{"id":529643,"date":"2025-10-27T03:28:14","date_gmt":"2025-10-27T03:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/529643\/"},"modified":"2025-10-27T03:28:14","modified_gmt":"2025-10-27T03:28:14","slug":"seeheimer-kreis-so-wie-es-ist-kann-es-nicht-bleiben-spd-fordert-hoehere-besteuerung-der-reichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/529643\/","title":{"rendered":"Seeheimer Kreis: \u201eSo wie es ist, kann es nicht bleiben\u201c \u2013 SPD fordert h\u00f6here Besteuerung der Reichen"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Nach monatelangen Debatten \u00fcber Einsparungen beim B\u00fcrgergeld dr\u00e4ngt die SPD nun darauf, die Reichen st\u00e4rken zu besteuern. Sowohl die linken Jusos als auch der konservative Seeheimer Kreis in der SPD-Bundestagsfraktion haben Papiere zu einer Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer verfasst. <\/p>\n<p>Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet, hei\u00dft es im Juso-Antrag: \u201eDieser Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit droht den demokratischen und sozialen Rechtsstaat zu zerst\u00f6ren. Entt\u00e4uschungserlebnisse zerst\u00f6ren Vertrauen und f\u00fchren dazu, dass sich Menschen von der Demokratie abwenden. Die Antwort auf diese Entwicklung ist konsequenter Klassenkampf.\u201c <\/p>\n<p>Die Seeheimer erkl\u00e4ren: \u201eMittlerweile stammt in Deutschland \u00fcber die H\u00e4lfte des gesamten Privatverm\u00f6gens nicht mehr aus eigener Leistung, sondern aus ererbtem oder \u00fcbertragenem Verm\u00f6gen \u2013 Tendenz steigend.\u201c So entstehe ein System, in dem nicht nur Verm\u00f6gen vererbt und verschenkt werde \u2013 sondern auch Chancenungleichheit, soziale Spaltung und wachsender Unmut.<\/p>\n<p>Der SPD-Bundestagsabgeordnete Parsa Marvi, der mit seinem Fraktionskollegen Philipp Rottwilm, das Papier f\u00fcr die Seeheimer verfasst hat, sagte dem RND: \u201eSo wie es ist, kann es nicht bleiben: Gro\u00dfe Unternehmensverm\u00f6gen k\u00f6nnen nahezu steuerfrei \u00fcbertragen werden, w\u00e4hrend kleinere Erbschaften im Verh\u00e4ltnis st\u00e4rker belastet werden.\u201c Entsprechend gro\u00dfe Erbschaften m\u00fcssten endlich angemessen herangezogen werden, hei\u00dft es. So w\u00fcrden Arbeitspl\u00e4tze und Unternehmen gesichert und Familien gezielt entlastet. \u201eDie Koalition sollte das zu ihrem gemeinsamen Projekt machen\u201c, sagte Marvi. Rottwilm und forderte \u201eeine betriebliche Altersversorgung f\u00fcr alle\u201c.<\/p>\n<p> Juso-Chef Philipp T\u00fcrmer sagte: \u201eNach einem halben Jahr t\u00e4nzelt auch diese Koalition um viele Baustellen herum, anstatt auf dr\u00e4ngende Gerechtigkeitsfragen tats\u00e4chliche Antworten zu liefern.\u201c Es brauche eine Sozialdemokratie, die sich ihrer \u201eenormen Bedeutung\u201c bewusst sei und ihre Werte selbstbewusst vertrete. \u201eDie extrem besorgniserregende Entwicklung der SPD, die nicht erst gestern startete, verpflichtet auch uns Jusos, uns selbstkritisch zu hinterfragen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach monatelangen Debatten \u00fcber Einsparungen beim B\u00fcrgergeld dr\u00e4ngt die SPD nun darauf, die Reichen st\u00e4rken zu besteuern. 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