{"id":521354,"date":"2025-10-23T18:04:32","date_gmt":"2025-10-23T18:04:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521354\/"},"modified":"2025-10-23T18:04:32","modified_gmt":"2025-10-23T18:04:32","slug":"washington-trump-begnadigt-gruender-der-digitalwaehrungs-boerse-binance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521354\/","title":{"rendered":"Washington | Trump begnadigt Gr\u00fcnder der Digitalw\u00e4hrungs-B\u00f6rse Binance"},"content":{"rendered":"<p>Washington (dpa) &#8211; US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat den wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen Geldw\u00e4sche-Gesetze verurteilten Gr\u00fcnder der Digitalw\u00e4hrungsb\u00f6rse Binance nachtr\u00e4glich begnadigt. Changpeng Zhao sei als Teil eines \u00abKrieges gegen Kryptow\u00e4hrungen\u00bb der Regierung von Trumps Vorg\u00e4nger Joe Biden ins Visier genommen worden, hie\u00df es von der Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Karoline Leavitt.<\/p>\n<p>Zhao und Binance hatten Ende 2023 Verst\u00f6\u00dfe gegen Geldw\u00e4sche-Gesetze zugegeben. Er wurde zu einer Haftstrafe von vier Monaten verurteilt, die er bis September vergangenen Jahres verb\u00fc\u00dfte. Zhao gab alle Posten bei der Kryptob\u00f6rse auf, behielt aber seine Beteiligung. Die Anklage hatte f\u00fcr Zhao drei Jahre Gef\u00e4ngnis gefordert, der Richter blieb deutlich darunter. Leavitt verwies nun darauf, dass es keine Betrugsvorw\u00fcrfe oder identifizierbare Gesch\u00e4digte gegeben habe.<\/p>\n<p>Der wohl reichste Insasse in einem US-Gef\u00e4ngnis<\/p>\n<p>Zhao d\u00fcrfte der reichste Insasse in einem US-Gef\u00e4ngnis gewesen sein. In der Milliard\u00e4rsliste des Finanzdienstes Bloomberg liegt er aktuell auf Rang 31 mit einem gesch\u00e4tzten Verm\u00f6gen von 54,5 Milliarden Dollar. Es besteht haupts\u00e4chlich aus seiner Beteiligung an Binance.<\/p>\n<p>Binance ist eine Handelsplattform f\u00fcr Digitalw\u00e4hrungen wie Bitcoin. Solche W\u00e4hrungen sind verschl\u00fcsseltes, digitales Geld, das unabh\u00e4ngig von Geldinstituten, Zentralbanken und Staaten geschaffen wurde. \u00dcberweisungen von Kryptow\u00e4hrungen werden in einer offen einsehbaren Datenbank, der sogenannten Blockchain, gespeichert.<\/p>\n<p>Deal mit Trump-Familie\u00a0<\/p>\n<p>Die Begnadigung k\u00f6nnte Binance einen Weg zur\u00fcck auf den US-Markt er\u00f6ffnen. Binance war nach der Wiederwahl von Trump eine enge gesch\u00e4ftliche Verbindung mit dem Kryptow\u00e4hrungs-Unternehmen der Familie des US-Pr\u00e4sidenten, World Liberty Financial, eingegangen. Dem \u00abWall Street Journal\u00bb zufolge setzten sich Vertreter von Binance auch beim US-Finanzministerium daf\u00fcr ein, die auf drei Jahre angesetzte Aufsicht \u00fcber die Kryptob\u00f6rse schneller auslaufen zu lassen.<\/p>\n<p>Die US-Justiz hatte Binance und Zhao nach jahrelangen Ermittlungen vorgeworfen, Geldw\u00e4sche- und Sanktionsgesetze umgangen zu haben. Die Betreiber der Kryptob\u00f6rse h\u00e4tten trotz Millionen von Kunden in den USA nicht die vorgeschriebenen Kontrollen aufgesetzt. Das habe fragw\u00fcrdige Geldfl\u00fcsse m\u00f6glich gemacht, unter anderem in H\u00f6he von rund 900 Millionen Dollar zwischen den USA und dem von Sanktionen betroffenen Iran. Den Vorw\u00fcrfen der Staatsanwaltschaft zufolge wies Zhao Binance-Mitarbeiter unter anderem an, mit US-Kunden per Telefon zu kommunizieren, um keine Spuren zu hinterlassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Binance wurden mit dem Schuldeingest\u00e4ndnis Strafen von rund 4,3 Milliarden Dollar f\u00e4llig. Zhao pers\u00f6nlich zahlte 50 Millionen Dollar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Washington (dpa) &#8211; US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat den wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen Geldw\u00e4sche-Gesetze verurteilten Gr\u00fcnder der Digitalw\u00e4hrungsb\u00f6rse Binance nachtr\u00e4glich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":521355,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[1605,665,5308,3364,29,30,198,1584,1209,2283,64],"class_list":{"0":"post-521354","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-bielefeld","9":"tag-boerse","10":"tag-computer","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-internet","15":"tag-kriminalitaet","16":"tag-nordrhein-westfalen","17":"tag-prozess-gericht","18":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115424805872376049","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/521354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=521354"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/521354\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/521355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=521354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=521354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=521354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}