{"id":523979,"date":"2025-10-24T19:03:11","date_gmt":"2025-10-24T19:03:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/523979\/"},"modified":"2025-10-24T19:03:11","modified_gmt":"2025-10-24T19:03:11","slug":"oekumenische-friedensvesper-zum-jahrestag-des-westfaelischen-friedens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/523979\/","title":{"rendered":"\u00d6kumenische Friedensvesper zum Jahrestag des Westf\u00e4lischen Friedens"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Schwester Ancilla R\u00f6ttger, \u00c4btissin der Klarissen am Dom, sprach bei der \u00f6kumenischen Friedensvesper am Tag des Westf\u00e4lischen Friedens.\" alt=\"Schwester Ancilla R\u00f6ttger, \u00c4btissin der Klarissen am Dom, sprach bei der \u00f6kumenischen Friedensvesper am Tag des Westf\u00e4lischen Friedens.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/csm_2025-10-24-sr-ancilla_29332f774e.jpg\" width=\"300\" height=\"450\"\/><\/p>\n<p>Schwester Ancilla R\u00f6ttger, \u00c4btissin der Klarissen am Dom, sprach bei der \u00f6kumenischen Friedensvesper am Tag des Westf\u00e4lischen Friedens.<\/p>\n<p>\u00a9 Bistum M\u00fcnster<\/p>\n<p>In der Lambertikirche gedachten Christinnen und Christen auf Einladung der katholischen Pfarrei St. Lamberti, der evangelischen Apostel-Kirchengemeinde und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in M\u00fcnster der Unterzeichnung der Friedensvertr\u00e4ge von 1648 in M\u00fcnster und Osnabr\u00fcck. \u201eNach Jahren des Krieges hatten alle Seiten erkannt, dass es nichts mehr zu gewinnen gab\u201c, betonte Schwester Ancilla. Dieses Loslassen, sagte sie, sei auch heute notwendig: \u201eZum Frieden geh\u00f6rt, die eigenen L\u00f6sungsw\u00fcnsche loszulassen und auf den Geist Gottes zu vertrauen.\u201c<\/p>\n<p>In ihrer Predigt verband die Ordensfrau, die seit vielen Jahren zu den Autorinnen des Geistlichen Wortes im WDR 5 geh\u00f6rt, die historische R\u00fcckschau mit einer spiritueller Tiefe. Sie sprach von der Armut als Wesensmerkmal des Menschseins \u2013 nicht als Mangel, sondern als Offenheit: \u201eWir sind Menschen, weil wir bed\u00fcrftig sind und einander brauchen.\u201c Diese Einsicht sei Grundlage jedes Friedens, der zwischen Menschen wachsen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Besonders eindringlich bezog sich Schwester Ancilla auf die Holocaust-\u00dcberlebende Margot Friedl\u00e4nder, die mit ihrem Aufruf \u201eSeid Menschen\u201c Generationen gepr\u00e4gt hat. \u201eWie reich ist der Mensch, dass er lieben, zweifeln, hoffen und Beziehung haben kann\u201c, zitierte die \u00c4btissin. Angesichts einer Welt, die von Kriegen, Krisen und k\u00fcnstlicher Intelligenz gepr\u00e4gt sei, brauche es eine neue Kultur der Menschlichkeit: \u201eWas uns rettet, ist der Blick \u2013 der Blick, der den anderen gro\u00df sein l\u00e4sst.\u201c<\/p>\n<p>Auch der Heilige Franziskus von Assisi spielte in ihren Ausf\u00fchrungen eine zentrale Rolle. Er habe gelernt, \u201eden Menschen hinter der Not zu sehen \u2013 und durch diesen Blick Barmherzigkeit zu \u00fcben\u201c. Der Friede beginne deshalb immer im Innern: \u201eVers\u00f6hnung w\u00e4chst dort, wo wir uns anschauen, wie Gott uns anschaut.\u201c<\/p>\n<p>Zum Abschluss der Vesper lud Schwester Ancilla die Gemeinde ein, den Ruf \u201eSeid Menschen\u201c im Alltag weiterzutragen. \u201eFrieden beginnt in uns\u201c, sagte sie, \u201eund er w\u00e4chst mit jedem Blick, der nicht richtet, sondern erkennt.\u201c<\/p>\n<p>Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Maximilian Betz an der Orgel und der Kantorei An der Apostelkirche unter der Leitung von Konrad Paul.<\/p>\n<p>Ann-Christin Ladermann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schwester Ancilla R\u00f6ttger, \u00c4btissin der Klarissen am Dom, sprach bei der \u00f6kumenischen Friedensvesper am Tag des Westf\u00e4lischen Friedens.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":523980,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,30,8970,18186,1209],"class_list":{"0":"post-523979","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-muenster","12":"tag-news-detail","13":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115430700852123158","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/523979","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=523979"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/523979\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/523980"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=523979"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=523979"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=523979"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}