{"id":530063,"date":"2025-10-27T08:34:12","date_gmt":"2025-10-27T08:34:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/530063\/"},"modified":"2025-10-27T08:34:12","modified_gmt":"2025-10-27T08:34:12","slug":"braunschweig-hybridarbeit-so-bleibt-die-kommunikation-im-team-lebendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/530063\/","title":{"rendered":"Braunschweig | Hybridarbeit: So bleibt die Kommunikation im Team lebendig"},"content":{"rendered":"<p>Braunschweig (dpa\/tmn) &#8211; Weniger Plausch in der Kaffeek\u00fcche oder auf dem Flur, stattdessen Chats und Online-Schalten. Die Kommunikation im Job hat sich mit Hybridarbeit ver\u00e4ndert. Wenn man sich auf der Arbeit nicht mehr t\u00e4glich trifft, fehlt erst mal etwas unter Kolleginnen und Kollegen, sagt Simone Kauffeld.<\/p>\n<p>Spontaner Austausch schafft Vertrauen<\/p>\n<p>Laut der Professorin f\u00fcr Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie an der TU Braunschweig ist der informelle Austausch entscheidend, um Beziehungen und Vertrauen aufzubauen. Das gilt insbesondere in Phasen, in denen Teams neu zusammengestellt werden.<\/p>\n<p>Und auch sonst ist das Risiko f\u00fcr Missverst\u00e4ndnisse h\u00f6her, wenn man sich nicht pers\u00f6nlich in die Augen schaut. \u00abIn virtuellen oder hybriden Settings fehlt oft ein Teil der nonverbalen Kommunikation\u00bb, sagt die Professorin. \u00abGestik, Mimik oder kleine Signale gehen leichter verloren oder werden verzerrt \u00fcbertragen.\u00bb<\/p>\n<p>Zuschauen statt mitreden<\/p>\n<p>In hybriden Meetings, wo nur ein Teil des Teams zusammensitzt und andere sich von zu Hause zuschalten, k\u00f6nnen Remote-Teilnehmende schnell zu stillen Beobachtern und Beobachterinnen werden, anstatt aktiv teilzunehmen. Parallele Gespr\u00e4che im Raum bekommen sie nicht mit.\u00a0<\/p>\n<p>Au\u00dferdem geht laut der Expertin Remote-Arbeit h\u00e4ufig mit mehr Multitasking einher. Besch\u00e4ftigte erledigen also, w\u00e4hrend online ein Meeting l\u00e4uft, nebenher noch anderes f\u00fcr den Job. \u00abDas wirkt sich wiederum negativ auf die Aufmerksamkeit und Kommunikationsqualit\u00e4t aus\u00bb, sagt Simone Kauffeld.<\/p>\n<p>Was hilft also in Zeiten von Hybridarbeit? Diese f\u00fcnf Tipps hat die Expertin:<\/p>\n<p>1. Regelm\u00e4\u00dfig \u00abechte\u00bb Begegnungen<\/p>\n<p>Simone Kauffeld pl\u00e4diert auf jeden Fall immer dann f\u00fcr Pr\u00e4senztreffen, wenn es um pers\u00f6nliche Themen oder Beziehungsarbeit geht. Und auch dar\u00fcber hinaus st\u00e4rken regelm\u00e4\u00dfige Zusammenk\u00fcnfte das Miteinander im Team. Hier ist neben dem fachlichen auch der pers\u00f6nliche Austausch m\u00f6glich, der fr\u00fcher t\u00e4glich spontan stattfand.<\/p>\n<p>2. Reine Online-Treffen strukturieren<\/p>\n<p>\u00abVirtuelle Meetings eignen sich sehr gut f\u00fcr sachorientierte Inhalte\u00bb, sagt die Professorin. Wichtig sind aber eine gute Struktur und klare Ziele. Das hei\u00dft zum Beispiel: Vorab steht fest, was erreicht werden soll und wie vorgegangen wird, am Ende wird gefragt: Was haben wir erreicht? Das gilt auch f\u00fcr Pr\u00e4senzmeetings, hilft aber virtuell noch einmal mehr, bei der Stange zu bleiben.<\/p>\n<p>3. Klare Regeln f\u00fcr hybride Meetings<\/p>\n<p>Befinden sich in einem Meeting sowohl Pr\u00e4senz- als auch Remote-Teilnehmende, sind laut der Arbeitspsychologin klare Gespr\u00e4chsregeln und fair verteilte Redeanteile wichtig. Direkte Ansprache bezieht die zugeschalteten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen besser ein. Oft ist es sinnvoll im digitalen Raum einen Moderator zu benennen, der wesentliche Aspekte in die Diskussion einbringt.<\/p>\n<p>4. Immer wieder auf den Pr\u00fcfstand<\/p>\n<p>Was war gut, was k\u00f6nnte besser laufen? Ein Team sollte seine Kommunikation regelm\u00e4\u00dfig gemeinsam reflektieren, etwa in kurzen R\u00fcckblicken. Was problematisch ist, kommt so zur Sprache und kann angepasst werden. So k\u00f6nnen sich auch Negativabl\u00e4ufe in Online-Meetings nicht einschleifen.<\/p>\n<p>5. Meeting-Free-Day einf\u00fchren<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollten Meetings immer einen Mehrwert haben und nicht nur aus Gewohnheit stattfinden. Dar\u00fcber hinaus ist aber auch ein Wochentag ganz ohne Meeting m\u00f6glich. \u00abEin kompletter Tag f\u00fcr die Aufgabenbearbeitung entlastet\u00bb, sagt Simone Kauffeld. Studienergebnisse zeigten, dass diejenigen, die einen solchen Tag eingef\u00fchrt h\u00e4tten, ihn auch behalten wollten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Braunschweig (dpa\/tmn) &#8211; Weniger Plausch in der Kaffeek\u00fcche oder auf dem Flur, stattdessen Chats und Online-Schalten. 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