{"id":521022,"date":"2025-10-23T14:53:19","date_gmt":"2025-10-23T14:53:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521022\/"},"modified":"2025-10-23T14:53:19","modified_gmt":"2025-10-23T14:53:19","slug":"airbus-thales-und-leonardo-formen-europaeischen-satelliten-konzern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521022\/","title":{"rendered":"Airbus, Thales und Leonardo formen europ\u00e4ischen Satelliten-Konzern"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/airbus-loop-100.jpg\" alt=\"Mehrzweck-Orbitalmodul Airbus LOOP\" title=\"Mehrzweck-Orbitalmodul Airbus LOOP | picture alliance \/ Cover Images\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 23.10.2025 14:14 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Konzerne Airbus, Leonardo und Thales wollen ihre Raumfahrtsparten in einem Unternehmen b\u00fcndeln. Das soll die Autonomie Europas bei der Infrastruktur st\u00e4rken &#8211; mit Blick auf die Konkurrenz aus China und den USA.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit einem gro\u00dfen europ\u00e4ischen Satellitenkonzern wollen sich die drei Hersteller Airbus, Thales und Leonardo von dem US-Konkurrenten Starlink von Elon Musk nicht mehr abh\u00e4ngen lassen. Nach fast zwei Jahre andauernden Verhandlungen haben sich die drei Partner aus Frankreich und Italien auf eine Grundsatzvereinbarung (Memorandum of Understanding) geeinigt, ihre verlustreichen Satellitensparten und Tochtergesellschaften bis 2027 zusammenzulegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die B\u00fcndelung der Gesch\u00e4fte mit Satelliten und Raumfahrtsystemen solle die Autonomie Europas rund um wichtige Infrastruktur wie Telekommunikation, Navigation, Erdbeobachtung, Wissenschaft und nationale Sicherheit st\u00e4rken. Die einstigen Pioniere der Branche haben ihre Vorherrschaft l\u00e4ngst eingeb\u00fc\u00dft, weil Musks SpaceX, aber auch chinesische Anbieter Satelliten, inzwischen g\u00fcnstiger in die Erdumlaufbahn schie\u00dfen.<\/p>\n<p>    Europa &#8222;st\u00e4rker und wettbewerbsf\u00e4higer&#8220; machen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die drei Vorstandschefs von Airbus, Thales und Leonardo, Guillaume Faury, Patrice Caine und Roberto Cingolani, sprachen von einem &#8222;wichtigen Meilenstein f\u00fcr die europ\u00e4ische Raumfahrtindustrie&#8220;. Es gehe darum, Europa &#8222;auf dem zunehmend dynamischen globalen Raumfahrtmarkt st\u00e4rker und wettbewerbsf\u00e4higer zu machen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das fusionierte noch namenlose Unternehmen, das 2027 den Betrieb aufnehmen soll, kommt mit 25.000 Mitarbeitenden auf einen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Euro. In den Verhandlungen war es als &#8222;Project Bromo&#8220; bezeichnet worden. Konkret werden Thales Alenia Space und Telespazio &#8211; zwei Joint Ventures der R\u00fcstungskonzerne Thales und Leonardo &#8211; mit zwei Airbus-T\u00f6chtern und dem Rest der Satellitengesch\u00e4fte von Leonardo und Thales unter einer gemeinsamen Holding geb\u00fcndelt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Airbus wird den Angaben zufolge zun\u00e4chst 35 Prozent der Anteile halten, die beiden Partner je 32,5 Prozent. Mit Ausgleichszahlungen sollen es am Ende 33,3 Prozent sein. Die F\u00fchrung des Satellitenkonzerns sollen sich die drei Partner &#8222;ausgewogen&#8220; teilen. Eine regelm\u00e4\u00dfige Rotation an der Spitze, um alle drei zu ber\u00fccksichtigen, sei nicht geplant, sagte ein Airbus-Manager. Sitz soll Toulouse sein, die Produktionsstandorte verteilen sich auf Frankreich, Deutschland, Italien und Gro\u00dfbritannien.<\/p>\n<p>    Gespr\u00e4che mit Regierungen, Gewerkschaften und der EU-Kommission<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die vorliegenden Auftr\u00e4ge reichten aus, um das neue Unternehmen drei Jahre auszulasten, hie\u00df es in der Mitteilung. Bis 2027 soll der Umsatz auf rund acht Milliarden Euro wachsen. Innerhalb von f\u00fcnf Jahren lasse sich der operative Gewinn durch Synergieeffekte um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag verbessern, teilten die Partner mit. Das Unternehmen werde vom ersten Tag an profitabel sein &#8211; auch dank des Stellenabbaus im Satellitengesch\u00e4ft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ziel sei, &#8222;einen einheitlichen, integrierten und resilienten europ\u00e4ischen Akteur im Raumfahrtsektor zu schaffen, der \u00fcber die erforderliche kritische Masse verf\u00fcgt, um im globalen Wettbewerb zu bestehen und auf Exportm\u00e4rkten zu wachsen&#8220;, erkl\u00e4rten sie weiter. Auch Frankreichs Finanzminister Roland Lescure sagte, der Zusammenschluss st\u00e4rke die europ\u00e4ische Souver\u00e4nit\u00e4t in einem intensiven globalen Wettbewerb.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vorbild f\u00fcr die Struktur ist das 2001 gegr\u00fcndete Raketen-Joint-Venture MBDA, an dem Airbus, Leonardo und die britische BAE Systems beteiligt sind. Die aktuellen Verhandlungen hatten sich hingezogen, weil sich die Unternehmen \u00fcber die Bewertung und die F\u00fchrungsebene lange nicht einig geworden waren. Vor der offiziellen Gr\u00fcndung des Gemeinschaftsunternehmens stehen ihnen nun langwierige Gespr\u00e4che mit Regierungen, Gewerkschaften und der EU-Kommission bevor, die vergleichbare Initiativen in der Vergangenheit mit Blick auf den Wettbewerb unterbunden hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 23.10.2025 14:14 Uhr Die Konzerne Airbus, Leonardo und Thales wollen ihre Raumfahrtsparten in einem Unternehmen b\u00fcndeln. 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