{"id":526288,"date":"2025-10-25T17:27:12","date_gmt":"2025-10-25T17:27:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/526288\/"},"modified":"2025-10-25T17:27:12","modified_gmt":"2025-10-25T17:27:12","slug":"allmaehliches-ersticken-budgetstreit-bedroht-frankreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/526288\/","title":{"rendered":"&#8222;Allm\u00e4hliches Ersticken&#8220;: Budgetstreit bedroht Frankreich"},"content":{"rendered":"<p>Angesichts des seit Monaten anhaltenden <strong>Budgetstreits<\/strong> hat der Chef der franz\u00f6sischen Zentralbank, Fran\u00e7ois Villeroy de Galhau, vor einem &#8222;allm\u00e4hlichen <strong>Ersticken<\/strong>&#8220; des Landes gewarnt. &#8222;Alle (Rating-)Agenturen sind alarmiert \u00fcber die politische Instabilit\u00e4t und unser ernstes Haushaltsproblem&#8220;, so Villeroy de Galhau in einem am Samstag ver\u00f6ffentlichten Interview mit der Zeitung La Croix. Frankreich sei &#8222;nicht <strong>vom Bankrott bedroht<\/strong>, sondern von einem allm\u00e4hlichen Ersticken&#8220;.<\/p>\n<p>Eine <strong>gro\u00dfe Gefahr<\/strong> stellen laut Villeroy de Galhau die steigenden Zinslasten f\u00fcr Schulden dar. Der Zentralbank-Chef warnte zudem vor einer &#8222;Ansteckung&#8220;, die zu &#8222;teureren Krediten f\u00fcr Haushalte und Unternehmen&#8220; in <strong>Frankreich<\/strong> f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>    Ratingagentur senkte Ausblick auf &#8222;negativ&#8220;<\/p>\n<p>Villeroy de Galhau sprach die Warnung vor dem Hintergrund der Beurteilung der Kreditw\u00fcrdigkeit Frankreichs durch die Ratingagentur Moody&#8217;s vom Freitag aus. Moody&#8217;s hatte die Kreditw\u00fcrdigkeit zwar unver\u00e4ndert gelassen, angesichts der anhaltenden politischen Instabilit\u00e4t im Land jedoch den Ausblick von &#8222;stabil&#8220; auf &#8222;negativ&#8220; gesenkt. Moody&#8217;s behielt das Rating Aa3 bei. Die Ratingagenturen Fitch und S&amp;P hatten hingegen in den vergangenen Wochen die Kreditw\u00fcrdigkeit von AA- auf A+ herabgestuft.<\/p>\n<p>Frankreich verzeichnet derzeit eine <strong>Rekordverschuldung<\/strong> in H\u00f6he von 3,4 Billionen Euro. Sowohl die Verschuldung in H\u00f6he von 115 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als auch das Defizit in H\u00f6he von 5,8 Prozent im vergangenen Jahr n\u00e4hern sich jeweils dem Doppelten der EU-Grenzwerte.<\/p>\n<p>    Politische Krise seit Monaten<\/p>\n<p>Zugleich steckt Frankreich seit Monaten in einer politischen Krise. Die Nationalversammlung in Paris ist seit den vorgezogenen Neuwahlen im Sommer 2024 in drei miteinander verfeindete Bl\u00f6cke gespalten, von denen keiner mehrheitsf\u00e4hig ist. Derzeit versucht die Regierung von Premierminister S\u00e9bastien Lecornu ein Budget f\u00fcr das Jahr 2026 zu verabschieden, sieht sich aber mit der Forderung der Sozialisten nach einer Steuer f\u00fcr Wohlhabende konfrontiert.\u00a0<\/p>\n<p>Die Regierung lehnt diese Steuer ab, weil sie negative Auswirkungen auf den Standort Frankreich bef\u00fcrchtet. Die Sozialisten drohen andernfalls jedoch mit einem Sturz der Regierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Angesichts des seit Monaten anhaltenden Budgetstreits hat der Chef der franz\u00f6sischen Zentralbank, Fran\u00e7ois Villeroy de Galhau, vor einem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":526289,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-526288","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115435985638555365","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/526288","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=526288"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/526288\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/526289"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=526288"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=526288"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=526288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}