{"id":525609,"date":"2025-10-25T10:56:14","date_gmt":"2025-10-25T10:56:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/525609\/"},"modified":"2025-10-25T10:56:14","modified_gmt":"2025-10-25T10:56:14","slug":"wird-stuttgart-zu-einem-detroit-am-neckar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/525609\/","title":{"rendered":"Wird Stuttgart zu einem Detroit am Neckar?"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eIch sage dazu lieber nichts.\u201c Am Tor 1 des Bosch-Werks in Stuttgart-Feuerbach verd\u00fcstern sich die Mienen, wenn man die Besch\u00e4ftigten zur Lage im Betrieb befragt. Die meisten dr\u00e4ngen lieber kommentarlos weiter. \u201eHalt die Gosch, i schaff beim Bosch\u201c ist ein Satz, der hier schon seit einem Jahrhundert gilt. Es ist Ausdruck von Stolz. Aber auch einer verschw\u00f6rerischen Verschwiegenheit. Das beherzigen jetzt besonders viele, streicht der Konzern doch bis 2030 weit mehr als 24.000 Stellen. Denn der stolze Bosch-Satz kennt eine d\u00fcstere Fortsetzung: \u201eH\u00e4ttsch dei Gosch g\u2019halte, h\u00e4tt\u2018 dich dr Bosch b\u2018halte.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">So bekommt man am Tor 1 allenfalls den grummeligen Satz \u201ewie soll die Stimmung schon sein?\u201c zu h\u00f6ren. Allein in Feuerbach streicht Bosch 3500 Stellen \u2013 1500 in der Produktion. Im benachbarten Waiblingen soll ein Standort mit 1400 Stellen schlie\u00dfen. Zudem stellt der gr\u00f6\u00dfte Autozulieferer der Welt viele Arbeitspl\u00e4tze in Verwaltung und Entwicklung in Frage. \u201eBei uns ist die Stimmung auch mies\u201c, h\u00f6rt man aus der Zentrale auf der \u201eSchillerh\u00f6he\u201c vor den Toren der Landeshauptstadt.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Im Stuttgarter Stadtteil Feuerbach ist Bosch das mit Abstand pr\u00e4gendste Unternehmen. Seit 1909 steht hier die Stammfabrik des Konzerns, nachdem in der Innenstadt kein Platz mehr f\u00fcr die Expansion war. Hier schl\u00e4gt seit Jahrzehnten das Diesel-Herz von Bosch. Drum herum viele moderne Geb\u00e4ude, in denen der Konzern unter anderem das Archiv, verschiedene Zentralfunktionen und die Maschinenbau-Tochter Etas angesiedelt hat. Insgesamt arbeiten alleine in Feuerbach mehr als 15.000 Menschen f\u00fcr den Konzern. Alleine Bosch besch\u00e4ftigt im Gro\u00dfraum Stuttgart 37.000 Menschen. In Baden-W\u00fcrttemberg sind es 67.000.<\/p>\n<p>Mercedes-Benz verschickt 40.000 Briefe an Mitarbeiter<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">In Stuttgart schl\u00e4gt seit je her das Herz der Autoindustrie. Bosch gab mit seinen erstmals sicheren Z\u00fcndanlagen den entscheidenden Schub. Schon 1882 hatte Gottlieb Daimler in seinem Gartenhaus im Stadtteil Cannstatt mit ersten Versuchen begonnen. Dort unten im Neckartal ist heute die Heimat von Mercedes-Benz. Hier herrscht ebenfalls Verunsicherung. Im Sommer hat der Konzern mehr als 40.000 Briefe an seine Mitarbeiter verschickt. Die Zentrale in Untert\u00fcrkheim will abklopfen, wer bereit w\u00e4re, das Unternehmen zu verlassen. Wie viele es sein sollen, verr\u00e4t Vertriebsvorst\u00e4ndin Britta Seeger nicht. Man habe 600 Millionen Euro f\u00fcr Abfindungen bereitgestellt. \u201eDie werden wir bis M\u00e4rz komplett verwenden.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Immer \u00f6fter setzt das Stuttgarter Autoherz aus. Noch vor zwei Jahren haben die Besch\u00e4ftigten von Mercedes eine Rekordpr\u00e4mie von 7.300 Euro kassiert. F\u00fcr 2026 droht sogar ein Ausfall der Sonderzahlung. Ebenfalls in Cannstatt ist Mahle angesiedelt. Der viertgr\u00f6\u00dfte Autozulieferer der Welt fertigt vor allem K\u00fchler und Kolben wie eine gro\u00dfe Installation verdeutlicht. Der Konzern hat bereits 7600 Stellen abgebaut und richtet die Produkte mehr und mehr auf Elektro- und Wasserstoffantriebe aus. Doch der Markt will nicht anziehen. Entsprechen ist dort die Stimmung ebenfalls angespannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/45f0a32d-5b2e-459e-9b29-72850aeeaae0.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Wie viele andere Unternehmen hat auch der Autozulieferer Mahle arg mit dem Wandel in der Branche zu k\u00e4mpfen.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Wie viele andere Unternehmen hat auch der Autozulieferer Mahle arg mit dem Wandel in der Branche zu k\u00e4mpfen. (Foto: Bernd Wei\u00dfbrod\/dpa)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Ern\u00fcchterung herrscht auch im Stadtteil Zuffenhausen. Wer dort bisher bei Porsche gearbeitet hat, geh\u00f6rte selbst unter den gutverdienenden Besch\u00e4ftigten der Stuttgarter Autoindustrie zu den Spitzenverdienern. Hohe vierstellige Pr\u00e4mien waren lange die Regel. Jetzt vollzieht der Vorstand der Sportwagenschmiede eine Vollbremsung. Bis 2029 sollen 1900 Stellen wegfallen. Dabei verl\u00e4ngert Porsche schon seit einem Jahr keine Zeitvertr\u00e4ge mehr. Mehr als 2000 Frauen und M\u00e4nner sind bereits aus dem Unternehmen verschwunden. Selbst die Besch\u00e4ftigungssicherung bis 2030 wackelt. Dann k\u00f6nnte Porsche sogar betriebsbedingt k\u00fcndigen.<\/p>\n<p>Stellenabbau ist ein Dauerbrenner &#8211; bei vielen Konzernen<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Stellenabbau ist auch ein Dauerbrenner bei Daimler Truck dem Lkw-Hersteller mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen vor den Toren Stuttgarts. \u201eWir haben Regelungen f\u00fcr mehr Effizienz und Flexibilit\u00e4t mit dem Unternehmen vereinbart. Das Management strebt auch einen Stellenabbau an. Es ist aber noch nicht absehbar, wie viele Arbeitspl\u00e4tze letztlich auf dem Pr\u00fcfstand stehen\u201c, erkl\u00e4rt Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht. Doch jetzt m\u00fcsse der Vorstand aber auch sagen, wie das Unternehmend wieder f\u00fchrend werden kann. \u201eDa haben wir in den vergangenen Jahren an Boden verloren.\u201c Mit Kostensenkungen alleine werde die Krise nicht gel\u00f6st.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eDie eigentlichen Folgen des Stellenabbaus sind noch gar nicht abzusehen. Das macht den Leuten Sorgen\u201c, beschreibt Brecht die allgemeine Verunsicherung in der Region Stuttgart. Die ist l\u00e4ngst \u00fcber die Werkstore der Konzerne hinaus angekommen.<\/p>\n<p>Einzelhandel und Gastronomie sp\u00fcren die Verunsicherung<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Nicht nur in der Feuerbacher Tankstelle vor Tor 1 gehen die Ums\u00e4tze zur\u00fcck, weil die Leute sparen. Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister bekommen die Verunsicherung bei Bosch, Porsche oder Mercedes zu sp\u00fcren. \u201eFr\u00fcher kamen die Kunden alle zwei Wochen. Jetzt sind sie erst nach vier Wochen wieder da\u201c, berichtet Simona Bajoriuniene. Bei der aus Litauen stammenden Friseurangestellten sch\u00fctten viele Kunden, die bei Bosch oder Porsche arbeiten, ihr Herz aus. \u201eDie Stimmung ist nicht gut\u201c, best\u00e4tigt sie. Die Meisten w\u00fcrden abwarten. Nur ein Kunde habe bisher die Abfindung von Porsche angenommen. \u201eDer ist jung. Ob das so eine gute Idee war?\u201c, zweifelt die Friseurin, die selbst von den Geh\u00e4ltern ihrer Kunden nur tr\u00e4umen kann.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eIch bin seit 33 Jahren dabei und habe schon viele Krisen erlebt. Mal sehen was wirklich kommt\u201c, erkl\u00e4rt Damir, der zusammen mit seinem Kollegen Zlatko dann doch vor dem Tor 1 stehen bleibt. Die beiden Bosch-Mitarbeiter wollen ihre Nachnamen aber lieber nicht in der Zeitung lesen. Sie repr\u00e4sentieren jedoch die unterschiedliche Gem\u00fctslage vieler Besch\u00e4ftigten in der Stuttgarter Autowelt.  \u201eIch habe einen Antrag gestellt\u201c, best\u00e4tigt Zlatko. Der 57-J\u00e4hrige meint damit den Einstieg in Altersteizeit mit Abfindung. Wenn die Konditionen passen, sei er weg. Die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit rechnet damit, dass viele \u00c4ltere die Option w\u00e4hlen. Einen \u00dcberblick habe man aber nicht.<\/p>\n<p>\u201eWer nimmt mich denn noch mit F\u00fcnfzig?\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eF\u00fcr mich kommt das nicht in Frage\u201c, betont Damir. \u201eWer nimmt mich denn noch mit F\u00fcnfzig? Und auch noch zu den gleichen Konditionen wie beim Bosch?\u201c Er habe mit seiner Frau schon mal ausgerechnet, was an Abfindung zusammenkommen m\u00fcsste, um sich ein Leben in der bosnischen Heimat leisten zu k\u00f6nnen. \u201eDa komme ich derzeit noch nicht hin.\u201c Doch der 50-J\u00e4hrige gibt sich gelassen. \u201eVielleicht \u00e4ndern sich die EU-Vorgaben doch noch. Dann geht es ja auch mit dem Diesel weiter.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Neben Stuttgart trifft die Autokrise die ganze umliegende Region. Von Heilbronn im Norden \u00fcber Ludwigsburg, Sindelfingen, Waiblingen, Esslingen bis nach Reutlingen im S\u00fcden. Neben den gro\u00dfen Adressen wie Mercedes, Porsche, Audi, Bosch oder Mahle h\u00e4ngt eine Vielzahl von Mittelst\u00e4ndlern am Auto. Insgesamt arbeiten 240.000 Frauen und M\u00e4nner in der Branche. Das ist jeder f\u00fcnfte Besch\u00e4ftigte in der Region &#8211; in Baden-W\u00fcrttemberg jeder Siebte. Das Auto hat die Region Stuttgart zu einer der reichsten Europas gemacht.<\/p>\n<\/p>\n<p>Alte Gewissheite bekommen immer mehr Risse<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u00dcber Generationen galt: Ein Arbeitsplatz in der Branche ist eine Lebensstellung. Jetzt bekommt diese Gewissheit immer mehr Risse. Dies gilt gerade f\u00fcr das enge Band bei Bosch zwischen Firma und Besch\u00e4ftigten. Bei Krisen hielt man zusammen. \u201eDas ist ein Kulturbruch\u201c, urteilt Helmut Meyer, stellvertretender Gesamtbetriebsratschef. Das Management k\u00f6nne vor allem nicht sagen, was denn nach dem Stellenabbau nachhaltig besser werden soll. \u201eMit welchen Produkten soll es denn k\u00fcnftig weitergehen?\u201c, will Meyer wissen. Eine Antwort bleibt die \u201eSchillerh\u00f6he\u201c bisher schuldig.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Heftige Krisen gab es in der Stuttgarter Autoindustrie schon fr\u00fcher. In den 1990er-Jahren hing Mercedes tief in den Seilen und Porsche drohte sogar das Aus. Auch bei den Zulieferern herrschte Alarmstimmung. Gleichwohl sp\u00fcrt man in der Region, dass es diesmal um grunds\u00e4tzliche Zukunftsfragen geht. Welche Technologie ist die Richtige? Und welche Qualifikation muss man mitbringen, um in der Autoindustrie oder im ebenfalls von der Krise betroffenen Maschinenbau arbeiten zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>66.000 Auto-Stellen k\u00f6nnten wegfallen<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Diese Ungewissheit treibt viele Menschen derzeit um. Die Leute sparen, obwohl sie eigentlich keine Entlassung bef\u00fcrchten m\u00fcssen. Die Stellen sind prinzipiell durch Betriebsvereinbarungen gesichert \u2013 noch. Und f\u00fcr 2026 erwartet die Bundesagentur sogar eine leichte Zunahme der Besch\u00e4ftigung von 0,1 Prozent. Allerdings warnt eine Studie, die von der Landesregierung in Auftrag gegeben wurde, dass bis 2030 allein in Baden-W\u00fcrttemberg 66.000 Stellen rund ums Auto wegfallen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Wie die Krise hat den Alltag pr\u00e4gt, wird besonders bei einem Blick in die Kasse der Stadt Stuttgart deutlich. \u201eDie Lage ist ernst\u201c, erkl\u00e4rt Oberb\u00fcrgermeister Frank Nopper (CDU). \u201eNach vielen Jahren einer geradezu paradiesischen st\u00e4dtischen Finanzlage m\u00fcssen wir erstmals nach dem Haushaltsjahr 2011 wieder einen Sparhaushalt vorlegen\u201c, stimmt der Rathauschef die Mitb\u00fcrger auf harte Zeiten ein. Die einst so erfolgreichen Konzerne zahlen deutlich weniger Steuern. Mit 278 Millionen Euro kann Finanzb\u00fcrgermeister Thomas Fuhrmann (CDU) nur noch halb so viel verbuchen wie im Jahr zuvor. Statt zu kassieren, muss die Stadt sogar zu hoch veranschlagte Vorauszahlungen ersetzen. Aktuell klafft ein Loch von 890 Millionen Euro in der st\u00e4dtischen Kasse. F\u00fcr das kommende Jahr ist bereits ein Minus von 487 Millionen Euro in Sicht.<\/p>\n<p>Stadt Stuttgart spart &#8211; und erh\u00f6ht Steuern und Geb\u00fchren<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Nopper will eine \u201ekontrollierte, allerdings f\u00fcr alle stark sp\u00fcrbare Bremsung\u201c vornehmen. Tats\u00e4chlich quietscht es gewaltig: Den 16.000 Besch\u00e4ftigten wird die H\u00e4lfte der Stuttgart-Zulage gestrichen, mit der die kargen Geh\u00e4lter des \u00f6ffentlichen Dienstes aufgestockt werden. Denn das Leben in der Landeshauptstadt ist sehr teuer. Drei Geb\u00e4ude in bester Innenstadtlage l\u00e4sst Nopper verkaufen. Daf\u00fcr zieht ein Teil seiner Verwaltung in ein leeres Kaufhaus, das die Stadt 2024 im Zuge der Pleite von Galeria-Kaufhof \u00fcbernommen hat. Etliche Investitionen werden vertagt. Daf\u00fcr m\u00fcssen die B\u00fcrger mehr zahlen. Ein Platz in der st\u00e4dtischen Kita soll k\u00fcnftig bis zu 828 Euro pro Monat kosten. Zudem wird ab 2026 eine \u00dcbernachtungssteuer erhoben.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Pessimisten sagen f\u00fcr Stuttgart einen Niedergang voraus, wie ihn die amerikanische Autostadt Detroit erlebt hat. Dort f\u00fchrte die Krise und sp\u00e4tere Abwanderung von Ford, General Motors und Chrysler zu einem massiven Arbeitsverlust. Die Stadt musste sich 2013 mit Schulden von 18 Milliarden Dollar sogar f\u00fcr bankrott erkl\u00e4ren. Zeitweise standen mit mehr als 80.000 H\u00e4user und Wohnungen jede dritte Immobilie leer. Seit ein paar Jahren verbessert sich die Lage etwas. Doch die Stadt steht immer noch f\u00fcr viel Armut und ein hohe Kriminalit\u00e4tsrate.<\/p>\n<p>IHK weist \u201eSchreckensszenarien\u201c zur\u00fcck<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Susanne Herre, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der IHK Region Stuttgart, weist solche Schreckensszenarien weit von sich: \u201eStuttgart sp\u00fcrt die Transformation der Industrie unmittelbar \u2013 doch die Region hat schon mehrfach bewiesen, dass sie Wandel kann.\u201c Sie betrachte die aktuelle Entwicklung nicht als Krise, sondern als Phase der Erneuerung. Herre macht sogar im Fachkr\u00e4ftemangel die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung aus: \u201eBis 2035 k\u00f6nnten \u00fcber 100.000 Stellen unbesetzt bleiben.\u201c.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u00c4hnlich sieht es auch der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit in Stuttgart. Der entscheidende Unterschied zu fr\u00fcheren Krisen sei der demographische Faktor. Er wirke als D\u00e4mpfer. \u201eDie Herausforderung liegt eher im Mismatch zwischen freigesetzten und gesuchten Qualifikationen\u201c, so eine Sprecherin. Daimler-Betriebsrat Brecht verbreitet ebenfalls Zuversicht: \u201eWir sollten nicht alles schlecht reden, sondern uns erinnern, wie wir Erfolge erreicht haben. So schlecht waren wir in den letzten 130 Jahren der Unternehmensgeschichte n\u00e4mlich nicht.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eIch sage dazu lieber nichts.\u201c Am Tor 1 des Bosch-Werks in Stuttgart-Feuerbach verd\u00fcstern sich die Mienen, wenn man&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":525610,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[3584,513,1278,1634,2909,5054,3364,29,129603,1368,8779,10267,28095,45817,5780,30,58070,3586,669,101702,2911,377,14056,5399,972,3041,19726,1441,173,12839,25145,17977,27742],"class_list":{"0":"post-525609","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-arbeitsplaetze","9":"tag-auto","10":"tag-autobauer","11":"tag-baden-wuerttemberg","12":"tag-bosch","13":"tag-branche","14":"tag-de","15":"tag-deutschland","16":"tag-e-antrieb","17":"tag-e-auto","18":"tag-elektro","19":"tag-fahrzeugbau","20":"tag-feuerbach","21":"tag-firmen","22":"tag-gerlingen","23":"tag-germany","24":"tag-hersteller","25":"tag-jobs","26":"tag-krise","27":"tag-mahle","28":"tag-mercedes","29":"tag-mercedes-benz","30":"tag-porsche","31":"tag-region","32":"tag-rezession","33":"tag-stadt","34":"tag-stellenabbau","35":"tag-stuttgart","36":"tag-unternehmen","37":"tag-verbrenner","38":"tag-wandel","39":"tag-zuffenhausen","40":"tag-zulieferer"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115434448118057122","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/525609","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=525609"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/525609\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/525610"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=525609"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=525609"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=525609"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}