{"id":521468,"date":"2025-10-23T19:12:15","date_gmt":"2025-10-23T19:12:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521468\/"},"modified":"2025-10-23T19:12:15","modified_gmt":"2025-10-23T19:12:15","slug":"wahlkampf-auftakt-in-ungarn-zehntausende-bei-demos-in-budapest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521468\/","title":{"rendered":"Wahlkampf-Auftakt in Ungarn: Zehntausende bei Demos in Budapest"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/demonstration-budapest-102.jpg\" alt=\"Zahlreiche Menschen nehmen an einer Demonstration auf dem Heldenplatz im Zentrum von Budapest teil.\" title=\"Zahlreiche Menschen nehmen an einer Demonstration auf dem Heldenplatz im Zentrum von Budapest teil. | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 23.10.2025 19:43 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Im Fr\u00fchjahr w\u00e4hlt Ungarn ein neues Parlament. Mit Gro\u00dfkundgebungen von Regierung und Opposition hat nun der Wahlkampf begonnen. Sie standen im Zeichen gegens\u00e4tzlicher Positionen zu Russland und zum Krieg gegen die Ukraine. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der ungarischen Hauptstadt Budapest sind Zehntausende Regierungs- und Oppositionsanh\u00e4nger auf die Stra\u00dfe gegangen. Die beiden Kundgebungen, zu denen jeweils die Regierungspartei Fidesz und Oppositionsf\u00fchrer Peter Magyar von der Tisza-Partei aufgerufen hatten, gelten als Startschuss f\u00fcr den Wahlkampf.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei der Parlamentswahl n\u00e4chsten April hat die Opposition reelle Chancen, den seit 15 Jahren regierenden Ministerpr\u00e4sidenten Viktor Orban im Amt abzul\u00f6sen.<\/p>\n<p>    &#8222;Einziges Land in Europa frei von Migranten&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Vormittag hatten sich Anh\u00e4nger von Orbans Fidesz am Donauufer versammelt, von wo aus sie zum gegen\u00fcberliegenden Parlament zogen. Orban machte in seiner Rede auf die gespannten Beziehungen zu Br\u00fcssel aufmerksam und lobte den Einsatz seiner Unterst\u00fctzer f\u00fcr konservative Werte. Ungarn sei heute als &#8222;einziges Land in Europa frei von Migranten&#8220;, so der Rechtspopulist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Diejenigen, die glauben, sie w\u00fcrden einen Regierungswechsel (in Ungarn) unterst\u00fctzen, unterst\u00fctzen in Wirklichkeit den Krieg, ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht&#8220;, sagte der prorussische Regierungschef vor zahlreichen fahnenschwenkenden Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4ngern. Erneut kritisierte er die Milit\u00e4rhilfe europ\u00e4ischer Staaten f\u00fcr die Ukraine, die den Krieg hinausz\u00f6gere. Ungarn sei das einzige Land in der Region, das sich f\u00fcr Frieden einsetze.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Kundgebung am Jahrestag des ungarischen Volksaufstands gegen die sowjetischen Besatzer (1956) war als &#8222;Friedensmarsch&#8220; bezeichnet worden.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Peter Magyar, Vorsitzender der Oppositionspartei Tisza, legte mit seinem &#8222;nationalen Marsch&#8220; nach.\n                    <\/p>\n<p>    Oppositionsf\u00fchrer mit guten Chancen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Nachmittag legte Oppositionsf\u00fchrer Magyar mit seinem &#8222;nationalen Marsch&#8220; nach, der zugleich den Abschluss seiner 80-t\u00e4gigen Wahlkampftour durch Ungarn bildete. Im Regen waren die Tisza-Unterst\u00fctzer mit Plakaten durch die Innenstadt gezogen. Darauf war zu lesen: &#8222;Eine bessere Zukunft kommt nicht, sie muss geschaffen werden&#8220; und &#8222;Zur\u00fcckholen, was dem Volk geh\u00f6rt&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Magyar warf Orban dessen gute Beziehungen zu Kremlchef Wladimir Putin vor. Der heutige Ministerpr\u00e4sident war 1989 als aufstrebender Politiker gegen den Ein-Parteien-Staat aufgetreten. Heute sei Orban &#8222;der treuste Verb\u00fcndete des Kremls&#8220; und wolle das damals von ihm verurteilte System wieder aufbauen.\u00a0Mit Blick auf die guten Beziehungen Orbans zum Kreml rief Magyar in russischer Sprache: &#8222;Tovarischtschi, konjets (Genossen, Ende).&#8220; Etliche Demonstrierende in der Menge skandierten &#8222;Russen, geht nach Hause&#8220;, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur dpa beobachtete.<\/p>\n<p>    Erstes gro\u00dfes Kr\u00e4ftemessen der Lager<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Expertinnen und Experten werten die Kundgebungen als erstes gro\u00dfes Kr\u00e4ftemessen vor der Parlamentswahl. &#8222;Es ist das erste Mal, dass beide Lager gleichzeitig Massendemonstrationen abhalten, insofern ist es auch ein Wettbewerb um Teilnehmerzahlen und Bilder&#8220;, so Politologe Peter Techet vom Institut f\u00fcr den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) in Wien.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Magyar gilt derzeit als gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr die umstrittene Orban-Regierung, seine Tisza f\u00fchrte zuletzt die Umfragen an. Beliebt sei der Oppositionelle nicht vorwiegend wegen seiner Pers\u00f6nlichkeit oder seines Programms, sondern weil er die einzige M\u00f6glichkeit f\u00fcr Orbans Abwahl darstelle, so Techet. &#8222;Das hei\u00dft: Nicht f\u00fcr Magyar wird gestimmt, sondern gegen Orban.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 23.10.2025 19:43 Uhr Im Fr\u00fchjahr w\u00e4hlt Ungarn ein neues Parlament. 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