{"id":52569,"date":"2025-04-22T16:58:12","date_gmt":"2025-04-22T16:58:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/52569\/"},"modified":"2025-04-22T16:58:12","modified_gmt":"2025-04-22T16:58:12","slug":"mord-aus-verzweiflung-lebenslange-haft-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/52569\/","title":{"rendered":"Mord aus Verzweiflung? Lebenslange Haft gefordert"},"content":{"rendered":"<p>Messerattacke im Bahnhofsviertel <\/p>\n<p>Mord als Verzweiflungstat? \u2013 Lebenslange Haft gefordert<\/p>\n<p>22.04.2025 &#8211; 18:13 UhrLesedauer: 2 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 focus-within:text-magenta block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2025\/04\/RDvt5oEDRkzK\/0x149:4000x2250\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/das-land-und-amtsgericht-in-frankfurt-archivbild-das-urteil-soll-am-freitag-fallen.jpg')\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/das-land-und-amtsgericht-in-frankfurt-archivbild-das-urteil-soll-am-freitag-fallen.jpg\" alt=\"Das Land- und Amtsgericht in Frankfurt (Archivbild): Das Urteil soll am Freitag fallen.\" title=\"Das Land- und Amtsgericht in Frankfurt (Archivbild): Das Urteil soll am Freitag fallen.\" width=\"4000\" height=\"2250\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex w-full max-w-full h-full\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1745049674_75_zoom-in.f7dae02f.svg.svg+xml\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"&#10;        block&#10;        h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)]&#10;        w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)]&#10;        max-w-none&#10;        absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Das Land- und Amtsgericht in Frankfurt (Archivbild): Das Urteil soll am Freitag fallen. (Quelle: IMAGO\/Dirk Sattler)<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Ein Mann soll einen Rollstuhlfahrer get\u00f6tet haben, um ins Gef\u00e4ngnis zu kommen. Die Staatsanw\u00e4ltin sieht Heimt\u00fccke und niedere Beweggr\u00fcnde, die Verteidigung widerspricht<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Im Prozess um die t\u00f6dliche Messerattacke auf einen Rollstuhlfahrer im Frankfurter Bahnhofsviertel im M\u00e4rz 2024 haben Staatsanwaltschaft und Verteidigung am Dienstag ihre Schlusspl\u00e4doyers gehalten. Die Staatsanw\u00e4ltin geht von Mord aus und forderte eine lebenslange Freiheitsstrafe f\u00fcr den 30-j\u00e4hrigen Angeklagten. Dieser habe die Tat begangen, um durch eine Inhaftierung aus seiner schwierigen Lebenssituation zu entkommen. Der Mann hatte vor der Tat seine Arbeit verloren und kaum noch Geld.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Als Mordmerkmale sieht die Anklagevertreterin Heimt\u00fccke und niedere Beweggr\u00fcnde erf\u00fcllt. Laut ihr habe der Mann den Entschluss zu einer schweren Gewalttat gefasst, um sich eine &#8222;Vollversorgung&#8220; im Gef\u00e4ngnis zu sichern. Er habe laut Ermittlungen im Vorfeld unter anderem im Internet nach Begriffen wie &#8222;Gef\u00e4ngnis letzte Rettung&#8220; gesucht. Laut der Staatsanw\u00e4ltin lebte der Angeklagte in einer nahezu unm\u00f6blierten Wohnung im rheinland-pf\u00e4lzischen Nast\u00e4tten. Sie bezeichnete seinen Zustand als &#8222;Obdachlosigkeit in der eigenen Wohnung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Am 7. M\u00e4rz 2024 fuhr er mit der Bahn nach Wiesbaden und nahm von dort ein Taxi nach Frankfurt. Dort traf er am Abend auf das sp\u00e4tere Opfer \u2013 einen Rollstuhlfahrer, der regelm\u00e4\u00dfig im Bahnhofsviertel bettelte. Nach einem kurzen Streit sei der Obdachlose zun\u00e4chst davongerollt, der Angeklagte habe ihn laut der Staatsanw\u00e4ltin jedoch verfolgt. In einer Passage soll er dann ein K\u00fcchenmesser aus dem Rucksack gezogen und dem Mann mehrfach in den R\u00fccken gestochen haben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Das Opfer starb sp\u00e4ter in einer Frankfurter Uniklinik. Der Tatverd\u00e4chtige wurde festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Im Prozess \u00e4u\u00dferte er sich nicht zu den Vorw\u00fcrfen. Das Urteil des Landgerichts Frankfurt wird am Freitagmorgen (8.30 Uhr) erwartet.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Verteidiger des Angeklagten wies die Mordvorw\u00fcrfe zur\u00fcck und pl\u00e4dierte auf Totschlag. Seiner Darstellung nach handelte es sich nicht um eine geplante Tat, sondern um eine spontane Reaktion auf einen &#8222;empfundenen Angriff&#8220;. Der Rollstuhlfahrer habe den Angeklagten bedroht, dieser habe sich aufgrund seiner &#8222;psychischen Ausnahmesituation&#8220; in einer gef\u00fchlten Notwehrsituation befunden und daher zugestochen. Einen T\u00f6tungsplan, um ins Gef\u00e4ngnis zu kommen, gebe es nicht. Er forderte eine Freiheitsstrafe zwischen f\u00fcnf und sieben Jahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Messerattacke im Bahnhofsviertel Mord als Verzweiflungstat? \u2013 Lebenslange Haft gefordert 22.04.2025 &#8211; 18:13 UhrLesedauer: 2 Min. 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