{"id":530538,"date":"2025-10-27T13:21:23","date_gmt":"2025-10-27T13:21:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/530538\/"},"modified":"2025-10-27T13:21:23","modified_gmt":"2025-10-27T13:21:23","slug":"ende-der-aera-gundremmingen-und-der-stille-diskurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/530538\/","title":{"rendered":"Ende der \u00c4ra Gundremmingen und der stille Diskurs"},"content":{"rendered":"<p>Sicherheitszone, Sperrungen und ein gewaltiger Knall. Erst ein Warnton f\u00fcr die Tiere, dann ein dumpfes Donnern \u2013 und der erste K\u00fchlturm des stillgelegten Atomkraftwerks Gundremmingen f\u00e4llt in sich zusammen. Sekunden sp\u00e4ter der zweite. Mit der Sprengung der K\u00fchlt\u00fcrme verschwand einer der gr\u00f6\u00dften Atomkraft-Standorte Deutschlands. Ein symbolischer Moment, k\u00f6nnte man meinen. Das Ende einer \u00c4ra.\u00a0<\/p>\n<p>Vor Ort waren die Reaktionen gemischt: Erleichterung bei den einen, Wehmut bei den anderen. Pfarrer Frank Bienk aus dem Nachbarort G\u00fcnzburg sprach von einer Polarisierung, die sich durch die Gemeinde ziehe. Doch im bundespolitischen Diskurs? Nichts. Als w\u00e4re die Frage mit den T\u00fcrmen endg\u00fcltig verschwunden.<\/p>\n<p>Wie kommt es, dass in Deutschland das Thema Atomkraft ein derart toter Diskursgegenstand ist, dass man meinen k\u00f6nnte, die Kernkraft sei hierzulande lediglich ein Fiebertraum gewesen?\u00a0<\/p>\n<p>Der deutsche Atomausstieg: Ein gesellschaftlicher Konsens<\/p>\n<p>Als die Klimabewegung durch Fridays for Future Ende 2018 begann und 2019 massenhaft Jugendliche mobilisierte, spielte Atomkraft selbst in der Frage klimaneutraler Stromerzeugung keine Rolle mehr. Unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe des japanische Atomkraftwerks in Fukushima 2011 war ein gesetzlicher Atomausstieg beschlossen worden \u2013 eine Weichenstellung, die den weiteren energiepolitischen Verlauf in Deutschland pr\u00e4gen sollte.<\/p>\n<p>Der Diskurs um nachhaltige und verl\u00e4ssliche Energieversorgung kennt seither nur noch zwei Pole:<\/p>\n<ol>\n<li>Die dreckige Kohleenergie \u2013 verteidigt von Industriegewerkschaften, Vertretern der Braunkohlereviere und der AfD, die als einzige Bundestagspartei eine R\u00fcckkehr zur Kohleverstromung fordert.<\/li>\n<li>Erneuerbare Energie \u2013 getragen von der Vision sauberer Energie aus Sonne und Wind und politisch vor allem von den Gr\u00fcnen unterst\u00fctzt. Ausdruck findet diese Bewegung in Aktionen wie &#8222;Ende Gel\u00e4nde&#8220; (seit 2015), Protesten gegen die Inbetriebnahme von Datteln IV (2020) und zuletzt der R\u00e4umung von L\u00fctzerath (2023).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Dazwischen versuchen sich CDU und SPD an einem halbgaren Kompromiss: Klimaschutz ja, aber nicht auf Kosten der Wirtschaftssicherung. Gas als Br\u00fcckentechnologie, schrittweiser Kohleausstieg bis sp\u00e4testens 2038, Ausbau der Erneuerbaren \u2013 aber bitte ma\u00dfvoll.<\/p>\n<p>Selbst Habecks Katar-Deal, der nach Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine eine energiepolitische Neuausrichtung erzwang, bewegt sich in dieser Logik: Gas statt Kohle, sp\u00e4ter dann Wind und Sonne statt Gas. Entweder fossile Klimas\u00fcnde oder gr\u00fcne Zukunft, oder eben der Kompromiss dazwischen \u2013 eine dritte Option, die Atomkraft, existiert im \u00f6ffentlichen Bewusstsein nicht.<\/p>\n<p>Atomkraft in den nordischen L\u00e4ndern: Renaissance trotz Fukushima<\/p>\n<p>Was in Deutschland \u2013 mit Ausnahme der AfD \u2013 partei\u00fcbergreifender Konsens ist, wirkt aus skandinavischer und finnischer Perspektive geradezu irrational. Dort kam es regelrecht zu einer Renaissance der Atomkraft mit Laufzeitverl\u00e4ngerungen und Neubaupl\u00e4nen. Nach Angaben der <a href=\"https:\/\/www.grs.de\/de\/aktuelles\/kernenergie-weltweit-2025\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gesellschaft f\u00fcr Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS)<\/a> verabschiedete Schweden etwa 2023 einen recht ambitionierten Kernenergiefahrplan: zwei neue Reaktoren sollen bis 2035 ans Netz gehen, weitere zehn bis 2045. Das Land, das noch vor wenigen Jahren einzelne Reaktoren aus dem Netz nahm, setzt nun konsequent auf einen Ausbau der Kernenergie<\/p>\n<p>Finnland ist in dieser Hinsicht der unbestrittene Vorreiter der Region. Im April 2023 ging mit Olkiluoto-3 der erste neugebaute Reaktor seit den 1990er-Jahren in Westeuropa ans Netz, w\u00e4hrend Deutschland wiederum seine letzten Meiler abschaltete. Rund 40 Prozent des Strommixes stammen in Finnland aus Kernenergie, Laufzeiten bestehender Reaktoren wurden dar\u00fcber hinaus verl\u00e4ngert. Die Finnen haben ihre Energieversorgung l\u00e4ngst auf diese Technologie ausgerichtet \u2013 mit Signalwirkung.<\/p>\n<p>Selbst L\u00e4nder, die bislang komplett auf Atomkraft verzichtetet haben, denken mittlerweile um. D\u00e4nemark, das seit 1985 ein striktes Atomkraftverbot verfolgte und vollst\u00e4ndig auf erneuerbare Energien setzte, diskutiert seit 2025 eine R\u00fcckkehr. Das Parlament hat f\u00fcr eine Untersuchung der Potenziale und Risiken gestimmt \u2013 ein Kurswechsel f\u00fcr ein Land, das sich vier Jahrzehnte lang als Pionier der Windenergie verstand. Norwegen, ebenfalls ein Wasserkraft-Champion, pr\u00fcft seit 2024 den Einsatz kleiner modularer Reaktoren, um die Energieversorgung langfristig zu sichern.<\/p>\n<p>Umweltbewegung statt Physik?<\/p>\n<p>Die nordischen L\u00e4nder folgen damit offenbar der Physik und n\u00fcchterner Statistik, Deutschland hingegen seiner, vielleicht europaweit, einzigartigen Umweltbewegung. Sechzig Jahre lang hat der Widerstand gegen die Kernenergie die deutsche Umweltpolitik gepr\u00e4gt und bildet gewisserma\u00dfen den Gr\u00fcndungsmythos der Gr\u00fcnen. Im gleichen Jahr wurde zudem mit Winfried Kretschmann der erste gr\u00fcne Ministerpr\u00e4sident in der Geschichte Baden-W\u00fcrttembergs und der Bundesrepublik Deutschland gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima f\u00fchrten zu jenem\u00a0 Mentalit\u00e4ts- und Politikwechsel, der den Atomausstieg erzwang. 2023 wurde schlie\u00dflich die letzten drei Meiler Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim II vom Netz genommen \u2013 der Ausstieg war vollendet.<\/p>\n<p>Damit endete auch eine der kontroversesten Debatten, die Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hat. In den nordischen L\u00e4ndern hingegen gab es weder eine vergleichbare Anti-Atom-Mobilisierung noch f\u00fchrten dieselben Katastrophen zu einem derartigen Kurswechsel &#8211; bis heute.<\/p>\n<p>Kernenergie und Klimaschutz: CO\u2082-armer Strom im Vergleich<\/p>\n<p>Blickt man rein auf die \u00d6kobilanz, steht die Kernenergie gut da: <a href=\"https:\/\/www.kernenergie.ch\/klimaschutz.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sie ist CO\u2082-arm<\/a>. Die tats\u00e4chliche Bilanz h\u00e4ngt allerdings ma\u00dfgeblich davon ab, mit welcher Methode der Brennstoff Uran angereichert wird und welche Energiequelle dabei zum Einsatz kommt \u2013 bei der Anreicherung wird n\u00e4mlich der gr\u00f6\u00dfte Teil des Energieaufwands ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Auch in Bezug auf die Versorgungssicherheit schneidet Kernenergie g\u00fcnstig ab \u2013 ein Aspekt, der f\u00fcr ein Industrieland wie Deutschland von erheblicher Bedeutung sein d\u00fcrfte.<a href=\"https:\/\/www.ise.fraunhofer.de\/de\/veroeffentlichungen\/studien\/wege-zu-einem-klimaneutralen-energiesystem.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts<\/a> m\u00fcsste Deutschland seinen j\u00e4hrlichen Strombedarf bis zur Mitte dieses Jahrhunderts auf 1.000 bis 1.500 Terawattstunden steigern. Das ist das Doppelte bis Dreifache unseres heutigen Verbrauchs. Sonnen- und Windenergie speisen jedoch wetter-, jahreszeit- und tagesabh\u00e4ngig ein und stellen daher keine gesicherte Leistung dar, betont Anna Veronika Wendland, die viele Jahre in Atomanlagen zu Reaktorsicherheit und nuklearer Arbeit geforscht hat.<\/p>\n<p>In einem <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/klimawandel\/dossier-klimawandel\/559559\/kernenergie-gehoert-zu-einer-guten-klimastrategie\/#footnote-target-1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beitrag f\u00fcr die Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a> schreibt Wendland zum Atomausstieg: &#8222;Kernkraftwerke, die im Jahr 2000 ein Drittel unserer Stromerzeugung bestritten, haben eine mit der Windkraft vergleichbare Treibhausgas-Bilanz.&#8220; Zudem, sagt Wendland, konnten sich deutsche Kernkraftwerke flexibel an die schwankende Stromproduktion aus erneuerbaren Energien anpassen \u2013 sie waren bereits als Lastfolgeanlagen konzipiert, das hei\u00dft, sie konnten ihre Leistung an Marktpreise und die Anforderungen der \u00dcbertragungsnetzbetreiber anpassen. Wendland zieht das Fazit: Kernkraft arbeite an der Schnittstelle von Klimaschutz und Versorgungssicherheit.<\/p>\n<p>Widerspr\u00fcchliche Aussagen<\/p>\n<p>Wie aber l\u00e4sst sich erkl\u00e4ren, dass <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/klimawandel\/dossier-klimawandel\/559559\/kernenergie-gehoert-zu-einer-guten-klimastrategie\/#footnote-target-1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Our World in Data (OWID)<\/a>, eine datenjournalistische Plattform der Universit\u00e4t Oxford, in ihren Analysen festh\u00e4lt, dass zu den CO\u2082-armen Energiequellen nicht nur erneuerbare Technologien wie Wasserkraft, Wind- und Solarenergie z\u00e4hlen, sondern auch die Kernenergie \u2013 und dass sie gemessen an Todesf\u00e4llen pro erzeugter Energieeinheit sogar zu den <a href=\"https:\/\/ourworldindata.org\/safest-sources-of-energy\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sichersten Formen<\/a> der Stromerzeugung geh\u00f6rt?<\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Kernenergie und erneuerbare Technologien sto\u00dfen pro erzeugter Energieeinheit in der Regel sehr wenig CO\u2082 aus&#8220;, hei\u00dft es dort, &#8222;und sind zudem deutlich besser als fossile Brennstoffe, wenn es darum geht, die lokale Luftverschmutzung zu begrenzen.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Zugleich schreibt das deutsche Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz\u00a0(BMUKN) auf <a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/faq\/ist-atomkraft-klimaneutral\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">seiner Website<\/a> \u00fcber Atomkraft:<\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Atomkraft ist weder CO\u2082-frei noch ist sie die CO\u2082-\u00e4rmste Art der Energieerzeugung. Denn gerade die energieintensive Brennstofferzeugung ist klimasch\u00e4dlich. Hinzu kommen massive Umweltsch\u00e4den und soziale Folgen beim Uranabbau. Atomkraft ist keine Option zur Klimarettung, denn sie ist zu teuer, zu langsam, zu gef\u00e4hrlich und nicht robust gegen den Klimawandel. Mit Strom aus Wind und Sonne gibt es l\u00e4ngst eine viel bessere, klimafreundlichere und g\u00fcnstigere Alternative.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Endlager und Sicherheit: Die ethische Debatte um Atomm\u00fcll<\/p>\n<p>Zwei Welten, zwei Erz\u00e4hlungen. Wie kann das sein? Liegt es an der Anti-Atom-Bewegung, die den moralischen Reflex auf Kernenergie quasi einprogrammiert hat?<\/p>\n<p>Dabei gibt es durchaus berechtigte Fragen: Ein wesentlicher Aspekt ist die Endlagerung, die ernsthafte ethische Bedenken aufwirft. Was passiert mit dem Atomm\u00fcll? Wie gef\u00e4hrlich ist seine Lagerung \u2013 und wo soll sie \u00fcberhaupt erfolgen?\u00a0<\/p>\n<p>Genau das ist der Angelpunkt der Gr\u00fcnen, jener Partei, die aus der Anti-Atom-Bewegung hervorgegangen ist. Auf der <a href=\"https:\/\/www.gruene-bundestag.de\/unsere-politik\/unsere-ziele\/atom\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundestagsseite der Gr\u00fcnen<\/a> steht: &#8222;Hochrisikotechnologie, die selbst mit bestem Ingenieurswissen niemals sicher sein wird.&#8220;<\/p>\n<p>Zudem argumentieren sie \u00f6konomisch: Atomkraft sei teuer \u2013 zumindest im Vergleich zu erneuerbaren Energien. Nicht nur die Stromkosten, sondern Baukosten, lange Bauzeiten, hohe Sicherheitsauflagen, Wartung, R\u00fcckbau und besonders die teure und ungel\u00f6ste Entsorgung des Atomm\u00fclls treiben demnach die Rechnung in die H\u00f6he. Gerade mit Blick auf die unkalkulierbaren langfristigen Kosten stellt sich die Gefahrenfrage des Atomm\u00fclls erneut.<\/p>\n<p>Hier schl\u00e4gt das Pendel zwischen unterschiedlichen ethischen Perspektiven aus: Einerseits die Gesinnungsethik, die strikt nach moralischen Prinzipien handelt, unabh\u00e4ngig von potenziell negativen Folgen. Andererseits die Verantwortungsethik, die die Konsequenzen des eigenen Handelns f\u00fcr andere und f\u00fcr kommende Generationen ber\u00fccksichtigt. Beide Ans\u00e4tze k\u00f6nnen sowohl zu einem Ja als auch zu einem Nein zur Atomkraft f\u00fchren.<\/p>\n<p>Subjektives Sicherheitsgef\u00fchl<\/p>\n<p>Wendland argumentiert: Der in sechs Jahrzehnten deutscher Kernenergienutzung angefallene hochradioaktive Abfall lie\u00dfe sich sicher in geologischen Tiefenlagern unterbringen. Anders als bei technischen Anlagen hinge die Sicherheit nicht von Menschen oder Maschinen ab, sondern vom Gestein selbst \u2013 Granit, Ton oder Salz isolieren den M\u00fcll und leiten seine anf\u00e4ngliche W\u00e4rme ab. Nach dem Verschluss, rund hundert Jahre nach der Standortentscheidung, k\u00f6nne das Lager sich selbst \u00fcberlassen werden. L\u00e4nder wie Finnland oder die Schweiz zeigten, dass solche Konzepte funktionieren. Auch Deutschland verf\u00fcge \u00fcber die passenden Gesteinsarten.<\/p>\n<p>Die Wahrnehmung von Risiken folgt letztlich eigenen Gesetzen. Es ist vielleicht wie beim Flugzeugabsturz: Tritt ein tragischer Unfall ein, ist das Ausma\u00df gro\u00df und der Schock enorm. Dabei bleibt das Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel, vor allem im Vergleich zum Auto. Entscheidend ist das subjektive Sicherheitsgef\u00fchl und die daraus resultierende kollektive Einsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p>Pragmatismus oder Ideologie?<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist: Es gibt keineswegs eine einheitlich &#8222;gr\u00fcne&#8220; Haltung zur Kernenergie. Deutschland bildet damit zumindest im nordeurop\u00e4ischen Vergleich einen Sonderfall. In den nordischen L\u00e4ndern zeigen sich gr\u00fcne Parteien teilweise deutlich offener. In Norwegen <a href=\"https:\/\/www.nuklearforum.ch\/de\/news\/norwegens-gruene-oeffnen-sich-erstmals-fuer-atomkraft\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">begr\u00fc\u00dfen die Gr\u00fcnen<\/a> den energiepolitischen Kurswechsel hin zur Kernenergie. Auch in Finnland ist Gr\u00fcn-Sein und Atomkraft-Bef\u00fcrworten kein Widerspruch.<\/p>\n<p>Im Gegenteil: Die Gr\u00fcne Jugend und Teile der gr\u00fcnen Bewegung <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/finnland-gruene-atomenergie-101.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bef\u00fcrworten Atomkraft<\/a> als klimaneutrale Br\u00fcckentechnologie \u2013 ein pragmatisches Mittel gegen fossile Brennstoffe. Der Fokus liegt auf fossilfreiem oder fossilarmen Strom. Die Konsequenz: Sie konzentrieren sich auf den Verzicht auf Kohle und Gas. Deutschland hat die umgekehrte Reihenfolge gew\u00e4hlt. Die Atomkraft ist bereits Geschichte, der Kohleausstieg kommt \u2013 vielleicht \u2013 2038.<\/p>\n<p>Wer einst gegen Atomkraft war, muss nicht automatisch f\u00fcr sie sein. Viel wichtiger w\u00e4re ein offener, faktenbasierter Diskurs, der die energiepolitischen Herausforderungen klar benennt und alle Perspektiven ernst nimmt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sicherheitszone, Sperrungen und ein gewaltiger Knall. Erst ein Warnton f\u00fcr die Tiere, dann ein dumpfes Donnern \u2013 und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":530539,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,34847,5032,12700,3364,29,130430,4552,627,10515,82745,30,130428,13,63474,1548,14,3923,15,3921,130429,12,3931,64969],"class_list":{"0":"post-530538","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-atomausstieg","13":"tag-atomkraft","14":"tag-co2","15":"tag-de","16":"tag-deutschland","17":"tag-endlager","18":"tag-energiepolitik","19":"tag-energieversorgung","20":"tag-erneuerbare","21":"tag-fukushima","22":"tag-germany","23":"tag-gundremmingen","24":"tag-headlines","25":"tag-kernenergie","26":"tag-klimaschutz","27":"tag-nachrichten","28":"tag-nachrichten-aus-deutschland","29":"tag-news","30":"tag-news-aus-deutschland","31":"tag-nordische-laender","32":"tag-schlagzeilen","33":"tag-sicherheit","34":"tag-tschernobyl"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115446342335166904","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/530538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=530538"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/530538\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/530539"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=530538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=530538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=530538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}