{"id":530938,"date":"2025-10-27T17:03:14","date_gmt":"2025-10-27T17:03:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/530938\/"},"modified":"2025-10-27T17:03:14","modified_gmt":"2025-10-27T17:03:14","slug":"corinna-harfouch-und-etta-scollo-praesentieren-gedichte-von-mascha-kaleko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/530938\/","title":{"rendered":"Corinna Harfouch und Etta Scollo pr\u00e4sentieren Gedichte von Mascha Kal\u00e9ko"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> \u201eDie W\u00e4lder sind verschwunden, die H\u00e4user verbrannt. Ich habe niemanden gefunden. Niemand erkannte mich. Und als der fremde Vogel schrie, lief ich davon. Wohin ich auch gehe, ich komme ins Nirgendland.\u201c Die Dichterin Mascha Kal\u00e9ko schrieb diese melancholischen Zeilen unter dem Titel \u201eKein Kinderlied\u201c aus ihrem Exil. Heimatlosigkeit war einer der roten F\u00e4den, die sich durch das Leben der 1907 im heutigen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/polen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polen<\/a> geborenen Dichterin zogen. Als J\u00fcdin musste sie 1938 vor dem NS-Regime aus Deutschland fliehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eNirgendland\u201c und viele andere Texte von Mascha Kal\u00e9ko pr\u00e4sentierte der F\u00f6rderverein Lust am Lesen der Stadtbibliothek M\u00f6nchengladbach im Rahmen der \u201eTextstationen\u201c: Im gro\u00dfen Saal des Theaters M\u00f6nchengladbach stellte die italienische Musikerin Etta Scollo mit ihren Kolleginnen und der Schauspielerin Corinna Harfouch ihre pers\u00f6nliche Hommage an die Dichterin vor. Die S\u00e4ngerin Etta Scollo nahm anl\u00e4sslich des 50. Todestages der Dichterin im Januar 2025 das Album \u201eNirgendland\u201c mit deutsch und italienisch vertonten Texten von Kal\u00e9ko auf.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die ganze atmosph\u00e4rische Spannbreite der mal wehm\u00fctigen, mal ironischen, mal traurige und mal n\u00fcchtern-trockenen Worte f\u00fchrte Etta Scollo, Gesang und Gitarre, gemeinsam mit Tara Bouman, Klarinette und Gesang, und Susanne Paul, Violoncello und Gesang, dem Publikum vor. Die Schauspielerin Corinna Harfouch las (und sang) die Texte dabei auf eine ber\u00fchrende Weise, betonte die Gedanken mit Mimik und Gestik und wirkte hochkonzentriert und im Einklang mit dem Trio.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Hintergrund der Performance erschienen Fotografien von Kal\u00e9kos Notizheften mit Gedichtentw\u00fcrfen, Anmerkungen und Zeichnungen, au\u00dferdem waren Bilder von Gro\u00dfraum-Schreibb\u00fcros der Zwanzigerjahre zu sehen. Ein anderer roter Faden in Kal\u00e9kos Werk war die feine, leicht sp\u00f6ttelnde Wahrnehmung des Alltags, der Menschen um sich herum und ihrer selbst: \u201eIch bin als Emigrantenkind geboren\u201c, hei\u00dft es im \u201eInterview mit mir selbst\u201c. \u201eMein mein meistgesprochenes Wort als Kind war \u201anein\u2018. Ich m\u00f6chte nicht mein Kind gewesen sein.\u201c In diesem Zusammenhang beschreibt sie auch ironisch ihren eigenen Werdegang: \u201eEs hie\u00df, wir sollten jetzt ins Leben treten. Ich aber leider trat nur ins B\u00fcro\u201c.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Besucherinnen und Besucher der Lesung spendeten gro\u00dfz\u00fcgigen Beifall und freuten sich \u00fcber die kleine Zugabe mit dem \u201eliebsten Gedicht\u201c: \u201eIch schrieb es nicht. Aus tiefsten Tiefen stieg es. Ich schwieg es.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eDie W\u00e4lder sind verschwunden, die H\u00e4user verbrannt. Ich habe niemanden gefunden. Niemand erkannte mich. 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