{"id":522253,"date":"2025-10-24T02:33:14","date_gmt":"2025-10-24T02:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/522253\/"},"modified":"2025-10-24T02:33:14","modified_gmt":"2025-10-24T02:33:14","slug":"deutschland-und-grossbritannien-aufruesten-fuer-unterwassereinsatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/522253\/","title":{"rendered":"Deutschland und Gro\u00dfbritannien: Aufr\u00fcsten f\u00fcr Unterwassereinsatz"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\"> taz | Deutschland und Gro\u00dfbritannien wollen milit\u00e4risch enger zusammenarbeiten. \u201eDie Royal Air Force und die deutsche Marine werden k\u00fcnftig gemeinsam auf U-Boot-Jagd gehen\u201c, sagte der britische Verteidigungsminister John Healey am Donnerstag auf einer Luftwaffenbasis im schottischen Lossiemouth. Zuvor hatte er seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius (SPD) das daf\u00fcr vorgesehene Flugzeug vorgef\u00fchrt. In wenigen Wochen soll die Bundeswehr das Modell des US-Herstellers Boeing erhalten, um mit aufwendigen und teuren Eins\u00e4tzen zur Nato-Seeaufkl\u00e4rung im Nordatlantik beizutragen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Wer den beiden Ministern bei ihrer Pressekonferenz zuh\u00f6rt, kann ein mulmiges Gef\u00fchl bekommen. \u201eDiese Flugzeuge haben eine enorme Bedeutung, es geht darum, zu wissen, was sie tun\u201c, sagte Pistorius. Mit \u201esie\u201c meinte er die russische U-Boot-Flotte, die von Murmansk aus durch die Meeresl\u00fccke zwischen Island und Schottland in den Nordatlantik vordringt. Die Nato will ein m\u00f6glichst pr\u00e4zises Lagebild gewinnen, da die russische Flotte auch das atomar bewaffnete strategische <a href=\"https:\/\/taz.de\/Reaktion-auf-Aeusserungen-aus-Russland\/!6104498\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">U-Boot-Kommando<\/a> umfasst.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Die \u201eSeefernaufkl\u00e4rer\u201c, wie die Flugzeuge im Bundeswehrjargon hei\u00dfen, sollen U-Boote aufsp\u00fcren \u2013 zumindest theoretisch. Dazu werfen sie Bojen ins Meer, wo U-Boote vermutet werden. Diese Bojen erfassen Schallwellen im Frequenzbereich der U-Boote und \u00fcbertragen die Daten. Das Verfahren ist extrem aufwendig: Unz\u00e4hlige Sonarbojen, die sich nach einer bestimmten Zeit im Wasser aufl\u00f6sen, m\u00fcssen eingesetzt werden, um Standort und Kurs eines U-Boots zu bestimmen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Die Nato setzt deshalb auf Zusammenarbeit. Pistorius betonte die gemeinsame Nutzung des Flugzeugs, das die Bundeswehr Anfang November erhalten soll. Die USA benutzen die Maschine des Typs Poseidon P 8 schon seit Jahren und verf\u00fcgen \u00fcber Dutzende davon, darunter auch eine permanente Einsatzbereitschaft auf Island. Beobachter meinen, die russischen U-Boot-Aktivit\u00e4ten im Nordatlantik lie\u00dfen sich daran ablesen, wie viele US-Flugzeuge gerade auf Island stationiert sind. Gro\u00dfbritannien verf\u00fcgt \u00fcber neun dieser Flugzeuge, Deutschland hat acht bestellt.<\/p>\n<p>      Eine Milliarde Euro f\u00fcr britische R\u00fcstungsg\u00fcter<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Die <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ruestungspolitik-in-Grossbritannien\/!6088397\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aufr\u00fcstungsspirale<\/a> ist auch in diesem Bereich dabei in vollem Gange. Denn nat\u00fcrlich sind auch die atomar bewaffneten Nato-Staaten USA, Frankreich und Gro\u00dfbritannien mit ihrer nuklearen U-Boot-Streitmacht im Meer unterwegs, die wiederum von russischen Seefernaufkl\u00e4rern beobachtet werden. Beide Seiten arbeiten daran, ihre Technik zu verbessern, um die Entdeckung ihrer U-Boote zu erschweren.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">\u201eWir befinden uns in einer neuen \u00c4ra der Bedrohung und brauchen deshalb eine neue \u00c4ra der Verteidigung\u201c, sagte Healey. Er hob die gewachsene Bedeutung der Partnerschaft mit Deutschland hervor. London und Berlin hatten im vergangenen Jahr mit dem <a href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/resource\/blob\/5851552\/c82a5af00cf2185972277dc7e9d7b02e\/20241023-uk-germany-joint-communique-englische-version-data.pdf\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"noopener\">Trinity House Agreement<\/a> eine engere milit\u00e4rische Zusammenarbeit beschlossen. Beide Minister betonten auch die industriepolitische Dimension: Deutschland habe zuletzt knapp eine Milliarde Euro f\u00fcr britische R\u00fcstungsg\u00fcter ausgegeben und damit 600 Arbeitspl\u00e4tze gesichert, so Healey. Pistorius erg\u00e4nzte, dass die Torpedos des neuen Flugzeugs aus Gro\u00dfbritannien stammen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"8\">Der Zwischenstopp in Schottland war die letzte Station einer f\u00fcnft\u00e4gigen Reise von Pistorius in den Norden Europas und nach Kanada. Er machte dabei deutlich, dass die Bundeswehr k\u00fcnftig im Nordatlantik milit\u00e4risch pr\u00e4senter sein will. In Kanada warb er zudem daf\u00fcr, dass das Land beim geplanten U-Boot-Kauf ein Modell des deutschen Herstellers TKMS w\u00e4hlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"taz | Deutschland und Gro\u00dfbritannien wollen milit\u00e4risch enger zusammenarbeiten. \u201eDie Royal Air Force und die deutsche Marine werden&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":522254,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-522253","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115426807249679349","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/522253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=522253"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/522253\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/522254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=522253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=522253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=522253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}