{"id":526576,"date":"2025-10-25T20:31:19","date_gmt":"2025-10-25T20:31:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/526576\/"},"modified":"2025-10-25T20:31:19","modified_gmt":"2025-10-25T20:31:19","slug":"theater-bonn-rewind-eine-bilanz-der-spielzeit-2024-2025-am-heutigen-weltoperntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/526576\/","title":{"rendered":"Theater Bonn rewind: Eine Bilanz der Spielzeit 2024\/2025 am heutigen Weltoperntag"},"content":{"rendered":"<p>Am heutigen 25. Oktober ist Weltoperntag: ein guter Zeitpunkt um eine pers\u00f6nliche, subjektive Bilanz zur zur\u00fcckliegenden Opernsaison am Theater Bonn zu ziehen.<\/p>\n<p>Es gab bereits am 5. Mai 2025 einen Ehrentag der Oper Bonn. Es wurde das 60-j\u00e4hrige Bestehen mit einem Jubil\u00e4umsfestakt gefeiert. Aktuell wird der Wert von Kultur und ihrer \u00f6ffentlichen Auff\u00fchrungsorte neu verhandelt, so gibt es starke Einsparungen bei den Subventionen durch das Kulturministerium aufgrund der Rezession.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz war die Spielzeit 2024\/2025 am Theater Bonn mit rund 200.000 Besucher die <a href=\"https:\/\/www.theater-bonn.de\/de\/magazin\/theaterferien\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">erfolgreichste <\/a>Saison seit \u00fcber 15 Jahren. Die hohe Auslastung lag auch an k\u00fcnstlerisch ambitionierten und mitrei\u00dfenden Produktionen, die ich f\u00fcr die Sparte Oper nun gerne am Beispiel ausgew\u00e4hlter Produktionen Revue passieren lasse:<\/p>\n<p class=\"has-text-align-center\">Konzertantes Highlight: <a href=\"https:\/\/bundesstadt.com\/veranstaltungen\/theater-bonn-rewind-eine-bilanz-der-spielzeit-2024-2025-am-heutigen-weltoperntag\/#Requiem\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Requiem von Wolfgang Amad\u00e9 Mozart<\/a><br \/>Eindrucksst\u00e4rkste Wiederaufnahme: <a href=\"https:\/\/bundesstadt.com\/veranstaltungen\/theater-bonn-rewind-eine-bilanz-der-spielzeit-2024-2025-am-heutigen-weltoperntag\/#Zauberfl%C3%B6te\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Zauberfl\u00f6te von Wolfgang Amad\u00e9 Mozart<\/a><br \/>Erfrischendste Inszenierung: <a href=\"https:\/\/bundesstadt.com\/veranstaltungen\/theater-bonn-rewind-eine-bilanz-der-spielzeit-2024-2025-am-heutigen-weltoperntag\/#Liebestrank\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gaetano Donzettis Der Liebestrank von Maren Sch\u00e4fer <\/a><br \/>Entdeckung: <a href=\"https:\/\/bundesstadt.com\/veranstaltungen\/theater-bonn-rewind-eine-bilanz-der-spielzeit-2024-2025-am-heutigen-weltoperntag\/#Kantscheli\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gija Kantschelis Musik f\u00fcr die Lebenden<\/a><br \/>Highlight bei den Tanzgastspielen: <a href=\"https:\/\/bundesstadt.com\/veranstaltungen\/theater-bonn-rewind-eine-bilanz-der-spielzeit-2024-2025-am-heutigen-weltoperntag\/#Odessa\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Carmina Burana mit dem Odesa National Academic Opera and Ballet Theatre [Ukraine] <\/a><br \/>Blick auf die <a href=\"https:\/\/bundesstadt.com\/veranstaltungen\/theater-bonn-rewind-eine-bilanz-der-spielzeit-2024-2025-am-heutigen-weltoperntag\/#Wiederaufnahmen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wiederaufnahmen 2025\/2026<\/a><\/p>\n<p><strong>Konzertantes Highlight: <\/strong><strong>Requiem<\/strong><strong> von Mozart<\/strong><\/p>\n<p id=\"Requiem\">\u201eDas Geheimnis bleibt im Raum\u201c hei\u00dft es \u00fcber Mozarts Requiem. Sein Requiem in d-Moll (KV 626) aus dem Jahr 1791 hat eine mysteri\u00f6se, verschleierte Entstehungsgeschichte, da es als sein pers\u00f6nliches Selbstgespr\u00e4ch im Angesicht des Todes gilt. Der Salzburger Komponist starb vor Vollendung seines Werkes am 5. Dezember 1791 in Wien im Alter von 35 Jahren.<\/p>\n<p>In einem Brief vom 4. April 1787 bezeichnet Mozart den Tod als \u201ewahren, besten Freund des Menschen\u201c und schreibt, dass das eigene Ableben \u201erecht viel Beruhigendes und Tr\u00f6stendes\u201c habe und ein \u201eSchl\u00fcssel zu unserer wahren Gl\u00fcckseligkeit\u201c sei.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dirk-kaftan.de\/Internetauftritt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dirk Kraftan<\/a>, dessen Vertrag als Generalmusikdirektor des <a href=\"https:\/\/www.beethoven-orchester.de\/konzerte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Beethoven Orchesters Bonn<\/a> (BOB) vor kurzem bis zum 31. Juli 2032 <a href=\"https:\/\/www.bonn.de\/pressemitteilungen\/september\/rat-beschliesst-vertragsverlaengerung-mit-generalmusikdirektor-dirk-kaftan.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verl\u00e4ngert<\/a> wurde, dirigierte das Beethovenorchester und den <a href=\"https:\/\/www.philharmonischer-chor-bonn.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Philharmonischen Chor der Stadt Bonn<\/a> w\u00e4hrend des ausverkauften 6. Freitagskonzert am diesj\u00e4hrigen Karfreitag.<\/p>\n<p>Vorweg gab es eine beeindruckende Urauff\u00fchrung, Im Inneren, eine Klang-Installation von <a href=\"https:\/\/www.nicholasmorrish.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nicholas Morrish<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.anselmdalferth.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Anselm Dalferth<\/a>. Leise t\u00e4nzerische musikalische S\u00e4tze wurden unterbrochen durch kurze Vortr\u00e4ge einzelner Chormitglieder, die in pers\u00f6nliche Erinnerungen eintauchten und ihre Geschichten mit dem Publikum teilten. Dem Vergehen und Entstehen, letzter Atemz\u00fcge von Vertrauten und dem Abschied nehmen wurde gedacht. Die Mitglieder des Philharmonischen Chors standen dabei verteilt im Opernsaal und die Komposition spielte mit Richtungen. Geschichten fingen an, mit Worten wie \u201eAls ich noch ein Kind war \u2013 wei\u00dft du noch?\u201c Es ging um das zu sich kommen trotz der r\u00e4umlichen N\u00e4he zu Todgeweihten, um Schuld und Scham, Neuanf\u00e4nge im pers\u00f6nlichen Leben und um S\u00e4tze wie \u201eBis das der Tod uns scheidet\u201c. Im Inneren f\u00fchrte mit einer eigenen Atmosph\u00e4re voller W\u00e4rme, Licht und Intimit\u00e4t stimmungsvoll und intensiv hin zum Requiem.<\/p>\n<p>Mozarts entschlossenes, bitteres, in sich geschlossenes Requiem war dann ein and\u00e4chtiges und monumentales Erlebnis mit einem transparenten Klangbild voller ergreifender Emotionalit\u00e4t. Beim \u201eDies Irae\u201c \u00fcber die H\u00f6lle gewann die Vorf\u00fchrung an Drive, Koloraturen der Sopranistinnen <a href=\"https:\/\/www.yukari-fukui.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Yukaru Fukui<\/a> und Cl\u00e1udia Pereira feierten glutvoll das Lebendige und das Publikum f\u00fchlte mit. \u00dcberg\u00e4nge zwischen den Eins\u00e4tzen schufen Atem. Eine pr\u00e4zise Ausgestaltung der Details sorgte f\u00fcr ein intensives H\u00f6rerlebnis. Am Ende stand der Gong, ein Symbol f\u00fcr den Tod, aber nicht nur im asiatischen Raum auch f\u00fcr eine Einigkeit.<\/p>\n<p><strong>Eindrucksst\u00e4rkste Wiederaufnahme: <\/strong><strong>Die Zauberfl\u00f6te<\/strong><strong> von Mozart<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/J%C3%BCrgen_Rose_(B%C3%BChnenbildner)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">J\u00fcrgen Rose<\/a>s liebevolle Inszenierung von Mozarts <a href=\"https:\/\/www.theater-bonn.de\/de\/programm\/die-zauberflote\/221636\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Zauberfl\u00f6te<\/a> (1791) kehrt regelm\u00e4\u00dfig mit neuen Besetzungen zur\u00fcck auf den Spielplan der Oper Bonn. Erstaunlich zahlreiches j\u00fcngeres Publikum be\u00e4ugt das Geschehen meist gebannt aus den Zuschauerr\u00e4ngen, ist die Produktion doch subtiler und anspielungsreicher als beispielsweise Florian Sigls auf j\u00fcngeres Publikum abzielender Fantasy-Jugendfilm The Magic Flute (2022), der stark abgewandelt auch auf Mozarts Oper beruht.<\/p>\n<p>Die Bonner Inszenierung zeichnet sich durch wechselnde kunstvolle B\u00fchnenbilder aus und setzt auch wichtige Requisiten der Oper gelungen in Szene.<\/p>\n<p>In seiner Monografie <a href=\"https:\/\/www.chbeck.de\/luetteken-zauberfloete\/product\/36362982\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Zauberfl\u00f6te. Mozart und der Abschied von der Aufkl\u00e4rung<\/a> (2024) betont der Musikwissenschaftler Laurenz L\u00fctteken die Bedeutung zentraler Objekte in Mozarts bekanntester Oper. Die Zauberfl\u00f6te, Silber-Gl\u00f6ckchen oder die Lieder des Vogelf\u00e4ngers Papageno (an der Oper Bonn zuletzt von <a href=\"https:\/\/www.theater-bonn.de\/de\/ueber-uns\/mitarbeit\/carl-rumstadt\/704\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Carl Rumstadt<\/a> ausdrucksstark verk\u00f6rpert) lenken das Geschehen grenz\u00fcberschreitend auf eine unwirkliche Phantasie-Ebene hin, er\u00f6ffnen gleichzeitig jedoch auch einen Bedeutungsraum f\u00fcr die Musik:<\/p>\n<p class=\"has-text-align-center\">\u201eDie titelgebende Zauberfl\u00f6te, die schlie\u00dflich die Pr\u00fcfungszeremonie bestimmt, wird damit zu einem mehr als ambivalenten Instrument. Sie ver\u00e4ndert nicht einfach die Wirklichkeit, etwa mit tanzenden Tieren oder in furchtbaren, lebensgef\u00e4hrlichen Pr\u00fcfungen. Vielmehr kann sie die Herstellung einer solchen gar nicht mehr gew\u00e4hrleisten. Dieser Konflikt zwischen denkbaren Legitimationen von Musik und deren Aufhebung pr\u00e4gt aber die gesamte Oper und verl\u00e4ngert sich programmatisch bis in den Schluss.\u201c<\/p>\n<p class=\"has-text-align-center\">(Laurenz L\u00fctteken, Die Zauberfl\u00f6te. Mozart und der Abschied von der Aufkl\u00e4rung, S. 130)<br \/><a href=\"https:\/\/www.kultura-extra.de\/musik\/spezial\/repertoire_diezauberfloete_operbonn.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zur ausf\u00fchrlichen Besprechung<\/a><\/p>\n<p><strong>Erfrischendste Inszenierung: Maren Sch\u00e4fers Neuumsetzung von Der Liebestrank von Gaetano Donizetti<\/strong><\/p>\n<p>Ist Alkohol doch eine L\u00f6sung? Jedenfalls f\u00fcr Nemorino, der in Gaetano Donizettis <a href=\"https:\/\/www.theater-bonn.de\/de\/programm\/der-liebestrank-lelisir-damore\/221266\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der Liebestrank<\/a> ein angebliches Wundermittel erwirbt, damit er das n\u00f6tige Selbstvertrauen gewinnt, um um seine Geliebte Adina zu werben. <a href=\"https:\/\/www.marenschaeferregie.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Maren Sch\u00e4fer<\/a> inszenierte den unbeschwerten Klassiker mit t\u00e4nzerisch-quirligem Zugriff neu. Ihre Adaptation verwendet live gefahrenene, aufwendige Videoprojektionen, die sich an Comics der Schwedin Liv Str\u00f6mquist orientieren. Zu Beginn greift Amor (<a href=\"https:\/\/aloisreinhardt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Alois Reinhardt<\/a>) als Erz\u00e4hler und Zeichner der Geschichte in die Handlung ein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theater-bonn.de\/de\/ueber-uns\/mitarbeit\/santiago-sanchez\/528\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Santiago S\u00e1nchez<\/a> mimt den romantischen, sch\u00fcchternen und treuen Nemorino, der bei hingebungsvollen Arien wie \u201eUna furtiva lagrima\u201c (Dt.: Eine verstohlene Tr\u00e4ne) mit klanglich sensibler Pr\u00e4senz und vielfarbigen Kontrasten brillierte. <a href=\"https:\/\/www.katerinavonbennigsen.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Katerina von Bennigsen<\/a> verk\u00f6rperte mit geb\u00fcndelter Energie energisch die unabh\u00e4ngige, freie und rationale Adina abwechslungsreich changierend in Arien wie \u201ePrendi, per me sei libero\u201c (Dt.: Nimm, durch mich bist du frei).<\/p>\n<p>Der Liebestrank handelt von Adinas Angst, sich durch eine \u00d6ffnung f\u00fcr Emotionen verletzlich zu machen und um das Rationalisieren von Gef\u00fchlen. Die beiden Hauptfiguren fechten Dinge untereinander aus, bevor sie zueinander finden. Die Personenf\u00fchrung, B\u00fchnenbild und Kost\u00fcme waren intensiv und effektvoll comichaft \u00fcberzeichnet oder auf szenischer Videoebene mit wohdurchdachten Strichen witzig animiert.<\/p>\n<p><strong>Entdeckung: <\/strong><strong>Musik f\u00fcr die Lebenden<\/strong><strong>von <\/strong><strong>Gija Kantscheli<\/strong><\/p>\n<p>Der russischen Regisseur <a href=\"https:\/\/www.maximdidenko.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Maxim Didenko<\/a> inszenierte diein Vergessenheit geraten Oper <a href=\"https:\/\/www.theater-bonn.de\/de\/programm\/musik-fur-die-lebenden\/221270\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Musik f\u00fcr die Lebenden<\/a> des georgischen Komponist <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gija_Kantscheli\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gija Kantscheli<\/a> mit starken Bildern und einer gelungenen Personenregie. In losen Szenenfolgen ging es klangsinnlich um einen Mann mit Geige innerhalb einer zertr\u00fcmmerten Welt und eines m\u00f6glichen Kriegsgeschehens. Fragmentierte Texte, Silben und Laute spr\u00fchten und leuchteten kristallin durch einen Chor junger Menschen, w\u00e4hrend ein Offizier, eine Frau mit Peitsche und eine Milit\u00e4rkapelle ebenjene Jugend t\u00e4nzerisch, aber tonlos in Aufregung versetzten.<\/p>\n<p>Im zweiten Akt begann eine groteske Oper in der Oper. Auch hier erstarkten leise Gesangslinien voller luzider Zwischent\u00f6ne. Vielfarbige Motive sch\u00e4lten sich klangsinnlich aus der Partitur heraus. Aparte Klangeffekte und feinnervige Klanggespinste lie\u00dfen aufhorchen. Chor und Solisten bewegen sich, perfekt sekundiert vom Beethoven Orchester, mit filigranen Kl\u00e4ngen intonationssicher durch die pr\u00e4chtigen Arrangements.<\/p>\n<p><strong>Highlight bei den Tanzgastspielen: Carmina Burana mit der Nationaloper und dem Ballett der Ukraine aus Odessa<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des lange im Vorfeld ausverkauften <a href=\"https:\/\/www.theater-bonn.de\/de\/programm\/carmina-burana\/233268\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gastspiels<\/a> von Carl Orffs szenischer Kantate Carmina Burana begegneten sich von der <a href=\"https:\/\/operahouse.od.ua\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationaloper und dem Ballett der Ukraine aus Odessa<\/a> ereignishaft und atemberaubend die Disziplinen Chorgesang, Solisten, Ballett und Orchester. Das Ballett beeindruckte mit packender, homogener K\u00f6rpersprache, akrobatischen Einlagen, Rotationen, Kapriolen und verf\u00fchrerischen Spitzen.<\/p>\n<p>Das energisch mit Frische und Leidenschaft von der ukrainischen Nationaloper interpretierte Libretto basiert auf mittelalterlichen kl\u00f6sterlichen Liedersammlungen. Orchester und Chor sorgten mit Flexibilit\u00e4t im Ton und lyrischen Linien f\u00fcr einen rhythmisch punktgenauen, elegant virtuosen, verschlungenen Klangteppich.<\/p>\n<p>Als Solistin stach <a href=\"https:\/\/www.diakov-agentur.com\/tkachuk\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Alina Tkachuk<\/a> mit sch\u00f6n austariertem, koloraturensicherem Sopran und selbst im Forte n\u00f6tigem Atem hervor. Tenor Oleksandr Prokopovych profilierte sich bei \u201eOlum lacus colueram\u201c klar und feinnervig. Bariton Bogdan Panchenko setzte mit dem n\u00f6tigen Fundament f\u00fcr sonore Pr\u00e4senz vielfarbig gezeichnete Akzente.<\/p>\n<p>Standing Ovations feierten den kraftvoll, elegant und beachtenswert plausibel ausgeloteten Meilenstein. Beim Abschlussapplaus pr\u00e4sentierten die K\u00fcnstler die ukrainische Flagge, vielleicht auch als Zeichen f\u00fcr die Kraft des Theaters als Freiheitsraum der Demokratie.<\/p>\n<p><strong>Blick auf die Wiederaufnahmen 2025\/2026<\/strong><\/p>\n<p><strong>Giacomo Puccinis<\/strong> <strong>Madame Butterfly<\/strong> im Bonner Opernhaus. N\u00e4chste Termine: 30. Oktober, 21., 28. November, 5. und 26. Dezember 2025, sowie 3. Januar 2026. Anl\u00e4sslich des Weltoperntages bietet das Theater Bonn <a href=\"https:\/\/www.theater-bonn.de\/de\/butterfly-preisvorteil\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">20%<\/a> Erm\u00e4\u00dfigung <\/p>\n<p>Hoffnungsvolle Arien von zerbrechlicher Sch\u00f6nheit verk\u00fcrzen in kostbaren Momenten das sich \u00fcber Jahre hinweg dehnende, sehns\u00fcchtig-geduldige Warten. Cio-Cio San, genannt Butterfly, ihr dreij\u00e4hriger Sohn und ihre Zofe Suzuki warten auf den Ehemann und Kindsvater \u2013 den US-Navy-Offizier Pinkerton. Er erwarb die junge Geisha samt Haus, zeugte mit ihr unwissentlich ein Kind und lie\u00df sie dann alleine zur\u00fcck. Sie liebt ihn weiterhin bedingungslos. <a href=\"http:\/\/www.kultura-extra.de\/musik\/spezial\/opernkritik_madamebutterfly_theaterbonn.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zur Besprechung<\/a><\/p>\n<p><strong>Nessun Dorma! Eine italienische Opernnacht<\/strong> im Bonner Opernhaus. N\u00e4chste Termine: 1. November, 31. Dezember 2025, sowie 7. Februar und 18. April 2026.<\/p>\n<p>Hervorragende Solisten singen Ausz\u00fcge und Arien aus Opern der italienischen Komponisten Gioachino Rossini, Vincenzo Bellini, Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini und Pietro Mascagni. Hingebungsvoll wird in leichtf\u00fc\u00dfiger und feinf\u00fchliger Musik voller z\u00e4rtlicher Melancholie geschwelgt. <a href=\"https:\/\/bundesstadt.com\/veranstaltungen\/theater-bonn-regarded-georg-friedrich-haendels-alcina-giacomo-puccinis-tosca-und-der-italienische-opernabend-nessun-dorma\/#nessun-dorma\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zur Besprechung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am heutigen 25. 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