{"id":528698,"date":"2025-10-26T17:40:23","date_gmt":"2025-10-26T17:40:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/528698\/"},"modified":"2025-10-26T17:40:23","modified_gmt":"2025-10-26T17:40:23","slug":"verteidigungsbereitschaft-2030-eu-stellt-die-weichen-fuer-diktatur-und-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/528698\/","title":{"rendered":"\u201eVerteidigungsbereitschaft 2030\u201c: EU stellt die Weichen f\u00fcr Diktatur und Krieg"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/e944e91b-57a9-41f4-b97a-de56bba020cd\" style=\"max-height:100%\"\/>Start eines Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper von der USS Cape St. George im M\u00e4rz 2003 im Mittelmeer [AP Photo\/Intelligence Specialist 1st Kenneth Moll\/U.S. Navy ]<\/p>\n<p>Die Eskalation des imperialistischen Kriegs gegen Russland und die Vorbereitung eines dritten Weltkriegs wurden letzte Woche auf eine neue Stufe gehoben. Am Donnerstag trat in Br\u00fcssel der Europ\u00e4ische Rat zusammen, und am Freitag traf sich in London die sogenannte \u201eKoalition der Willigen\u201c. In beiden F\u00e4llen handelte es sich nicht um normale diplomatische Zusammenk\u00fcnfte, sondern um ausgewachsene Kriegsgipfel. Insgesamt wurden neue Sanktionen gegen Russland verh\u00e4ngt, weitere Milit\u00e4rhilfen f\u00fcr die Ukraine beschlossen und der \u201eFahrplan f\u00fcr die Verteidigungsbereitschaft 2030&#8242; abgesegnet, der einen F\u00fcnfjahresplan f\u00fcr die Militarisierung ganz Europas vorsieht.<\/p>\n<p>Parallel dazu verst\u00e4rkte Washington sein direktes Engagement im Nato-Krieg gegen Russland. Die Trump-Administration hob die wichtigsten Beschr\u00e4nkungen auf, die der Ukraine f\u00fcr den Einsatz von Langstreckenraketen aus dem Westen auferlegt worden waren. Kiew kann nun Ziele angreifen, die tief im russischen Landesinneren liegen. Prompt beschoss die Ukraine am Dienstag (21.10.) eine Fabrik in Brjansk, die Sprengstoff und Raketentreibstoff herstellt, mit einem von Gro\u00dfbritannien gelieferten Marschfluggk\u00f6rper vom Typ Storm Shadow. Der ukrainische Generalstab feierte den \u201eerfolgreichen Treffer\u201c. Solche Operationen k\u00f6nnten eine offene Konfrontation zwischen den Nato-M\u00e4chten und Russland ausl\u00f6sen, die in k\u00fcrzester Zeit zu einem nuklearen Schlagabtausch eskaliert.<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten und ihre europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten treiben den Konflikt gezielt voran. Sowohl Washington als auch London k\u00fcndigten neue Sanktionen gegen Rosneft und Lukoil an, die gr\u00f6\u00dften russischen \u00d6l- bzw. Gasproduzenten. Auch die Europ\u00e4ische Union beschloss eine Versch\u00e4rfung des Wirtschaftskriegs. Die Teilnehmer des Gipfels in Br\u00fcssel erweiterten die Exportverbote f\u00fcr G\u00fcter mit doppeltem Verwendungszweck, schr\u00e4nkten den Zugang Russlands zu den europ\u00e4ischen Kapitalm\u00e4rkten weiter ein und verl\u00e4ngerten die Liste der russischen \u201eSchattenflotte\u201c, die keine H\u00e4fen innerhalb der EU anlaufen darf, um 117 weitere Schiffe. Au\u00dferdem schr\u00e4nkte die EU die Bewegungsfreiheit russischer Diplomaten ein und belegte sie mit finanziellen Sanktionen. Ab 2027 wird die Einfuhr von russischem Fl\u00fcssigerdgas (LNG) vollst\u00e4ndig verboten \u2013 ein Jahr fr\u00fcher als bisher geplant.<\/p>\n<p>Noch provokanter ist der Plan der EU, die eingefrorenen Guthaben der russischen Zentralbank zu beschlagnahmen und damit Waffenk\u00e4ufe f\u00fcr die Ukraine zu finanzieren. Obwohl Belgien rechtliche Einw\u00e4nde erhob, forderte der Europ\u00e4ische Rat die Kommission auf, \u201eso bald wie m\u00f6glich einen Vorschlag vorzulegen\u201c. Das ist schlicht Diebstahl \u2013 eine imperialistische Enteignung, die jeder Nation auf der Welt zeigen soll, dass ihre Bankeinlagen nicht sicher sind, wenn sie westlichen Interessen zuwiderlaufen.<\/p>\n<p>In der Erkl\u00e4rung des Europ\u00e4ischen Rates zur Ukraine r\u00fchmt sich die EU, seit 2022 bereits 177,5 Milliarden Euro bereitgestellt zu haben, und \u201everpflichtet sich, den dringenden finanziellen Bedarf der Ukraine f\u00fcr den Zeitraum 2026-2027, einschlie\u00dflich f\u00fcr ihre milit\u00e4rischen und Verteidigungsanstrengungen, zu decken\u201c. Weitere Hunderte von Milliarden werden folgen.<\/p>\n<p>Der sogenannte \u201eFahrplan f\u00fcr die Verteidigungsbereitschaft 2030\u201c, der auf dem Gipfel vorgestellt wurde, macht unmissverst\u00e4ndlich klar, wof\u00fcr dieses Geld vorgesehen ist. In seiner Einleitung hei\u00dft es:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Die Verteidigungsbereitschaft setzt die Entwicklung und den Erwerb der F\u00e4higkeiten voraus, die f\u00fcr die moderne Kriegsf\u00fchrung erforderlich sind. Es muss also sichergestellt werden, dass Europa \u00fcber eine industrielle Basis im Verteidigungssektor verf\u00fcgt, die ihm einen strategischen Vorteil und die erforderliche Unabh\u00e4ngigkeit verschafft. Und es bedeutet, sowohl zu modernsten Innovationen als auch zur schnellen Massenproduktion in kritischen Zeiten f\u00e4hig zu sein.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.iysse.de\/events.html\" class=\"db avenir f6 lh-title pa1 br2 tc mw6 mw-75rem-m bg-black-05 mt3 center\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"dn db-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/5ae35489-ccde-40ee-8cc6-03c56c79193e\"\/><img decoding=\"async\" class=\"db dn-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/18fe02ee-3fc3-4bd3-8b52-fd7cac813326\"\/><\/a><\/p>\n<p>Das ist eine Blaupause f\u00fcr eine europ\u00e4ische Kriegswirtschaft \u2013 eine koordinierte Mobilisierung von Industrie, Finanzen und Technologie im Interesse einer umfassenden Aufr\u00fcstung. \u201eDass wir unsere Anstrengungen beschleunigen und verst\u00e4rken m\u00fcssen\u201c, hei\u00dft es weiter, \u201eergibt sich aus den wachsenden Gefahren\u201c.<\/p>\n<p>Russland wird als Hauptfeind identifiziert, von dem auf absehbare Zeit eine \u201eanhaltende Bedrohung f\u00fcr die europ\u00e4ische Sicherheit\u201c ausgehe. Allerdings ist das Dokument eindeutig auf die ganze Welt ausgerichtet:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Die Vorsorge Europas muss einem umfassenden globalen Kontext mit einem 360\u00b0-Ansatz Rechnung tragen \u2026 Wir d\u00fcrfen gegen\u00fcber Bedrohungen aus anderen Teilen der Welt nicht blind sein \u2026 Von Gaza und dem Nahen Osten bis hin zu zahlreichen latenten oder offenen Konflikten in Afrika, von zunehmenden Spannungen im asiatisch-pazifischen Raum bis hin zur Arktis gibt es immer mehr Konfliktherde.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Mit anderen Worten: Die EU bereitet sich auf einen weltweiten Krieg vor, um ihre wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen unabh\u00e4ngig von den USA zu verfolgen. \u201eTraditionelle Verb\u00fcndete und Partner\u201c, stellt sie fest, \u201erichten ihren Blick immer mehr auf andere Regionen der Welt.\u201c Daher m\u00fcssten \u201edas Verteidigungsdispositiv und die Verteidigungsf\u00e4higkeiten Europas auch f\u00fcr die Schlachtfelder von morgen ger\u00fcstet sein und dem Wandel der Kriegsf\u00fchrung Rechnung tragen.\u201c<\/p>\n<p>Der \u201eFahrplan\u201c enth\u00e4lt quantitative Ziele, die mit den Aufr\u00fcstungsprogrammen der 1930er Jahre vergleichbar sind. Die EU r\u00fchmt sich, die europ\u00e4ischen Verteidigungsausgaben von 218 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf 392 Milliarden Euro im Jahr 2025 gesteigert zu haben, und stellt eine weitere beschleunigte Erh\u00f6hung in Aussicht. Im Rahmen der Initiative \u201eReArm Europe\u201c sollen durch neue Finanzierungsinstrumente wie SAFE zinsg\u00fcnstig bis zu 800 Milliarden Euro f\u00fcr R\u00fcstungszwecke mobilisiert werden. Das auf dem Nato-Gipfel im Juni beschlossene Ziel, bis 2035 3,5 Prozent des BIP f\u00fcr Verteidigungsausgaben aufzuwenden, erfordert mindestens zus\u00e4tzliche 288 Milliarden Euro j\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Diese astronomischen Summen k\u00f6nnen nur durch brutale Sparma\u00dfnahmen, die Zerst\u00f6rung von Sozialprogrammen und die Pl\u00fcnderung der \u00f6ffentlichen Haushalte beschafft werden. \u201eVerteidigungsbereitschaft\u201c, so wird im \u201eFahrplan\u201c folgerichtig erl\u00e4utert, erfordere nicht nur Geld und Waffen. Ganz Europa m\u00fcsse vollst\u00e4ndig auf Krieg eingestellt werden. Unter der Zwischen\u00fcberschrift \u201eSchaffung eines EU-weiten Raums der milit\u00e4rischen Mobilit\u00e4t\u201c hei\u00dft es:<\/p>\n<p>\u201eEs wird vorgeschlagen, bis Ende 2027 in enger Abstimmung mit der NATO einen EU-weiten Raum der milit\u00e4rischen Mobilit\u00e4t mit einheitlichen Vorschriften und Verfahren und einem Netz von Landkorridoren, Flugh\u00e4fen, Seeh\u00e4fen und Unterst\u00fctzungselementen zu schaffen, der den ungehinderten Transport von Truppen und milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung durch die gesamte Union gew\u00e4hrleistet\u201c.<\/p>\n<p>Ziel ist es, Europa in ein einziges Schlachtfeld zu verwandeln \u2013 eine integrierte logistische Zone, in der sich Truppen und Panzer von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer frei bewegen k\u00f6nnen. Die zivile Infrastruktur wird den milit\u00e4rischen Bed\u00fcrfnissen untergeordnet. <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2025\/09\/28\/hamb-s28.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00dcbungen wie \u201eRed Storm Bravo\u201c in Hamburg<\/a>, bei der die Bewegungen von Zehntausenden Nato-Soldaten und ihr Einsatz gegen Antikriegsdemonstranten trainiert wurde, machen die innenpolitische Dimension dieser Militarisierung deutlich: die Unterdr\u00fcckung der Opposition der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/library\/north-30-jahre-krieg\/00.html\" class=\"no-underline pointer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/19b71883-5de1-401a-8f7f-7226c4b24a37\" style=\"max-height:100%\"\/><\/p>\n<p>David North<\/p>\n<p>30 Jahre Krieg: Amerikas Griff nach der Weltherrschaft 1990\u20132020<\/p>\n<p>Seit dem ersten Golfkrieg 1990\u20131991 f\u00fchren die Vereinigten Staaten ununterbrochen Krieg.\u00a0Gest\u00fctzt auf ein marxistisches Verst\u00e4ndnis der Widerspr\u00fcche des US- und des Weltimperialismus analysiert David North die Milit\u00e4rinterventionen und geopolitischen Krisen der letzten 30 Jahre.<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Deutschland steht bei diesem Wandel an vorderster Front. Mit Unterst\u00fctzung der <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2025\/03\/14\/grue-m14.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gr\u00fcnen<\/a> und der <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2025\/03\/22\/link-m22.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Linkspartei<\/a> hat die Regierungskoalition Billionen Euro f\u00fcr die Aufr\u00fcstung bereitgestellt. Der Verteidigungshaushalt 2025 bel\u00e4uft sich auf 86,5 Milliarden Euro \u2013 so viel wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs \u2013 und soll bis 2029 auf \u00fcber 150 Milliarden Euro ansteigen, was etwa 3,5 Prozent des BIP entspricht. Bezieht man die Ausgaben f\u00fcr Infrastruktur mit ein, erreichen die gesamten kriegsbezogenen Ausgaben 5 Prozent des BIP, d. h. rund 215 Milliarden Euro j\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Zu diesem Zweck werden bei der Bundeswehr und im zugeh\u00f6rigen Zivilbereich Zehntausende von neuen Stellen geschaffen, und die Wehrpflicht wird wieder eingef\u00fchrt. Milliarden flie\u00dfen in die Herstellung von Kampfflugzeugen, Transporthubschraubern, Panzern, gepanzerten Fahrzeugen, Kriegsschiffen, Drohnen, Raketensystemen und sogar in die \u201eWeltraumsicherheit\u201c. Bundeskanzler Friedrich Merz hat es offen zu seinem Ziel erkl\u00e4rt, Deutschland mit der \u201est\u00e4rksten konventionellen Armee in Europa\u201c auszustatten.<\/p>\n<p>Diese Politik erinnert an die Vorbereitungen des deutschen Imperialismus in den 1930er Jahren. Das Streben nach Aufr\u00fcstung und Weltmacht setzte damals die Errichtung eines faschistischen Regimes, die Zerschlagung aller demokratischen Rechte und die Unterdr\u00fcckung der Arbeiterklasse voraus. Die gleiche Logik setzt sich heute wieder durch. In ganz Europa kultivieren die herrschenden Eliten faschistische Kr\u00e4fte \u2013 Farage in Gro\u00dfbritannien, Le Pen in Frankreich, Meloni in Italien und die AfD in Deutschland \u2013, um die soziale Unzufriedenheit niederzuhalten und Krieg vorzubereiten.<\/p>\n<p>Die objektiven Tendenzen sind un\u00fcbersehbar. Das Verschmelzen von EU, Nato und R\u00fcstungsindustrie zu einem einheitlichen Kriegsapparat geht Hand in Hand mit der Hinwendung zu autorit\u00e4ren Herrschaftsformen. Der Angriff auf demokratische Rechte, die Kriminalisierung der Proteste gegen den V\u00f6lkermord in Gaza und der Einsatz der Armee als Polizei spiegeln die Angst der herrschenden Klasse vor Massenopposition wider.<\/p>\n<p>Die gleichen Widerspr\u00fcche, die den Imperialismus in den Krieg treiben \u2013 die tiefe Krise des kapitalistischen Systems \u2013, schaffen auch die Bedingungen f\u00fcr revolution\u00e4re Umw\u00e4lzungen. Die enorme Umverteilung zugunsten der Aufr\u00fcstung, die Zerst\u00f6rung des Lebensstandards und die wachsende Gefahr der nuklearen Vernichtung werden \u00fcberall in der Arbeiterklasse auf Widerstand sto\u00dfen. In den Vereinigten Staaten beteiligten sich am 18. Oktober mehr als 7 Millionen Menschen an den \u201eNo-Kings\u201c-Demonstrationen gegen die faschistische Politik Trumps. Auch in Europa gab es Streiks und Demonstrationen gegen Sparpolitik und Militarismus, unter anderem in <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2025\/10\/03\/grie-o03.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Griechenland<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/en\/articles\/2025\/10\/14\/uear-o14.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Belgien<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2025\/10\/06\/byjt-o06.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Italien<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2025\/10\/09\/akzy-o09.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Niederlande<\/a>n und <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2025\/09\/23\/noos-s23.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankreich<\/a>. Sie k\u00fcndigen eine explosive, weltweite R\u00fcckkehr des Klassenkampfs an.<\/p>\n<p>Spontaner Widerstand reicht jedoch nicht aus. Er muss mit einem bewussten politischen Programm ausgestattet werden, das den Kampf gegen Krieg und Diktatur mit dem Kampf gegen ihre Ursache verbindet, das kapitalistische System selbst. Das Internationale Komitee der Vierten Internationale (IKVI) hat in seiner Erkl\u00e4rung von 2016, <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2016\/02\/27\/ikvi-f27.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sozialismus und der Kampf gegen den Krieg<\/a>, die Grunds\u00e4tze erkl\u00e4rt, die heute brennende Dringlichkeit gewinnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Kampf gegen Krieg muss von der Arbeiterklasse ausgehen, die als revolution\u00e4re gesellschaftliche Kraft alle fortschrittlichen Teile der Bev\u00f6lkerung hinter sich vereint.<\/li>\n<li>Die neue Bewegung gegen Krieg muss antikapitalistisch und sozialistisch sein, denn man kann nicht ernsthaft gegen Krieg k\u00e4mpfen, ohne danach zu streben, der Diktatur des Finanzkapitals und dem Wirtschaftssystem, das die Ursache f\u00fcr Militarismus und Krieg bildet, ein Ende zu setzen.<\/li>\n<li>Aus diesem Grund muss die neue Antikriegsbewegung unbedingt vollkommen unabh\u00e4ngig sein von allen politischen Parteien und Organisationen der Kapitalistenklasse und diese ablehnen.<\/li>\n<li>Vor allem muss die neue Antikriegsbewegung international sein und dem Imperialismus in einem vereinten globalen Kampf die enorme Kraft der Arbeiterklasse entgegenstellen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Aufgabe, vor der Arbeiter, Jugendliche und Intellektuelle in ganz Europa und international stehen, ist klar: Es geht darum, in jedem Betrieb und jedem Wohnviertel unabh\u00e4ngige Aktionskomitees zu bilden, sich \u00fcber alle Grenzen hinweg zusammenzuschlie\u00dfen und eine bewusste revolution\u00e4re F\u00fchrung im Kampf f\u00fcr den Sozialismus aufzubauen \u2013 die Sozialistischen Gleichheitsparteien als Sektionen des IKVI. Nur durch den Sturz des kapitalistischen Systems und seine Ersetzung durch die Vereinigten Sozialistischen Staaten von Europa als Teil einer sozialistischen Weltf\u00f6deration \u2013 in der die Ressourcen des Planeten rationell und demokratisch f\u00fcr die menschlichen Bed\u00fcrfnisse und nicht f\u00fcr den Profit genutzt werden \u2013 kann die Menschheit die Katastrophe eines Weltkriegs abwenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Start eines Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper von der USS Cape St. George im M\u00e4rz 2003 im Mittelmeer [AP Photo\/Intelligence Specialist 1st&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":528699,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,689,548,663,158,3934,3935,13,130130,14,1159,15,307,12],"class_list":{"0":"post-528698","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-aufruestung","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-militarisierung","18":"tag-nachrichten","19":"tag-nato","20":"tag-news","21":"tag-russland","22":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115441698886463272","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/528698","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=528698"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/528698\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/528699"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=528698"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=528698"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=528698"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}