{"id":527469,"date":"2025-10-26T05:42:27","date_gmt":"2025-10-26T05:42:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/527469\/"},"modified":"2025-10-26T05:42:27","modified_gmt":"2025-10-26T05:42:27","slug":"selbstbestimmungsgesetz-ueber-11-000-menschen-aendern-geschlechtseintrag-am-haeufigsten-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/527469\/","title":{"rendered":"Selbstbestimmungsgesetz: \u00dcber 11.000 Menschen \u00e4ndern Geschlechtseintrag \u2013\u00a0am h\u00e4ufigsten in Berlin"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Seit Inkrafttreten des <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/selbstbestimmungsgesetz\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/selbstbestimmungsgesetz\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Selbstbestimmungsgesetzes <\/a>vor einem Jahr haben mehr als 11.000 Personen in den gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten ihren Geschlechtseintrag \u00e4ndern lassen. Das zeigt eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter den 20 gr\u00f6\u00dften St\u00e4dten und Landeshauptst\u00e4dten in Deutschland. Das Gesetz gilt seit dem 1. November 2024.<\/p>\n<p>Die meisten Antr\u00e4ge wurden in Berlin beurkundet, hier lie\u00dfen rund 2400 Menschen ihren Geschlechtseintrag \u00e4ndern. In Hamburg wurden insgesamt rund 900 \u00c4nderungen wirksam, in M\u00fcnchen und K\u00f6ln je knapp 700. In Frankfurt entschieden sich gut 440 Menschen f\u00fcr ein anderes Geschlecht, in D\u00fcsseldorf 300.<\/p>\n<p>Im Verh\u00e4ltnis zur Einwohnerzahl wurden hingegen in Leipzig die meisten \u00c4nderungen vollzogen. Hier gab es mit gut 900 wirksamen Antr\u00e4gen 151 \u00c4nderungen pro 100.000 Einwohner, gefolgt von Hannover (98) und Bonn (86).<\/p>\n<p>Nicht alle St\u00e4dte k\u00f6nnen Angaben zur H\u00e4ufigkeit der jeweiligen \u00c4nderungsw\u00fcnsche machen. Aus den R\u00fcckmeldungen auf die epd-Umfrage lie\u00df sich jedoch ein leichter Trend ablesen, dass vormals weibliche Personen h\u00e4ufiger ihren Geschlechtseintrag \u00e4ndern lassen. Am h\u00e4ufigsten kam demnach der Wechsel von weiblich zu m\u00e4nnlich vor. Seltener lie\u00dfen Menschen ihren Eintrag zu \u201edivers\u201c oder \u201eohne Eintrag\u201c \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Seit August 2024 konnten Menschen, die ihren Geschlechtseintrag \u00e4ndern wollen, beim Standesamt einen Antrag stellen. Nach drei Monaten und h\u00f6chstens bis sechs Monate nach der Anmeldung k\u00f6nnen Betroffene dann eine Erkl\u00e4rung beim Standesamt abgeben, die beurkundet wird. Erkl\u00e4rungen m\u00fcssen an das Standesamt des Geburtsorts weitergegeben werden.<\/p>\n<p>Daher liegt die Zahl der Erkl\u00e4rungen in fast allen St\u00e4dten sogar noch h\u00f6her, weil eigentlich ein anderes Standesamt zust\u00e4ndig war. Im N\u00fcrnberger Standesamt wurden beispielsweise 290 Erkl\u00e4rungen wirksam, aber nur 138 Menschen haben dort auch ihre Erkl\u00e4rung abgegeben. Zugleich wurden in N\u00fcrnberg 259 Erkl\u00e4rungen angenommen und an andere Standes\u00e4mter weitergeleitet.<\/p>\n<p>Selten werden Erkl\u00e4rungen abgelehnt. Dass nicht alle angemeldeten Erkl\u00e4rungen auch stattfinden, liegt zum Teil daran, dass Antragstellende ihre Frist verstreichen lassen. Nur selten lehnen Standes\u00e4mter Erkl\u00e4rungen ab \u2013 etwa weil die neuen Vornamen nicht zum ge\u00e4nderten Geschlechtseintrag passten, nicht zul\u00e4ssige Sonderzeichen enthielten oder weil die Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters fehlte.<\/p>\n<p>Bundesregierung sch\u00e4tzt Zahl der Antr\u00e4ge auf durchschnittlich 4000 pro Jahr<\/p>\n<p>Die Bundesregierung will das Selbstbestimmungsgesetz evaluieren lassen. Das Bundesfamilienministerium teilte dem epd dazu mit, dass derzeit eine Abfrage unter allen deutschen Standes\u00e4mtern erfolge. Die Bundesregierung sch\u00e4tzt die Zahl der Antr\u00e4ge auf durchschnittlich 4000 pro Jahr. Es sei von einem anf\u00e4nglichen Anmeldungshoch auszugehen, weil viele Menschen auf das Inkrafttreten des Gesetzes gewartet h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Das Selbstbestimmungsgesetz vereinfacht es f\u00fcr transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und nichtbin\u00e4re Menschen, ihren Geschlechtseintrag im Personenstandsregister und ihre Vornamen \u00e4ndern zu lassen. Das Gesetz l\u00f6ste das Transsexuellengesetz von 1980 ab, das zum Teil als diskriminierend empfunden wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes vor einem Jahr haben mehr als 11.000 Personen in den gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten ihren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":527470,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,110,17627,13996,19516],"class_list":{"0":"post-527469","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-newsteam","12":"tag-nicht-binaere-geschlechtsidentitaet-non-binary","13":"tag-selbstbestimmungsgesetz","14":"tag-transsexualitaet"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115438875217882602","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/527469","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=527469"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/527469\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/527470"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=527469"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=527469"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=527469"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}