{"id":521499,"date":"2025-10-23T19:28:13","date_gmt":"2025-10-23T19:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521499\/"},"modified":"2025-10-23T19:28:13","modified_gmt":"2025-10-23T19:28:13","slug":"vogelgrippe-breitet-sich-aus-agrarminister-beraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521499\/","title":{"rendered":"Vogelgrippe breitet sich aus &#8211; Agrarminister beraten"},"content":{"rendered":"<p>Berlin\/Stuttgart (dpa) &#8211; Die gef\u00fcrchtete Vogelgrippe ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Kraniche sterben vielfach in Ostdeutschland &#8211; und in Baden-W\u00fcrttemberg werden nach dem Ausbruch der Krankheit in einem Gefl\u00fcgelbetrieb 15.000 Tiere get\u00f6tet. Bund und L\u00e4nder wollen nun \u00fcber das weitere Vorgehen beraten.<\/p>\n<p>Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) habe ein Treffen mit seinen Amtskollegen einberufen, teilte seine Beh\u00f6rde mit. Ziel sei ein abgestimmtes, gemeinsames Vorgehen. \u00abBund und L\u00e4nder ziehen dabei an einem Strang und arbeiten eng und entschlossen zusammen, um die Situation unter Kontrolle zu halten\u00bb, hie\u00df es. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als Bundesforschungsinstitut f\u00fcr Tiergesundheit habe die Risikoeinsch\u00e4tzung inzwischen auf \u00abhoch\u00bb angehoben, so das Bundesagrarministerium.\u00a0<\/p>\n<p>Die Ausbreitung der Vogelgrippe unter Kranichen hat nach Einsch\u00e4tzung des FLI ein in Deutschland bislang nicht gekanntes Ausma\u00df angenommen. Eine H\u00e4ufung verendeter Tiere, so wie in diesem Herbst, sei bislang noch nicht beobachtet worden, sagte eine Sprecherin. Auch zahlreiche Gefl\u00fcgelbetriebe in mehreren Bundesl\u00e4ndern sind betroffen.<\/p>\n<p>Schon 150.000 Tiere im Norden get\u00f6tet<\/p>\n<p>Am Abend wurde der Ausbruch der Vogelgrippe in einem Gefl\u00fcgelbestand bei Ulm bekannt. Rund 15.000 Tiere m\u00fcssen nach Angaben des baden-w\u00fcrttembergischen Landwirtschaftsministeriums get\u00f6tet werden. Das nachgewiesene Virus sei zuvor durch das FLI best\u00e4tigt worden.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Landesministeriums wurde der betroffene Betrieb nach dem ersten Verdacht sofort gesperrt. \u00abDie Tiere des betroffenen Bestandes werden gem\u00e4\u00df Gefl\u00fcgelpest-Verordnung tierschutzgerecht get\u00f6tet und der Tierk\u00f6rperbeseitigung zugef\u00fchrt\u00bb, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Zuletzt brach die Gefl\u00fcgelpest unter anderem in zwei Gro\u00dfbetrieben mit Legehennen in Mecklenburg-Vorpommern aus. Nach Angaben des Schweriner Landwirtschaftsministeriums mussten dort knapp 150.000 Tiere vorsorglich get\u00f6tet werden. Bereits vor etwa einer Woche waren im nieders\u00e4chsischen Landkreis Cloppenburg 20.500 Puten gekeult worden.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr Tiere, die wegen der Gefl\u00fcgelpest get\u00f6tet werden m\u00fcssen, gebe es Entsch\u00e4digungsregelungen, so das Bundesagrarministerium. Der H\u00f6chstbetrag liege derzeit bei 50 Euro pro Tier.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr Menschen ungef\u00e4hrlich<\/p>\n<p>Die Vogelgrippe, auch Gefl\u00fcgelpest genannt, ist eine hochansteckende und bei vielen Vogel- und Gefl\u00fcgelarten h\u00e4ufig t\u00f6dlich verlaufende Infektionskrankheit. F\u00fcr Menschen ist sie nach Einsch\u00e4tzung von Fachleuten nicht gef\u00e4hrlich. Die Vogelgrippe war fr\u00fcher in Deutschland vor allem w\u00e4hrend der kalten Jahreszeit im Zusammenhang mit dem Vogelzug zu beobachten. Inzwischen tritt sie das ganze Jahr \u00fcber auf \u2013 wenn auch mit saisonalen Schwankungen.<\/p>\n<p>Das FLI hatte bereits vor den j\u00fcngsten F\u00e4llen vor vermehrten Vogelgrippeinfektionen gewarnt. Betroffen seien inzwischen nicht nur Kraniche, sondern auch andere wilde Wasserv\u00f6gel wie Enten und G\u00e4nse. Doch auch Nutzgefl\u00fcgel wie Legehennen, Mastg\u00e4nse oder Puten k\u00f6nne das Virus befallen.<\/p>\n<p>Tausende tote Kraniche in Ostdeutschland<\/p>\n<p>Ersten Sch\u00e4tzungen zufolge sind bislang rund 2.000 Kraniche w\u00e4hrend ihres allj\u00e4hrlichen Vogelzugs nach S\u00fcden in deutschen Rastgebieten an der Gefl\u00fcgelpest verendet. Allein in Nordbrandenburg wurden nach Beh\u00f6rdenangaben fast 1.000 tote Tiere geborgen \u2013 die Suche dauert an.<\/p>\n<p>An einem Stausee an der Landesgrenze zwischen Th\u00fcringen und Sachsen-Anhalt wurden mehr als 500 tote Kraniche gefunden, \u00fcber 100 in der Mecklenburgischen Seenplatte. Da der H\u00f6hepunkt der Kranichrast erst noch erwartet wird, rechnen Fachleute mit deutlich h\u00f6heren Zahlen.<\/p>\n<p>Kontakt zu toten V\u00f6geln vermeiden<\/p>\n<p>Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts ist es besonders wichtig, tote Wildv\u00f6gel schnell zu entsorgen, um eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. Auch Aasfresser wie Kr\u00e4hen, Raben oder Seeadler k\u00f6nnten die Krankheit weitertragen. Tierhalterinnen und Tierhalter werden aufgefordert, die Hygienebestimmungen strikt einzuhalten, Gefl\u00fcgel m\u00f6glichst in St\u00e4llen zu halten und jeden Kontakt zu Wildv\u00f6geln und deren Ausscheidungen zu vermeiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin\/Stuttgart (dpa) &#8211; Die gef\u00fcrchtete Vogelgrippe ist in Deutschland auf dem Vormarsch. 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