{"id":521325,"date":"2025-10-23T17:40:14","date_gmt":"2025-10-23T17:40:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521325\/"},"modified":"2025-10-23T17:40:14","modified_gmt":"2025-10-23T17:40:14","slug":"tausende-kraniche-verendet-agrarminister-beraten-zur-vogelgrippe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521325\/","title":{"rendered":"Tausende Kraniche verendet: Agrarminister beraten zur Vogelgrippe"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kraniche-134.jpg\" alt=\"Tote Kraniche liegen im Linumer Teichland.\" title=\"Tote Kraniche liegen im Linumer Teichland. | Nobert Schneewei\u00df\/Artenkompetenzzentrum Rhinluch\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 23.10.2025 18:27 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Vogelgrippe breitet sich immer weiter aus. Es sind schon Tausende Kraniche verendet &#8211; auch andere Wildv\u00f6gel und Nutzgefl\u00fcgel sind betroffen. Deshalb will sich Agrarminister Rainer am Abend mit seinen L\u00e4nderkollegen beraten.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Ausbruch der Vogelgrippe in Deutschland bereitet zunehmend Sorgen. Angesichts der steigenden Fallzahlen wird sich Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) am Abend mit seinen Amtskollegen in den Bundesl\u00e4ndern in einer Videokonferenz beraten. Die Minister wollen sich zur derzeitigen Lage austauschen und das weitere Vorgehen besprechen, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Berlin der Nachrichtenagentur Reuters.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Vogelgrippe breitet sich seit Mitte Oktober stark aus, bisher meldeten sieben Bundesl\u00e4nder F\u00e4lle. Das Friedrich-L\u00f6ffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut f\u00fcr Tiergesundheit, stuft das Risiko f\u00fcr Wasserv\u00f6gel und Gefl\u00fcgelbest\u00e4nde seit Wochenbeginn als hoch ein.<\/p>\n<p>    Ausbreitung bei Kranichen ungew\u00f6hnlich hoch<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor allem die Ausbreitung der Krankheit unter Kranichen hat nach Einsch\u00e4tzung des FLI ein in Deutschland bisher nicht gekanntes Ausma\u00df angenommen. Eine H\u00e4ufung verendeter Tiere, so wie in diesem Herbst, sei bisher noch nicht beobachtet worden, sagte eine Sprecherin des f\u00fcr Tierseuchen zust\u00e4ndigen Bundesinstituts. Es sei ungew\u00f6hnlich in diesem Jahr, dass Kraniche hierzulande von der Vogelgrippe betroffen sind.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei eingesandten Tierkadavern habe das FLI als nationales Referenzlabor die Infektion mit der besonders ansteckenden Variante des Vogelgrippe-Virus H5N1 best\u00e4tigt. Erste Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass bisher etwa 2.000 Kraniche auf dem allj\u00e4hrlichen Vogelzug nach S\u00fcden in den deutschen Rastgebieten an der Krankheit verendeten. Allein in Nordbrandenburg wurden nach Beh\u00f6rdenangaben zwischenzeitlich fast 1.000 tote Kraniche geborgen, die Suche h\u00e4lt an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">An einem Stausee an der Landesgrenze zwischen Th\u00fcringen und Sachsen-Anhalt wurden mehr als 500 tote Tiere gefunden, mehr als 100 in der Mecklenburgischen Seenplatte. Der H\u00f6hepunkt der Kranichrast wird erst noch erwartet, so dass Fachleute auch mit deutlich h\u00f6heren Zahlen toter Tiere rechnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Ausma\u00df erinnert an F\u00e4lle im Ausland in den vergangenen Jahren: Bei einem Seuchenzug im Winter 2023 seien in Ungarn mehr als 10.000 Kraniche der Vogelgrippe zum Opfer gefallen, teilte die FLI-Sprecherin mit. Im Jahr 2021 seien in Israel 8.000 tote Kraniche gez\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p>    Tausende Puten und Enten betroffen, 150.000 Legehennen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch auch vor Nutzgefl\u00fcgel wie Legehennen, Mastg\u00e4nsen oder Puten macht das hochansteckende Virus nicht Halt.\u00a0Zuletzt brach die Krankheit unter anderem in zwei Gro\u00dfbetrieben mit Legehennen in Vorpommern aus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Brandenburg mussten mehr als 9.000 Puten und Enten gekeult werden, in Mecklenburg-Vorpommern allein im Landkreis Vorpommern-Greifswald fast 150.000 Legehennen. Bereits Mitte Oktober waren im nieders\u00e4chsischen Landkreis Cloppenburg 20.500 Puten gekeult worden. Die Gesamtzahl der seit Jahresbeginn get\u00f6teten Nutztiere liegt noch weitaus h\u00f6her.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nun musste auch in Baden-W\u00fcrttemberg in einem Gefl\u00fcgelbetrieb im Alb-Donau-Kreis rund 15.000 Tiere get\u00f6tet werden. Das nachgewiesene Virus war zuvor durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) best\u00e4tigt worden, wie das Landwirtschaftsministerium in Stuttgart mitteilte. Auch mehrere Gefl\u00fcgelbetriebe in anderen Regionen Deutschlands sind bereits betroffen.<\/p>\n<p>    &#8222;Ausbreitung noch abwendbar&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Niedersachsen fordern Gefl\u00fcgelhalter, unterst\u00fctzt von der Landtagsfraktion der CDU, eine landesweite Stallpflicht, um ihre Best\u00e4nde vor dem Virus zu sch\u00fctzen. Das nieders\u00e4chsische Landwirtschaftsministerium verwies auf Anfrage darauf, dass Landkreise und St\u00e4dte f\u00fcr solche Anordnungen zust\u00e4ndig seien.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir m\u00fcssen das Geschehen gut beobachten und alle Sicherheitsma\u00dfnahmen treffen&#8220;, sagte Christa K\u00fchn, Pr\u00e4sidentin des FLI, der Nachrichtenagentur Reuters. Das Risiko f\u00fcr die Ausbreitung der Pest sei zwar hoch, aber noch abwendbar. &#8222;Wir sind nicht in einer Situation, in der wir sagen, alles ist au\u00dfer Kontrolle geraten.&#8220; Die Vogelgrippe mache seit etwa 2016 jedes Jahr die Runde. Jetzt m\u00fcssten Bauern sich strikt an Sicherheitsprotokolle halten, um Infektions- und \u00dcbertragungsrisiken zu minimieren.<\/p>\n<p>    Kontakt zu toten V\u00f6geln vermeiden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut Institut ist es besonders wichtig, tote Wildv\u00f6gel wie die Kraniche schnell einzusammeln und sicher zu entsorgen, um die \u00dcbertragung des Virus zu unterbinden. Auch Aasfresser wie Kr\u00e4hen, Raben und Seeadler k\u00f6nnen die Krankheit weitertragen. Zudem werden Tierhalter aufgefordert, die Hygienebestimmungen sehr genau einzuhalten, das Gefl\u00fcgel m\u00f6glichst in St\u00e4llen unterzubringen und Kontakte zu Wildv\u00f6geln und deren Ausscheidungen zu verhindern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Vogelgrippe wird auch Gefl\u00fcgelpest genannt. Sie ist hochansteckend und nimmt bei vielen Vogelarten rasch einen t\u00f6dlichen Verlauf. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung besteht laut FLI kein besonderes Risiko. Doch sollte der Kontakt zu toten V\u00f6geln in jedem Fall vermieden werden. Ehemals war das Virus im Zusammenhang mit dem Vogelzug nur w\u00e4hrend der kalten Jahreszeit hierzulande pr\u00e4sent. Mittlerweile gibt es das ganze Jahr hindurch Nachweise, wenn auch mit saisonalen Schwankungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 23.10.2025 18:27 Uhr Die Vogelgrippe breitet sich immer weiter aus. 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