{"id":521073,"date":"2025-10-23T15:21:13","date_gmt":"2025-10-23T15:21:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521073\/"},"modified":"2025-10-23T15:21:13","modified_gmt":"2025-10-23T15:21:13","slug":"frankreich-radtour-sieben-etappen-mit-reichlich-trinkpausen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521073\/","title":{"rendered":"Frankreich Radtour: Sieben Etappen mit reichlich Trinkpausen"},"content":{"rendered":"<p>Radeln und degustieren: Das l\u00e4sst sich im Nachbarland perfekt miteinander kombinieren. Unser Autor hat es probiert, auf einer Tour vom P\u00e9rigord im Westen quer durchs Land bis ins Burgund. Sieben Etappen mit reichlich Trinkpausen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Ohne Flei\u00df kein preisgekr\u00f6nter <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/wein\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/wein\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wein<\/a>. Die ersten zehn Kilometer am Dordogne-Fluss sind eine Spazierfahrt, bis die Route vom Ufer abzweigt und durch Weinberge f\u00fchrt. Es geht nie steil nach oben, daf\u00fcr stetig rauf und runter, gut 30 Kilometer lang. Ganz sch\u00f6n sportlich, nach jeder Kuppe komme ich ins Schwitzen, Durst habe ich auch. W\u00e4hrend ich von einem eiskalten Getr\u00e4nk fantasiere, taucht pl\u00f6tzlich ein Schild mit dem Namen Ch\u00e2teau de Fayolle auf. Voil\u00e0, endlich da.\u00a0<\/p>\n<p>Das Ch\u00e2teau ist eines von vielen Anwesen, die sich entlang der Dordogne \u00fcber den Weinparzellen erheben, weshalb die Region Dordogne-P\u00e9rigord im S\u00fcdwesten <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/frankreich-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/frankreich-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankreichs<\/a> auch \u201eLand der 1000 Schl\u00f6sser\u201c genannt wird. F\u00fcr mich ist es die erste Station einer Tour, auf der ich nach Antworten suche. Wie gut passen Frankreich, Wein und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/fahrradtouren\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/fahrradtouren\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fahrrad<\/a> zusammen? Welche Landschaften verbergen sich hinter wohlklingenden Weinen wie Sancerre oder Chablis?<\/p>\n<p>Bei der Weinprobe gilt: Ein Gl\u00e4schen in Ehren, sonst das Rad schieben. Noch bis in die 1960er-Jahre genehmigten sich die Fahrer der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/tour-de-france\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/tour-de-france\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tour de France<\/a> ein paar Gl\u00e4ser Wein und fuhren danach viele Kilometer weiter. Heute gilt in Frankreich auch f\u00fcr Radler die 0,5-Promillegrenze.<\/p>\n<p>Von den Kampfradlern, die unter 120 Kilometer Tagespensum gar nicht erst in die Klickpedale treten, bin ich weit entfernt. Im Gegensatz zu den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/iconist\/fitness\/article208011501\/Rennrad-Fahrradhose-und-Trikot-als-Mode-Statement.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/iconist\/fitness\/article208011501\/Rennrad-Fahrradhose-und-Trikot-als-Mode-Statement.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rennmaschinen<\/a> der Profis ist mein Rad ein mit Satteltaschen beladener Packesel, geritten von einem Fahrer, der tausend H\u00f6henmeter pro Tag scheut. <\/p>\n<p>Meine Tour de Vin soll mich quer durch Frankreich f\u00fchren, von der Dordogne \u00fcber die Loire bis in die Bourgogne im Osten. Der Plan: etappenweise durch die Weinregionen, auch mal abgek\u00fcrzt durch Zugfahrten.\u00a0<\/p>\n<p>Auf Schl\u00f6ssertour im P\u00e9rigord bei Bergerac<\/p>\n<p>Auf der Etappe zwischen Saint-Terre \u00f6stlich von Bordeaux und Bergerac finde ich im Ch\u00e2teau de Fayolle alles, was einen Abstecher ins P\u00e9rigord reizvoll macht: eine herrschaftliche Anlage mit Wehrturm, Kapelle, Weinkeller und einen offenherzigen amerikanischen Gastgeber, der das Gut vor sieben Jahren mit seiner Frau \u00fcbernahm.<\/p>\n<p>\u201eEs ist bis heute ein Abenteuer\u201c, sagt Frank Campbell, \u201edu fragst dich jedes Mal: \u201aWie wird das Wetter in diesem Jahr?\u2018\u201c Zuletzt kann es nicht so schlecht gewesen sein, denn der trockene Sauvignon Blanc (\u201eBergerac Blanc Sec\u201c) schmeckt ausgewogen und hat eine angenehme Frucht.\u00a0Ein paar H\u00e4ppchen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/iconist\/essen-und-trinken\/article248791152\/Kaese-Was-macht-guten-Kaese-aus-und-gibt-es-den-im-Supermarkt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/iconist\/essen-und-trinken\/article248791152\/Kaese-Was-macht-guten-Kaese-aus-und-gibt-es-den-im-Supermarkt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00e4se<\/a> und Pastete, dann geht es weiter.<\/p>\n<p>Von einer belebenden Wirkung des <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/wein\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/wein\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Weins<\/a> sp\u00fcre ich \u2013 nichts. Liegt es vielleicht an der schwachen Dosis? Mit h\u00e4ngender Zunge erreiche ich am fr\u00fchen Abend die Kleinstadt Bergerac, die sich auf beiden Ufern der Dordogne verteilt. Bekannt wurde sie durch die Romanfigur Cyrano, die sich f\u00fcr ihre lange Nase sch\u00e4mte und der Angebeteten unter anderem Namen Liebesbriefe schrieb. Heute bildet die Altstadt mit ihren Fachwerkh\u00e4usern eine ideale Kulisse f\u00fcr seine lebensgro\u00dfe Statue.\u00a0<\/p>\n<p>Doppelte Dosis bis nach Sarlat-la-Can\u00e9da<\/p>\n<p>Am Hafen liegt der \u201eQuai Cyrano\u201c, eine ehemalige Klosteranlage, in der man mehr als 120 Weine aus der Region kennenlernen kann. Besonders beliebt ist der vollmundige <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/iconist\/essen-und-trinken\/plus249183710\/Guenstige-Rotweine-Empfehlungen-fuer-den-taeglichen-Bedarf.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/iconist\/essen-und-trinken\/plus249183710\/Guenstige-Rotweine-Empfehlungen-fuer-den-taeglichen-Bedarf.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rotwein<\/a> P\u00e9charment. Damit st\u00e4rke ich mich vor der zweiten Etappe \u2013 und erh\u00f6he die Dosis auf zwei Gl\u00e4ser. Auf den ersten Kilometern l\u00e4sst mich der Wein von einer entspannten Etappe tr\u00e4umen, doch der Kater macht sich schon auf halber Strecke bemerkbar.<\/p>\n<p>War das Ganze vielleicht doch eine Schnapsidee? Oder brauche ich mehr?<\/p>\n<p>Leider findet sich keine ge\u00f6ffnete Bar auf dem Weg nach Sarlat-la-Can\u00e9da im \u00f6stlichen Teil der Region, die man wegen der schwarzen Tr\u00fcffel P\u00e9rigord Noir nennt. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/iconist\/essen-und-trinken\/article235826220\/Trueffel-aus-Schweden-Sonderbare-Kult-um-den-Edelpilz-aus-Gotland.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/iconist\/essen-und-trinken\/article235826220\/Trueffel-aus-Schweden-Sonderbare-Kult-um-den-Edelpilz-aus-Gotland.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tr\u00fcffel<\/a> gibt es nur im Winter, daf\u00fcr stapeln sich in den Schaufenstern reihenweise Dosen mit Entenconfit und G\u00e4nsestopfleber.\u00a0<\/p>\n<p>Vez\u00e8re: H\u00f6hlenmalereien, Dinos und ein guter Wein\u00a0<\/p>\n<p>Tags darauf f\u00fchrt die Route \u00fcber Les Eyzies durch das idyllische Tal des Flusses V\u00e9z\u00e8re, vorbei an m\u00e4chtigen Felsw\u00e4nden und Schildern, die auf nahegelegene H\u00f6hlen und einen Dinosaurierpark hinweisen. Mein Blick streift die steilen W\u00e4nde von La Roque Saint-Christophe, der mit 100 Einheiten angeblich gr\u00f6\u00dfte H\u00f6hlenwohnungskomplex Europas.<\/p>\n<p>Auch den Wegweiser in Richtung Lascaux mit den ber\u00fchmten H\u00f6hlenmalereien und Fossilien lasse ich rechts liegen und folge im stoischen Tretrhythmus einer Landstra\u00dfe. In Saint-Leon-du-V\u00e9z\u00e8re, eines der sch\u00f6nsten D\u00f6rfer Frankreichs, st\u00e4rke ich mich mit einem Salade ni\u00e7oise mit Thunfisch und einigen Gl\u00e4schen Sauvignon Blanc vom Ch\u00e2teau des Miadoux. Der schmeckt so frisch und fruchtig, dass mein Konsum bald in Richtung Druckbetankung tendiert.<\/p>\n<p>Ziemlich beschwipst bilde ich mir ein, leichter als sonst ans Ziel zu kommen. Mein Verstand wei\u00df zwar: Berauscht darf man nicht mehr fahren, also bitte nicht nachmachen. Doch mein Alter Ego beruft sich auf eine Ausnahme \u2013 den Selbsttest.\u00a0<\/p>\n<p>Wo der Sancerre w\u00e4chst: von Bourges bis Auxerre <\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte der Tour ist geschafft, heute mache ich bein- und weinfrei. Mit dem Zug geht es n\u00f6rdlich bis nach Bourges, wo ich am Tag darauf mit dem Rad Richtung Loire starte. In Sancerre m\u00f6chte ich den nach dem Ort benannten Sauvignon Blanc probieren. <\/p>\n<p>Beim zweiten Glas des spritzigen Wei\u00dfweins sp\u00fcre ich unter dem Baldachin eines Bistros, wie die Nachmittagssonne eine ordentliche Schippe drauflegt. Die Lust aufs Weiterfahren sinkt mit jedem Schluck. Als ich Cosne-Cours-sur-Loire erreiche, will ich nur noch Wasser trinken.\u00a0<\/p>\n<p>Die frische Morgenluft macht gute Laune. Im Ort richten H\u00e4ndler gerade ihre Marktst\u00e4nde ein. \u00dcberall lachen einen Ziegenk\u00e4setaler an, aufgereiht nach allen Reifestufen. Dazu ein Baguette \u2013 mehr braucht es nicht. Bis nach Auxerre in der Bourgogne sind es 85 Kilometer mit 900 H\u00f6henmetern. <\/p>\n<p>Um dem Verkehr auszuweichen, wechsle ich auf Nebenstra\u00dfen, die \u00fcber die D\u00f6rfer f\u00fchren. Wie ruhig es auf einmal ist. Ich sp\u00fcre, wie ich in diesen meditativen Modus komme, den ich am Radfahren so liebe. Trete stoisch in die Pedale, \u00fcberwinde Meter f\u00fcr Meter und denke nichts.<\/p>\n<p>Statt Rebstock-Parzellen sieht man \u00fcberall Wiesen und Kornfelder. Mit jedem Dorf w\u00e4chst die Hoffnung, mich erfrischen zu k\u00f6nnen. Aber nichts hat auf, nur verblichene Schriftz\u00fcge, die an l\u00e4ngst verschlossene L\u00e4den erinnern. Wie sehr hat sich das l\u00e4ndliche Frankreich in den vergangenen Jahren ver\u00e4ndert! Bis Auxerre bleibe ich zwangsl\u00e4ufig \u201etrocken\u201c.<\/p>\n<p>Die kleine Stadt mit viel Fachwerk ist bezaubernd. Schon die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/roemisches-reich\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/roemisches-reich\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">R\u00f6mer<\/a> bauten hier Wein an, sp\u00e4ter kelterten M\u00f6nche in und um Auxerre Chablis und Pinot Noir, den sie bis nach <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/paris-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/paris-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Paris<\/a> verschifften. Am Abend genie\u00dfe ich im \u201eLe Maison Fort\u201c eine Pastete mit kandiertem Lammfleisch, dazu einen Pinot Noir aus Irancy, Jahrgang 2018. Ein Gedicht.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag nehme ich auf dem Weg nach Semur-en-Auxois eine Abzweigung \u2013 nach Irancy, also in das Weindorf, aus dem mein gestriger wunderbarer Wein stammt. Der Schlenker lohnt sich: Winzer Felix Rochoux hat noch einige 2018er Pinot Noir im Weinkeller, zum Schn\u00e4ppchenpreis von 20 Euro kaufe ich eine Flasche als Souvenir. Vor der Weiterfahrt genehmige ich mir einen Cr\u00e9mant.<\/p>\n<p>Vielleicht ist Prickelndes das beste Doping? Doch der Tropfen erweist sich als Blender, der schon an der n\u00e4chsten H\u00fcgelkette seine Wirkung verliert. Mich \u00fcberf\u00e4llt eine starke <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/iconist\/fitness\/article168796180\/Buero-Muedigkeit-und-sieben-Tipps-die-dagegen-helfen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/iconist\/fitness\/article168796180\/Buero-Muedigkeit-und-sieben-Tipps-die-dagegen-helfen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcdigkeit<\/a>, doch mit stoischem Kilometerfressen schaffe ich es bis Semur-en-Auxois. Der Winzerort wirkt h\u00fcbsch authentisch, doch ich will nur noch in ein <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/hotels\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/hotels\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hotel<\/a>. Tipp f\u00fcr Radfahrer: Finger weg vom Schaumwein.\u00a0<\/p>\n<p>Dijon \u2013 ein letztes Glas Wein im Burgund<\/p>\n<p>Die Fahrt nach Dijon lege ich zur H\u00e4lfte mit dem Zug zur\u00fcck, denn ich m\u00f6chte mir das Zentrum der Bourgogne ausgeruht anschauen. Die Stadt vereint viele Facetten, die ich in den Orten zuvor gesehen habe \u2013 aber in einem gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab. Das denkmalgesch\u00fctzte alte Quartier ist verbunden mit einem Antiquit\u00e4tenviertel, Gassen zum Bummeln und weitl\u00e4ufigen Pl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite das moderne Dijon in Form der \u201eCit\u00e9 Internationale de la Gastronomie et Vin\u201c. Von au\u00dfen wirkt sie wie eine Shopping-Mall, im Inneren vereint sie Kunstr\u00e4ume und Gastronomie. In einer Vinothek trinke ich das letzte Glas auf meiner Tour de Vin: einen Sp\u00e4tburgunder aus der Region C\u00f4te de Nuits, der besten f\u00fcr Pinot Noir, wie Kellermeister Martin Truchot versichert. Ich bin kurz davor, in seine Bewunderung einzustimmen, da f\u00e4llt mir das Preisschild auf: 210 Euro die Flasche. Oh l\u00e0 l\u00e0, es wird wohl bei einem Glas bleiben.<\/p>\n<p>Nach einer Woche habe ich wunderbare Orte kennengelernt \u2013 und Weine probiert, deren Herkunft ich nur von den Etiketten her kannte. Die Erkundung per Rad war eine gute Idee; weder zu Fu\u00df noch per Auto h\u00e4tte ich so viel gesehen und erlebt. Allerdings muss ich zugeben, dass Wein und sportliches Radfahren nur bedingt eine gute Kombination sind.<\/p>\n<p>Ein Glas zwischendurch kann zwar kurzfristig befl\u00fcgeln, doch die Quittung folgt auf dem Tritt. Man kann sich vieles sch\u00f6ntrinken, nur leider nicht H\u00f6henmeter und Streckenkilometer. Lieber nur entspannte 40 Kilometer in eine Tagesetappe packen und erst am Abend Wein genie\u00dfen. Dann kommen einem weder die m\u00fcden Beine in die Quere noch das schlechte Schwips-Gewissen. \u00a0<\/p>\n<p>Tipps und Informationen:<\/p>\n<p><b>Wie kommt man hin?<\/b> Von Paris aus erreicht man Dijon mit der Bahn in etwa zwei Stunden, Bergerac in gut vier Stunden\u00a0(sncf-connect.com).<\/p>\n<p><b>Tipps f\u00fcr Radfahrer:<\/b> Frankreich hat ein dichtes Netz an Radwegen, Tipps gibt es unter de.francevelotourisme.com. Infos zu Radtouren in der Region Dordogne-P\u00e9rigord bietet aquitainebike.com. Routenvorschl\u00e4ge f\u00fcr das Burgund unter burgund-tourismus.com. Fahrradmitnahme in franz\u00f6sischen Z\u00fcgen: im Regionalverkehr oft kostenlos und ohne Reservierung m\u00f6glich,\u00a0in den Fernverkehrsz\u00fcgen wie dem TGV meist nur mit Reservierung und 10 Euro Geb\u00fchr.<\/p>\n<p><b>Weinproben:<\/b> Bergerac: Der \u201eQuai Cyrano\u201c in einer Klosteranlage aus dem 17. Jahrhundert bietet rund 120 Weine aus der gesamten Region an (quai-cyrano.com).\u00a0Dijon: Ob Chablis oder Pinot Noir \u2013\u00a0die \u201eCit\u00e9 Internationale de la Gastronomie et Vin\u201c hat einige der besten Weine aus dem Burgund im Ausschank (citedelagastronomie-dijon.fr).<\/p>\n<p><b>Weitere Infos:<\/b> Satout-france.fr, perigord.com,\u00a0burgund-tourismus.com<\/p>\n<p>Die Teilnahme an der Reise wurde unterst\u00fctzt von Atout France. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabh\u00e4ngigkeit finden Sie unter <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.axelspringer.com\/de\/was-uns-ausmacht\/downloads\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.axelspringer.com\/de\/was-uns-ausmacht\/downloads&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">go2.as\/unabhaengigkeit<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Radeln und degustieren: Das l\u00e4sst sich im Nachbarland perfekt miteinander kombinieren. 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