{"id":527767,"date":"2025-10-26T08:49:21","date_gmt":"2025-10-26T08:49:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/527767\/"},"modified":"2025-10-26T08:49:21","modified_gmt":"2025-10-26T08:49:21","slug":"invasive-arten-so-bedrohen-sie-das-oekosystem-in-schleswig-holstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/527767\/","title":{"rendered":"Invasive Arten: So bedrohen sie das \u00d6kosystem in Schleswig-Holstein"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/nutria188.webp\" alt=\"Brauner Nutria sitzt in einer Pf\u00fctze.\" title=\"Die Kreisj\u00e4gerschaft hat 2024 doppelt so viele Nutrias erlegt wie noch im Jahr zuvor. | KJS - Kreisj\u00e4gerschaft Pinneberg\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Invasive Arten in Schleswig-Holstein bedrohen \u00d6kosysteme (1 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 26.10.2025 06:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Ob Asiatische Hornisse, Waschb\u00e4r, Nutria oder Marderhund: Invasive Arten f\u00fchlen sich in Schleswig-Holstein immer wohler. Doch ihre Ausbreitung gef\u00e4hrdet das \u00d6kosystem und heimische Tierarten &#8211; und sogar Deiche.  <\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Paulina Drabinski <\/p>\n<p class=\"\">In Elmshorn <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Kreis-Pinneberg-Aktuelle-Nachrichten-und-Videos,pinneberg280.html\" title=\"Kreis Pinneberg - Aktuelle Nachrichten und Videos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Kreis Pinneberg)<\/a> an der Kr\u00fcckau wird das Problem besonders deutlich: An den Uferb\u00f6schungen graben <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Immer-mehr-Nutrias-Forderung-Jaeger-und-Naturschuetzer,regionnorderstedtnews2770.html\" title=\"Immer mehr Nutrias: Das fordern J\u00e4ger und Natursch\u00fctzer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nutrias<\/a> tiefe Baue, sodass Teile der Deiche instabil werden, so Ren\u00e9 Hartwig vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein. Die Nager fressen zudem gro\u00dfe Mengen an Wasser- und Uferpflanzen, wodurch Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Fische, Amphibien und andere heimische Arten verloren gehen.<\/p>\n<p>    Invasive Tierarten: Zahlen belegen die Ausbreitung<\/p>\n<p class=\"\">In Schleswig-Holstein breiten sich <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Artenschutz-Waschbaerenpopulation-steigt-und-bedroht-heimische-Tiere,artenschutz326.html\" title=\"Artenschutz: Waschb\u00e4renpopulation steigt und bedroht heimische Tiere\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">invasive Tierarten<\/a> wie Waschb\u00e4r, Marderhund und Nutria weiter stark aus. Das zeigen aktuelle Zahlen aus dem Jahresbericht zur biologischen Vielfalt des Landes Schleswig-Holstein. Besonders im S\u00fcden des Landes, etwa rund um <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Luebeck-Aktuelle-Nachrichten-und-Videos-,luebeck2802.html\" title=\"L\u00fcbeck - Aktuelle Nachrichten und Videos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">L\u00fcbeck<\/a> oder entlang der Elbe, verzeichnen J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger deutliche Zuw\u00e4chse.<\/p>\n<p class=\"\">Laut dem Bericht wurden im vergangenen Jagdjahr fast 12.000 Marderhunde erlegt &#8211; so viele wie noch nie. Beim Waschb\u00e4ren lag die Zahl bei knapp 3.000 Tieren, bei der Nutria bei rund 7.300. Damit hat sich die Zahl der erlegten Nutrias innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt.<\/p>\n<p>    Folgen f\u00fcr Natur und Infrastruktur<\/p>\n<p class=\"\">Der Landesjagdverband weist darauf hin, dass invasive Arten das \u00f6kologische Gleichgewicht ver\u00e4ndern. Waschb\u00e4ren und Marderhunde fressen Gelege von Bodenbr\u00fctern und Amphibien und k\u00f6nnen Krankheiten \u00fcbertragen, die auch f\u00fcr Menschen oder Haustiere relevant sind, darunter Borreliose, Staupe oder Rickettsiose.<\/p>\n<p>    Nutria verursachen Sch\u00e4den an Deichen<\/p>\n<p class=\"\"><a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Suedamerikanischer-Sumpfbiber-gefaehrdet-Deichstabilitaet-in-SH,nutria184.html\" title=\"S\u00fcdamerikanischer Sumpfbiber gef\u00e4hrdet Deichstabilit\u00e4t in SH\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auch die Nutria sorgt f\u00fcr erhebliche \u00f6kologische und wirtschaftliche Sch\u00e4den.<\/a> Durch das Graben ihrer Baue werden Uferzonen instabil, was in sensiblen Gebieten und an Deichen zu Erosionssch\u00e4den f\u00fchren kann. Dadurch sei auch die Stabilit\u00e4t von Hochwasserschutzanlagen gef\u00e4hrdet \u2013 besonders entlang des Nord-Ostsee-Kanals <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Kreis-Rendsburg-Eckernfoerde-Aktuelle-Nachrichten-und-Videos,rendsburgeckernfoerde118.html\" title=\"Kreis Rendsburg-Eckernf\u00f6rde - Aktuelle Nachrichten und Videos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Kreis Rendsburg-Eckernf\u00f6rde)<\/a> und der Elbe.<\/p>\n<p class=\"\">Der NABU Schleswig-Holstein erinnert daran, dass die Tiere urspr\u00fcnglich vom Menschen eingeschleppt wurden \u2013 h\u00e4ufig aus der Pelztierhaltung oder zur Jagd. Sie h\u00e4tten sich an die hiesigen Lebensbedingungen angepasst und besiedeln nun dauerhaft weite Teile des Landes.<\/p>\n<p>    Herausforderungen f\u00fcr J\u00e4ger und Naturschutz<\/p>\n<p class=\"\">Die Bek\u00e4mpfung der Tiere gestaltet sich aufwendig: Lebendfallen sind kostenintensiv und mit b\u00fcrokratischem Aufwand verbunden. Der Landesjagdverband f\u00fchlt sich vom Land Schleswig-Holstein bei der Bek\u00e4mpfung im Stich gelassen, fordert zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr die jagdliche Infrastruktur und gezielte Ma\u00dfnahmen auf landeseigenen Fl\u00e4chen, darunter Naturschutzgebiete, Landesforsten und Gebiete der Stiftung Naturschutz. Ohne solche Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnten diese Gebiete als R\u00fcckzugsr\u00e4ume f\u00fcr invasive Arten dienen.<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/lebendfalle-100.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/lebendfalle-100.webp\" alt=\"Ein Wildtiersch\u00fctzer mit einer Lebendfalle.\" title=\"Bei einer Lebendfalle m\u00fcssen die Tiere beim Einfangen nicht unn\u00f6tig leiden. | picture alliance\/dpa | Marijan Murat\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Bei einer Lebendfalle m\u00fcssen die Tiere beim Einfangen nicht unn\u00f6tig leiden.<\/p>\n<p class=\"\">Das Landwirtschaftsministerium widerspricht der Kritik und betont, die J\u00e4gerschaft werde im rechtlich m\u00f6glichen Umfang unterst\u00fctzt &#8211; etwa durch Beratung und Informationsangebote. Die Jagd sei ein wichtiger Bestandteil im Management invasiver Arten, so das Ministerium. Landesweite Programme zur Bek\u00e4mpfung invasiver Arten gebe es jedoch nicht. Stattdessen setzen die Beh\u00f6rden auf gezielte Managementma\u00dfnahmen wie Bejagung oder Z\u00e4unungen.<\/p>\n<p>    Auch der Mensch kann mithelfen<\/p>\n<p class=\"\">Aber auch das Verhalten der Menschen kann die Ausbreitung invasiver Arten beeinflussen, sagt Carsten Pusch vom Naturschutzbund Schleswig-Holstein. Tiere wie Waschb\u00e4r und Nutria sollten nicht gef\u00fcttert werden, da sie sich dadurch an Menschen gew\u00f6hnen. M\u00fclltonnen und Dachb\u00f6den sollten gesichert, Zug\u00e4nge wie L\u00fcftungsschlitze und Rollladenk\u00e4sten verschlossen werden. Sichtungen k\u00f6nnen dem Wildtier-Kataster Schleswig-Holstein gemeldet werden, um die Ausbreitung besser nachvollziehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/hornissen116.webp\" alt=\"Eine asiatische Hornisse\" title=\"Eine asiatische Hornisse | picture alliance\/dpa, Boris Roessler\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Insgesamt sind bereits f\u00fcnf Nester entdeckt worden. Die Tiere sind eine Gefahr f\u00fcr Honigbienen. <\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/nutria188.webp\" alt=\"Brauner Nutria sitzt in einer Pf\u00fctze.\" title=\"Die Kreisj\u00e4gerschaft hat 2024 doppelt so viele Nutrias erlegt wie noch im Jahr zuvor. | KJS - Kreisj\u00e4gerschaft Pinneberg\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Kreisj\u00e4gerschaft Pinneberg will die Nagetiere konsequenter bejagen. Natursch\u00fctzer fordern individuelle Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/nutria152.webp\" alt=\"Ein Nutria sitzt auf einer Wiese\" title=\"Ein Nutria sitzt auf einer Wiese | picture alliance\/dpa | Silas Stein, Silas Stein\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die J\u00e4ger d\u00fcrfen die sogenannten Nutrias inzwischen ganzj\u00e4hrig jagen. An der Westk\u00fcste sind die Tiere auf dem Vormarsch.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/artenschutz322.webp\" alt=\"Ein Waschb\u00e4r blickt in die Kamera\" title=\"Ein Waschb\u00e4r blickt in die Kamera | NDR, Bastian P\u00f6hls\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Auch andere invasive Tierarten werden mehr. Der Artenschutzbericht f\u00fcr 2024 attestiert sonst einen guten Fortschritt im Land.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Invasive Arten in Schleswig-Holstein bedrohen \u00d6kosysteme (1 Min) Stand: 26.10.2025 06:00 Uhr Ob Asiatische Hornisse, Waschb\u00e4r, Nutria&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":527768,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[35782,29,30,13,12242,11334,129915,63045,2086,12158,6601,2858,97822,14,15,12,1971,1886,10,8,9,11,70360,6447],"class_list":{"0":"post-527767","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-nutria","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-invasive-arten","13":"tag-jagd","14":"tag-jagdbericht","15":"tag-kreis-herzogtum-lauenburg","16":"tag-kreis-pinneberg","17":"tag-kreis-rendsburg-eckernfoerde","18":"tag-kreis-stormarn","19":"tag-luebeck","20":"tag-marderhund","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-schleswig-holstein","25":"tag-tiere","26":"tag-top-news","27":"tag-top-meldungen","28":"tag-topmeldungen","29":"tag-topnews","30":"tag-waschbaer","31":"tag-wildtiere"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115439610953416803","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/527767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=527767"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/527767\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/527768"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=527767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=527767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=527767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}