{"id":530161,"date":"2025-10-27T09:35:15","date_gmt":"2025-10-27T09:35:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/530161\/"},"modified":"2025-10-27T09:35:15","modified_gmt":"2025-10-27T09:35:15","slug":"kommentar-was-muenchens-klares-olympia-ja-bedeutet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/530161\/","title":{"rendered":"Kommentar &#8211; Was M\u00fcnchens klares Olympia-Ja bedeutet"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/olympia10992.webp\" alt=\"Die Olympia-Flagge und die Fahne Hamburgs vor dem Rathaus (Archivfoto)\" title=\"Die Olympia-Flagge und die Fahne Hamburgs vor dem Rathaus (Archivfoto) | picture alliance\/dpa, Christian Charisius\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: M\u00fcnchen in der Olympia-Pole-Position: Was das Votum f\u00fcr Hamburg bedeutet (3 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 27.10.2025 10:32 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">M\u00fcnchen hat sich klar f\u00fcr eine Olympia-Bewerbung ausgesprochen. Was das f\u00fcr die anderen Bewerber &#8211; und insbesondere Hamburgs Ambitionen &#8211; bedeutet, ordnet NDR Reporter Holger Gerska in seinem Kommentar ein.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Holger Gerska<\/p>\n<p class=\"\">M\u00fcnchen hat also &#8222;Ja&#8220; gesagt. Es ist das erste positive Votum, seit es diese Referenden in Deutschland gibt. Der Sieg der Olympia-Bef\u00fcrworter ist mit \u00fcber 66 Prozent Zustimmung eindrucksvoll &#8211; vor allem der Stimmungswandel gegen\u00fcber den 48 Prozent bei der Frage nach den Olympischen Winterspielen 2022.<\/p>\n<p>    M\u00fcnchen wird auf ein Ende des Bewerbungs-Vierkampfs pochen<\/p>\n<p class=\"\">Das Fazit f\u00e4llt deshalb eindeutig aus: Die bayerische Landeshauptstadt will Olympische Sommerspiele ausrichten und d\u00fcrfte mit dieser demokratischen Legitimation auf ein schnelles Ende des deutschen Vierkampfs pochen. Denn auch bundesweite Umfragen in den vergangenen Wochen legen nahe: Die Stimmung im Land st\u00fctzt &#8211; anders als noch vor wenigen Jahren &#8211; eine offizielle Bewerbung.<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/holgergerska-100.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/holgergerska-100.webp\" alt=\"NDR Sportreporter Holger Gerska\" title=\"NDR Sportreporter Holger Gerska. | NDR\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    NDR Sportreporter Holger Gerska.<\/p>\n<p class=\"\">Sp\u00fcrbar ist der R\u00fcckenwind durch die stimmungsvollen Tage der Fu\u00dfball-EM im eigenen Land und die spektakul\u00e4ren Olympischen Spiele von Paris als Blaupause. Au\u00dferdem genie\u00dft die aktuelle Olympia-Offensive anders als die geplante Bewerbung um die Sommerspiele 2024\/2028 auch den R\u00fcckhalt der Bundesregierung.<\/p>\n<p>    Der DOSB spielt auf Zeit<\/p>\n<p class=\"\">Also werden sich nicht nur die Olympia-Macher in Bayern fragen: Worauf warten? Die internationalen Chancen einer deutschen Bewerbung stehen aktuell ja nicht gut. Sportpolitisch hat Deutschland zuletzt instinktlos so viel Porzellan zerschlagen, dass die Beziehung zum Internationalen Olympischen Komitee (IOC) momentan als zerr\u00fcttet gilt und das trotz des langj\u00e4hrigen Pr\u00e4sidenten Thomas Bach. Dessen Einfluss auf viele der rund 100 IOC-Mitglieder ist Stand jetzt der gr\u00f6\u00dfte Trumpf des deutschen Sports. Aber er d\u00fcrfte schwinden.<\/p>\n<p class=\"\">Und dennoch spielt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf Zeit. Noch ein weiteres Jahr. Geradezu abenteuerlich mutet es an, dass bislang \u00fcberhaupt noch nicht klar ist, nach welchen Kriterien unter den vier Bewerbern Berlin, Hamburg, M\u00fcnchen und Rhein-Ruhr der deutsche Kandidat gek\u00fcrt wird. Welche Rolle spielen also die 66 Prozent von M\u00fcnchen, wenn in Berlin die Bev\u00f6lkerung gar nicht gefragt werden soll und in Nordrhein-Westfalen eine m\u00f6gliche B\u00fcrgerbeteiligung immer noch in der Diskussion ist?<\/p>\n<p>    NDR-Umfrage: Keine Zustimmung f\u00fcr Olympia in Hamburg<\/p>\n<p class=\"\">Und Hamburg? Das Olympiareferendum ist f\u00fcr den 31. Mai 2026 geplant. 2015 gab es unter schwierigen Rahmenbedingungen eine knappe Niederlage der Olympia-Planer. Dass die Stadt und ihr Umfeld zehn Jahre sp\u00e4ter nicht bedingungslos hinter dem neuen Anlauf stehen, belegt die neueste Umfrage des NDR eindrucksvoll. Nicht 66 Prozent &#8222;Ja&#8220; wie in M\u00fcnchen sondern 60 Prozent &#8222;Nein&#8220;. Auch wenn das Ganze nicht so repr\u00e4sentativ ist.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/olympia-414.webp\" alt=\"Eine Flagge mit den Olympischen Ringen h\u00e4ngt im Hamburger Hafen\" title=\"Eine Flagge mit den Olympischen Ringen h\u00e4ngt an einer Befestigung an der Jan-Fedder-Promenade im Hamburger Hafen. | IMAGO \/ Hanno Bode\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Eine #NDRfragt-Umfrage zeigt: 60 Prozent der Teilnehmenden aus Hamburg sind gegen eine Bewerbung ihrer Stadt.<\/p>\n<p class=\"\">Dabei ist die Hamburger Bewerbung auf dem Papier keinesfalls deutlich schlechter. Aber es gibt Unterschiede. M\u00fcnchen hat ein taugliches Olympiastadion, das nur renoviert werden soll. Hamburg muss bauen. Die Eifers\u00fcchteleien, dass damit Fu\u00dfball-Bundesligist Hamburger SV im Gegensatz zum Stadtrivalen FC St. Pauli eine neue Spielst\u00e4tte geschenkt bek\u00e4me, standen in den vergangenen Wochen im Mittelpunkt der Diskussionen um das Konzept der Hansestadt.<\/p>\n<p>    Die Olympischen Kernsportarten sind Hamburg fremd<\/p>\n<p class=\"\">Einmal mehr der Beleg, was den Hamburgerinnen und Hamburgern in Sachen Sport wirklich wichtig ist. Der Olympische Sport spielte hier in den vergangenen Jahrzehnten &#8211; abgesehen von den Massensport-Events Marathon, Cyclassics und Triathlon &#8211; kaum eine Rolle. Die Olympischen Kernsportarten Schwimmen, Leichtathletik und Turnen sind Hamburg fremd.<\/p>\n<p class=\"\">Und exakt das ist der gr\u00f6\u00dfte Nachteil gegen\u00fcber M\u00fcnchen: Die hochgelobte Ausrichtung der European Championships 2022 hat in Bayern viele Vorurteile gegen\u00fcber sportlichen Gro\u00dfveranstaltungen abgebaut. Das Ergebnis sind \u00fcber 66 Prozent im B\u00fcrgervotum und die klare Pole Position im deutschen Vierkampf um Olympia.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/olympia-390.webp\" alt=\"Eine Flagge mit den olympischen Ringen h\u00e4ngt an einem Laternenpfahl vor dem Hamburger Rathaus.\" title=\"Eine Flagge mit den olympischen Ringen h\u00e4ngt an einem Laternenpfahl vor dem Hamburger Rathaus. | IMAGO \/ Hanno Bode\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>M\u00fcnchen hat klar f\u00fcr eine Olympia-Bewerbung gestimmt. Nun stehen die anderen drei Kandidaten unter Zugzwang. Der Realit\u00e4tscheck des Hamburger Konzepts k\u00f6nnte schmerzhaft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: M\u00fcnchen in der Olympia-Pole-Position: Was das Votum f\u00fcr Hamburg bedeutet (3 Min) Stand: 27.10.2025 10:32 Uhr M\u00fcnchen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":530162,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692,656],"class_list":{"0":"post-530161","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg","11":"tag-olympia"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115445455212920358","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/530161","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=530161"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/530161\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/530162"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=530161"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=530161"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=530161"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}