{"id":524811,"date":"2025-10-25T03:19:13","date_gmt":"2025-10-25T03:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/524811\/"},"modified":"2025-10-25T03:19:13","modified_gmt":"2025-10-25T03:19:13","slug":"bei-kuka-koennten-in-augsburg-mehr-als-400-arbeitsplaetze-wegfallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/524811\/","title":{"rendered":"Bei Kuka k\u00f6nnten in Augsburg mehr als 400 Arbeitspl\u00e4tze wegfallen"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Armin Kolb ist seit 25 Jahren <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/organisationen\/aa-kuka\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Kuka<\/a>-Betriebsrat und seit 15 Jahren Vorsitzender des Gremiums. Der 62-J\u00e4hrige hat als Arbeitnehmer-Vertreter bewegte Zeiten erlebt, ging es bei dem Augsburger Roboter- und Anlagenbauer doch immer wieder rauf und runter. Besch\u00e4ftigte des Unternehmens identifizieren sich in hohem Ma\u00dfe mit dem Traditions-Haus. Sie nennen sich Kukanerinnen und Kukaner und sagen, sie h\u00e4tten in Anlehnung an die Firmen-Farbe orangenes Blut.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kuka ist ein eigener Planet im Wirtschafts-Universum, auch weil die Firma vom chinesischen Haushaltsger\u00e4te-Hersteller Midea \u00fcbernommen wurde. In den vergangenen Wochen wuchs die Unruhe am Firmensitz des Unternehmens in Augsburg. Wer mit Besch\u00e4ftigten spricht, trifft auf verunsicherte und auch ver\u00e4rgerte Menschen. Arbeitnehmer-Vertreter Kolb sagte unserer Redaktion am Freitag: \u201eDie Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. So etwas habe ich in den vergangenen 25 Jahren nicht erlebt.\u201c Kolb f\u00fchrt das darauf zur\u00fcck, dass f\u00fcr Mitarbeitende unklar ist, \u201ewas an dem Standort an Wertsch\u00f6pfung \u00fcbrigbleibt\u201c.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zuletzt war in Mitarbeiterkreisen der Eindruck entstanden, das neue Management unter dem fr\u00fcheren Intel-Mann Christoph Schell wolle deutlich mehr als 400 Arbeitspl\u00e4tze in Augsburg abbauen. Noch unter Schells Vorg\u00e4nger Peter Mohnen war im Februar dieses Jahres beschlossen worden, dass in der Roboter-Sparte in Augsburg etwa 300 Arbeitspl\u00e4tze \u201em\u00f6glichst sozialvertr\u00e4glich, also ohne betriebsbedingte K\u00fcndigungen, wegfallen\u201c. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/intel-top-manager-christoph-schell-wird-der-neue-kuka-chef-108983556\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Die restlichen etwa 100 Stellen stehen in der ebenfalls in Augsburg sitzenden Konzern-Holding auf der Streichliste.<\/a> In Augsburg sind noch rund 3000 Frauen und M\u00e4nner f\u00fcr Kuka t\u00e4tig.\n  <\/p>\n<p>            Augsburger IG-Metall-Chefin ist ver\u00e4gert<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nach Informationen unserer Redaktion gewannen Besch\u00e4ftigte vor allem nach mehreren Informations-Veranstaltungen des Arbeitgebers den Eindruck, es werde bei weitem nicht bei den rund 400 Jobs bleiben. Der Betriebsratsvorsitzende Kolb \u00e4u\u00dferte sich dazu auf Nachfrage nicht. Auch der Augsburger IG-Metall-Chefin Ferdije Rrecaj liegen keine exakten Zahlen vor, sie ist jedoch \u00fcber das Vorgehen der Konzern-Spitze ver\u00e4rgert: \u201eWir erkennen an, dass Kuka restrukturiert werden muss, doch die Art und Weise wie auch das Ausma\u00df sind nicht gerechtfertigt.\u201c Noch gebe es keine offiziellen Verhandlungen zwischen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite \u00fcber einen weiteren Stellenabbau. Aus den Reihen der F\u00fchrungskr\u00e4fte sei aber zu h\u00f6ren, dass das bisherige Stellenabbau-Programm ausgeweitet werden solle, sagte die Gewerkschafterin.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dass solche Spekulationen aufgekommen sind, geht wohl unter anderem auf die offene Kommunikationspolitik des neuen Kuka-Chefs Schell zur\u00fcck. Christoph Schell will die Besch\u00e4ftigten auch mit seinem w\u00f6chentlichen Podcast \u201eCatch-up with Christoph\u201c immer wieder \u201eabholen\u201c. Solchen Video- und Audio-Formaten ist der 53-J\u00e4hrige zugetan. Er best\u00e4tigte in einem Gespr\u00e4ch mit unserer Redaktion, dass mehr als die Anfang des Jahres angek\u00fcndigten<strong class=\"font-bold\">\u00a0<\/strong>400 Arbeitspl\u00e4tze in Augsburg wegfallen k\u00f6nnten. Der Manager will indes Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite nicht vorgreifen und nannte keine konkrete Zahl. Zu Ger\u00fcchten, Teile der Fertigung in Augsburg k\u00f6nnten nach Ungarn verlagert werden, wo schon rund 1500 Frauen und M\u00e4nner f\u00fcr Kuka arbeiten, meinte er: \u201eDas k\u00f6nnte f\u00fcr bestimmte Bereiche eine Option sein.\u201c\u00a0\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/christophschellceokukagroup.jpg\" alt=\"Der neue Kuka-Chef Christoph Schell baut das Unternehmen um. \" title=\"Der neue Kuka-Chef Christoph Schell baut das Unternehmen um. \" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Der neue Kuka-Chef Christoph Schell baut das Unternehmen um.<br \/>\n    Foto: KUKA Group<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Der neue Kuka-Chef Christoph Schell baut das Unternehmen um.<br \/>\n    Foto: KUKA Group<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Schell setzt indes auf den schw\u00e4bischen Standort und betonte: \u201eWir wollen kr\u00e4ftig in Augsburg investieren.\u201c Vorgesehen seien eine stark modernisierte und automatisierte Fertigung, gezielte Investitionen in kundennahe Bereiche wie Vertrieb und Customer-Service, aber auch in die eigene Ausbildung. Dabei \u00e4u\u00dferte er sich nicht zu Angaben von Mitarbeitern, die von einer m\u00f6glichen Investition von rund 70 Millionen Euro f\u00fcr den Firmensitz sprechen. Auch kommentierte der Kuka-Chef nicht Informationen aus Arbeitnehmerkreisen, dass eine solche Summe an finanzielle Beitr\u00e4ge der Besch\u00e4ftigten gebunden sei.\u00a0Schell will Augsburg weiterhin zum Kompetenzzentrum f\u00fcr gro\u00dfe Roboter machen. Der Manager ist \u00fcberzeugt: \u201eWir m\u00fcssen uns im Hier und Jetzt verbessern, dann haben wir eine Chance.\u201c Die Gesamtkosten des Standortes\u00a0seien zu hoch. F\u00fcr ihn geht es nicht um Kosten-Reduktion allein, er strebt \u201eeinen ver\u00e4nderten Mix an T\u00e4tigkeiten und Kompetenzen an, um in den Bereichen Software und KI st\u00e4rker wachsen zu k\u00f6nnen\u201c.\n  <\/p>\n<p>            Kuka k\u00e4mpft mit Preisdruck<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Kuka-Chef schilderte, wie hart das Unternehmen angesichts einer angespannten Marktlage<strong class=\"font-bold\">\u00a0<\/strong>\u201eund des aggressiven Preiskampfes mit ausl\u00e4ndischen Wettbewerbern\u201c zu k\u00e4mpfen habe: \u201eDas Preis-Niveau ist unglaublich niedrig.\u201c<strong class=\"font-bold\">\u00a0<\/strong>Dem Vernehmen nach rechnet der Roboter- und Anlagenbauer durch die sinkenden Marktpreise mit einer j\u00e4hrlichen Sonderbelastung von 30 Millionen Euro.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kuka sieht sich bei insgesamt f\u00fcr die Branche r\u00fcckl\u00e4ufigen Auftr\u00e4gen Konkurrenten aus China und Japan gegen\u00fcber, welche die Preise deutlich dr\u00fccken. Andererseits ist die Automatisierung auf lange Sicht eine Wachstumsbranche. Das Unternehmen muss weiter investieren, um Marktanteile zu gewinnen. Schell sagte: \u201eDas Glas ist halbvoll.\u201c Der Manager will sich durch Kosteneinsparungen unter anderem am Stammsitz\u00a0den finanziellen Freiraum schaffen, um das Unternehmen umzubauen und wettbewerbsf\u00e4higer zu gestalten.\u00a0In Augsburg sind<strong class=\"font-bold\">\u00a0<\/strong>rund ein F\u00fcnftel der weltweiten Kuka-Besch\u00e4ftigten t\u00e4tig.\n  <\/p>\n<p>            Kuka-Chef Schell setzt auf KI in der Robotik<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dabei schl\u00e4gt sich der Roboter- und Anlagenbauer in China und in den USA nach Darstellung Schells gut und verdient auf beiden M\u00e4rkten anders als derzeit unter dem Strich in Europa Geld.\u00a0In China arbeiten etwa 2000<strong class=\"font-bold\">\u00a0<\/strong>Menschen f\u00fcr den Maschinenbauer. Nun soll auch Augsburg \u201est\u00e4rker von den globalen M\u00e4rkten profitieren.\u201c Der Kuka-Chef versprach: \u201eIch will die Menschen an die Hand nehmen. Wenn wir den Standort umbauen, hat er tolle Perspektiven.\u201c Seine Vision sind Roboter, die dank KI sowie Kamera- und Sensortechnik von sich aus in bestimmten Arbeitsumgebungen flexibel erkennen, welche Aufgabe sie als N\u00e4chstes \u00fcbernehmen sollen.<strong class=\"font-bold\">\u00a0<\/strong>Die Branche steht vor einer weiteren Revolution.\u00a0\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Stefan Stahl<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    KUKA<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Augsburg<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Armin Kolb ist seit 25 Jahren Kuka-Betriebsrat und seit 15 Jahren Vorsitzender des Gremiums. 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