{"id":524983,"date":"2025-10-25T05:02:15","date_gmt":"2025-10-25T05:02:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/524983\/"},"modified":"2025-10-25T05:02:15","modified_gmt":"2025-10-25T05:02:15","slug":"so-diskret-wie-moeglich-durchwursteln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/524983\/","title":{"rendered":"So diskret wie m\u00f6glich durchwursteln"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-2 font-sans text-base font-thin leading-[26px] md:mb-[16px] md:text-xl md:leading-[32px]\">W\u00e4hrend der Freisinn seine Differenzen im EU-Dossier \u00f6ffentlich austr\u00e4gt, scheut seine gr\u00f6sste Konkurrentin die Aufmerksamkeit, denn sie hadert mit dem europapolitischen Erbe der alten CVP.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/387d9e9e-bf52-4bf9-afa3-d6f28859e24a.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"5928\" height=\"3952\" alt=\"Welcher europapolitische Kurs schadet der Partei am wenigsten? Selbst die konservativen St\u00e4nder\u00e4te der Mitte waren sich zuletzt uneins.\" data-onclick=\"&#10;            window.vamp.navigateToGallery({&#10;              id: 'ld.1908609',&#10;              images: [undefined],&#10;              selectedImage: 0,&#10;              sharingUrl: 'https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/ja-zu-europa-nein-zu-europa-warum-die-mitte-partei-die-neuen-eu-vertraege-so-diskret-wie-moeglich-abhandelt-ld.1908609',&#10;              articleTitle: 'Mitte-Partei und EU-Vertr\u00e4ge: So diskret wie m\u00f6glich durchwursteln'&#10;            });&#10;          \" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"lazy\" \/>Welcher europapolitische Kurs schadet der Partei am wenigsten? Selbst die konservativen St\u00e4nder\u00e4te der Mitte waren sich zuletzt uneins.<\/p>\n<p>Peter Klaunzer\u00a0\/\u00a0Keystone<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8am42nt2\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\"><strong\/><strong\/>In ihrer eigenen Selbstverkl\u00e4rung ist die abwartende Haltung der Mitte-Partei nicht Zeichen der inneren Zerrissenheit, sondern Ausdruck ihres staatstragenden Selbstbewusstseins. Die Mitte kann aber nicht anders, sie ist die Partei der immerw\u00e4hrenden Vernehmlassung.<\/p>\n<p>Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen<\/p>\n<p>NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. 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Die Mitte versucht, es auf ein Traktandum unter vielen zu reduzieren.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b17vba1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Sie unterscheidet sich damit diametral von ihrer gr\u00f6ssten politischen Konkurrentin, der FDP. Bereits vor einem Jahr mandatierte der damalige FDP-Pr\u00e4sident Thierry Burkart \u2013 der sich in dieser Frage fortan zur\u00fcckhielt \u2013 eine Gruppe von je sechs Bef\u00fcrwortern und Gegnern der Vertr\u00e4ge damit, eine Position f\u00fcr die Delegiertenversammlung vorzubereiten. Burkart sagte sp\u00e4ter, er habe so eine europapolitische Spaltung verhindern wollen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b17vba3\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die Mitte beobachtete diesen Prozess ganz genau. Denn wie die FDP umfasst auch sie selbst europafreundliche und europaskeptische Kr\u00e4fte.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b17vbb1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Doch anders als der Freisinn versuchen Vertreter der Mitte, alle europapolitischen Differenzen so diskret wie m\u00f6glich abzuhandeln. Anfragen werden in diesen Tagen per SMS abgewimmelt. Immer wieder heisst es, die Parteispitze werde Ende Oktober \u00abausf\u00fchrlich informieren\u00bb. So versucht die Partei, europapolitische St\u00f6rger\u00e4usche zu verhindern.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b17vbb3\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Angesichts der europapolitischen Traumata der alten CVP gibt es daf\u00fcr gute Gr\u00fcnde.<\/p>\n<p><strong\/>Der \u00abEU-Beitritts-Zug\u00bb<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b19egf0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Anfang der 1990er Jahre dominierten die CVP und die FDP gemeinsam das b\u00fcrgerliche Lager und damit auch die Politik im Bundesstaat. Beide sahen die SVP bestenfalls als Juniorpartnerin. Dann kam die Abstimmung zum EWR.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b19egk0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Carlo Schmid, der mit dem Selbstverst\u00e4ndnis eines Landesvaters jahrelang den Kanton Appenzell Innerrhoden und die CVP regierte, trat im Abstimmungskampf zum EWR als klarer Bef\u00fcrworter einer Ann\u00e4herung an die EU auf. Schmid sagte, wenn die GSoA und die rechtsextremen Schweizer Demokraten gemeinsam den EWR bek\u00e4mpften, k\u00f6nne man \u00abblindlings den Kopf darauf verwetten, dass der EWR richtig\u00bb sei. Am Ende wurde der EWR gerade in den Innerschweizer Stammlanden der CVP besonders wuchtig verworfen. Doch die CVP-Elite hielt an ihrem europapolitischen Kurs fest.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/9072b7d1-321f-4037-9a99-6df67db5bcdd.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"225\" height=\"305\" alt=\"Carlo Schmids Einsicht kam f\u00fcr die alte CVP zu sp\u00e4t.\" data-onclick=\"&#10;            window.vamp.navigateToGallery({&#10;              id: 'ld.1908609',&#10;              images: [undefined],&#10;              selectedImage: 0,&#10;              sharingUrl: 'https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/ja-zu-europa-nein-zu-europa-warum-die-mitte-partei-die-neuen-eu-vertraege-so-diskret-wie-moeglich-abhandelt-ld.1908609',&#10;              articleTitle: 'Mitte-Partei und EU-Vertr\u00e4ge: So diskret wie m\u00f6glich durchwursteln'&#10;            });&#10;          \" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"lazy\" \/>Carlo Schmids Einsicht kam f\u00fcr die alte CVP zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Keystone<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b19egl0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">1998 beschloss die Partei am \u00abEuropa-Kongress\u00bb mit 411 zu 48 Stimmen den EU-Beitritt. Ein Jahr sp\u00e4ter wurde die SVP bei den Nationalratswahlen erstmals st\u00e4rkste Kraft im Nationalrat und degradierte die CVP zur b\u00fcrgerlichen Juniorpartnerin. Ein Umdenken setzte erst allm\u00e4hlich ein. 2001 bekr\u00e4ftigte die CVP ihren europapolitischen Kurs \u2013 entgegen der Mahnung des damaligen Parteipr\u00e4sidenten Adalbert Durrer \u2013 erneut. Mit 189 zu 148 sprach sich die Delegiertenversammlung f\u00fcr eine Initiative aus, die den Beitritt zur EU verlangte. Allerdings widersetzen sich 18 Kantonalsektionen diesem Entscheid und beschlossen die Nein-Parole.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b19egm0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Innerhalb von zehn Jahren hatte die CVP nicht bloss einen erheblichen Teil ihrer W\u00e4hler verschreckt, sondern in ihrem Inneren eine europapolitische Spaltung heraufbeschworen. Carlo Schmid sagte anl\u00e4sslich des hundertsten Geburtstages seiner Partei, Anfang der 1990er Jahre habe man nicht nur den Fehler gemacht, den EWR zu unterst\u00fctzen, sondern sei \u00abgleich noch auf den EU-Beitritts-Zug\u00bb aufgesprungen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b19egn0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">F\u00fcr die alte CVP kam Schmids Erkenntnis zu sp\u00e4t. Nun fragt sich, was die neue Mitte daraus macht.<\/p>\n<p>Eine neue Un\u00fcbersichtlichkeit<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b1lou70\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In der Europapolitik dominieren in der Mitte zwei Pole. Einflussreiche Stimmen aus den Stammlanden haben ihre EU-Skepsis immer wieder kundgetan. Derweil meldeten Vertreter aus dem Mittelland ihren F\u00fchrungsanspruch im EU-Dossier an.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b33t9o1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Vergangenes Jahr \u00e4usserte sich die Parteileitung \u2013 in Erwartung der innerparteilichen Dissonanzen \u2013 zur\u00fcckhaltend zum Verhandlungsergebnis mit der EU. Derweil ging Nicole Barandun, Nationalr\u00e4tin aus dem Kanton Z\u00fcrich, in die Offensive: \u00abDie proeurop\u00e4ischen Kr\u00e4fte, namentlich die Frauen und die Sektionen der Westschweiz, werden geh\u00f6rig Druck aufbauen!\u00bb<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b30pan0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Doch die europapolitischen Bruchlinien in der neuen Mitte sind komplex. Benedikt W\u00fcrth, St.\u00a0Galler St\u00e4nderat und wertkonservatives Schwergewicht im Parlament, gilt als Unterst\u00fctzer der neuen Vertr\u00e4ge. Gerhard Pfister, Erfinder der neuen Mitte und stets um die Aussenwirkung seiner Partei in der urbanen Schweiz besorgt, ist bekanntermassen ein Skeptiker.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/bec8b959-0080-472e-b745-950437851f91.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"432\" height=\"577\" alt=\"Gerhard Pfister, der Erfinder der neuen Mitte und Skeptiker einer Ann\u00e4herung an Europa.\" data-onclick=\"&#10;            window.vamp.navigateToGallery({&#10;              id: 'ld.1908609',&#10;              images: [undefined],&#10;              selectedImage: 0,&#10;              sharingUrl: 'https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/ja-zu-europa-nein-zu-europa-warum-die-mitte-partei-die-neuen-eu-vertraege-so-diskret-wie-moeglich-abhandelt-ld.1908609',&#10;              articleTitle: 'Mitte-Partei und EU-Vertr\u00e4ge: So diskret wie m\u00f6glich durchwursteln'&#10;            });&#10;          \" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"lazy\" \/>Gerhard Pfister, der Erfinder der neuen Mitte und Skeptiker einer Ann\u00e4herung an Europa.<\/p>\n<p>Keystone<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b3dp390\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In den Diskussionen zum gescheiterten Rahmenvertrag sagte Pfister: \u00abDie Rolle des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs im Rahmenabkommen ist toxisch.\u00bb Damals verlangte Pfister \u00absubstanzielle Verbesserungen\u00bb im Verhandlungsergebnis. Wenig sp\u00e4ter brach der Bundesrat die Verhandlungen ab.<\/p>\n<p>Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b4bkd81\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Anfang Sommer verk\u00fcndete die Partei, dem Bundesrat sei es gelungen, im Vergleich zum Rahmenabkommen \u00abVerbesserungen\u00bb zu erreichen. Es klang so, als bereite die Kommunikationsabteilung der Partei das Terrain f\u00fcr ein Ja zu den Vertr\u00e4gen. Doch schon bald gab es Widerspruch.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b4sal60\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Mitten in der politischen Sommerpause schrieb Stefan Engler, St\u00e4nderat aus dem Kanton Graub\u00fcnden, in einer Rubrik in der \u00abS\u00fcdostschweiz\u00bb, der Bundesrat vernachl\u00e4ssige im EU-Dossier seine Informationspflicht und betreibe \u00abim besten Falle Propaganda\u00bb. Mit den neuen Vertr\u00e4gen k\u00f6nne der Gesetzgeber \u00abnicht mehr frei legiferieren\u00bb und m\u00fcsse mit Ausgleichsmassnahmen rechnen, was \u00abeine diplomatische Bezeichnung f\u00fcr Sanktionen\u00bb sei.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b54cl70\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Benedikt W\u00fcrth griff diese Kritik wenig sp\u00e4ter <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/mitte-staenderat-benedikt-wuerth-wir-muessen-lernen-eu-recht-kreativ-umzusetzen-ld.1894989\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in der NZZ<\/a> auf. Er forderte in Erg\u00e4nzung zum Verhandlungsergebnis inl\u00e4ndische Massnahmen und \u00abneue Instrumente\u00bb f\u00fcr das Parlament. Im Zweifel m\u00fcsse die Schweiz zudem von EU- und EWR-Staaten lernen und EU-Recht \u00abkreativ umsetzen\u00bb. W\u00fcrth versuchte damit eine \u00f6ffentliche Diskussion abzuklemmen und eine Position zu formulieren, die auch f\u00fcr Skeptiker in seiner Partei anschlussf\u00e4hig sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/4e5fa4cf-b2ca-4365-ac17-fe61e89eb14d.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"213\" height=\"289\" alt=\"\u00abEU-Recht kreativ umsetzen\u00bb. Der St. Galler St\u00e4nderat Benedikt W\u00fcrth.\" data-onclick=\"&#10;            window.vamp.navigateToGallery({&#10;              id: 'ld.1908609',&#10;              images: [undefined],&#10;              selectedImage: 0,&#10;              sharingUrl: 'https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/ja-zu-europa-nein-zu-europa-warum-die-mitte-partei-die-neuen-eu-vertraege-so-diskret-wie-moeglich-abhandelt-ld.1908609',&#10;              articleTitle: 'Mitte-Partei und EU-Vertr\u00e4ge: So diskret wie m\u00f6glich durchwursteln'&#10;            });&#10;          \" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"lazy\" \/>\u00abEU-Recht kreativ umsetzen\u00bb. Der St. Galler St\u00e4nderat Benedikt W\u00fcrth.<\/p>\n<p>Keystone<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b20lln1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Nachdem sich die FDP vergangene Woche \u00fcberraschend deutlich f\u00fcr die neuen Vertr\u00e4ge, allerdings nur knapp gegen das St\u00e4ndemehr bei einer Volksabstimmung ausgesprochen hatte, wurden erneut europakritische Zwischent\u00f6ne laut. Einige Mitglieder der Mitte verlangten in den sozialen Netzwerken, dass sich die Partei nun f\u00fcr das St\u00e4ndemehr ausspricht und so ein europapolitisches \u00abAlleinstellungsmerkmal\u00bb herausarbeitet.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8b6b3o70\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Elisabeth Schneider-Schneiter, europafreundliche Nationalr\u00e4tin aus dem Baselbiet, reagierte sofort und schrieb: \u00abWarten wir mal ab, was die Kantone dazu sagen\u00a0.\u00a0.\u00a0.\u00bb Die Kantone konnten sich am Freitag nicht auf eine gemeinsame Stellungnahme einigen. F\u00fcr das St\u00e4ndemehr sind neben dem Tessin vor allem kleine, l\u00e4ndliche Kantone der Deutschschweiz. Es sind Kantone, in denen die Mitte in den vergangenen Jahren bereits beachtliche W\u00e4hleranteile an die SVP verloren hat. Soll sie sich nun als europaskeptische Partei positionieren oder sich neben der FDP, den Linken und der GLP als eine weitere europafreundliche Kraft einreihen?<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j8ba9bjm1\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-team-paragraph=\"true\">Am 29.\u00a0Oktober wird das Parteipr\u00e4sidium seine Position bekanntgeben. Eine Europadiskussion unter Delegierten ist aber erst geplant, wenn das Parlament die Vertr\u00e4ge behandelt hat. Und so bleibt die entscheidende Frage f\u00fcr die Mitte, ob sie mit ihrer Europapolitik \u00fcberhaupt neue W\u00e4hler ansprechen kann oder ob sie sich weiterhin durchwursteln will<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00e4hrend der Freisinn seine Differenzen im EU-Dossier \u00f6ffentlich austr\u00e4gt, scheut seine gr\u00f6sste Konkurrentin die Aufmerksamkeit, denn sie hadert&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":524984,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-524983","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115433056217331042","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/524983","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=524983"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/524983\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/524984"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=524983"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=524983"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=524983"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}