{"id":521872,"date":"2025-10-23T22:59:12","date_gmt":"2025-10-23T22:59:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521872\/"},"modified":"2025-10-23T22:59:12","modified_gmt":"2025-10-23T22:59:12","slug":"muenchen-steigende-mietpreise-und-herausforderungen-fuer-makler-durch-freitags-inserate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/521872\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Steigende Mietpreise und Herausforderungen f\u00fcr Makler durch Freitags-Inserate"},"content":{"rendered":"<p>Der neueste Marktbericht der Forscher vom Immobiliendachverband S\u00fcd (IVD) zeigt: Die Preise f\u00fcr Mietwohnungen im Bestand steigen derzeit sehr moderat. Das wird viele Leute nicht wundern, denn die meisten Mietinteressenten haben einfach nicht das Budget, um deutlich mehr als 20 Euro im Schnitt pro Quadratmeter zu zahlen.<\/p>\n<p>Denn bei dieser Marke liegt der Durchschnitts-Mietpreis inzwischen. F\u00fcr M\u00fcnchen sieht das so aus: Wohnungen im Bestand kosten derzeit im Schnitt 21,60 Euro je Quadratmeter. Das ist ein Anstieg von 0,9 Prozent im Halbjahresvergleich (21,40 Euro, Fr\u00fchjahr 2025) und von 1,9 Prozent im Jahresvergleich (21,20 Euro, Herbst 2024).<\/p>\n<p>\u201eDas ist immerhin weniger als die allgemeine Inflationsrate\u201c, sagt IVD-Chef Stephan Kippes, soweit eine halbwegs gute Nachricht. Um dem ein oder anderen Neumieter eine Tr\u00e4ne ins Auge zu treiben: 2015 lag dieser Wert bei 14,70 Euro.<\/p>\n<p>Neubau-Mieten n\u00e4hern sich der 25-Euro-Marke<\/p>\n<p>Rekordwerte erreichen weiterhin die Neubauwohnungen, die bekanntlich kaum noch gebaut werden. Aber auch hier ist der Anstieg moderat ausgefallen. So sehen die M\u00fcnchner Neubaumieten derzeit aus: 24,70 Euro betr\u00e4gt der Mietpreis je Quadratmeter im Schnitt. Das ist ein Anstieg um 0,8 Prozent im Halbjahresvergleich. Deutlicher f\u00e4llt der Anstieg im Jahresvergleich aus: ein Plus von 2,9 Prozent (24 Euro, Herbst 2024).<\/p>\n<p>Fehlende Neubauten sind l\u00e4ngst ein bundesweites Problem. Wegen steigenden Bau- und Nebenkosten werden Projekte h\u00e4ufig gestoppt. Das ganze Land ist inzwischen \u00fcbers\u00e4t von Rohbauten, die verwittern. Noch seltener als Apartment-Neubauten sind nur noch die Reihenh\u00e4user und Doppelhaush\u00e4lften zur Miete.<\/p>\n<p>Wie viel muss man verdienen, um 4000 Euro Miete zu zahlen?<\/p>\n<p>Im teuersten Segment, der neugebauten Doppelhaush\u00e4lfte zur Miete, zahlen M\u00fcnchner inzwischen 4000 Euro monatlich, im Schnitt. Aber auch hier scheint ein Limit erreicht zu sein. Diese Marke hat sich im Halbjahresvergleich gar nicht ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Genug ist genug, denken sich viele M\u00fcnchner offenbar. Von einer Atempause oder gar einem Stillstand will der IVD-Chef Kippes aber auf keinen Fall sprechen. Vor allem die immer h\u00f6heren Mietpreise bei Neubau machen ihm Sorgen.<\/p>\n<p>\u201eIch denke, in kurzer Zeit wird hier die 25-Euro-Marke fallen\u201c, sagt er. Neben der starken Nachfrage von Neu-M\u00fcnchnern sieht Kippes auch Probleme bei steigenden Nebenkosten, vor allem f\u00fcr Brennstoffe \u2013 und in den sogenannten Nebenm\u00e4rkten.<\/p>\n<p>Wohnheimwarteliste, bis das Studium vorbei ist<\/p>\n<p>Beispiel Studentenwohnungen: \u201eZum Semesterstart \u00fcbernachten viele Studierende in Wohnw\u00e4gen oder in Turnhallen. Hier wird der Staat seiner sozialen Verantwortung nicht gerecht\u201c, sagt Kippes. In M\u00fcnchen bekommen gerade einmal elf Prozent der Studierenden einen Wohnheimplatz. Die anderen stehen auf der Warteliste, h\u00e4ufig, bis ihr Studium vorbei ist.<\/p>\n<p>Die langfristig negativen Effekte sieht Kippes auch auf dem schrumpfenden Markt der Werkswohnungen und Sozialwohnungen. \u201eHier haben sich St\u00e4dte, Bundesl\u00e4nder und Unternehmen seit 2004 durch gro\u00dffl\u00e4chigen Verkauf ihre Schulden finanziert oder den Bestand versilbert\u201c, kritisiert Kippes. Schwach und peinlich sei das. Diese Wohnungen fehlten nun.<\/p>\n<p>Doch nicht nur Mietinteressenten verzweifeln, auch Makler tun sich offenbar schwer, auf dem gr\u00f6\u00dften Mietmarkt M\u00fcnchens vern\u00fcnftig zu vermitteln, n\u00e4mlich auf dem Markt der Bestandswohnungen. \u201eFreitags habe ich verboten, neue Anzeigen online zu stellen\u201c, sagt etwa Manuela Gerschlauer, Chefin des familiengef\u00fchrten Maklerunternehmens Gerschlauer GmbH.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/storage\/image\/8\/8\/4\/7\/1617488_17-12-2024-deutschland-bayern-muenchen-immobilien-immobilienmakler-markise-_artikelbild-75proz_1E_APd_TQmblA.jpg\" alt=\"Auch Maklerb\u00fcros haben mit der Angebotsknappheit zu k\u00e4mpfen \u2013 sie werden von Interessenten oft \u00fcberrollt. (Symbolbild)\" title=\"Auch Maklerb\u00fcros haben mit der Angebotsknappheit zu k\u00e4mpfen \u2013 sie werden von Interessenten oft \u00fcberrollt. (Symbolbild)\" width=\"609\" height=\"472\"\/><\/p>\n<p>      Auch Maklerb\u00fcros haben mit der Angebotsknappheit zu k\u00e4mpfen \u2013 sie werden von Interessenten oft \u00fcberrollt. (Symbolbild)<br \/>\n      \u00a9 IMAGO\/D. Kerlekin\/Snowfield Photography (www.imago-images.de)<\/p>\n<p>    Auch Maklerb\u00fcros haben mit der Angebotsknappheit zu k\u00e4mpfen \u2013 sie werden von Interessenten oft \u00fcberrollt. (Symbolbild)<\/p>\n<p>von IMAGO\/D. Kerlekin\/Snowfield Photography (www.imago-images.de) <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>&#8222;Schon hat man eine schlechte Bewertung bei Google&#8220;<\/p>\n<p>\u201eWenn wir am Freitag eine Bestandswohnung zur Miete inserieren, laufen \u00fcber das Wochenende mehr als 1000 Mails ein. Niemand kann diese Flut vern\u00fcnftig abarbeiten\u201c, sagt sie. \u201eUnd am Ende bekommen wir bei <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/google\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Google<\/a> und Co. schlechte Bewertungen\u201c, sagt Gerschlauer, obwohl das ja an sich nichts mit der Qualit\u00e4t der Arbeit ihres Unternehmens zu tun habe, sondern nur mit der Tatsache, dass ziemlich viele der mehr als 1000 Interessenten keine Antwort bekommen, geschweige denn einen Besichtigungstermin.<\/p>\n<p>Also laufe es so: Inserate am liebsten montags, auch dann sei das Postfach nach wenigen Stunden voll. \u201eHunderte Mails in drei Stunden\u201c, sagt Gerlach. Und gegen Mittag werde das Inserat gleich wieder gel\u00f6scht. \u201eAuch in drei bis vier Stunden bekommen wir so viele Anfragen, dass wir nicht allen antworten k\u00f6nnen\u201c, sagt Gerschlauer.<\/p>\n<p>Ausnahmen seien teurere Mietobjekte, wie Luxuswohnungen. Derzeit k\u00f6nne man \u00fcber Gerschlauer ein Apartment nahe Odeonsplatz mieten, f\u00fcr 3800 Euro. Schon seit drei Wochen sei das Inserat online. Das Problem: \u201eWer sich 3800 Euro Miete leisten kann, der kauft sich lieber was\u201c, so Gerschlauer. So gibt es auf dem Markt der Luxuswohnungen wohl stets eine gute Auswahl.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der neueste Marktbericht der Forscher vom Immobiliendachverband S\u00fcd (IVD) zeigt: Die Preise f\u00fcr Mietwohnungen im Bestand steigen derzeit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":521873,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[48,772,29,30,129101,93514,102322,5733,5800,129100,1268,11748],"class_list":{"0":"post-521872","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-48","9":"tag-bayern","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-immobiliendachverband-sued","13":"tag-ivd","14":"tag-luxuswohnungen","15":"tag-makler","16":"tag-marktbericht","17":"tag-mietpreise-muenchen","18":"tag-muenchen","19":"tag-studie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115425966469092166","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/521872","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=521872"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/521872\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/521873"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=521872"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=521872"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=521872"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}