{"id":523534,"date":"2025-10-24T14:50:14","date_gmt":"2025-10-24T14:50:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/523534\/"},"modified":"2025-10-24T14:50:14","modified_gmt":"2025-10-24T14:50:14","slug":"ich-war-schon-relativ-verzweifelt-weil-ich-keinen-geeigneten-nachfolger-fand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/523534\/","title":{"rendered":"\u201eIch war schon relativ verzweifelt, weil ich keinen geeigneten Nachfolger fand\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">An ein pr\u00e4gendes Erlebnis erinnert sich Phillip H\u00f6hne bis heute noch gerne zur\u00fcck. Ein Tag, als er mit 15 Jahren als Aushilfskraft in der Pflegeeinrichtung gearbeitet hat. \u201eEs war mein erster Tag, ich kam ins Zimmer eines Patienten rein, und bekam direkt einen Brei ins Gesicht geworfen\u201c, erz\u00e4hlt Phillip H\u00f6hne. Alles war sofort wieder in Ordnung, sobald er ins n\u00e4chste Zimmer kam, und eine Schokolade zur Begr\u00fc\u00dfung bekam. So sehr es ihm dort auch gefallen hatte, zu dem Zeitpunkt konnte er es sich nicht vorstellen, das Hospital von seinem Vater, Klaus H\u00f6hne, zu \u00fcbernehmen. Auch in den darauffolgenden Jahre verlor er die Pflege und Gesundheit nie aus dem Blick.<\/p>\n<p>Mit Theorie und Praxis zur Heimleitung<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Nach seinem Abitur hat er daher erstmal eine Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) gemacht. Dort wurde er auch erfolgreich zum Rettungssanit\u00e4ter ausgebildet. Auch danach blieb er weiter in der Gesundheit, Innovation und Wirtschaft t\u00e4tig. \u201eIch habe mich immer gefragt, wie h\u00e4lt man die Gesellschaft gesund\u201c, sagt der 34-J\u00e4hrige. Daher wollte er nach seinem Bachelor in European Public Health (europ\u00e4ische Gesundheitswissenschaften) unbedingt noch den Master in International Business machen.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Seit dem 1. Oktober ist Phillip H\u00f6hne nun offizieller Heimleiter des evangelischen Hospitalstifts. Zuletzt arbeitete er unter anderem bei der AOK als Referent f\u00fcr Versorgungsinnovationen. Dieses theoretische Wissen, was er sich im Laufe der Jahre angeeignet hat, m\u00f6chte er nun an das Hospitalstift weitergeben.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Einen Haken hat der F\u00fchrungswechsel allerdings. Bevor Phillip H\u00f6hen das Ruder \u00fcbernehmen kann, fehle ihm noch eine wichtige Weiterbildung. \u201eVon der Einrichtungsleitung aus, hie\u00df es, dass ich noch zwei Module brauche, um die Leitung des Stifts zu \u00fcbernehmen\u201c, sagt Phillip H\u00f6hne. Hierf\u00fcr m\u00fcsse er noch etwa ein halbes Jahr regelm\u00e4\u00dfig nach Augsburg, um die n\u00f6tigen Anforderungen nachzureichen. In der Zwischenzeit analysiert er in einem 100-Tage-Plan, was er noch verbessern k\u00f6nnte und was genau so bleibt. \u201eDaf\u00fcr bringe ich mich in den ersten 50 Tagen auf den aktuellen Stand\u201c, erkl\u00e4rt er. Die Restzeit sei f\u00fcr die Umsetzung und Planung.<\/p>\n<\/p>\n<p>Rente muss noch warten<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">In der Zwischenzeit bleibt Klaus H\u00f6hne noch in der repr\u00e4sentativen Leitungsrolle &#8211; bis er dann im April in Rente gehen kann und Phillip H\u00f6hne ganz \u00fcbernimmt. Schlie\u00dflich \u201ebin ich eigentlich schon seit dem 1. Juli in Rente\u201c, sagt er. Auch er hatte anfangs nicht vor, dass sein Sohn einmal sein Nachfolger wird. Doch im Grunde sei das eigentlich die letzte M\u00f6glichkeit gewesen. \u201eIch war schon relativ verzweifelt, weil ich keinen geeigneten Nachfolger fand\u201c, sagt Klaus H\u00f6hne.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1761317414_44_b4fe65c1-79b8-4931-9487-b7f718adaafd.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Tassendruck Schw\u00e4bische Lebensart 1\"\/><\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Als H\u00f6hne seinen Sohn fragte, kam nicht sofort das Ja. \u201eZu dem Zeitpunkt, war ich eben in D\u00fcsseldorf und habe dort gearbeitet\u201c, sagt der 34-J\u00e4hrige. Solange auch nicht klar war, was mit seiner Freundin ist, ob sie hier auch einen Beruf bekomme, \u201emussten wir \u00fcberlegen, den Schritt zu wagen.\u201c Als die Freundin schlie\u00dflich auch eine neue Stelle gefunden hatte, war es entschieden.<\/p>\n<p>Demografischer Wandel und Fachkr\u00e4ftemangel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Eine Sorge hat Klaus H\u00f6hne im Moment. Und zwar der demografische Wandel und der Fachkr\u00e4ftemangel. \u201eImmer mehr Menschen werden \u00e4lter und leben vor allem auch l\u00e4nger\u201c, sagt er. Hinzu kommen die Herausforderungen, die neue Krankheiten mit sich bringen. \u201eKrankheiten wie Demenz, Skoliose und vieles mehr erfordern geschultes Personal\u201c, betont Klaus H\u00f6hne.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Phillip H\u00f6hne hat f\u00fcr diese Problematik bereits konkrete Pl\u00e4ne entwickelt und sieht Fachkr\u00e4fte aus anderen L\u00e4ndern als L\u00f6sung. \u201eWir pr\u00fcfen jedoch genau die demografische Struktur der verschiedenen L\u00e4nder. Es ergibt keinen Sinn, Fachkr\u00e4fte aus Regionen zu holen, in denen die Situation \u00e4hnlich angespannt ist wie in Deutschland\u201c, erkl\u00e4rt der neue Heimatleiter. Als Beispiele nennt er Indien und die Philippinen, die eine positive Entwicklung aufweisen. Um eine gute Pflege zu gew\u00e4hrleisten, sei ein Faktor hierbei besonders wichtig. \u201eEin Sprachniveau von B2\u201c, erkl\u00e4rt Phillip H\u00f6hne. Besonders im Hinblick auf die Verst\u00e4ndigung zwischen Pfleger und Patienten sei dies ein Muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"An ein pr\u00e4gendes Erlebnis erinnert sich Phillip H\u00f6hne bis heute noch gerne zur\u00fcck. 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