{"id":529806,"date":"2025-10-27T05:15:14","date_gmt":"2025-10-27T05:15:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/529806\/"},"modified":"2025-10-27T05:15:14","modified_gmt":"2025-10-27T05:15:14","slug":"vogelzug-verschaerft-virusgefahr-400-000-nutztiere-getoetet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/529806\/","title":{"rendered":"Vogelzug versch\u00e4rft Virusgefahr \u2013 400.000 Nutztiere get\u00f6tet"},"content":{"rendered":"<p>Greifswald (dpa) &#8211; Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) rechnet mit einer weiter steigenden Zahl von Zugv\u00f6geln, die an der Gefl\u00fcgelpest verenden und zu \u00dcbertr\u00e4gern der Tierseuche werden k\u00f6nnen. \u00abDer Vogelzug ist im vollen Gange und der Virusdruck durch infizierte Wildv\u00f6gel und deren Ausscheidungen sehr hoch\u00bb, sagte Instituts-Pr\u00e4sidentin Christa K\u00fchn. \u00abWir sehen nach wie vor ein sehr dynamisches Geschehen.\u00bb<\/p>\n<p>Daher sei es wichtig, Rastgebiete aktuell zu meiden, die Tiere nicht aufzuscheuchen und tote V\u00f6gel nicht zu ber\u00fchren. Denn auch \u00fcber verunreinigtes Schuhwerk oder Ger\u00e4tschaften k\u00f6nne das Virus weiterverbreitet und schlimmstenfalls in Nutztierbest\u00e4nde getragen werden, sagte K\u00fchn. Auch Aasfresser wie Kr\u00e4hen oder auch Raubv\u00f6gel k\u00f6nnen nach Kontakt mit den Kadavern die Krankheit weitertragen.\u00a0<\/p>\n<p>Schon viele tote Wildv\u00f6gel und Nutztiere\u00a0<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung K\u00fchns hat die Infektionswelle in diesem Jahr fr\u00fcher eingesetzt als \u00fcblich. Unz\u00e4hlige Zugv\u00f6gel sind an dem hochansteckenden Gefl\u00fcgelpest-Virus vom Typ H5N1 schon zugrunde gegangen. Stark betroffen sind in diesem Herbst Kraniche, die insbesondere in Nordbrandenburg von Einsatzkr\u00e4ften zu Tausenden von den Feldern gesammelt werden.<\/p>\n<p>Die auch Vogelgrippe genannte Krankheit breitet sich seit Wochen \u00fcber ganz Deutschland aus und trifft zunehmend auch Gefl\u00fcgelbetriebe mit voller Wucht. Nach Angaben des in Greifswald ans\u00e4ssigen Loeffler-Instituts haben bislang etwa 30 kommerzielle Gefl\u00fcgelhalter ihre Tiere t\u00f6ten m\u00fcssen.\u00a0<\/p>\n<p>Um die weitere Ausbreitung der Tierseuche m\u00f6glichst einzud\u00e4mmen, seien j\u00fcngsten Erhebungen zufolge schon etwa 400.000 H\u00fchner, Enten, G\u00e4nse und Puten gekeult und anschlie\u00dfend entsorgt worden. Der Schaden f\u00fcr betroffene Betriebe geht insgesamt in die Millionen.\u00a0<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfte Verluste in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Verluste gab es bislang in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. So mussten in zwei Betrieben in Vorpommern insgesamt fast 150.000 Legehennen get\u00f6tet werden. Der Landkreis M\u00e4rkisch-Oderland in Brandenburg gab bekannt, dass dort infolge der Vogelgrippe weitere 130.000 Tiere gekeult werden.\u00a0<\/p>\n<p>In Niedersachsen, Bayern, Th\u00fcringen, Nordrhein-Westfalen und Baden-W\u00fcrttemberg kam es ebenfalls zur vorsorglichen T\u00f6tung Tausender Nutztiere. Vorausgegangen waren Analysen im Friedrich-Loeffler-Institut, die Infektionen mit dem hochansteckenden Gefl\u00fcgelpest-Virus vom Typ H5N1 best\u00e4tigten. Die Mitarbeiter im Referenzlabor arbeiteten derzeit am Anschlag, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Steigen die Preise?<\/p>\n<p>Aufgrund der Einschr\u00e4nkungen gibt es die Bef\u00fcrchtung, dass f\u00fcr Verbraucher die Preise im Handel steigen. Der Landrat im Brandenburger Kreis Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt (SPD), sagte im RBB-Inforadio: \u00abDas wird schon einen Einschlag mit sich bringen und im schlimmsten Fall wahrscheinlich auch zu Preiserh\u00f6hungen f\u00fchren.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Vor dem Martinstag am 11. November beginnt traditionell die Schlachtsaison f\u00fcr G\u00e4nse. Das Gros wird jedoch aus dem Ausland \u2013 etwa aus Ungarn und Polen \u2013 importiert.\u00a0<\/p>\n<p>Dem Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung liegen bisher keine Daten vor, die belegen, dass sich Menschen \u00fcber Lebensmittel mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert h\u00e4tten und erkrankt w\u00e4ren. Da das Virus empfindlich gegen\u00fcber hohen Temperaturen sei, seien bei gut durcherhitzten Lebensmitteln keine gesundheitlichen Beeintr\u00e4chtigungen zu erwarten.<\/p>\n<p>Bundesweites Aufstallungsgebot gefordert<\/p>\n<p>Der H\u00f6hepunkt des Vogelzugs steht noch bevor. Damit sei f\u00fcr Tierhalter die Gefahr, dass die Vogelgrippe in ihre Best\u00e4nde eingeschleppt wird, weiterhin gro\u00df, betonte Instituts-Pr\u00e4sidentin K\u00fchn. Die Betriebe wurden von zust\u00e4ndigen \u00c4mtern und Politikern ermahnt, die Hygienema\u00dfnahmen genauestens einzuhalten. In betroffenen Regionen wurden Schutzzonen eingerichtet, in denen zus\u00e4tzliche Beschr\u00e4nkungen gelten.<\/p>\n<p>Mit der schnellen Ausbreitung der Vogelgrippe und der wachsenden Sorge vor wirtschaftlichen Sch\u00e4den werden bereits auch Forderungen nach einem bundesweiten Aufstallungsgebot lauter. Gefl\u00fcgel aus Freilandhaltung m\u00fcsste auf eine solche Anordnung hin in geschlossenen St\u00e4llen gehalten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Greifswald (dpa) &#8211; Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) rechnet mit einer weiter steigenden Zahl von Zugv\u00f6geln, die an der Gefl\u00fcgelpest&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":529807,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[36814,3364,29,30,288,8970,1209,2631,9326,10576],"class_list":{"0":"post-529806","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-agrar","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-krankheit","13":"tag-muenster","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-tier","16":"tag-updateme","17":"tag-vogelgrippe"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115444431150252919","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/529806","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=529806"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/529806\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/529807"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=529806"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=529806"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=529806"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}