{"id":520724,"date":"2025-10-23T12:02:11","date_gmt":"2025-10-23T12:02:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/520724\/"},"modified":"2025-10-23T12:02:11","modified_gmt":"2025-10-23T12:02:11","slug":"ukraine-ticker-moskau-droht-der-eu-mit-schmerzhafter-reaktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/520724\/","title":{"rendered":"Ukraine-Ticker: Moskau droht der EU mit &#8222;schmerzhafter Reaktion&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>&#13;12.51 Uhr: Experte &#8211; Wirkung der US-Sanktionen entscheidet sich in Indien und China<\/p>\n<p>Die Wirksamkeit der US-Sanktionen gegen die russischen \u00d6lkonzerne Rosneft und Lukoil h\u00e4ngt nach Einsch\u00e4tzung des Wissenschaftlers Janis Kluge von der Durchsetzung bei den \u00d6limporteuren Indien und China ab. Politisch sei es ein gro\u00dfer Schritt, dass Pr\u00e4sident Donald Trump erstmals Strafma\u00dfnahmen gegen Russland verh\u00e4ngt habe, sagte der Experte von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Die Beziehung zwischen Trump und Kremlchef Wladimir Putin trete damit in eine neue Phase. &#8222;Es ist vorbei, dass Putins Verhalten keine Konsequenzen hat&#8220;, sagte Kluge der DPA.&#13;<\/p>\n<p>Durch die Ma\u00dfnahmen gerate der Export russischen \u00d6ls weiter unter Druck, sagte Kluge: &#8222;Die K\u00e4ufer m\u00fcssen entscheiden, ob sie weiter \u00d6l bei diesen Unternehmen kaufen.&#8220; Allerdings sei bei den russischen Firmen, die im Januar noch von US-Pr\u00e4sident Joe Biden sanktioniert wurden, der Export nicht sp\u00fcrbar gesunken.&#13; Zu erwarten sei aber, dass Rosneft und Lukoil nun h\u00f6here Rabatte gew\u00e4hren m\u00fcssen: &#8222;Die Marge sinkt&#8220;. Indische und chinesische Importeure und Banken m\u00fcssten das Risiko absch\u00e4tzen, selbst von US-Sanktionen getroffen zu werden.&#13;<\/p>\n<p>12.40 Uhr: US-Sanktionspl\u00e4ne treiben \u00d6lpreis nach oben<\/p>\n<p>Nach der Sanktionsank\u00fcndigung der USA gegen russische \u00d6lkonzerne haben die \u00d6lpreise deutlich angezogen. In London legte am Vormittag der Kurs f\u00fcr ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember um rund f\u00fcnf Prozent auf 65,67 Dollar (knapp 57 Euro) zu. Der Preis f\u00fcr ein Barrel der US-Sorte WTI schnellte ebenfalls um gut f\u00fcnf Prozent auf 61,46 Dollar in die H\u00f6he.&#13;<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Die USA hatten am Mittwoch Sanktionen gegen die gr\u00f6\u00dften russischen \u00d6lkonzerne Rosneft und Lukoil angek\u00fcndigt. Als Grund nannte Finanzminister Bessent die Weigerung von Pr\u00e4sident Putin, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Nach Angaben von UBS-Analyst Giovanni Staunovo stehen Rosneft und Lukoil zusammen f\u00fcr &#8222;etwa 50 bis 55 Prozent&#8220; der gesamten russischen Roh\u00f6lproduktion. Die US-Sanktionen w\u00fcrden nun voraussichtlich &#8222;negative Auswirkungen auf die russischen Roh\u00f6lexporte nach Indien und in die T\u00fcrkei haben&#8220;, erl\u00e4uterte Analyst Jorge Leon von Rystad Energy.&#13;<\/p>\n<p>12.32 Uhr: Neun Verletzte bei Luftangriff auf Kiew<\/p>\n<p>Bei dem j\u00fcngsten russischen Drohnenangriff auf Kiew&#13; sind nach neuen Beh\u00f6rdenangaben neun Menschen verletzt worden. In der&#13; gesamten Hauptstadt seien Geb\u00e4ude besch\u00e4digt worden, sagte der&#13; Chef der Kiewer Milit\u00e4rverwaltung, Tymur Tkatschenko. Zwei&#13; Wohnh\u00e4user seien direkt getroffen worden. Es ist die zweite&#13; Nacht in Folge, dass Kiew unter Beschuss lag. Das ukrainische&#13; Milit\u00e4r teilte mit, beim neuen russischen Angriff seien&#13; insgesamt 130 Drohnen eingesetzt worden. 92 von ihnen seien&#13; abgeschossen worden.&#13;<\/p>\n<p>12.04 Uhr: EU-Sanktionen schlie\u00dfen auch chinesische Raffinerien ein<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union hat im Rahmen ihres&#13; 19. Sanktionspaket gegen Russland auch Ma\u00dfnahmen gegen zwei wichtige&#13; chinesische Raffinerien verh\u00e4ngt. Es handelt sich um&#13; Liaoyang Petrochemical und Shandong Yulong Petrochemical, wie&#13; aus dem Amtsblatt der EU hervorgeht. Sie haben&#13; eine Gesamtkapazit\u00e4t von 600.000 Barrel pro Tag (bpd). Zudem&#13; wurde Chinaoil Hong Kong, ein Handelszweig von PetroChina, auf&#13; die Sanktionsliste gesetzt. Die EU erkl\u00e4rte, die drei Unternehmen&#13; seien bedeutende Abnehmer russischen Roh\u00f6ls und stellten daher&#13; eine &#8222;erhebliche Einnahmequelle&#8220; f\u00fcr die F\u00fchrung in Moskau dar.&#13;<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den G7-Staaten versucht die EU, Russlands Mittel&#13; zur Finanzierung seines Krieges in der Ukraine weiter zu&#13; verringern, indem sie die Einnahmen aus der \u00d6l- und Gasf\u00f6rderung&#13; eind\u00e4mmt. Shandong Yulong ist Chinas neueste Raffinerie mit&#13; einer Kapazit\u00e4t von 400.000 bpd und einer der gr\u00f6\u00dften russischen&#13; \u00d6lkunden des Landes. Die EU verh\u00e4ngt au\u00dferdem Sanktionen gegen&#13; die chinesische Tianjin Xishanfusheng International Trading Co.,&#13; die nach ihrer Darstellung eine bedeutende Rolle bei den&#13; Bem\u00fchungen Russlands spielte, die Sanktionen zu umgehen.&#13;<\/p>\n<p>11.53 Uhr: Unternehmerverband warnt vor Zugriff auf russisches Verm\u00f6gen<\/p>\n<p>Gegen die EU-Pl\u00e4ne, eingefrorenes russisches Verm\u00f6gen zur Finanzierung der Ukraine zu nutzen, regt sich Kritik in deutschen Unternehmerkreisen. Ein solcher Schritt werde teure Folgen speziell f\u00fcr Deutschland haben, warnte der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, Matthias Schepp. &#8222;Deutschland hat wie kein anderes Land in Russland investiert. Es hat deshalb bei der geplanten Nutzbarmachung russischer Zentralbankgelder f\u00fcr Waffenk\u00e4ufe zugunsten der Ukraine am meisten zu verlieren&#8220;, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zusammengerechnet sei Verm\u00f6gen von \u00fcber 100 Milliarden Euro in Gefahr, so Schepp.<\/p>\n<p>Dabei gehe es um den Wert deutscher Fabriken und Ladenketten. Betroffen seien aber auch Unternehmen in den Bereichen Energie, Pharma und Haushaltsger\u00e4te, die Moskau unter Fremdverwaltung gestellt habe, oder Geld, das Russland seinerseits auf Konten eingefroren habe.\u00a0Tats\u00e4chlich hat Russland beispielsweise die Kontrolle \u00fcber die russischen Tochtergesellschaften der deutschen Energiefirmen Uniper und Wintershall \u00fcbernommen. Moskau stellte dies als Reaktion auf die Treuhandverwaltung etwa der zu Rosneft geh\u00f6renden Raffinerien in Deutschland dar.<\/p>\n<p>11.16 Uhr: Moskau droht der EU mit &#8222;schmerzhafter Reaktion&#8220;<\/p>\n<p>Russland hat der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr den Fall einer &#8222;direkten Konfiszierung&#8220; seines eingefrorenen Verm\u00f6gens gedroht. Jede Ma\u00dfnahme der EU zur Beschlagnahmung russischer Verm\u00f6genswerte auf Euroclear-Konten werde eine &#8222;schmerzhafte Reaktion&#8220; Russlands nach sich ziehen, sagt die Sprecherin des Au\u00dfenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa. Entsprechende Pl\u00e4ne berate die EU gerade, sagte sie mit Blick auf den EU-Gipfel, auf dem dar\u00fcber gesprochen wird, Ertr\u00e4ge aus eingefrorenem russischen Verm\u00f6gen f\u00fcr einen 140 Milliarden Euro schweren Kredit an die Ukraine zu verwenden. &#8222;Das ist Diebstahl&#8220;, erkl\u00e4rte Sacharowa. Die EU habe daf\u00fcr keine rechtliche Handhabe.<\/p>\n<p>11.01 Uhr: Atomkraftwerk Saporischschja wieder mit Strom versorgt<\/p>\n<p>Eine der beiden Stromleitungen zum russisch besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja ist repariert worden. Dies best\u00e4tigte die ukrainische Energieministerin Switlana Hryntschuk im staatlichen Nachrichtenfernsehen. Der in der Besatzungszeit zehnte Blackout habe damit genau einen Monat gedauert. Repariert worden sei eine 750-Kilowatt-Leitung. Die Reparatur der zweiten 330-Kilowatt-Leitung dauere noch an. Hryntschuk erneuerte dabei den Vorwurf an die russische Seite, dass diese systematisch die Stromleitungen zum AKW beschie\u00dfe, um die Verbindung zum ukrainischen Stromnetz zu kappen.\u00a0Die K\u00fchlung des abgeschalteten Atomkraftwerks Saporischschja in der S\u00fcdostukraine hing einen Monat nur von Dieselgeneratoren ab.<\/p>\n<p>10.49 Uhr: Belgien hat Bedenken gegen Mobilisierung russischer Guthaben f\u00fcr Kiew<\/p>\n<p>Der belgische Ministerpr\u00e4sident Bart De Wever besteht auf EU-Garantien bei der Verwendung des in der EU eingefrorenen Staatsverm\u00f6gens f\u00fcr die Ukraine. Wenn die EU der Ukraine die gr\u00f6\u00dftenteils in Belgien liegenden etwa 194 Milliarden Euro f\u00fcr ihre Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg zur Verf\u00fcgung stellen wolle, m\u00fcsse sie das gemeinsam tun, forderte De Wever vor dem EU-Gipfel am Donnerstag. &#8222;Falls nicht, k\u00f6nnte die russische Vergeltung nur Belgien treffen. Das ist nicht sehr vern\u00fcnftig&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>10.41 Uhr: Mindestens ein Toter bei n\u00e4chtlichen russischen Angriffen in der Ukraine<\/p>\n<p>Bei n\u00e4chtlichen russischen Angriffen auf die Ukraine ist nach ukrainischen Angaben ein Rettungshelfer get\u00f6tet worden. Der Mann sei bei dem Versuch get\u00f6tet worden, ein Feuer in einem Dorf in der ostkukrainischen Region Charkiw zu l\u00f6schen, erkl\u00e4rten die Rettungsdienste. F\u00fcnf weitere Menschen wurden demnach verletzt. In Kiew teilten die Beh\u00f6rden mit, dass bei russischen Angriffen auf die Hauptstadt acht Menschen verletzt worden seien. Das ukrainische Au\u00dfenministerium erkl\u00e4rte, dass bei dem Angriff auf drei Kiewer Stadtteile auch eine Synagoge besch\u00e4digt worden sei.<\/p>\n<p>10.38 Uhr: Medwedew &#8211; Trump ist &#8222;auf dem Kriegspfad&#8220; mit Russland<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump ist nach den Worten des russischen Spitzenpolitikers Dmitri Mewedew &#8222;auf dem Kriegspfad&#8220; mit Russland. Dies zeigten Trumps Entscheidungen, das Gipfeltreffen mit dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin abzusagen und Sanktionen gegen russische \u00d6l-Konzerne zu verh\u00e4ngen, sagt Medwedew. Er ist ein enger Vertrauter Putins und dessen Stellvertreter an der Spitze des wichtigen nationalen Sicherheitsrates. &#8222;Die USA sind unser Feind, und ihr redseliger &#8218;Friedensstifter&#8216; hat sich nun vollst\u00e4ndig auf den Kriegspfad mit Russland begeben&#8220;, schreibt Medwedew auf Telegram mit Blick auf Trump. &#8222;Die getroffenen Entscheidungen sind ein Kriegsakt gegen Russland. Und jetzt hat sich Trump voll und ganz auf die Seite des verr\u00fcckten Europas gestellt.&#8220;<\/p>\n<p>10.15 Uhr: Russland nennt US-Sanktionen &#8222;kontraproduktiv&#8220;<\/p>\n<p>Russland hat die neuen US-Sanktionen gegen die russischen \u00d6lkonzerne Rosneft und Lukoil scharf verurteilt. &#8222;Wir halten diesen Schritt f\u00fcr v\u00f6llig kontraproduktiv&#8220;, sagte die Sprecherin des russischen Au\u00dfenministeriums, Maria Sacharowa, vor Journalisten. Russland habe &#8222;eine starke Immunit\u00e4t gegen westliche Restriktionen entwickelt&#8220;, f\u00fcgte sie hinzu. Russland werde sein wirtschaftliches Potenzial, &#8222;auch im Energiebereich, weiterhin selbstbewusst ausbauen&#8220;. Wenn die USA dem Beispiel fr\u00fcherer US-Regierungen folgen, werde das ein Misserfolg sein, so Sacharowa. Die russischen Ziele in der Ukraine blieben unver\u00e4ndert und die Ursachen des Konflikts m\u00fcssten gel\u00f6st werden, sagte Sacharowa: &#8222;Dies ist ein Ausgangspunkt f\u00fcr den Dialog mit uns.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13;12.51 Uhr: Experte &#8211; Wirkung der US-Sanktionen entscheidet sich in Indien und China Die Wirksamkeit der US-Sanktionen gegen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":520725,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,307,4030,12,10,8,9,11,317,103,306,107,104],"class_list":{"0":"post-520724","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-russland","12":"tag-russland-ukraine-krieg","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews","18":"tag-ukraine","19":"tag-welt","20":"tag-wladimir-putin","21":"tag-wolodymyr-selenskyj","22":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115423382856778804","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/520724","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=520724"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/520724\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/520725"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=520724"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=520724"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=520724"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}