{"id":526337,"date":"2025-10-25T17:55:13","date_gmt":"2025-10-25T17:55:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/526337\/"},"modified":"2025-10-25T17:55:13","modified_gmt":"2025-10-25T17:55:13","slug":"20-tag-des-eigentums-eigentuemerverein-grundsteuerreform-macht-wohnen-in-stuttgart-deutlich-teurer-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/526337\/","title":{"rendered":"20. Tag des Eigentums: Eigent\u00fcmerverein: Grundsteuerreform macht Wohnen in Stuttgart deutlich teurer"},"content":{"rendered":"<p>Beim Tag des Eigentums kritisiert Haus und Grund Stuttgart die Landesregierung f\u00fcr die Mietpreisbremse und die neue Grundsteuer. Wohnen in Stuttgart werde rund 19 Millionen Euro teurer.<\/p>\n<p>Fast schien es am Samstagvormittag, als wollte Haus und Grund <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> beim 20. Tag des Eigentums selbst bei der gew\u00e4hlten Pausenmusik keine allzu moderaten T\u00f6ne anschlagen. Geradezu martialisch mutete das Trommelgewitter an, das die Schlaginstrumentengruppe der Stuttgarter Musikschule zwischen den Redebeitr\u00e4gen \u00fcber die rund 1100 Besucher im Hegelsaal hinwegbrausen lie\u00df. <\/p>\n<p>Die musikalische Botschaft kam auch beim prominentesten Redner an: \u201eHaus und Grund trommelt f\u00fcr das Eigentum\u201c, schloss Peter M\u00fcller (CDU), ehemaliger Ministerpr\u00e4sident des Saarlands und Richter am Bundesverfassungsgericht, seinen Vortrag \u00fcber das Wechselspiel von Eigentumsrecht und gesellschaftlicher Verantwortung. Seine Ausf\u00fchrungen b\u00fcndelte er zuvor in dem Verdikt, dass es nicht der Eigent\u00fcmer sei, der sein Handeln rechtfertigen m\u00fcsse, sondern der Staat, wenn er das Eigentumsrecht einschr\u00e4nken wolle. Stichwort: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Mietpreisbremse\" title=\"Mietpreisbremse\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mietpreisbremse<\/a>. <\/p>\n<p>Scharfe Kritik an Verl\u00e4ngerung der Mietpreisbremse in Bezug auf Stuttgart  <\/p>\n<p>Die stand in diesem Jahr auch beim Vorsitzenden des Stuttgarter Eigent\u00fcmervereins, Joachim Rudolf, ganz oben auf der Liste politischer Zumutungen, gegen die der Wohnungs- und Hauseigent\u00fcmerverein antrommelt. Seit bekannt ist, dass in Stuttgart, anders als zum Beispiel in Konstanz oder Mannheim, die Mietpreisbremse auch in den n\u00e4chsten vier Jahren gelten soll, hat das Thema nochmal an Brisanz gewonnen. Die Mietpreisbremse tritt in Kraft, wenn die Landesregierung eine Stadt oder Gegend als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt definiert. <\/p>\n<p>Auf welcher Datenbasis das geschieht, machte Rudolf zu einem Thema seiner Ausf\u00fchrungen. In Bezug auf Stuttgart kritisiert er deshalb eine Verl\u00e4ngerung der Mietpreisbremse scharf. Nehme man \u201eaktuelle Trends bei wirtschaftlicher Lage, r\u00fcckl\u00e4ufiger Bev\u00f6lkerungsentwicklung, Baut\u00e4tigkeit und stagnierender Mietenentwicklung hinzu\u201c so der Vereinsvorsitzende, \u201em\u00fcsste die Mietpreisbremse in der Stadt Stuttgart auslaufen.\u201c Allenfalls eine zweij\u00e4hrige Verl\u00e4ngerung lie\u00dfe Rudolf gelten. <\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung in der Frage erh\u00e4lt der Eigent\u00fcmerverein durch den eingeladenen Bundesverfassungsrichter a. D. Der betonte, dass er zwar viele Untersuchungen kenne, die belegten, \u201edass die Mietpreisbremse nicht hilft, ihr Ziel der sozialen Durchmischung zu erh\u00f6hen\u201c. Keine jedoch sei M\u00fcller bekannt, \u201edie zu einem anderen Ergebnis\u201c gekommen w\u00e4re. Tats\u00e4chlich wies bereits 2019 eine Studie des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) nach, dass die Mietpreisbremse zumindest \u201emoderat\u201c wirke. <\/p>\n<p>Finanzmister Bayaz im Fokus der Kritik <\/p>\n<p>Auch die Grundsteuerreform kommt bei Haus und Grund schlecht weg: Sie, so der Vorwurf, belaste das Privateigentum zu Gunsten von Industrie und Gewerbe. \u201eWo es vormals 48 Prozent waren, tr\u00e4gt das Wohnen nun 60 Prozent der Grundsteuerlasten\u201c, sagt Rudolf. Das Wohnen in Stuttgart werde, verk\u00fcrzt gesagt, damit um rund 19 Millionen Euro teurer. Haus und Grund beruft sich auf aktuelle Zahlen, die Stuttgarts Finanzb\u00fcrgermeister Thomas Fuhrmann (CDU) bereitgestellt habe. Fuhrmann war am Samstag anwesend. <\/p>\n<p>Das mag auch ein Grund gewesen sein, weshalb in diesem Jahr die Stadtverwaltung, anders als 2024, nicht im Kreuzfeuer des CDU-nahen Eigent\u00fcmervereins stand. Noch im vergangenen Jahr hatte der Verein die Stadtverwaltung in Person von Baub\u00fcrgermeister Peter P\u00e4tzold (Gr\u00fcne) f\u00fcr die langsamen Bearbeitungszeiten im Baurechtsamt hart angegangen. <\/p>\n<p>In diesem Jahr stand Baden-W\u00fcrttembergs Finanzminister Danyal Bayaz, ebenfalls Gr\u00fcne, im Fokus der Kritik. Nicht die Stadt, sondern das Land sei verantwortlich \u201ef\u00fcr das Schlamassel bei der Grundsteuerreform\u201c, so Rudolf. Unverst\u00e4ndlich sei, dass Bayaz es hinnehme, dass die neue Grundsteuer das Wohnen deutlich verteuere, betonte er. <\/p>\n<p>Um das Bauen attraktiver zu machen, fordert Haus und Grund, die Grunderwerbssteuer von 5 Prozent auf 3,5 Prozent zu senken sowie junge Familien beim Ersterwerb eines selbst genutzten Wohneigentums von der Steuer zu befreien. Bemerkenswert: Gerade die junge Zielgruppe fehlte am Samstag weitgehend. Der Tag des Eigentums weckte auch in diesem Jahr vor allem das Interesse von Eigent\u00fcmern in fortgeschrittenem Alter. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim Tag des Eigentums kritisiert Haus und Grund Stuttgart die Landesregierung f\u00fcr die Mietpreisbremse und die neue Grundsteuer.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":526194,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,35030,30,129667,3317,15684,1441,129666],"class_list":{"0":"post-526337","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eigentum","12":"tag-germany","13":"tag-haus-und-grund-stuttgart","14":"tag-miete","15":"tag-mietpreisbremse","16":"tag-stuttgart","17":"tag-tag-des-eigentums"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115436095018349010","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/526337","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=526337"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/526337\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/526194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=526337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=526337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=526337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}