{"id":524703,"date":"2025-10-25T02:12:26","date_gmt":"2025-10-25T02:12:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/524703\/"},"modified":"2025-10-25T02:12:26","modified_gmt":"2025-10-25T02:12:26","slug":"apple-verliert-uk-kartellklage-15-milliarden-pfund-strafe-drohen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/524703\/","title":{"rendered":"Apple verliert UK-Kartellklage: 1,5 Milliarden Pfund Strafe drohen"},"content":{"rendered":"<p>            <a name=\"body\"\/><\/p>\n<p>Apple steht erneut im Zentrum eines bedeutsamen Rechtsstreits um seine App Store-Praktiken. Das Competition Appeal Tribunal (CAT) in London hat entschieden, dass der iPhone-Hersteller zwischen Oktober 2015 und Ende 2020 seine Marktmacht missbraucht und Entwicklern \u201e\u00fcberm\u00e4\u00dfige und unfaire Preise\u201c f\u00fcr die App-Verteilung berechnet hat. Die Entscheidung k\u00f6nnte Apple bis zu 1,5 Milliarden Pfund kosten. Das <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/sustainability\/boards-policy-regulation\/apple-loses-uk-lawsuit-over-app-store-commissions-2025-10-23\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">berichtet<\/a> Reuters.<\/p>\n<p>Quickread: Auf einen Blick<\/p>\n<ul>\n<li>Londoner Gericht best\u00e4tigt Apples Monopolmissbrauch im App Store zwischen 2015-2020.<\/li>\n<li>Schadenersatz von bis zu 1,5 Milliarden Pfund f\u00fcr britische Verbraucher m\u00f6glich.<\/li>\n<li>Apple k\u00fcndigt Berufung gegen das Urteil an, Schadensverfahren folgt im November.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Tribunal best\u00e4tigt Marktmissbrauch durch Apple<\/p>\n<p>Das Londoner Gericht stellte fest, dass Apple w\u00e4hrend des genannten Zeitraums ein Monopol \u00fcber die iOS-App-Verteilung und In-App-Zahlungen innehatte. Entwicklerinnen und Entwickler waren gezwungen, Apples In-App-Kaufsystem zu nutzen, und hatten keine Alternative zur Zahlung einer Provision von bis zu 30 Prozent. Diese \u00fcberh\u00f6hten Geb\u00fchren f\u00fchrten letztendlich zu h\u00f6heren Preisen f\u00fcr Verbraucherinnen und Verbraucher.<\/p>\n<p>Apples Argumentation, dass Android und andere Plattformen praktikable Alternativen f\u00fcr Nutzende und Entwickelnde darstellten, wies das Tribunal zur\u00fcck. Ebenso wenig akzeptierte das Gericht Apples Behauptung, dass die Regeln und Geb\u00fchren f\u00fcr die Sicherheit und den Datenschutz der Nutzenden erforderlich seien.<\/p>\n<p>Zeitraum bis zur Einf\u00fchrung des Small Business Program<\/p>\n<p>Das Ende des Jahres 2020 in der Zeitleiste des Gerichts entspricht der Einf\u00fchrung des App Store Small Business Program. Mit diesem Programm reduzierte Apple die Provision f\u00fcr unabh\u00e4ngige Entwicklerinnen und Entwickler sowie kleine Unternehmen, die weniger als eine Million US-Dollar pro Jahr verdienten, von 30 auf 15 Prozent. Gleichzeitig begann Apple, andere App Store-\u00c4nderungen als Reaktion auf F\u00e4lle wie Epic Games gegen Apple umzusetzen.<\/p>\n<p>Competition Appeal Tribunal erkl\u00e4rt!<\/p>\n<p>Das Competition Appeal Tribunal ist ein spezialisiertes Gericht in Gro\u00dfbritannien, das \u00fcber Kartellrecht und Wettbewerbsrecht entscheidet. Es behandelt Berufungen gegen Entscheidungen der Wettbewerbsbeh\u00f6rde und f\u00fchrt eigenst\u00e4ndige Kartellverfahren durch. Das Tribunal hat die Befugnis, Geldstrafen zu verh\u00e4ngen und Unternehmen zu strukturellen \u00c4nderungen zu verpflichten.<\/p>\n<p>Sammelklage mit erheblichen finanziellen Folgen<\/p>\n<p>Die Sammelklage wurde 2021 von Dr. Rachael Kent, einer Akademikerin am Kings College London, eingereicht. Die Klage fordert Schadenersatz von bis zu 1,5 Milliarden Pfund f\u00fcr britische Verbraucherinnen und Verbraucher. Der Zeitraum zwischen 2015 und 2020 wurde gew\u00e4hlt, um zu bestimmen, wie viel Apple an britische Nutzende zahlen muss.<\/p>\n<p>Ein Verfahren zur Schadensbestimmung ist f\u00fcr November angesetzt. Apple hat bereits angek\u00fcndigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Das Unternehmen sieht sich weltweit mit \u00e4hnlichen Vorw\u00fcrfen konfrontiert und k\u00e4mpft an mehreren Fronten gegen Kartellverfahren.<\/p>\n<p>Weltweite Herausforderungen f\u00fcr Apples App Store-Modell<\/p>\n<p>Diese Entscheidung reiht sich in eine Serie von rechtlichen Auseinandersetzungen ein, mit denen Apple weltweit konfrontiert ist. In der Europ\u00e4ischen Union verh\u00e4ngte die Kommission bereits eine Geldstrafe von 500 Millionen Euro wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Gesetz \u00fcber digitale M\u00e4rkte (Digital Markets Act). Auch in den USA und Australien sieht sich das Unternehmen \u00e4hnlichen Vorw\u00fcrfen ausgesetzt.<\/p>\n<p>Die verschiedenen Gerichtsverfahren und regulatorischen Ma\u00dfnahmen zwingen Apple dazu, sein App Store-Modell zu \u00fcberdenken. In der EU musste das Unternehmen bereits \u00c4nderungen vornehmen, die es iPhone-Nutzenden erm\u00f6glichen, Apps au\u00dferhalb des App Store zu installieren. Diese Anpassungen gehen jedoch oft mit neuen Geb\u00fchrenstrukturen einher, die von Kritikern als Versuch gewertet werden, die bisherigen Einnahmen aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p>Die Entscheidung des britischen Tribunals k\u00f6nnte einen Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr \u00e4hnliche Verfahren in anderen L\u00e4ndern schaffen und Apples Position in zuk\u00fcnftigen Verhandlungen mit Regulierungsbeh\u00f6rden schw\u00e4chen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Apple steht erneut im Zentrum eines bedeutsamen Rechtsstreits um seine App Store-Praktiken. 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