{"id":523081,"date":"2025-10-24T10:35:13","date_gmt":"2025-10-24T10:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/523081\/"},"modified":"2025-10-24T10:35:13","modified_gmt":"2025-10-24T10:35:13","slug":"studie-einkommensverlust-fuer-muetter-nach-geburt-hoeher-als-angenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/523081\/","title":{"rendered":"Studie: Einkommensverlust f\u00fcr M\u00fctter nach Geburt h\u00f6her als angenommen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/mutter-arbeit-104.jpg\" alt=\"Frau mit Kleinkind sitzt vor einem Laptop.\" title=\"Frau mit Kleinkind sitzt vor einem Laptop. | picture alliance \/ AnnaStills\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 24.10.2025 11:08 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Einkommensverlust von M\u00fcttern nach der Geburt des ersten Kindes ist laut einer ZEW-Studie deutlich gr\u00f6\u00dfer als bisher angenommen. Die Untersuchung deckt Schwachstellen der bisherigen Berechnungen auf &#8211; und liefert neue Zahlen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Einkommensverlust von M\u00fcttern nach der Geburt des ersten Kindes ist einer Studie zufolge in Deutschland deutlich gr\u00f6\u00dfer als bisher angenommen. M\u00fctter verdienen im vierten Jahr nach der Geburt durchschnittlich fast 30.000 Euro weniger als gleichaltrige Frauen ohne Kinder, wie aus der <a href=\"https:\/\/ftp.zew.de\/pub\/zew-docs\/dp\/dp25033.pdf\" title=\"ZEW-Studie\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Untersuchung des Mannheimer Zentrums f\u00fcr Europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung<\/a> (ZEW) mit der Universit\u00e4t Tilburg hervorgeht. Bisherige Sch\u00e4tzungen lagen demnach bei rund 20.000 Euro.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Werden Frauen unter 30 Jahren erstmals Mutter, erleiden sie einerseits Verluste im gegenw\u00e4rtigen Einkommen. Andererseits verpassen sie auch wichtige Karriereschritte in der besonders pr\u00e4genden fr\u00fchen Berufsphase mit entsprechenden Folgen f\u00fcr ihren weiteren Werdegang&#8220;, sagte Studien-Co-Autor Lukas Riedel aus der ZEW-Forschungsgruppe &#8222;Ungleichheit und Verteilungspolitik&#8220;.<\/p>\n<p>    \u00c4ltere M\u00fctter k\u00f6nnen leichter wieder ankn\u00fcpfen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Frauen, die zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt Kinder bek\u00e4men, h\u00e4tten diese Phase mit h\u00e4ufig hohem Lohnwachstum bereits durchlaufen und sich im Arbeitsmarkt etabliert. Deshalb verzeichneten sie zwar in absoluten Zahlen st\u00e4rkere Einbu\u00dfen im Einkommensniveau, etwa durch reduzierte Arbeitszeiten. &#8222;Langfristig gelingt es ihnen aber besser, ihre Karriere nach der Geburt wieder aufzunehmen&#8220;, sagte Riedel. &#8222;Die Verluste nach der ersten Geburt entwickeln sich also unterschiedlich f\u00fcr M\u00fctter unterschiedlichen Alters.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Einkommensverluste bei M\u00fcttern nach der ersten Geburt werden in der Wirtschaftsforschung als &#8222;Child Penalty&#8220; bezeichnet. Die ZEW-Studie verwendet amtliche Daten von \u00fcber 186.000 M\u00fcttern aus der &#8222;Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien&#8220;, die zwischen 1975 und 2021 erhoben wurden.<\/p>\n<p>    Bisher wurden M\u00fctter mit M\u00fcttern verglichen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der g\u00e4ngigen Methode w\u00fcrden die Verluste dagegen mithilfe sogenannter Event Studies gesch\u00e4tzt, so das ZEW. Bleibe das Alter bei der ersten Geburt au\u00dfen vor, w\u00fcrden M\u00fctter mit M\u00fcttern verglichen, obwohl beide Gruppen bereits die Auswirkungen der Geburt auf ihr Einkommen erfahren h\u00e4tten. F\u00fcr verl\u00e4ssliche Ergebnisse m\u00fcssten M\u00fctter aber mit gleichaltrigen Frauen verglichen werden, die keine Kinder haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Unsere Sch\u00e4tzmethode nutzt nur saubere Vergleiche mit gleichaltrigen Frauen, die noch kein Kind haben&#8220;, sagte Valentina Melentyeva, Koautorin von der Universit\u00e4t Tilburg in den Niederlanden. So k\u00f6nne die Einkommensentwicklung im Fall ohne Geburt realistisch abgebildet sowie die weiter fortgeschrittenen Karrieren \u00e4lterer M\u00fctter ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Dieses Vorgehen erlaubt nicht nur, die Einkommensverluste nach der Geburt abh\u00e4ngig vom Alter der M\u00fctter zu sch\u00e4tzen&#8220;, sagte Melentyeva. &#8222;Zus\u00e4tzlich lassen sich so auch unterschiedliche Ursachen f\u00fcr die Gehaltsunterschiede analysieren.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 24.10.2025 11:08 Uhr Der Einkommensverlust von M\u00fcttern nach der Geburt des ersten Kindes ist laut einer ZEW-Studie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":523082,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[1140,3079,80581,13,53973,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-523081","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-arbeit","9":"tag-gehalt","10":"tag-gender-pay-gap","11":"tag-headlines","12":"tag-mutterschaft","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115428702902815592","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/523081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=523081"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/523081\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/523082"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=523081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=523081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=523081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}