{"id":52950,"date":"2025-04-22T20:20:07","date_gmt":"2025-04-22T20:20:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/52950\/"},"modified":"2025-04-22T20:20:07","modified_gmt":"2025-04-22T20:20:07","slug":"soziokulturelles-zentrum-laedt-zu-stolperstein-rundgang-in-oerlinghausen-ein-lokale-nachrichten-aus-oerlinghausen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/52950\/","title":{"rendered":"Soziokulturelles Zentrum l\u00e4dt zu Stolperstein-Rundgang in Oerlinghausen ein | Lokale Nachrichten aus Oerlinghausen"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"schmaler\">Oerlinghausen. Im vergangenen Jahr wurden in der Bergstadt zw\u00f6lf Stolpersteine verlegt. Am Donnerstag, 5. Juni, folgt der n\u00e4chste Stein. Die kleinen Tafeln verweisen auf das Schicksal der Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert oder in den Suizid getrieben wurden.Das soziokulturelle Zentrum Knup greift das Thema erneut auf und bietet erstmals \u00f6ffentliche Rundg\u00e4nge an.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"schmaler\">\u201eSie sollen nicht nur Teil Erinnerungskultur sein, sondern auch ein Zeichen des Knup gegen das Erstarken der extremen Rechten.\u201c Der erste Rundgang findet statt am Samstag, 26. April, ab 14 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 05202 490032 (AB) oder per E-Mail an <a href=\"https:\/\/www.lz.de\/lippe\/oerlinghausen\/mailto:einlass%40knup.org.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einlass@knup.org.<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"schmaler\">Die Stolpersteine sind nach Ansicht von Lina Kindsgrab, Matthias Guder und Christian St\u00fcber ein bedeutender Schritt f\u00fcr Oerlinghausen. \u201eDenn bereits mehr als 20 Jahre lang war dar\u00fcber diskutiert worden\u201c, stellen die drei aus der Politgruppe des Knup fest.<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"schmaler\">Die Stolpersteine sind eine Idee des K\u00fcnstlers Gunter Demnig. 1992 begann er sein Projekt, inzwischen hat er mehr als 100.000 in Deutschland und in 30 weiteren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern verlegt. Sie gelten als das gr\u00f6\u00dfte dezentrale Mahnmal der Welt. Die Steine vor der fr\u00fcheren Wohnung der NS-Opfer sind laut Demnig symbolisch gemeint. Die Opfer sollen ihre Namen zur\u00fcckerhalten, denn in den Konzentrationslagern waren sie zu Nummern degradiert worden. Zugleich solle deutlich werden, dass die Verbrechen nicht irgendwo, sondern ganz in der N\u00e4he geschahen.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"schmaler Zwischenzeile\" data-semantic=\"p\">Erinnerungsbuch im Internet zu finden<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"schmaler\">Mit dem gef\u00fchrten Rundgang m\u00f6chte das Knup die Erinnerung wachhalten. \u201eWir wollen die Steine ins Rollen bringen und anregen, sich genauer mit dem Thema zu besch\u00e4ftigen\u201c, sagt Christian St\u00fcber. Bei der Vorbereitung konnte sich die Politgruppe auf Berichte des Redaktionsmitarbeiters Horst Biere und vor allem auf die langj\u00e4hrige Forschungsarbeit des Historikers J\u00fcrgen Hartmann st\u00fctzen.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"schmaler\">In seinem Erinnerungsbuch hat Hartmann die Oerlinghauser Opfer von antisemitischer und politischer Verfolgung aufgef\u00fchrt. \u201eSie wurden ausgegrenzt, erfuhren k\u00f6rperliche sowie seelische Verletzungen und verloren durch die Verfolgung ihr Leben\u201c, sagt Lina Kindsgrab.<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"schmaler\">Das Erinnerungsbuch ist in die Internetseiten der Stadt eingestellt. Der Verfolgten wird auch \u00f6ffentlich namentlich gedacht. Bei der Recherche entdeckte die Knup-Gruppe die recht unscheinbare Tafel am Seiteneingang des Rathauses. Mit der nationalsozialistischen Vergangenheit setzt sich das Knup schon lange auseinander. Im vergangenen Jahr unternahmen 25 junge Leute eine Fahrt zu Gedenkst\u00e4tten in Tschechien, in diesem Sommer ist ein mehrt\u00e4giger Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbr\u00fcck geplant.<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"schmaler\">Die Rundg\u00e4nge sollen regelm\u00e4\u00dfig angeboten werden. W\u00e4hrend des Rundgangs werden neben drei Stolpersteinen auch drei Erinnerungsorte besucht. So beginnt die Tour an der ehemaligen Synagoge, f\u00fchrt zum j\u00fcdischen Friedhof und \u00fcber Altstadtstra\u00dfen zum Rathaus. F\u00fcr die drei Kilometer lange Strecke werden eineinhalb Stunden veranschlagt.Der zweite Stolperstein-Rundgang ist f\u00fcr Samstag, 27. September, geplant. Er beginnt ebenfalls um 14 Uhr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Oerlinghausen. Im vergangenen Jahr wurden in der Bergstadt zw\u00f6lf Stolpersteine verlegt. Am Donnerstag, 5. 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