{"id":52013,"date":"2025-04-22T11:47:09","date_gmt":"2025-04-22T11:47:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/52013\/"},"modified":"2025-04-22T11:47:09","modified_gmt":"2025-04-22T11:47:09","slug":"keine-nachteile-fuer-frauen-bei-akutversorgung-von-schlaganfaellen-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/52013\/","title":{"rendered":"Keine Nachteile f\u00fcr Frauen bei Akutversorgung von Schlaganf\u00e4llen in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" class=\"articleimage lazy-load\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/schlaganfall-stroke.webp.webp\" alt=\"Schlaganfall Stroke\" title=\"Schlaganfall Stroke\"\/> <\/p>\n<p>Geschlechtsunterschiede in der Schlaganfallversorgung?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/schlaganfall\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schlaganf\u00e4lle<\/a> sind weltweit eine der h\u00e4ufigsten Ursachen f\u00fcr Morbidit\u00e4t und Mortalit\u00e4t. Studien zeigen, dass soziale, geografische und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Versorgung bestehen k\u00f6nnen. Insbesondere wurde diskutiert, ob Frauen seltener eine intraven\u00f6se Thrombolyse (IVT) oder mechanische Thrombektomie (MTE) erhalten.<\/p>\n<p>Studie untersucht m\u00f6gliche Nachteile von Frauen bei akuter Schlaganfallversorgung<\/p>\n<p>Die vorliegende Studie untersuchte, ob es in Deutschland geschlechtsspezifische Unterschiede beim Zugang zu Akuttherapien f\u00fcr Schlaganfallpatienten gibt. Dazu wurden nationale Krankenhausdaten aus dem Zeitraum 2017 bis 2022 analysiert. Die retrospektive Kohortenstudie umfasste 1,3 Millionen station\u00e4r behandelte Schlaganfallpatienten und ber\u00fccksichtigte Faktoren wie IVT- und MTE-Raten, Behandlung auf Stroke Units (SU), Mortalit\u00e4t und das Vorliegen von <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/vorhofflimmern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorhofflimmern<\/a> (AF).<\/p>\n<p>Vergleich der Behandlungsraten zwischen Frauen und M\u00e4nnern<\/p>\n<p>Die Gesamtzahl der hospitalisierten Schlaganfallpatienten lag bei 1.323.420, davon waren 47\u00a0% Frauen. Weiterhin zeigten die Analysen folgende Ergebnisse:<\/p>\n<ul>\n<li>Die IVT-Raten waren f\u00fcr beide Geschlechter identisch (16,3\u00a0%).<\/li>\n<li>Frauen hatten eine h\u00f6here MTE-Rate (8,2\u00a0% vs. 6,3\u00a0% bei M\u00e4nnern), unabh\u00e4ngig von Altersanpassungen.<\/li>\n<li>Frauen wurden seltener auf Stroke Units behandelt (73,6\u00a0% vs. 76,0\u00a0% bei M\u00e4nnern).<\/li>\n<li>Die intrahospitale Mortalit\u00e4tsrate war bei Frauen h\u00f6her (9,1\u00a0% vs. 6,2\u00a0% bei M\u00e4nnern).<\/li>\n<li>Vorhofflimmern trat bei Frauen h\u00e4ufiger auf (32,6\u00a0% vs. 25,4\u00a0%), was mit einer h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit f\u00fcr embolische Schlaganf\u00e4lle korrelierte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Stroke Units als ein Faktor f\u00fcr gute Schlaganfallversorgung bei M\u00e4nnern und Frauen in Deutschland<\/p>\n<p>Die Studie zeigt, dass Frauen in Deutschland keinen Nachteil bei der Akutversorgung von Schlaganf\u00e4llen haben. Experten der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Neurologie (DGN) vermuten, dass hier vor allem die exzellente Akutversorgung von Schlaganf\u00e4llen durch Stroke Units in Deutschland verantwortlich ist. Tats\u00e4chlich war die MTE-Rate bei Frauen sogar h\u00f6her als bei M\u00e4nnern, was mit der h\u00f6heren Pr\u00e4valenz von Vorhofflimmern und der damit verbundenen embolischen Schlaganf\u00e4lle zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Weitere Studien zu unterschiedlichen Mortalit\u00e4tsraten zwischen M\u00e4nnern und Frauen notwendig<\/p>\n<p>Die h\u00f6here intrahospitale Mortalit\u00e4tsrate bei Frauen kann durch das h\u00f6here Durchschnittsalter und eine h\u00f6here Komorbidit\u00e4tslast erkl\u00e4rt werden. Dennoch blieben Unterschiede auch nach Anpassung an Alter und Vorhofflimmern bestehen, was weitere Forschungen erforderlich macht.<\/p>\n<p>Fazit: Keine Nachteile f\u00fcr Frauen bei Zugang zu Akuttherapien beim Schlaganfall<\/p>\n<p>In einer <a href=\"https:\/\/dgn.org\/artikel\/keine-benachteiligung-von-frauen-bei-der-akuten-schlaganfallversorgung-in-deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pressemeldung<\/a> der DGN fasst Prof. Dr. Peter Berlit, Generalsekret\u00e4r der DGN, die Studienergebnisse zusammen: \u201eDie aktuelle Studie belegt, dass es in Deutschland keine Benachteiligung von Frauen gibt, wenn es um den Zugang zur akuten Schlaganfalltherapie geht. Allerdings m\u00fcssen wir das h\u00f6here Risiko von embolischen Gro\u00dfgef\u00e4\u00dfverschl\u00fcssen bei Vorhofflimmern bei Frauen adressieren.\u201c Langfristige Follow-up-Studien k\u00f6nnten hier wertvolle Erkenntnisse liefern, um die Schlaganfallversorgung weiter zu optimieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Geschlechtsunterschiede in der Schlaganfallversorgung? Schlaganf\u00e4lle sind weltweit eine der h\u00e4ufigsten Ursachen f\u00fcr Morbidit\u00e4t und Mortalit\u00e4t. 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