{"id":525999,"date":"2025-10-25T14:42:11","date_gmt":"2025-10-25T14:42:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/525999\/"},"modified":"2025-10-25T14:42:11","modified_gmt":"2025-10-25T14:42:11","slug":"politische-laehmung-moodys-senkt-ausblick-fuer-frankreich-auf-negativ","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/525999\/","title":{"rendered":"Politische L\u00e4hmung? Moody\u2018s senkt Ausblick f\u00fcr Frankreich auf \u201enegativ\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Ratingagentur Moody\u2018s hat den Ausblick f\u00fcr die Kreditw\u00fcrdigkeit Frankreichs wegen der politischen Unsicherheit im Land von zuvor \u201estabil\u201c auf \u201enegativ\u201c gesenkt. Die Agentur begr\u00fcndete den Schritt am Freitag mit den zunehmenden Risiken durch die politische Zersplitterung, die die Handlungsf\u00e4higkeit der Regierung bei der Bew\u00e4ltigung des hohen Haushaltsdefizits und der steigenden Verschuldung untergraben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die eigentliche Bonit\u00e4tsnote belie\u00df Moody\u2018s bei \u201eAa3\u201c. Die Agentur <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/wirtschaft\/20095153\/instabilitaet-bonitaet-frankreichs-so-schlecht-wie-noch-nie-bewertet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fitch hatte im September<\/a> vor den Risiken der ausgesetzten Reform f\u00fcr die Staatsfinanzen gewarnt und die Kreditw\u00fcrdigkeit Frankreichs auf \u201eA+\u201c herabgestuft. Hintergrund ist die fragile Lage der Minderheitsregierung von Premierminister Sebastien Lecornu.<\/p>\n<p>S&amp;P stufte Bonit\u00e4t Frankreichs nach unten<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/wirtschaft\/20217343\/politische-unsicherheit-s-and-p-stuft-kreditwuerdigkeit-frankreichs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ratingagentur\u00a0Standard &amp; Poor\u2018s (S&amp;P) hatte die Kreditw\u00fcrdigkeit<\/a> des hoch verschuldeten Landes in der Woche davor bereits von \u201eAA-\u201e auf \u201eA+\u201c abgestuft. Durch die schlechtere Bewertung kann die Zinslast bei neu auszugebenden Staatsanleihen steigen.<\/p>\n<p>Finanzminister Roland Lescure interpretiert die\u00a0Ratingentscheidung\u00a0als \u201eAufruf zur Klarheit, zur Verantwortung\u201c, wie er dem Radiosender Franceinfo sagte. \u201eEs ist ein Aufruf zur Ernsthaftigkeit\u201c, f\u00fcgte er mit Blick auf die \u00f6ffentlichen Finanzen\u00a0Frankreichs\u00a0hinzu. \u201eWir k\u00f6nnen diese Wolke nicht ignorieren, die zu einem Wetterbericht hinzukommt, der ohnehin schon ziemlich d\u00fcster ist.\u201c<\/p>\n<p>Bei S&amp;P hat die zweitgr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft der Eurozone jetzt die gleiche Note wie Portugal und Spanien. Die S&amp;P-Experten rechnen nach wie vor mit einer hohen Neuverschuldung des Landes von mehr als f\u00fcnf Prozent, gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Die neu formierte Regierung des Landes um Premierminister S\u00e9bastien Lecornu hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Wert im kommenden Jahr von den f\u00fcr 2025 erwarteten 5,4 Prozent auf 4,7 Prozent zu dr\u00fccken. Bis 2029 soll die Neuverschuldung auf drei Prozent der Wirtschaftsleistung gedr\u00fcckt werden.<\/p>\n<p>\u201eSchwerste politische Instabilit\u00e4t\u201c<\/p>\n<p>Mit der \u00fcberraschenden Abstufung durch S&amp;P hat\u00a0Frankreich\u00a0bei zwei der drei gr\u00f6\u00dften\u00a0Ratingagenturen\u00a0die Doppel-A-Einstufung verloren. Erst im September hatte Fitch die Note f\u00fcr die Kreditw\u00fcrdigkeit des Landes von \u201eAA-\u201e auf \u201eA+\u201c reduziert. Am Freitag kommender Woche steht die Entscheidung von Moody\u2018s an. Diese stuft das Land derzeit noch mit \u201eAa3\u201c ein. \u201eFrankreich\u00a0erlebt derzeit die schwerste politische Instabilit\u00e4t seit der Gr\u00fcndung der F\u00fcnften Republik im Jahr 1958\u201c, hie\u00df es in der S&amp;P-Analyse zur Abstufung.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Ratingagentur Moody\u2018s hat den Ausblick f\u00fcr die Kreditw\u00fcrdigkeit Frankreichs wegen der politischen Unsicherheit im Land von zuvor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":526000,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-525999","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115435336216183442","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/525999","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=525999"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/525999\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/526000"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=525999"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=525999"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=525999"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}