraine an: mit 405 Angriffs-Drohnen der Typen Shahed und Gerbera, davon etwa 250 Shaheds; mit 11 ballistische Raketen vom Typ Iskander-M\/KN-23; mit neun Iskander-K-Marschflugk\u00f6rpern; mit vier aero ballistischen Raketen vom Typ Ch-47M2 Kinschal und mit vier Lenkflugk\u00f6rpern Ch-59\/69.<\/p>\n<p>Nach Angaben des ukrainischen Milit\u00e4rs war das Hauptziel des russischen Angriffs die Region Kyjiw. Betroffen waren auch die Regionen Dnipropetrowsk, Saporischschja, Tschernihiw, Tscherkassy und Odessa. In der Hauptstadt war eine Reihe von Explosionen zu h\u00f6ren. Es gab Berichte \u00fcber herabfallende Tr\u00fcmmer und Br\u00e4nde in mehreren Stadtteilen. Zwei Menschen starben, Wohnhochh\u00e4user wurden besch\u00e4digt und es kam zu Notabschaltungen. An 26 Orten wurden direkte Treffer von zw\u00f6lf Raketen und 55 Drohnen registriert, an 19 Orten gingen Tr\u00fcmmer nieder. 17 Drohnen erreichten ihre Ziele nicht.\u00a0<\/p>\n<p>Die ukrainische Luftabwehr konnte zerst\u00f6ren: 333 feindliche Drohnen vom Typ Shahed, Gerbera (auch Drohnen anderer Typen); 8 Iskander-K-Marschflugk\u00f6rper; 6 ballistische Raketen vom Typ Iskander-M\/KN-23 und zwei Lenkflugk\u00f6rper Ch-59\/69.<\/p>\n<p>In der Region Kyjiw wurden durch den russischen Angriff im Bezirk Browary eine 1987 geborene junge Frau, ein sechs Monate altes Baby und ein zw\u00f6lfj\u00e4hriges M\u00e4dchen get\u00f6tet. Im Bezirk Browary wurde ferner ein 1987 geborener Mann durch Tr\u00fcmmer t\u00f6dlich verletzt. Auch in der Stadt Browary selbst wurde eine 83-j\u00e4hrige Frau verletzt. Rettungskr\u00e4fte zogen sie aus einem brennenden Haus.<\/p>\n<p><strong><strong>Bei einem Angriff auf einen Kindergarten in Charkiw starb eine Person<\/strong><\/strong><\/p>\n<p>In Charkiw hat die russische Armee einen privaten Kindergarten angegriffen, wonach ein Brand ausbrach. Dies gab B\u00fcrgermeister Ihor Terechow am 22. Oktober bekannt. Alle Kinder aus dem Kindergarten wurden evakuiert. Bei dem Angriff wurde eine Person get\u00f6tet. Am 22. Oktober waren in der Stadt drei Explosionen zu h\u00f6ren.\u00a0<\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj sagte am 22. Oktober, dass sieben Menschen verletzt worden seien und sie medizinische Hilfe erhalten w\u00fcrden. \u201cAlle Kinder wurden evakuiert und befinden sich in Notunterk\u00fcnften\u201d, schrieb Selenskyj und f\u00fcgte hinzu: \u201cEs gibt und kann keine Rechtfertigung f\u00fcr einen Drohnenangriff auf einen Kindergarten geben. Es ist offensichtlich, dass Russland immer unversch\u00e4mter wird. Diese Angriffe Russlands sind ein Schlag ins Gesicht all derer, die auf einer friedlichen L\u00f6sung bestehen\u201d, so das ukrainische Staatsoberhaupt.<\/p>\n<p><strong>ISW: US-Plan zur Beendigung des Krieges mit Moskaus Zielen unvereinbar ist<\/strong><\/p>\n<p>Neue Erkl\u00e4rungen des russischen Au\u00dfenministers Sergej Lawrow deuten darauf hin, dass die milit\u00e4rischen Ziele des Kremls nicht mit den Forderungen und Erwartungen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump nach einem sofortigen Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine vereinbar sind. Dies schreiben Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem aktuellen Bericht.<\/p>\n<p>Sie weisen auf die Erkl\u00e4rung des russischen Au\u00dfenministers Sergej Lawrow hin, der behauptete, Russland sei nicht bereit, einem sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine zuzustimmen, es sei denn, dieser f\u00fchre zu einer vollst\u00e4ndigen Kapitulation der Ukraine. Lawrow erkl\u00e4rte, Russland habe seine Position seit dem Gipfeltreffen in Alaska im August 2025 nicht ge\u00e4ndert. Moskau brauche keinen kurzfristigen Waffenstillstand, der \u201cnirgendwohin f\u00fchrt\u201d, sondern \u201ceinen langfristigen, stabilen Frieden\u201d. Auf die amerikanische Forderung nach einem sofortigen Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine reagierte der russische Minister mit der Feststellung, ein Waffenstillstand werde die sogenannten \u201cUrsachen\u201d des Konflikts nicht l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Das ISW betont, Lawrows Aussagen unterstreichen den Wunsch des Kremls, seine urspr\u00fcnglichen milit\u00e4rischen Ziele trotz der US-Forderungen nach einem sofortigen Kriegsende zu erreichen. Der russische Diktator Wladimir Putin und hochrangige Kreml-Vertreter haben wiederholt erkl\u00e4rt, Russland werde einem Waffenstillstand erst zustimmen, wenn die Ukraine und der Westen Moskaus Forderungen nach Neutralit\u00e4t der Ukraine, der Absetzung der legitimen Regierung in der Ukraine, der Einsetzung einer prorussischen Regierung und der Aufgabe der NATO-Politik der offenen T\u00fcr und ihrer Expansion nachkommen. Daher seien Lawrows Aussagen \u201ceine Fortsetzung der Versuche des Kremls, US-Pr\u00e4sident Donald Trump zu signalisieren, dass seine Forderungen nach einem sofortigen Kriegsende mit Russlands milit\u00e4rischen Zielen unvereinbar sind\u201d, so das ISW.<\/p>\n<p>Die Experten betonen au\u00dferdem, dass Russlands anhaltende und immer st\u00e4rker werdende weitreichende Angriffe gegen die Ukraine \u2013 darunter auch Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur \u2013 nur ein Indikator f\u00fcr das Desinteresse des Kremls an Frieden sei.<\/p>\n<p>Das ISW erinnert an Informationen von Bloomberg von Anfang Oktober, denen zufolge russische Angriffe rund 60 Prozent der Erdgasproduktion in der Ukraine zerst\u00f6rt h\u00e4tten, was die Ukraine im Winter 2025 voraussichtlich dazu zwingen werde, 1,9 Milliarden Euro f\u00fcr Brennstoffimporte auszugeben. Das ISW erinnert au\u00dferdem daran, dass Russland seit 2022 kontinuierlich eine Reihe verst\u00e4rkter Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur durchf\u00fchrt, was laut Analysten des Instituts ein Versuch Russlands ist, die Energiesicherheit und das industrielle Potenzial der Ukraine zu verschlechtern und die ukrainische Bev\u00f6lkerung zu demoralisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Massiver Angriff auf den ukrainischen Energiesektor In der Nacht zum 22. 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